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  • Geschichten aus Namibia | Von Jochen Mitschka
    Ein Standpunkt von Jochen Mitschka.
    Da ich soeben die Nachricht erhielt, dass unsere lebenslange Aufenthaltserlaubnis für Namibia bewilligt wurde, möchte ich dem vielfachen Wunsch nachkommen, und wieder einmal vom Leben im selbstgewählten Exil erzählen. Was folgt ist also eher Boulevard denn Politik.
    Während ich diese Zeilen am 30. November schreibe, bin ich nicht in Namibia. Sondern ich fuhr gestern mit einem Campinganhänger nach Südafrika, weil mit Ende November mein Touristenvisum abläuft, das schon zweimal verlängert worden war. Die Gesetzgebung in Namibia sieht ausdrücklich vor, dass man durch das Warten auf eine Daueraufenthaltserlaubnis KEINE vorläufige Erlaubnis erhält, im Land zu sein. Deshalb war es ein Touristenvisum, mit dem wir in Namibia waren. Und dass die Entscheidung über einen Antrag vom Mai jetzt doch noch in diesem Jahr erfolgte, war nicht sicher, denn die Anträge stapeln sich derzeit in ungewohnter Höhe.
    Jetzt sitze ich hier also 1200 km weiter südlich auf einem Campingplatz in Südafrika bei 40°C und habe die Badehose vergessen, weil es in Swakopmund eigentlich so kühl war, dass man kein Bedürfnis zum Baden verspürte. Die beste aller Ehefrauen war schon vor ein paar Wochen nach Thailand geflogen, um ihre Familie zu besuchen. Ich werde dann Anfang Januar wieder mit einem Touristenvisum nach Namibia fahren und sie in Windhuk am Flughafen abholen. Danach wird die Prozedur beginnen, die Daueraufenthaltserlaubnis zu formalisieren.
    Zuletzt war bessere Hälfte unserer Familie etwas unruhig geworden und hatte zunehmend gefragt, ob das Aufgeben von so vielen Dingen in Deutschland richtig war, angesichts der bisherigen Unsicherheit. Aber die Bedenken werden jetzt wohl zerstreut sein.
    Hier im südlichen Afrika ist jetzt noch Vorsaison. Die Hauptsaison beginnt mit den Schulferien in der nächsten und übernächsten Woche. Dann sind die Campingplätze voll bis zum 5. Januar. Im Moment bin ich noch der einzige Gast hier. Aber nun zu einem kleinen Rückblick auf die letzten acht Monate in Namibia, wobei ich versuche, nicht zu wiederholen, was ich schon in vorherigen Berichten erzählte.
    Die deutsche Kolonie
    Es ist eine allgemeine Erscheinung, dass Menschen in der Diaspora kulturell einige Jahre hinter dem ursprünglichen Herkunftsland hinterherhinken. Ich habe das in Bangkok erlebt, als massenweise Chinesen zu Besuch kamen, um in Bangkoks China-Town zu ihren kulturellen Wurzeln, oder was sie dafür hielten, zurück zu finden.
    Ähnlich scheint es in Namibia zu sein. In der deutschsprachigen Gemeinschaft, zu der nicht nur „biodeutsche“ bzw. von ihnen Abstammende gehören, gilt noch Toleranz, Stolz auf Familie, kritisches Denken, Offenheit für andere Meinungen, und dass es in der Regel nur zwei Geschlechter gibt. Eigentlich hatte ich gar nicht ausdrücklich nach der „deutschen Kolonie“ gesucht, aber es ergibt sich einfach, dass man immer mehr deutschsprachige Namibier und Residenten kennenlernt.
    Auch die Musik scheint in der Zeit stehen geblieben zu sein. Allerdings, das muss man einschränken, bewegt sich der älteste deutschsprachige Radiosender, Hitradio Namibia, politisch innerhalb des deutschen Regierungsnarratives. Vermutlich ist es die einfachste Lösung, wenn man Nachrichten von DPA oder anderen Agenturen übernimmt. Glücklicherweise findet ansonsten keine 24-stündige Indoktrination statt, wie sie zuletzt in Deutschland unerträglich wurde.
    Interessant ist, dass Namibia dem moralisch ach so überlegenen Westen vormacht, wie man mit seiner Geschichte umgeht. So werden Denkmäler von deutschen Kolonisten, auch wenn sie gelogen, betrogen und ermordet hatten, erst nach mehrjährigen Diskussionen vorsichtig von ihren Plätzen entfernt und ins Museum gebracht, wo dann Plaketten die Geschichte erklären. Während auf ihre Plätze Freiheitskämpfer kommen. Und, man mag es kaum glauben, die chronisch unterfinanzierten staatlichen Medien haben sogar einen deutschsprachigen Sender....
