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  • Das Experiment | Von Markus Fiedler
    Ein Standpunkt von Markus Fiedler.
    Die Dosis der Corona-Gen-Impfungen ist vollkommen willkürlich festgelegt. Die Folgen der Impfungen werden im Experiment am Patienten beobachtet und ggf. die Dosis nachjustiert. Der Patient ist das Versuchskaninchen, weiß davon gar nichts und kann keine Entschädigung für erlittene Schäden erwarten. Die angeblichen Verschwörungstheorien zur Gates-Stiftung werden jetzt zur bitteren “Wahrheit“, weil sie nach zwei Jahren im Mainstream angekommen sind.
    Sciencefiles.org brachte es in einem Artikel vom 27.9.22 auf den Punkt. Die Dosierung der Gen-Präparate von Pfizer bis Moderna ist reine Willkür, ein Stochern im Nebel oder „Trial and Error“, wie es der Autor des Artikels ausdrückte.(1)
    Diese Aussage beruht auf einem sogenannten „pre-print paper“ der Autoren David Dunn , Richard Gilson , Sheena McCormack und Laura McCoy. Ihr Artikel trägt den Titel „Dose of approved COVID-19 vaccines is based on weak evidence: a review of early-phase, dose-finding trials“ und ist beim renommierten Portal medrxiv.org gelistet und vollständig einsehbar.(2)
    Die Autoren schreiben einleitend:


    „Die Anzahl der verschiedenen Dosen, die pro Impfstoff bewertet wurden, variierte stark (Bereich 1–7) [gemeint ist 1 bis 7-fache Dosis, Anmerkung der Redaktion], ebenso wie die Anzahl der Probanden, die pro Dosis untersucht wurden (Bereich 15–190). Wie erwartet nahmen die Häufigkeit und Schwere der Nebenwirkungen im Allgemeinen bei höheren Dosen zu, obwohl die meisten klinisch tolerierbar waren.“ (Maschinelle Übersetzung).(3)

    Man kam unter Auswertung verschiedener Studien zusammenfassend zum Schluss, dass für eine gewollte maximale Wirkung bei minimaler Nebenwirkung generell eine viel zu hohe Dosis bei den Gen-Impfungen verabreicht wurde.
    Sie schreiben:


    „Zusammenfassend hat unsere Überprüfung die schwache Evidenzbasis für die zugelassenen Dosen hervorgehoben, die derzeit in der Primärimpfserie verwendet. Studien mit reduzierten Dosen sollten unter Einbeziehung der ersten Injektion sowie der Booster-Injektionen ausgeweitet werden. Die Erfahrung mit COVID-19-Impfstoffe spiegeln die [Erfahrungen] in der therapeutischen Arzneimittelmedizin wider, dass die Dosis der ursprünglich vermarkteten Impfstoffe häufig als unnötig hoch empfunden wird.“ (korrigierte maschinelle Übersetzung).(4)

    In diesem Zusammenhang sei nochmal auf eine Entdeckung von Craig Pardekooper und Karl Denniger aufmerksam gemacht, dass anscheinend die Zusammensetzung der ausgegebenen Gen-Impfchargen ohne das Wissen der verabreichenden Ärzte seitens der Pharmaunternehmen variiert wurden.(5) (6) Das geht aus der Auswertung der US-amerikanischen VAERS-Datenbank der CDC hervor, in der Rückmeldungen zu Nebenwirkungen aller Medikamente protokolliert werden. Wir hatten bereits in zwei Ausgaben vom Frühjahr 2022 darauf aufmerksam gemacht (DW, No.75 und DW, No.76).(7) (8) Es erhärtete sich der Eindruck, dass hier eine versteckte Versuchsreihe zur optimalen Dosierung der Impfchargen huckepack in den Impfkampagnen untergebracht wurde. Dieses Vorgehen, sollte es tatsächlich vorsätzlich geplant und durchgeführt worden sein, verstößt gegen alle grundlegenden ethischen und gesetzlichen Regelungen zu medizinischen Behandlungen weltweit. Die Patienten wurden eindeutig nicht über den experimentellen Charakter der Impfkampagnen aufgeklärt, schon gar nicht über eine Testreihe zur Dosisfindung. Zusätzlich wurde die CDC vom der ICAN-Bürgerorganisation zur Herausgabe bisher verheimlichter Da...
    8 min
  • OPEC+ senkt Ölförderung: Saudi-Arabien stellt sich offen gegen die USA | Von Thomas Röper


    Die OPEC+ hat vor einer Woche eine radikale Senkung der Ölförderung beschlossen und damit offen gegen den Willen der USA gehandelt. Die Medien thematisieren das erstaunlicherweise kaum.

    Ein Kommentar von Thomas Röper.


