Warum ist die Diagnose von postinfektiösen Erkrankungen bei Kindern so schwierig? Eine Sonderfolge mit Dr. Daniel Vilser.
Es ist schwer zu sagen, wie viele Kinder und Jugendliche in Deutschland an postinfektiösen Erkrankungen leiden - ausgelöst durch verschiedene Erreger, nicht nur durch Corona.
Schätzungen reichen von 10.000 bis 100.000 Fällen. Das Krankheitsbild ist divers, deshalb sind Diagnose und Therapie nach wie vor schwierig. Obwohl es für Kinder neuerdings ein bundesweites Versorgungsnetzwerk gibt, klagen betroffene Familien weiter über Wartezeiten und Unkenntnis im Gesundheitssystem, und es mangelt an großen Studien.
Was weiß man mittlerweile über die Krankheitsmechanismen? Darüber spricht "Synapsen"-Host Korinna Hennig in dieser Sonderfolge mit Dr. Daniel Vilser, der sich während der Pandemie als einer der ersten mit Long Covid bei Kindern beschäftigt hat. Heute ist er Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am AMEOS-Klinikum in Neuburg und leitet dort eine Ambulanz für Betroffene.
Er schildert die vergebliche Suche nach einem Biomarker und den langen Weg zur Evidenz bei Medikamenten - und erzählt, warum er seinen Patientinnen und Patienten trotz allem Hoffnung machen will.
HINTERGRUNDINFORMATIONEN
Versorgungsnetz für Postinfektiöse Erkrankungen bei Kindern in Deutschland:
https://pednet-lc.de/
Daten aus der RECOVER-Studie zu Long Covid bei Kindern und Jugendlichen:
https://jamanetwork.com/journals/jama/fullarticle/2822770
Studie von Daniel Vilser et al. zu Long Covid-Subtypen:
https://www.nature.com/articles/s41467-026-72224-y
Studie zu Risikofaktoren für schweres Post Covid bei jungen Patient:innen:
https://link.springer.com/article/10.1007/s00431-026-06995-3
Alle weiteren Quellen findet ihr im Artikel zur Folge auf der Synapsenseite:
https://www.ndr.de/nachrichten/podcastsynapsen100.html
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