    20 min
  • Die USA (noch) als einziger Akteur in einer “Win-Win” Situation | Von Wolfgang Effenberger
    Ein Kommentar von Wolfgang Effenberger.
    Am 16. August 2022 – knapp drei Monate vor den von den Demokraten gefürchteten Midterm-Wahlen am 8. November 2022  zum Senat und Repräsentantenhaus1) – konnte US-Präsident Joe Biden den sogenannten "Inflation Reduction Act of 2022" (IRA) unterschreiben – ein US-Bundesgesetz, das nach offiziellen Angaben die Inflation eindämmen, den Kampf gegen den Klimawandel fördern und das US-Defizit von 2022 bis 2031 um 300 Milliarden Dollar (2,2 Prozent) senken soll. Der im IRA hochgepriesene Klimaschutz ist jedoch nur ein Sammelsurium an Klimamaßnahmen, die von Bidens propagiertem "Green New Deal" von 2019 und der 2-Billonen-Dollar "Build-Back-Better"-Rahmengesetzgebung übriggeblieben ist.  Das "Build-Back-Better"-Paket scheiterte damals an der Opposition konservativer Demokraten, vor allem von Senator Joe Manchin aus dem Kohlestaat West Virginia.2)
    Mit einem Umfang von knapp 400 Milliarden US-Dollar handelt es sich beim IRA um das bislang größte durch Steuererhöhungen finanzierte Investitions- und Subventionsprogramm, mit dem milliardenschwere Ausgaben für die Infrastruktur und für den Sozialstaat einhergehen und das Schlüsselproblem von Wirtschaft und Gesellschaft lösen soll.
    Kritiker sehen in dem Inflationsbekämpfungsgesetz jedoch das Ziel der Revitalisierung der US-Industrie auf Kosten europäischer und vor allem deutscher Unternehmen, deren Auswanderung in die USA durch dieses Gesetz forciert wird. Der dadurch hervorgerufene Verlust von Produktionsstandorten beschleunigt die Gefahr der Deindustrialisierung in der EU. Ziel dieser aggressiven Industriepolitik scheinen Washingtons geopolitische Ambitionen zu sein: Die USA als unipolare Weltmacht.
    Noch im August 2022 wies der Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz in einem Kommentar für das "Project Syndicate"3) auf die enormen Vorteile für die USA in mehreren Bereichen hin. Die geplanten Investitionen würden die inflationstreibenden Energiekosten senken, die heimische Energieerzeugung stärken und damit einkommensschwache Haushalte im Endeffekt entlasten. Neben der Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der US-Rüstungsindustrie soll massiv in Bildung, Forschung, Technologie und Infrastruktur investiert werden. Ziel der US-Regierung sei es offenbar, die weltweite Energieabhängigkeit von "autoritären" Ölstaaten sowie Russland (Russland gehört zu opec+) anzugehen, um bestehende Risiken zu minimieren.4) Ab 5. Dezember 2022 gelten EU-Sanktionen gegen die Öleinnahmen Russlands. US-Präsident Joe Bidens äußerte Mitte Juli 2022 bei seinem Besuch in Saudi-Arabien den Wunsch, die großen Öl exportierenden Länder mögen die derzeitigen Fördermengen erhöhen, damit der Benzinpreis in den USA sinken könne. Doch die Ölallianz OPEC+ beschloss, bis Ende 2023 täglich zwei Millionen Barrel (je 159 Liter) weniger zu fördern.5) Von den dadurch erhöhten Rohölpreisen profitiert Russland.
    Inmitten der zunehmenden geopolitischen Spannungen auf der internationalen Bühne legt die Europäische Union den Fokus nun gezwungenermaßen auf die Eindämmung der akuten Energie- und Inflationskrise. Wegen der stark gestiegenen Preise für Gas sind die EU-Länder mit enormen Wirtschaftsproblemen konfrontiert, deren Lösung bislang nicht in Sicht ist.
    Auf dem Weg in die De-Industrialisierung von EU /Deutschland?
    Der Ukraine-Krieg belastet beeinträchtigt durch die knapper werdenden Ressourcen (Erdgas, Erdöl, Weizen) vor allem durch den Ausfall Russlands als wichtiger Rohstofflieferant die Wirtschaftsleistung vieler Länder.
    22 min
  • Was tun mit den Asozialen? | Von Anselm Lenz
    Ein Standpunkt von Anselm Lenz.