    Ich habe extra eine Woche gewartet, bevor ich über die spektakuläre Entscheidung der OPEC+ berichte, die Ölförderung radikal um gleich zwei Millionen Barrel pro Tag senken. Der Grund ist, dass das von einigen Kommentatoren in den USA als regelrechte „Kriegserklärung“ an Washington bezeichnet wurde, denn in den letzten 50 Jahren hat Saudi-Arabien sich stets den Wünschen der USA untergeordnet, wenn es darum ging, die Ölfördermenge aus politischen Gründen im Sinne der USA zu manipulieren.
    Der Machtverlust der USA
    Offenbar hat sich einiges geändert, denn im Juni ist der greise US-Präsident Biden extra nach Saudi-Arabien geflogen, weil er um eine Erhöhung der Ölfördermenge betteln musste. Immerhin stehen in den USA wichtige Zwischenwahlen an und hohe Benzinpreise sind dort sehr unpopulär. Und auch die EU braucht dringend niedrigere Ölpreise, zumal sie demnächst freiwillig auf russisches Öl verzichten will. Aber der saudisches Kronprinz hat Biden lächelnd die kalte Schulter gezeigt – ein Novum in der jüngeren Geschichte.
    Die OPEC+ bestehen aus den Staaten der OPEC plus Russland, daher der Name. Und die OPEC+ hat bereits vor einem Monat die Ölfördermenge gesenkt, wenn auch nur um 100.000 Barrel pro Tag. Aber schon das war eine Ohrfeige für die USA und den Westen, die mit allem Nachdruck das Gegenteil, nämlich eine Erhöhung der Fördermenge, gefordert hatten.
    Daher war die Erklärung der OPEC+, dass sie Ölförderung nun um gleich zwei Millionen Barrel pro Tag senken würden, eine geopolitische Sensation, die bestätigt, was ich schon im Juli geschrieben habe: Die USA haben ihren Einfluss auf die arabischen Länder weitgehend verloren.
    Wer ist hier isoliert?
    Daher habe ich abgewartet, ob „Qualitätsmedien“ wie der Spiegel das Thema aufgreifen würden. Aber Fehlanzeige, denn der Spiegel hat in der Woche, die seit der Entscheidung vergangen ist, dazu nur zwei Artikel veröffentlicht. Der erste Artikel war ein trocken formulierter Bericht über die Entscheidung der OPEC+, in dem auch erwähnt wurde, dass diese Entscheidung gegen den Willen der USA getroffen worden ist. Der zweite Artikel war eine Kolumne, in der Christian Stöcker sich in seiner üblichen Manier in Rage schreiben durfte und in dem es um die Frage ging, „ob man am Untergang der Zivilisation verdienen möchte.“ Die Zivilisation geht für Stöcker nämlich immer dann unter, wenn jemand anderer Meinung ist, als der kollektive Westen.
    Was im Spiegel aber bis heute fehlt, ist eine geopolitische Einordnung der Entscheidung der OPEC+. Offensichtlich will der Spiegel nicht, dass seine Leser erfahren, wie isoliert der Westen inzwischen in der Weltpolitik ist, denn das gewollte Narrativ ist ja, dass Russland angeblich isoliert ist. Dabei haben sich nur die direkten Vasallen der USA,
    11 min
  • Repräsentative Tyrannis | Von Friedemann Willemer
    Ein Standpunkt von Friedemann Willemer.
    Vorwort
    Ist das Grundgesetz ein Glücksfall und auch nach über siebzig Jahren in guter Verfassung? (1)
    Ist die Bundesrepublik Deutschland noch in guter Verfassung?
    Die Antwort lautet: Nein!
    Die parlamentarisch-repräsentative Ordnung ist ein demokratisches Trugbild. Die Repräsentanten der etablierten Parteien haben die Gewaltenteilung beseitigt, indem sie Legislative, Exekutive und Judikative unter ihre „Obhut“ gebracht haben. Alle Staatsgewalt geht von ihnen ohne Widerspruchsmöglichkeit durch den Souverän, das Volk, aus.

    „Die Frage ist erstens, welche Wirkung überhaupt vom Volke aus geht. Sie ist ungemein gering. Selbst die Wahlen sind keine eigentlichen Wahlen, sondern Akklamation zur Parteienoligarchie.“ (2)
    Das deutsche Volk hat mehrheitlich im Untertanengeist den Parteienstaat als die beste aller Welten akzeptiert und beugt sich der permanenten Bevormundung durch ihre Anführer. Dieses System ist zur Vollendung gelangt mit der freiwilligen Unterwerfung aller Kreise aus Gesellschaft, Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft. Die Medien haben sich der Parteienoligarchie bedingungslos als ihr willfähriges Propagandainstrument angeschlossen.
    Es gibt nur noch von Wenigen Widerspruch, die unnachsichtig vom Mainstream verleumdet – Rechtsextreme, Nazis – und geächtet werden. Die Wenigen wagen es IHREN großartigen demokratischen Rechtsstaat zu delegitimieren und müssen deshalb von IHREM Verfassungsschutz und einer Vielzahl anderer Sicherheitsorgane „an die Hand“ genommen werden. Aber wer delegitimiert eigentlich die Menschenwürde, die Meinungsäußerungsfreiheit, die Versammlungsfreiheit? Hätte Friedrich Wilhelm Nietzsche recht, wenn er zu diesem Repräsentantenstaat feststellen würde:

    „Der Staat redet in allen Zungen des Guten und Bösen und was er auch redet, er lügt und was er auch hat, gestohlen hat er’s.“ (3)
    Ein deprimierender Befund, der einer näheren Überprüfung standhält.
    Was heißt Repräsentation?
    Das parlamentarisch-repräsentative System ist ein Konstrukt der herrschenden Eliten. Es wurde von Repräsentanten erdacht und nach ihren Präferenzen in der Regel ohne Beteiligung der Völker installiert.
    Die „Väter“ der amerikanischen Verfassung u. a. Benjamin Franklin und James Madison waren Vertreter der besitzenden Klasse. Das amerikanische Volk wurde nicht in die Verfassungsdebatte einbezogen, sondern es entschieden Delegierte der dreizehn Gründerstaaten, die den Verfassungsentwurf zwischen 1787 bis 1790 in gesondert einberufenen Ratifizierungsversammlungen annahmen.

    „Im zehnten Artikel der Federalist Papers erklärt James Madison 1787 den Unterschied zwischen „Republic“ und „Pure Democracy“. Die Republik zeichne das Konzept der Repräsentation aus und unterscheide sich von der direkten Demokratie wesentlich dadurch, dass in ihr kraft Repräsentation die „öffentlichen Ansichten“ verfeinert und erweitert“ würden, nämlich durch eine „gewählte Körperschaft von Bürgern“, deren „Weisheit“ am besten „das wahre Interesse ihres Landes“ erkennen könne und deren „Patriotismus und Gerechtigkeitsliebe“ es nicht wahrscheinlich machten, dass sie es „zeitlichen oder parteilichen Erwägungen  opferten“. Die Messlatte für die Repräsentanten ist hoch und legt fest, was es zu repräsentieren gelte, nämlich letztlich das, was das allgemeine Wohl befördert.“ (4)
    Entsprechend ist das Grundgesetz ohne Beteiligung des deutschen Volkes vom Parlamentarischen Rat (65 Abgeordnete von 11 Landtagen der Westzone) in Abstimmung und mit anschließender Billigung der drei Militärgouverneure der westlichen Besatzungszone ausgearbeitet und von den elf Landtagen ratifiziert worden. Der Verfassungsauftrag des Artikels 146 Grundgesetz, wonach das deutsche Volk nach seiner Wiedervereinigung in Freiheit über eine Verfassung abstimmen sollte, wurde vom Deutschen Bundestag mit fadenscheiniger Begründung bis heute nich...
    17 min
  • Deutschlands Absturz: Scholz, Baerbock, Habeck und das neue deutsche Elend | Von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam
    Friedens-Unfähigkeit der Regierung, Realitätsverweigerung, Arroganz, Bürgerferne – und gleichgeschaltete Massenmedien

    Ein Kommentar von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam.
    Deutschland im Herbst: kurz vor dem Absturz in große Not. Mit Kanzler Scholz voran, dem Bademeister im Schuldensumpf, Vergangenheitsbewältiger ohne Cum-Ex-Erinnerung und auch angesichts der Gegenwartsgefahren ziemlich einfallslos. Mit einer Außenministerin Baerbock am Bein, selbsternannte Fachfrau für Völkerrecht, zumindest aber für Lügengeschichten und exzessiven Russenhass, die sich zum Sicherheits-Hochrisiko in Europa entwickelt. Und mit Wirtschaftsminister Habeck geschlagen, einem von jeglicher Sachkenntnis freien Schwadroneur, der über „Mondpreise“ für US-Fracking-Gas jammert und bei den Amis „führend dienern“ will (oder so ähnlich).
    Bereiten wir uns also auf das winterliche Leben im Mehrfamilien-Wohnschlafzimmer vor und auf die per Fahrraddynamo zu betreibende Elektroheizung. Das bürgerferne Berliner Regime mit Fascho-Odeur, ohne Selbstzweifel und engagiert in kriegerischer Wumms-Politik, setzt längst die Nachrichtensendungen von ARD, Deutschlandradio und ZDF als erfolgreiche Verbal-Artillerie ein. Ihr allabendliches Trommelfeuer auf die Intelligenz des Publikums ballert dessen Leidensbereitschaft und Russophobie herbei. So erklärt sich die bedingungslose grün-deutsche Hingabe an das neonazistische Regime in Kiew. Öffentlich-rechtswidriger Programmauftrag: Unser täglicher Schulterschluss mit SS-Kamerad Selenskyj.
    Auf den korrupten Selbstherrscher in Kiew lassen Tagesschau & Co. nichts kommen: Russischsprachige Bücher und russische Musik verbieten, den Ost-Ukrainern den Gebrauch ihrer Muttersprache untersagen, kritische Fernsehsender dicht machen, rassistische Sprüche kloppen, die Oppositionsparteien verbieten , politische Gegner entführen und foltern lassen: Selens...
    20 min
  • Wie die Ukraine Fakes über angebliche russische Verbrechen produziert | Von Thomas Röper
    Ein Standpunkt von Thomas Röper.
    Ein veröffentlichtes Telefongespräch zeigt auf, wie in der Ukraine Fakes über angebliche russische Kriegsverbrechen produziert werden. Dabei zeigt sich, dass die Meldungen aus Kiew frei erfunden sind.
    Ljudmila Denisowa war bis zum 31. Mai die Ombudsfrau der Ukraine für Menschenrechte, die die einzige Quelle für all die angeblichen Vergewaltigungen war, die russische Soldaten angeblich an ukrainischen Frauen, Kindern und Männern begangen haben sollen. Sie hat diese Meldungen in die Welt gesetzt, obwohl sie frei erfunden waren. Das hat einen wesentlichen Teil dazu beigetragen, die anti-russische Stimmung im Westen anzuheizen und mehr Länder zur Lieferung von Waffen an die Ukraine zu bewegen.
    Sie wurde vom ukrainischen Parlament gefeuert, als bekannt wurde, dass das alles frei erfunden war. Sie hat das danach auch selbst offen in Interviews zugegeben und ihre Lügen damit gerechtfertigt, dass das der einzige Weg war, die Unterstützung der Ukraine im Westen zu verstärken. Das bestätigt ein weiteres Mal, was schon Selenskys Berater Aristowitsch in einem Interview offen gesagt hat:

    „Die nationale Idee der Ukraine ist es, sich selbst und andere so weit wie möglich zu belügen. Denn wenn man die Wahrheit sagt, bricht alles zusammen.“
    Die westlichen stören sich daran aber nicht, sondern berichten einfach weiterhin von den angeblichen russischen Gräueltaten gegen die ukrainische Zivilbevölkerung, obwohl längst bekannt ist, dass die Geschichten damals frei erfunden worden sind und dass es auch bis heute keinerlei Bestätigungen für solche Verbrechen durch russische Soldaten gibt. Das alles fußt auf den Lügen von Frau Denisowa.
    Frau Denisowa ist nun auf einen Telefonstreich der russischen Prankster Vovan und Lexus hereingefallen und hat offen darüber gesprochen, wie die Fakes in der Ukraine produziert werden, dass von keinem der angeblichen Vergewaltigungsopfer, die aus der Ukraine gemeldet werden, die Namen bekannt sind und dass der Menschenrechtsbeauftragte der Ukraine nur das tut und meldet, was ihm Selenskys Präsidialamt vorgibt. Wenn Sie von den beiden Prankstern noch nie gehört haben, dann finden Sie am Ende dieses Artikels weitere Informationen über die beiden und ein paar Beispiele für Telefonstreiche, die sie bereits westlichen Politikern gespielt haben.
    Die Prankster haben in sozialen Medien erste Ausschnitte des Telefonats mit Frau Denisowa veröffentlicht (siehe hier und hier), die bei dem Telefonat der Meinung war, sie würde mit dem ehemaligen US-Botschafter in Russland, Michael McFaul, telefonieren. Daher hat sie mit ihm ganz offen über darüber gesprochen, wie die Ukraine Fakes produziert und sie haben besprochen, wie man mehr und überzeugendere Fakes („PR-Cases“, wie sie es genannt haben) produzieren kann. Die russische Nachrichtenagentur TASS hat darüber berichtet und ich habe den Bericht der TASS übersetzt.
    Beginn der Übersetzung:
    Die ehemalige Ombudsfrau der Ukraine spricht über die Aufforderung an sie, Fake News über ein „Gefängnis im AKW Saporoschja“ zu verbreiten
    Ljudmila Denisowa war bis zum 31. Mai als Ombudsfrau tätig
    Die ehemalige ukrainische Ombudsfrau Ljudmila Denisowa hat in eine...
    10 min
  • Zerstörung von Nordstream: Ein kriegerischer Akt gegen Deutschland? | Von Hermann Ploppa
    Ein Kommentar von Hermann Ploppa.
    Die Schäden durch die Leckstellen der Nord Stream-Pipeline für Wirtschaft und Umwelt in Zentraleuropa sind enorm. Doch während sich die US-amerikanischen Eliten mehr oder minder ungeniert dieser Freveltat rühmen, wurde der Botschafter der USA bislang noch nicht einmal von der Bundesregierung einbestellt.


    Unsere amerikanischen „Beschützer“ brüsten sich mit der mutwilligen Zerstörung der Pipeline Nord Stream