    Wo Soziale sind, sind auch Asoziale. Doch ohne Gemeinsinn, Vertrauen und Kultur geht es nicht. Hoppla, wir leben – und deshalb: Auf zur Berliner Großdemo am 17. Dezember 2022 in Berlin!
    Wer eine soziale Ader hat, selber also sozial ist, hat es schnell mit Asozialen zutun. Menschen also, die glauben, weil andere ja bereits sozial seien, könnten sie darauf verzichten, oder es komme nicht so darauf an, oder die Zeit sei nun wirklich reif oder nicht dazu geeignet, sozial zu sein.
    Das asoziale Element wird dann im Anderen gesucht und gefunden, nicht selten in jenen, die einen Millimeter höher stehen, gerade einen Gran mehr Erfolg haben, ein bißchen intelligenter sind oder einfach eine Minute eher da waren. Die Autorität kann bleiben, wenn der Nachbar oder der Mann im Krämersladen oder nur allein der PCR-Test schuld sein sollen. Der eigene Nachbar ist aber nicht der Gegner.
    Wer sozial ist, ist mit Sozialen verbunden, zieht aber Asoziale an oder produziert sie sogar. Ein wesentliches Phänomen bourgeoiser Gesellschaften sind der Neid und das Karrieresystem, also jener stumpfer verkürzter Materialismus, auf den sich die Herrschaftskaste einzig und allein stützt. Wer eben noch einem netten Empfänger von viel Aufmerksamkeit und gutem Geld ins Gesicht sah, kann dort im nächsten Moment einen Asozialen erblicken. Das Phänomen ist besonders in der Bourgeoisie und im schwankenden Kleinbürgertum verbreitet, aber auch unter manch Intellektuellen. Und es nimmt zu. Sogar manch Alteingesessener scheint nicht gefeit vor Gier, Lüge und Torschlusspanik. Gnade uns Gott, wenn das in der Demokratiebewegung Schule macht.
    »So etwas wie die Gesellschaft gibt es nicht«, nahm Margaret Thatcher die Phänomene des Neoliberalismus und des Fun-Punks vorweg und wurde damit zur Wegbereiterin von beiden: Der aggressiven Disruption der Wirtschaft einerseits und – kulturelles Folgephänomen im ganzen Westen –, der ostentativ aufgeführte Bruch mit Ästhetik und Alltagsethik durch eine neue, bunte Jeunesse Dorée. Die frühere Premierministerin Englands negierte damit die Asozialität der vermeintlich Seriösen. Wo es keine Gesellschaft gibt, muss man auch keine Rücksicht nehmen, beziehungsweise von Gepflogenheiten Abstand nehmen.
    Wer braucht schon soziale Sicherheit? Warum sollte man Versprechen einhalten? Warum Bindungen eingehen? Wieso nicht einfach lügen, betrügen und hemmungslos konkurrieren? Warum nicht einfach dem anderen ins Gesicht rülpsen? Oder sich öffentlich über die eigenen Kollegen beschweren?
    Wer etwa ab dem Jahr 1980 geboren wurde, hat nichts als asoziale Zeiten erlebt und ältere Generationen, die diese Gesellschaft nach und nach zerstörten, sich dann aber wunderten, dass sie in sozialen Netzwerken keine netten Kommentare bekommen. Die politmediale Kaste dreht auch deshalb durch, weil sie erstmals bemerkt, wie sozial haltlos ihre Pfründewirtschaft ist, die sich auf Gewalt gründet und längst nicht mehr auf Akzeptanz.
    In der Neoliberalen Epoche brachen die Geburtenraten ein, wurden Vertragslaufzeiten für junge Angestellte eingeführt, die Löhne effektiv halbiert, die Sitten gekürzt und ein Niedergang eingeläutet, sodass von den Trentes Glorieuses, den goldenen dreißig Jahren, immer weniger übrig blieb. Die 1950er, 60er und 70er gelten bis heute als die Referenzpunkte für wirtschaftliche Blüte und Populärkultur, als der Höhepunkt der westlichen Zivilisation, übrigens auch jenseits des Eisernen Vorhangs, in Ost und West also.
    Seit den 1980er Jahren ging es erst langsam, dann immer schneller abwärts. Die Corona-Lüge markiert den finalen Crash-Punkt, das absolute Ende der Nachkriegskonjunktur, das Erreichen des fast völligen Nullpunktes gesellschaftlicher Prosperität in der europäischen Welt. Mit der asozialsten Lüge der Menschheitsgeschichte der Corona begannen der Massenmord des Injektionsgenozids und schließlich die Konfrontation in der Ukraine.
    19 min
  • Schau nicht nach oben! | Von Rüdiger Lenz
    Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.
    „Ich habe 30 Jahre lang das Falsche gelehrt. Die ganze Impfindustrie ist ein Riesenbetrug, wahrscheinlich der größte Betrug in der Medizingeschichte, und momentan erleben wir die Spitze des Betrugs.“ – Professor Dr. med. Sucharit Bhakdi, Facharzt für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie
    Kennen sie den Film "Don’t Look Up" (1) mit Leonardo DiCaprio und Jennifer Lawrence, eine Netflix-Produktion? So etwas passiert hier gerade, weltweit. Der Komet, in dem es in dem Film "Don’t Look Up" geht, heißt in unserer Realität Depopulation durch Injektionsnötigung und schleichendes Unfruchtbarmachen der Menschen. Genau wie im Film sorgt die völlig verhaltensverblödete Masse dafür, dass die weltweite Gefahr nicht erkannt werden will. Das Aussterben nicht nur der Menschheit steht bevor. Der Slogan, "don’t look up" wird von der US-Regierung in die woke Bevölkerung transportiert und schon schaut fast niemand mehr in das Firmament, um die Gefahr dort selbst zu erkennen.
    Parallelen zum Coronaphänomen ploppen von ganz alleine beim Zusehen auf. Wobei ich nicht weiß, welche Kategorie nun schlimmer ist, das Coronaphänomen oder vielleicht eher die große Mehrheit der Weltbevölkerung, mit der sich das Rad der Geschichte ganz nach Belieben in finsterste Zeiten zurückdrehen lässt.


    Schaut nicht nach oben, schaut nicht hin, hört nicht zu, denkt nicht selbst, hier gibt es nichts zu sehen, gehen Sie weiter!

    Göbekli Tepe
    Was soll man noch schreiben, wenn die Masse schläft?
    Genau genommen schläft sie seit dem Ende der letzten Eiszeit vor gut 14.000 Jahren. Es gibt die schlüssige Theorie (2), dass nachdem die riesige Eisplatte auf der Nordhalbkugel nach der letzten Eiszeit geschmolzen war, dieses ganze unvorstellbare Wasser eine weltweite Sintflut hervorbrachte, durch die die damalige Hochkultur, vielleicht das von dem Philosophen Platon beschriebene Atlantis, unterging. Die Überlebenden könnten weltweit via Schiffe ihre Kenntnisse den Überlebenden Stämmen oder Sippen angedient haben. Denn in dieser Zeit, also ungefähr 12.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung, sprossen die Megalithbauten weltweit wie Pilze aus dem Boden der Geschichte und hinterließen Rätsel über Rätsel für die Archäologen, die sie einfach ignorierten, weil nicht sein kann, was nicht sein darf.
    Wie einst der Stein von Rosetta, so gab eine freigelegte Steinsäule in Göbekli Tepe in der Türkei wahrscheinlich genau dieses Ereignis frei. Eine Sintflut, die von einem Kometen verursacht wurde, der wiederum aus einem bestimmten Sternbild kam, in dem sich die Erde ca. alle 14.000 Jahre wiederfindet. Man vermutet, er habe beim Aufprall auf die Erde die Kraft von mehreren tausend Hiroshima-Atombomben freigesetzt.
    Tja, leider viele Konjunktive. Aber so ist das in der Archäologie nun mal. Man kann die Vergangenheit nicht wirklich beweisen, zumindest nicht die aus einer Zeit weit vor unserer. Weshalb sie sich zu manipulieren geradezu höchstbietend aufdrängt. Das größte aller Rätsel ist nämlich das unserer Herkunft und Entstehungsgeschichte selbst.
    Transhumanismus, die Uridee von Herrschaft
    Wobei wir bei einer wirklich großen Lüge angekommen sind. Wann und wo war unser Anfang? Uns wird erzählt, wir seien linear bis heute in einem Entwicklungsprozess aus uns selbst hervorgegangen, an dessen Anfang die Australopithecinen stehen und an dessen Entwicklungsspitze unsere heutige Kultur sich von selbs...
    19 min
  • Von Lauterbach zu Spahn | Von Peter Frey
    Die Dimension des Verbrechens ist größer
    Ein Standpunkt von Peter Frey.
    Lauterbach hatte für jede Jahreszeit eine wahnhaft-dystopische Prognose auf Lager — für die Massenmedien war das kein Problem.
    Nun ist diese ihre Unfähigkeit, Entgleisungen der Regierungen kritisch zu begleiten, in den vergangenen Jahren offen zu Tage getreten. Und so decken sie auch den Irrsinn des Wahnhaften. Die Entfaltung des Wahns aus den Reihen der Regierungen war wohl seinerseits erforderlich, um selbigen zum Wecksignal für eine bislang ahnungslose Bürgerschaft reifen zu lassen.
    Bezugnehmend auf das Titelbild: Herrschaft sucht Kontrolle und gibt gleichzeitig vor zu schützen. Die Menschen sollten sich aus Angst vor einem Virus, „zu ihrem eigenen Schutz“ mit einer sterilisierenden Glocke umgeben, sich letztlich freiwillig, unter Aufgabe ihrer Freiheit unter deren vermeintlichen Schutz begeben. Das Draußen wurde ihnen als gefährlich, ja tödlich suggeriert. Nur ist das, was draußen, außerhalb der Glocke fleucht und kreucht, eben das wahre Leben und die Glocke das Gefängnis. In dieser Glocke erfahren die Menschen dann auch nichts vom wahren Leben. Es ist gleichzeitig eine Blase, in der Narrative zur Befütterung der gewünschten Illusion des „da draußen“ genährt werden …


    Sächsische Bürger haben dem Krankheitsminister in deftiger Art und Weise attestiert, dass seine beworbene „Impfung“ gegen ein Irgendetwas, was er niemals belegen konnte, nun ja „für den Arsch ist“.

    Der Wahnhafte meinte, dagegen klagen zu können. Zu Recht, denn wir leben schließlich in einem Rechtsstaat, wenigstens formell. Zum Leidwesen des „Gesundheitsökonomen“ K. Lauterbaches erwacht wohl eben dieser Rechtsstaat zumindest partiell aus der Agonie der Corona-Hysterie (b1):

    Der Warner vor dem Herrn, er wacht über die Jahreszeiten und die Frage muss erlaubt sein, wer diesen doch ziemlich offensichtlich mit einer ausgeprägten Zwangsneurose „gesegneten“ Pharmalobyisten in das Rampenlicht der Ministerialbürokratie geschoben hat. Allein auf Lauterbach zu zeigen, genügt nicht (b2)!

    Wer also hat diesen Ausbund an Inkompetenz in die Position eines Gesundheitsministers gehievt? Denn der Rauswurf des Meisters der Angstmache löst nicht das Problem. Das vordergründige Drängen auf selbiges, verdeckt das dahinter liegende, viel größere Problem. Die Frage nach Mackie Messer, sie wird nicht gestellt. Wie heißt es doch in Brechts Moritat?
    „[…] Und das große Feuer in Soho
    sieben Kinder und ein Greis
    In der Menge Mackie Messer, den
    man nicht fragt und der nichts weiß.“ (1)
    Wie konnte ein in Sachen Gesundheit nicht weniger inkompetenter Jens Spahn dem entsprechenden Ressort als Vorgänger vorstehen?
    War denn ein Jens Spahn weniger gefährlich als es Lauterbach ist? Spahns Team war es schließlich, das — gemeinsam mit dem Bundesinnenmisterium unter dem CSU-Mann Horst Seehofer — die PLandemie in Fahrt brachte (2). Wollen wir uns wirklich der naiven Annahme hingeben, dass die PLandemie einen Jens Spahn überraschte? Wie hatte doch Spahn im Jahr zuvor getönt, als er bereits eine „kleine Kostprobe“ an die Bevölkerung austeilte? Es ging damals um die selbstredend ebenfalls ganz doll extrem gefährlichen Masern, so der Minister, so seine Experten, die damit was zu rechtfertigen suchten: eine Zwangsimpfung durch die Hintertür, gegen Masern.
    Spahn hat damals die „Impfpflicht“ mit den fast identischen Behauptungen durchgepeitscht, mit denen später im Falle des „neuartigen Virus“ argumentiert wurde (3). Es war wie ein Probelauf und der fast vollständig fehlende Widerstand innerhalb...
    9 min
  • Die “Titanic”-Analogie, die Sie noch nicht gehört haben | Von Charles Hugh Smith
    Ein Kommentar von Charles Hugh Smith.
    Passive Akzeptanz des Verleugnens
    Ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht, wir reagieren mit passiver Akzeptanz des Verleugnens.
    Sie haben zweifellos gehört, dass die Neuanordnung der Liegestühle auf der Titanic eine Analogie für die Sinnlosigkeit der Genehmigung von politischen Änderungen zur Bewältigung von Systemkrisen ist. Ich habe die Titanic als Analogie benutzt, um die Fragilität unseres Finanzsystems und den "Streifhieb" der Pandemie zu erklären: "Warum unser Finanzsystem wie die Titanic ist" (vom 15. März 2016) und "Coronavirus und die 'unsinkbare' Titanic-Analogie" (vom 29. Januar 2020).