    Südlich der idyllischen dänischen Ostseeinsel Bornholm brodelt es, als hätte jemand drei riesige Brausetabletten ins Meer geworfen. Nur so viel ist klar: der Sprudel-Strudel stammt aus mittlerweile vier Leckstellen aus Strängen der russisch-deutschen Erdgaspipeline Nord Stream 1 und 2. Nord Stream 2 war bislang noch gar nicht eröffnet worden. Nord Stream 1 lieferte seit 2011 zuverlässig Gas nach Deutschland. Nach der völkerrechtswidrigen Intervention russischer Streitkräfte in die Ukraine kam Nord Stream 1 allerdings immer mehr ins Stocken. Dann sollte ein Kompressor technisch gewartet werden. Doch die Auslieferung wichtiger Komponenten dieser Anlage wurde durch Sanktionen verzögert. Dann fuhr Gazprom die Leistung zu zwanzig Prozent wieder hoch. Seit August diesen Jahres ruht nunmehr der Durchfluss auf Initiative der Betreibergesellschaft Nord Stream AG vollständig. Und Nord Stream 2 wurde auf Betreiben von Bundeskanzler Scholz bereits zwei Tage vor der russischen Intervention in der Ukraine, am 22. Februar dieses Jahres nämlich, die endgültige Zertifizierung verweigert. Die Verweigerung der Zertifizierung wurde mit der zu erwartenden russischen Intervention begründet. Verfügt unser Bundeskanzler etwa über hellseherische Fähigkeiten?
    Und während die Medien und auch die westlichen Geheimdienste noch immer mit Leidenschaft Blinde Kuh spielen und die Angelegenheit herunterstufen oder gar den Hauptgeschädigten, Russland nämlich, zum Zerstörer der Pipelines erklären, brüsten sich die maßgeblichen Stellen in den USA, diesen ruchlosen Akt des Staatsterrorismus selber ausgeführt zu haben. Da versichert US-Präsident Joe Biden einer Reporterin bei einer Pressekonferenz am 7. Februar dieses Jahres, die USA würden Mittel und Wege finden, Nord Stream zu zerstören, sollten „die Russen“ auf die Idee kommen, die Ukraine zu überfallen <1>. Und Bidens müde Greisenaugen blitzen noch einmal auf vor Genugtuung bei diesen Drohungen, während sein Staatsgast, Bundeskanzler Scholz, dabei steht und grinst wie eine immer gut gelaunte Schießbudenfigur.
    Und auch der amtierende US-Außenminister Antony Blinken macht aus seinem Herzen keine Mördergrube wenn er erklärt: „Wir sind jetzt der führende Lieferant von Flüssiggas für Europa, um die Verluste von Gas und Öl auszugleichen. Es ist eine enorme Chance, Wladimir Putin das Druckmittel der Energie zur Durchsetzung seiner imperialen Pläne zu nehmen. Das ist sehr bedeutsam und bietet eine enorme strategische Chance für die kommenden Jahre.“ <2> Richtig erkannt vom amerikanischen Außenminister. Auf diese Weise ist Deutschland jetzt gleich dreifach erpressbar. Zum Einen erpressbar von den USA durch die Lieferung extrem giftigen Fracking-Gases, durch dessen Förderung gerade das Ökosystem Nordamerikas den finalen Genickschuss erleidet. Zum anderen dadurch, dass die einzigen verbliebenen Pipelines mit russischem Gas durch Polen und die Ukraine führen. Beide Länder fallen durch einen beim besten Willen nicht anders als pathologisch zu bezeichnenden Russenhass auf. Der Hass der amtierenden Regierungen in Polen und der Ukraine richtet sich aber nicht nur gegen Russland, sondern genauso auch gegen Deutschland. Die einschlägigen Äußerungen des ukrainischen Botschafters in Deutschland, Andrej Melnyk, sind in dieser Hinsicht Zeugnis genug. Und während jetzt der Preis für Öl und Gas aufgrund der kriegerischen Ausschaltung der russischen Lieferanten in ungeahnte Höhen schießt,
    13 min
  • ZDF-Faktenchecker am Limit: Warum man keinesfalls mutmaßen darf, die USA könnten es gewesen sein | Von Norbert Häring
    Ein Standpunkt von Norbert Häring.
    Das ZDF setzt sich mit der These auseinander, die USA könnten für die Sabotage der Gaspipelines Nordstream 1 und 2 von Russland nach Deutschland verantwortlich sein. Weil es angesichts der Informations- und Indizienlage sehr schwer ist, das auszuschließen, geht der Sender bis an die Grenze dessen, was man mit faulen stilistischen und psychologischen Tricks erreichen kann.


    Beitrag von zdf.de vom 1.10.2022
    Zu den wichtigsten Tricks von Faktencheckern, die es als ihre Aufgabe ansehen, unbequeme Thesen oder Informationen zu diskreditieren, gehört es, eine Aussage so zu verzerren, dass man sie leichter abbügeln kann. Und so heißt es schon in der Dachzeile des ZDF-Beitrags unpassender Weise „Gerüchte zur Nord-Stream Sabotage“. Es geht aber, abgesehen vielleicht von unwichtigen Randmeinungen, nicht um Gerüchte, sondern um die These, dass die Fokussierung auf die russische Regierung als mögliche Täterin unangemessen ist, weil eine Täterschaft der USA mindestens ebenso plausibel ist, wenn nicht plausibler. Das ist kein Gerücht, sondern eine Einschätzung.
    Nur durch die Verzerrung in der Dachzeile, kann man so tun als wäre die Behauptung in der Überschrift „Experten: Keine Belege für US-Beteiligung“ eine Widerlegung der untersuchten These. Dass es Belege gäbe, behauptet aber so gut wie niemand. Diskutiert wird über Interessenlagen und Indizien, nicht über „Belege“.
    Verunglimpfen statt argumentieren
    Wenn dann ein Faktencheck mit dem Satz beginnt:


    „Befeuert von Russland mutmaßen Verschwörungsfans über eine US-Beteiligung an der Sabotage der Nord-Stream-Pipelines“,

    dann ahnt man, dass es mit echten Argumenten eher schlecht bestellt sein wird. Sonst müsste man nicht schon vorab jeden, der die angeblich geprüfte These in den Mund nimmt, als von Russland befeuerten Verschwörungsfan verunglimpfen.
    „Verschwörungsfan“ ist ein interessanter neuer Ausdruck.
    Es geht weiter mit einem Appell, einfach denen zu glauben, die etwas davon verstehen:

    „Experten halten das für unwahrscheinlich und Desinformation.“
    Wer die Experten sind, und ob auch andere als Nato-Experten, bleibt erst einmal offen. Eine begründete Mutmaßung über eine Wahrscheinlichkeit als „Desinformation“ zu bezeichnen, wenn niemand weiß, wer es tatsächlich war, ist eine eigenwillige Interpretation. In einer offenen Gesellschaft würde man sagen, zwei Menschen oder Lager haben unterschiedliche Einschätzungen, die unterschiedlich gut begründet sein können. Wenn zweifelsfrei feststeht, wie es war, kann man von Desinformation sprechen, wenn jemand das Gegenteil behauptet.
    Es geht weiter mit:

    „Wer die Sabotage an den Nord-Stream-Pipelines in der Ostsee durchgeführt hat, ist bislang nicht geklärt. Nahezu alle Fragen sind unbeantwortet.“
    Spätestens nach diesen Sätzen hätte der Faktenchecker alles was davor steht, umschreiben müssen. Er hätte sich darauf beschränken müssen, zu argumentieren, warum die angegriffene These von der möglichen (!) Täterschaft der USA weniger plausibel ist als die eigene von der Täterschaft Russlands. De facto tut er ab hier auch nichts anderes, aber der Tenor, den er im Einstieg gesetzt hat, ist ein ganz anderer.


    „Die große Mehrheit (der Expertinnen und Experten) hält eine Beteiligung Russlands für die naheliegendste Option“,

    lautet die steile Behauptung des ZDF. Spätestens wenn man eine Mehrheit postuliert, wäre zu klären, wie der Kreis der „Expertinnen und Experten“ abgegrenzt ist. Wenn das nicht geschieht, sind solche wohlfeilen Behauptungen ein billiges Mittel d...
    18 min
  • Heißer Herbst – Proteste gegen Inflation und Energieknappheit in ganz Europa | Von Rainer Rupp
    Ein Kommentar von Rainer Rupp.
    Zweistellige Inflationsraten sorgen für zunehmend militante Unruhen in Europa. Mit der Zerstörung der Nord-Stream-Pipelines schwindet zugleich die Hoffnung, gut durch den Winter zu kommen. Washington sieht dagegen in dem Terroranschlag auf das Kernelement der zivilen Energie-Infrastruktur Deutschlands eine "riesige Chance".
    Als eine der Folgen des Stellvertreterkrieges, in dem die USA und NATO die Ukraine als Rammbock gegen Russland einsetzen, haben sich in Europa und in vielen anderen Ländern rund um die Welt Proteste gegen die himmelhohen Energie- und Lebensmittelpreise Bahn gebrochen. Die Wut richtet sich vor allem gegen die westlichen Sanktionen gegen Russland. Diese von den USA geforderten Sanktionen zielen darauf ab, den lukrativen EU-Energiemarkt den Russen abzuringen und allein zu dominieren.
    Die europäische Industrie und die privaten Verbraucher haben jahrzehntelang von preiswerter russischer Energie profitiert, die über Pipelines importiert wurde. Ein guter Teil des Wohlstandes der Europäer beruht auf diesem energetischen Wettbewerbsvorteil der europäischen Industrie. Damit ist nun Schluss. Spätestens seit der Sprengung der Nord-Stream-Pipelines, die einer Kriegserklärung gleichkommt, müssen die Europäer jetzt ihren Bedarf über US-Energie-Konzerne zu einem Vielfachen des bisherigen Preises decken, wovon vor allem wiederum US-Banken und die Finanzindustrie profitieren.
    Vor dem aktuellen Hintergrund scheint die Wette der Energie-Spekulanten ziemlich sicher, die darauf setzen, dass die Energieimporte aus den USA und anderen Lieferländern nicht ausreichen, um den Bedarf in Deutschland und der EU zu decken. Deshalb setzen sie auf weiter steigende Preise.
    Diese Tragödie, die auf dem Rücken der Arbeiter und Armen auf der ganzen Welt ausgetragen werden wird, ist keine Naturkatastrophe, sondern sie ist von Menschen gemacht. Von Menschen in den Regierungen der USA und den EU-Ländern, die das in vollem Wissen um die verheerenden Folgen ihrer Handlungen getan haben. Wenn es anders wäre, und wenn den transatlantischen Eliten etwas am Wohl der von ihren regierten Menschen liegen würde, hätten sie längst Einsicht in ihre Fehler gezeigt und Maßnahmen und Schritte zur Umkehr unternommen und würden nach einer Kompromisslösung suchen. Da sie daran nicht denken und nicht einmal das Wort diplomatische Verhandlungslösung in den Mund nehmen, sollte auch dem Dümmsten klar sein, dass wir von der herrschenden Klasse und ihren Regierungen mit voller Absicht über die Klippen in den Abgrund getrieben werden.
    Selbst im fernen China hat man verstanden, was in Europa los ist und was zwischen Europa und den USA vorgeht. Während China immer größere Mengen von russischem Öl und Gas zu günstigen Preisen importiert, wovon zuvor Deutschland und die EU profitiert hatten, wird rund um die Welt ersichtlich, wie sehr die Energiekrise die europäische Wirtschaft und das Leben der Menschen bereits jetzt, zum Herbstbeginn, beeinträchtigt.