    Aber es gibt eine starke Analogie, die Sie noch nie gehört haben. Um die Analogie zu verstehen, müssen wir zunächst die Grundstruktur der Tragödie rekapitulieren.

    Am 14. April 1912 schlug der Ozeandampfer Titanic, der wegen seiner wasserdichten Kammern als unsinkbar galt, in dieser mondlosen, seltsam ruhigen Nacht gegen einen gewaltigen Eisberg. In den frühen Morgenstunden des 15. April zerbrach das große Schiff in zwei Hälften und sank, wodurch das Leben der meisten Passagiere und der Besatzung beendet wurde.
    Von den 2.208 Passagieren und Besatzungsmitgliedern an Bord kamen 1.503 ums Leben und 705 überlebten. Die Rettungsboote hatten ein maximales Fassungsvermögen von 1.178, so dass etwa 475 Menschen unnötig starben. (Passagiere der Titanic - wikipedia)


    Die anfängliche Selbstgefälligkeit der Passagiere und der Besatzung nach der Kollision ist eine weitere Quelle für Analogien in Bezug auf die nahezu unendliche Fähigkeit der Menschheit zur Verleugnung.

    Die Klassenstruktur dieser Zeit wurde von den Behörden - den Schiffsoffizieren - durchgesetzt. Als die Situation zusehends bedrohlicher wurde, wurden die Passagiere der Ersten Klasse in die verbleibenden Rettungsboote getrieben, während die Passagiere der Zwischendeck- und Dritten Klasse - viele von ihnen Einwanderer - meist unter Deck festgehalten wurden. Die Offiziere wurden angewiesen, diese Klassenhierarchie mit ihren Revolvern durchzusetzen.
    Zwei Drittel aller Passagiere starben, aber die Verluste waren nicht gleichmäßig verteilt: 39% der Passagiere der Ersten Klasse kamen ums Leben, 58% der Passagiere der Zweiten Klasse verloren ihr Leben und 76% der Passagiere der Dritten Klasse überlebten nicht.
    Rudimentäre Berechnungen des Schiffskonstrukteurs, der an Bord war, um die Jungfernfahrt zu überwachen, enthüllten den Offizieren die Wahrheit: Das Schiff würde sinken, und es gab keine Möglichkeit, es aufzuhalten. Das Schiff war so konstruiert, dass es die Gefährdung von vier wasserdichten Kammern überstehen würde und sich wahrscheinlich über Wasser halten könnte, wenn fünf zur See hin geöffnet würden, aber nicht, wenn sechs Kammern geflutet würden. Das Wasser würde unweigerlich in die angrenzenden Abteilungen überlaufen, bis das Schiff sank.
    Was hat die Schiffsführung mit diesem Wissen gemacht? Der Annehmlichkeiten beraubt, akzeptierte sie passiv das Verleugnen und widmete ihre Ressourcen der Durchsetzung der Klassenhierarchie und den Ritterlichkeitskriterien der Epoche: 80% der männlichen Passagiere kamen ums Leben, 25% der weiblichen Passagiere verloren ihr Leben.


    Die Verladung der Passagiere in die Rettungsboote war so schlecht geregelt, dass nur 60% der Kapazität der Rettungsboote voll besetzt waren.