    "Die Europäer wursteln sich jetzt durch ihre Tage, der kommende Winter wird eine entscheidende Herausforderung für die europäischen Länder sein",
    sagte Lin Boqiang, Direktor des China Center for Energy Economics Research an der Xiamen University, in der englisch-sprachigen chinesischen Tageszeitung Global Times.
    Lin wies darauf hin, dass der Konflikt zwischen Russland und Europa nur einen Gewinner habe – die USA.

    "Während die USA Europa auffordern, aggressive Maßnahmen gegen Russland zu ergreifen und die infolgedessen unter Energieknappheit leiden, scheuen die USA keine Mühen, um Gas und Öl teuer nach Europa zu verkaufen und viel Geld zu verdienen", sagte Lin.
    Tatsächlich haben die USA in den ersten vier Monaten des Jahres 2022 fast drei Viertel ihres gesamten Flüssigerdgases (LNG) nach Europa geschickt, wobei sich die täglichen Lieferungen in die EU gegenüber dem Durchschnitt des Vorjahres mehr als ver...
    16 min
  • Der Krieg trifft Deutschland | Von Jochen Mitschka
    Ein Standpunkt von Jochen Mitschka.
    Nun wurde also Deutschland zum ersten Mal direkt durch den Krieg in der Ukraine getroffen. Allerdings aller Wahrscheinlichkeit nach nicht von dem Angreifer, der in Deutschen Medien an die Wand gemalt wird. Der Westen ist propagandistisch gut aufgestellt, um auch außerhalb der NATO-Länder und den Verbündeten die Meinung zu beeinflussen. So hört man sogar in Afrika Aussagen von so genannten Fachleuten in westlich dominierten Medien, die den Eindruck aufkommen lassen, dass Russland seine eigenen Pipelines NorthStream1 und 2 gesprengt hätte. Daher sollten wir wieder hören, was außerhalb der Konfliktparteien von gut informierten Analysten ganz unaufgeregt und sachlich zu der Eskalation gesagt wird. Aber andererseits auch was die Referenden in den abtrünnigen Provinzen angeht, die zeitgleich die Gemüter im Westen glühen ließen.
    Am 22. September 2022 erklärte der indische Ex-Diplomat M.K. Bhadrakumar „Warum das Ukraine-Referendum eine große Sache ist“. (1) Er schreibt, dass das Referendum vom 23. bis 27. September im Donbass und in den südlichen Regionen Cherson und Saporoschje über den Beitritt zur Russischen Föderation auf den ersten Blick nur die Ausübung des Selbstbestimmungsrechts der einheimischen Bevölkerung sei, die den vom Westen unterstützten Regimewechsel in Kiew im Jahr 2014 und den Aufstieg extrem nationalistischer Kräfte mit neonazistischen Tendenzen in der Machtstruktur ablehne. Tatsächlich habe es aber noch ganz andere Dimensionen.
    Für Cherson und die Saporoschje-Kosaken sehe das Referendum drei aufeinander folgende Entscheidungen vor: Abspaltung dieser Gebiete von der Ukraine, Bildung eines unabhängigen Staates und Beitritt zur Russischen Föderation als Subjekt.
    Im Jahr 2014 wurden alle rechtlichen Verfahren für die Aufnahme der Krim und Sewastopols in die Russische Föderation innerhalb von vier Tagen abgeschlossen, erklärt der Artikel. Auch dieses Mal sei ein zügiger Prozess zu erwarten. In Russland gebe es eine breite Unterstützung für die Wiedervereinigung mit der russischstämmigen Bevölkerung in den östlichen und südlichen Regionen der Ukraine, die in den vergangenen acht Jahren unter der brutalen Gewalt extremistischer ukrainischer Nationalisten, die den Staatsapparat kontrollieren, zu leiden hatte. Für die russische Bevölkerung sei dies ein sehr emotionales Thema.
    In der Zeit nach dem Kalten Krieg habe der Westen bei der Zerschlagung des ehemaligen Jugoslawiens erstmals den Geist der Selbstbestimmung aus der Flasche gelassen. Aber obwohl die USA bereits zwischen 1999 und 2008 die Abspaltung des Kosovo von Serbien gefördert hatten, sei die Entität von der UNO immer noch nicht anerkannt worden. Serbien lehne die Abspaltung trotz des anhaltenden westlichen Drucks weiter ab.
    Der Präzedenzfall Kosovo werde die westlichen Mächte jedoch nicht davon abhalten, den Beitritt von Regionen der Ukraine zur Russischen Föderation zu verurteilen. Die große Frage sei heute die nach dem russischen Kalkül. Präsident Wladimir Putin habe sicherlich einkalkuliert, dass der Beitritt der "russischen Regionen" in der Ost- und Südukraine in der Öffentlichkeit sehr populär ist. Er habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass er ein feines Gespür für die Hoffnungen und Bestrebungen seines Volkes hat. Die aufschlussreichsten (und maßgeblichen) Kommentare zu diesem Thema stammen vom ehemaligen Präsidenten Dmitri Medwedew, erklärt der Autor.