    Was wäre gewesen, wenn die Offiziere die Unausweichlichkeit des Untergangs des Schiffes frühzeitig und mutig akzeptiert und einen Plan zur Minimierung der Verluste an Menschenleben ausgearbeitet hätten? Es hätte keines außergewöhnlichen kreativen Ansporns bedurft, um die freiwilligen Helfer der Besatzung und der Passagiere zu organisieren, die das Schiff von allem, was schwamm - hölzerne Liegestühle usw. -, befreit und zu Flößen zusammengebunden hätten.
    8 min
  • Wenn die Touristen eines Tages wieder weg sind… | Von Paul Soldan
    ... gehen wir halt wieder fischen
    Ein Standpunkt von Paul Soldan.
    Sansibar – ein Name, der Sehnsucht nach Exotischem weckt: Kokospalmen, Mangobäume, wunderschöne weiße Sandstrände sowie zahlreiche edle Hotelanlagen, die sich die gesamte Ostküste entlang erstrecken. Ein kleines Korallenarchipel im Indischen Ozean an der Küste Afrikas. Menschen aus der ganzen Welt haben bislang mitunter tief in die Tasche gegriffen, um sich ihr Fernweh vom orientalischen Inselflair stillen und sich ihren Stress von der tropischen Sonne hinwegbräunen zu lassen. Der Tourismus hat die halbautonome, zum Staat Tansania gehörende Inselrepublik vor einiger Zeit geöffnet und sie mit dem modernen westlichen, dem libertären und technologisierten Lebensstil in Bekannschaft gebracht. In der aktuellen turbulenten Umbruchszeit stellt sich jedoch die Frage, wie beziehungsweise ob es mit dem weltweiten Massentourismus weitergeht. Schließlich wurde kürzlich das Ende des Zeitalters fossiler Energieträger eingeleitet, was fortan Flugreisen erheblich reduzieren dürfte. Zudem könnten sich die Menschen bald grundsätzlich mit dem Abbau der Flug- und Reisefreiheit konfrontiert sehen. Die wichtigste Frage jedoch ist, was „wir“ aus dem Westen von einem Besuch wirklich mitnehmen können, außer einem Sonnenbad, einer Schnorcheltour und etwas kurzfristiger Erholung von unserem arg überreizten Leben – gerade heute.
    Ohne Tourismus wäre wohl auf Unguja – der Hauptinsel Sansibars, fast doppelt so groß wie Rügen – nicht sehr viel los. Keine Hotelresorts mitten am Strand, keine ausländischen Besucher, keine Partys, kein Surfen, keine Arbeitsplätze, keine Einnahmen. Vermutlich würde das Leben auf der gesamten Insel genauso ablaufen wie in der Zeit, bevor die Touristen diese eroberten: ruhig, naturbelassen, autochthon. Fest verankert in ihren afrikanisch-muslimischen Traditionen. Tatsächlich zeigt sich aber, insofern man die touristischen Gebiete einmal verlässt, noch immer ein Bild, das stark an dieses alte traditionelle Leben erinnert.
    Das Leben der Sansibaris ist einfach – nicht im Sinne von leicht, sondern von schlicht, von ursprünglich. Begibt man sich einmal in die echten Dörfer hinein, fällt einem schnell das kontrastreiche Erscheinungsbild zu den Orten auf, die die gut betuchten Reisenden zu Gesicht bekommen. Aus dem feinen weißen Sand werden als bald Wege aus steiniger roter Erde und aus den säuberlich weiß verputzten Bungalows oder Hotels kleine karge Häuschen aus rotem Lehm. Natürlich nicht jedes Haus, aber so viele, dass dieses Bild in Erinnerung bleibt.


    Immer wieder sieht man gewaltige Mangobäume, während man durch die Dörfer streift und auf kleinen freien Flächen zwischen den Häusern zeigen sich zahlreiche Mini-Plantagen, unter anderem bestehend aus Tomatenstauden und Bananenbäumen.

    Dazu thronen über allem die schlanken, hohen Kokospalmen. Jede Staude und jeder Baum befindet sich fest im Besitz eines Dorfbewohners. Es scheint, dass die Subsistenzwirtschaft, von der die Insulaner in der Vergangenheit stets lebten, bis heute das Leben der Menschen bestimmt. Sie betreiben Farming und halten sich Nutztiere wie Hühner, Enten, Ziegen und Rinder. Bei letzteren muss man zu jeder Zeit darauf gefasst sein, ihnen im Dorf, im Busch oder am Strand plötzlich über den Weg zu laufen. Die Männer fahren täglich in kleinen, selbst angefertigten Holzbooten zum Fischen hinaus und die Frauen sammeln bei Ebbe im knietiefen Wasser Muscheln, die sie anschließend in gewaltigen Säcken auf ihren Köpfen zurück ins Dorf tragen.
    Die Fänge werden zum einen für den Eigenbedarf verwendet, getauscht oder auch verliehen, hauptsächlich aber verkauft. Ganz ohne Geld geht auch auf Sansibar nichts, da auch die Einheimischen ihre regelmäßigen Ausgaben haben: zum Beispiel für Elektrizität, Handyguthaben, Benzin oder Nahrungsmittel, die zugekauft werden müssen. Trotzdem scheint hier Geld untereinander im normalen Lebensalltag eine gerin...
    17 min
  • Das Brandzeichen des Totalitarismus | Von Tom-Oliver Regenauer
    Scheinbar harmlose Formen technischer Normierung, etwa der QR-Code, sind Bausteine, mit deren Hilfe die technokratische Dystopie errichtet wird.


    Hinweis zum Beitrag: Der vorliegende Text erschien zuerst im „Rubikon – Magazin für die kritische Masse“, in dessen Beirat unter anderem Daniele Ganser und Hans-Joachim Maaz aktiv sind. Da die Veröffentlichung unter freier Lizenz (Creative Commons) erfolgte, übernimmt apolut diesen Text in der Zweitverwertung und weist explizit darauf hin, dass auch der Rubikon auf Spenden angewiesen ist und Unterstützung braucht. Wir brauchen viele alternative Medien!

    Ein Kommentar von Tom-Oliver Regenauer.
    Der QR-Code: Spätestens seit der Coronakrise ist er jedem bekannt. Auch den Senioren. Viele assoziieren das omnipräsente schwarz-weiße Quadrat auf Dokumenten, Objekten und Displays mit einem unguten Gefühl. Mit Kontrolle und Überwachung, mit „Track & Trace“. Denn als im Zuge der vermeintlichen Pandemie in vielen Ländern 2G- und 3G-Zugangsreglements galten, entschied besagter Code über Teilnahme oder Nichtteilnahme am sozialen Leben. Restaurant, Fitness-Studio, Einzelhandel, Flugzeug, Hotel — Zugang nur noch nach Vorlage beziehungsweise nach Einscannen des QR-Codes. In der No-COVID-Hochburg China bestimmt die zweifarbige Digitalfußfessel seither den Alltag eines ganzen Volkes. Nicht einmal Nahrungsmittel erhält man im technokratischen „Reich der Mitte“ ohne das grafisch an ein Labyrinth erinnernde Mal der Unterdrückung. Mittlerweile scheint aber auch die chinesische Bevölkerung die Gängelei der allmächtigen Partei leid zu sein. Seit einigen Tagen eskalieren im ganzen Land Proteste. Die Regierung stampft unterdessen unbeirrt ein riesiges COVID-Isolationscamp nach dem anderen aus dem Boden.


    Die Chinesen rebellieren gegen ein System und dessen Herrschaftsinstrument. Gegen das digitale Brandzeichen, das die Herde verwaltbar macht. Rinder tragen es zumeist auf dem Allerwertesten, der Homo sapiens auf dem Smartphone.

    Schon in dem 1949 von den US-Erfindern Norman Woodland und Bernard Silver entwickelten Vorgänger — dem Barcode (Strichcode) — sahen nicht wenige Menschen das „Malzeichen des Tieres“, ein Symbol jener dunklen, endzeitlichen Macht, die gen Ende der Zeit allen Erdbewohnern ihren von bösen Mächten getriebenen Willen aufzuzwingen sucht.
    Mystisch aufgeladene Verschwörungstheorien ranken sich seit jeher um das Thema. Auch wenn relativ einfach nachvollziehbar ist, dass die im Okkultismus bedeutsame Zahlenfolge „666“ nicht wie häufig postuliert Teil eines jeden Strichcode-Etiketts sein kann. Das Gerücht hält sich dennoch hartnäckig. Selbst die Nachrichtenagentur Reuters berichtete noch im Jahr 2007 darüber, wie Hunderte gottesfürchtige Menschen in Russland neue Ausweise ablehnten, weil diese mutmaßlich die satanischen Ziffern enthielten. Doch auch ohne in Mystik, Numerologie und okkulte Sphären vorzudringen, zeigt ein genauerer Blick auf die optoelektronische Registrationsmaschinerie unserer Zeit, dass die damit einhergehende Effizienzsteigerung, dass der Zugewinn an Bequemlichkeit durchaus seinen Preis hat.
    21 min
  • Der Unterschied zwischen der russischen und der US-Kriegsstrategie | Von Peter Haisenko
    Ein Standpunkt von Peter Haisenko (Betreiber des Portals anderweltonline.com).
    Seit mehr als 100 Jahren müssen wir beobachten, wie die USA in Übersee Kriege führen. Da wird eine durchgängige Strategie sichtbar. Die Sowjetunion, jetzt die Russische Föderation, haben vergleichsweise wenige Kriege geführt, aber dennoch sollte man erkennen, dass diese Kriege ganz anders geführt wurden und werden, als die der USA.
    Wenn ich hier von der Kriegsstrategie der USA spreche, dann will ich auch darauf hinweisen, dass diese eine Fortsetzung der Strategie des British Empire ist. Die Kriegsherren in London haben zu oft Küstenstädte mit ihren überlegenen Kanonenbooten beschossen, ohne militärische Notwendigkeit. Das waren reine Terroraktionen mit dem Ziel, dem Feind wirtschaftlichen Schaden zuzufügen und die wehrfähigen Männer zu dezimieren oder andere Zivilisten zu veranlassen, gegen ihre Führung zu rebellieren. Man nehme beispielhaft den Krimkrieg 1853 bis 1856 oder den Beschuss chinesischer Küstenstädte während des Opiumkriegs. https://de.wikipedia.org/wiki/Krimkrieg
    Mit der Entwicklung kriegsfähiger Flugzeuge ergaben sich neue Möglichkeiten, Krieg ins Hinterland des Feinds zu tragen. Darüber hat sich Churchill in einem Buch schon 1928 ausgelassen. Er schrieb sinngemäß, dass er mit Bombenflugzeugen auch im Hinterland Frauen, Kinder und Greise angreifen kann. Noch 1938 haben sowohl die USA als auch Großbritannien einer Verpflichtung zugestimmt, dass Städte und zivile Einrichtungen nicht mit Bombern angegriffen werden dürfen. Kein Jahr später haben sich die Briten nicht an ihre Selbstverpflichtung gehalten, indem sie nach der Kriegserklärung an Deutschland wegen des deutschen Einmarschs in Polen als erste Reaktion die Stadt Wilhelmshafen bombardiert haben. Bitte nicht vergessen: England hatte dem Deutschen Reich den Krieg erklärt. Im weiteren Verlauf dieses Krieges haben auch andere europäische Länder lernen müssen, das sich weder England noch die USA an ihre hehren Versprechen gehalten haben. Wussten Sie, dass etwa die Hälfte aller britischen Bomben während des Zweiten Weltkriegs nicht auf Deutschland abgeworfen worden sind? Glauben Sie nicht und wen hat es getroffen? Mehr darüber können Sie in diesem Werk von Reinhard Leube erfahren:
    https://www.anderweltonline.com/klartext/klartext-20221/ende-und-anfang-oder-anfang-vom-ende/
    Städte bombardieren, Industrieanlagen nicht
    Im weiteren Verlauf des Zweiten Weltkriegs hat die Welt und vor allem Deutschland lernen müssen, wie die USA und England mit den modernen Waffensystemen Krieg führen. Sie haben nicht nur deutsche Städte mit ihren Bombern in Schutt und Asche gelegt, sondern auch französische, holländische, dänische und norwegische. Die einzigen Bomben, die auf französische Städte fielen, in der Normandie und auch auf Paris, waren amerikanische und britische. Lesen Sie dazu das oben genannte Werk, dass das mit mehr als 600 Quellen belegt. Man vergleiche dazu die Kriegsführung Russlands/der Sowjetunion. Die Sowjets haben keine Städte bombardiert.
    Mit der Bombardierung der Städte im Zweiten Weltkrieg haben die USA eine „Tradition“ begründet. Auch im Koreakrieg haben die USA in Nordkorea alle Gebäude in Schutt und Asche gelegt, die mehr als ein Stockwerk hatten. Als es keine mehr gab, haben sie das uralte Bewässerungssystem zerstört und erst dadurch ist es dort zu einer Hungersnot gekommen. Während des Vietnamkriegs haben die US-Bomber tausende Tonnen Bomben über Hanoi abgeworfen. Ein reiner Terrorakt, der zu viele Zivilisten das Leben gekostet hat. Auch bei dem Terrorangriff auf Libyen traf es vor allem Tripolis und andere Städte dort.
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  • Holodomor – Völkermord gegen die Ukraine? | Von Hermann Ploppa
    Ein Kommentar von Hermann Ploppa.


    Der Deutsche Bundestag als selbsternannte Historikerkommission und als Akteur in der ukrainisch-russischen Propagandaschlacht. Statt längst überfälliger Deeskalation wird Öl ins Feuer gegossen.

    Der Deutsche Bundestag hat mit großer Mehrheit am vergangenen Mittwoch, dem 30. November 2022, eine Resolution verabschiedet, die in mehrfacher Hinsicht zu denken gibt <1>. Der Deutsche Bundestag hat nämlich im Namen des Deutschen Volkes festgelegt, dass die furchtbare Hungersnot, die sich in den Jahren 1932 bis 1933 in der Sowjetunion abgespielt hat, und an deren Folgen Millionen Sowjetbürger elend verstorben sind, ein Akt des Völkermordes gegen das Volk der Ukrainer gewesen sei. Diese humanitäre Katastrophe ging in die Geschichte ein als Holodomor. Holodomor bedeutet auf Deutsch: Hunger-Plage oder Hungersnot. Diese Hunger-Plage trat allerdings nicht nur in der Ukraine auf, sondern auch im Wolgabecken und in Teilen Kasachstans. Es ist unstrittig, dass das Stalin-Regime im Zuge der Zwangskollektivierung bedeutende Mengen der Getreide-Ernte beschlagnahmte und sogar ins Ausland exportierte, um an dringend benötigte Devisen heranzukommen. Unter Historikern ist somit einzig umstritten, welches Motiv die Sowjetregierung bei diesen Zwangsenteignungen von Lebensmitteln angetrieben hat. Da die Quellenlage nicht ganz einfach ist, stochern die Historiker ein bisschen im Nebel: handelt es sich hier um einen groben Managementfehler der Sowjetführung? Oder nahmen Stalin und seine Erfüllungsgehilfen den massenhaften Tod von unschuldigen Zivilisten billigend in Kauf, um die widerstrebende Bevölkerung quasi durch Hungerfolter gefügig zu machen? Oder wollte Stalin gar bestimmte Völkerschaften und deren Kultur systematisch auslöschen?
    Während also für Historiker die Sache gar nicht klar ist, weiß nun der Deutsche Bundestag seit Neuestem ganz genau, dass die Sowjetführer ganz gezielt das Volk der Ukrainer auslöschen wollten. Nun wird sich der geneigte Leser fragen: was hat denn der Bundestag mit solchen Themen zu tun? Zunächst einmal: es handelt sich hier natürlich nur um eine Resolution, oder auch: Entschließung. Das ist in keiner Weise rechtlich bindend und stellt nur eine Art Stimmungsbild der Abgeordneten dar. Und es ist zudem eine Reaktion auf ein pseudo-plebiszitäres Element unserer Demokratie. Diese Resolution wurde nämlich angestoßen durch zwei so genannte Petitionen. Im Fall von Petitionen sammeln Bürger Unterschriften und schicken diese dann an den zuständigen Bundestags-Fachausschuss: „Der Bundestag möge beschließen …“  So hatten ukrainische Aktivisten bereits 2012 eine Petition eingebracht, dass der Bundestag den Holodomor als gezielten Genozid einstufen solle. Das wurde 2017 zurückgewiesen. Doch die Eskalation des Konflikts mit Russland verbesserte die Chancen eines erneuten Vorstoßes im Jahre 2018 <2>. Und aufgrund dieser Petition hat jetzt der Bundestag seine Resolution mehrheitlich verabschiedet. Man sieht, ob Petitionen den Weg zur Bundestagsabstimmung finden, hängt von politischen Interessenlagen ab. Die Befreiung von Julian Assange als politischen Gefangenen haben unzählige Petitionen bereits gefordert <3>. Jedoch ist das politisch nicht opportun – man will ja schließlich nicht unsere amerikanischen Verbündeten verärgern. Also landen solche Petitionen mit schöner Regelmäßigkeit im Papierkorb.


    Und wenn auch die aktuelle Bundestagsresolution zur Feststellung des Holodomor als Genozid gegen Ukrainer keine normative Kraft besitzt, so entfaltet sie dennoch ihre Wirkung. Zum Einen wird eine Festlegung im ukrainisch-russischen Propagandakrieg die Beziehungen zu Russland weiter massiv verschlechtern.

    Wenn die Resolution des Bundestags der Wahrheit entspräche, könnte man diesen Effekt gerne in Kauf nehmen. Doch dass dem nicht so ist, werden wir noch sehen. Die Beziehung zwischen Politik,
    21 min

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das denk' ich auch