    Medwedew sei der Meinung, dass diese Plebiszite "den Vektor der Entwicklung Russlands für Jahrzehnte völlig verändern. Und nicht nur unser Land. Denn nachdem sie (die Volksabstimmungen) abgehalten und die neuen Gebiete in Russland aufgenommen worden sind, wird die geopolitische Transformation in der Welt unumkehrbar werden." Vor allem aber habe Medwedew gewarnt: "Ein Übergriff auf das Territorium Russlands ist ein Verbrechen, dessen Begehung es erlaubt, alle Kräfte der Selbstverteidigung einzusetzen.
    20 min
  • Unterwasseranschläge zum Schaden Deutschlands – Eine neue Stufe im Konflikt zwischen USA und Russland? | Von Wolfgang Effenberger
    Ein Kommentar von Wolfgang Effenberger.
    Am Mittwoch, dem 28. September 2022, brachte die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ auf ihrer Titelseite ein großflächiges Bild von der Ostsee, auf dem ein runder, weißer Fleck auf dem dunkelblauen Wasser zu sehen war. Darunter war zu lesen:
    „Gas sprudelt an die Oberfläche: Leck in der Pipeline von Nord Stream 2“

    Am linken Rand des Bilds wurde der lapidare Text noch einmal im Plural wiederholt: „Lecks in den Pipelines von Nord Stream“. Unter einem Leck bzw. einer Leckage wird ein Loch oder eine Undichtigkeit in einem technischen System verstanden, durch das Feststoffe, Flüssigkeiten oder Gase unerwünscht ein- oder austreten können 1)
    Mit der Botschaft von „Lecks in der Pipeline“ wurde die geopolitische Dimension dieser drei oder sogar vier Sabotage-Akte 2) in der Nähe der Insel Bornholm an Nord Stream 1 und Nord Stream 2 weitgehend vernebelt. Immerhin wurde der Zusammenhang hergestellt, dass „das nukleare Risiko steigt“.

    Quelle: Marine Traffic
    Der Angriff auf die Nord Stream-Pipelines mit inzwischen vier Sabotage-Stellen war eine generalstabsmäßig ausgeführte Operation. Dabei ist es nur von sekundärer Bedeutung, ob diese Angriffe durch Taucher von einem Schlauchboot aus oder mittels Einsatz von Unterwasser-Drohnen, sogenannten Autonomous Underwater Vehicles (AUV) durchgeführt wurden. Auch das Spekulieren über die eingesetzte Menge Sprengstoff oder die Art der Mittel (Schneid-, bzw. Hohlladungen) ist überflüssig. Wichtig ist nur, zu erkennen, dass dieser konzertierte Terroranschlag die Situation Europas sowohl in energetischer wie auch in militärischer Hinsicht dramatisch verändert hat. Dass diese „Operation“ von „zivilen“ Akteuren durchgeführt wurde, ist auszuschließen; es bedurfte professioneller Erkundung, aufwendiger Logistik und fachspezifischer Sprengtechnik-Kenntnisse. Auch schien es den Tätern wichtig gewesen zu sein, dass die weit auseinanderliegenden Anschlagstellen in der Nähe der dänischen Insel Bornholm - zwischen dem schwedischen Schonen und der polnischen Woiwodschaft Westpommern - nicht im Hoheitsbereich eines der Anrainerstaaten liegen.
    Das Potenzial für so einen folgenschweren Sabotage-Akt haben nur Russland, die USA und einige NATO-Partner wie Deutschland, Dänemark, Norwegen oder Polen.
    Im Rahmen der Militärübung BALTOPS (5.-17. Juni 2022) übte ein Minensuchtrupp der US-Marine den großflächigen Einsatz von Untersee-Minenräumgeräten in der Nähe der dänischen Insel Bornholm und der dort verlegten Rohrleitungen.3)
    Dass wenige Tage vor den Sprengungen ein US-Flottenverband vom Fehrmann-Belt kommend südlich an Bornholm vorbei Richtung Osten fuhr und dabei die späteren Sprengstellen passierte, mag verdächtig erscheinen, ist aber noch kein Beweis dafür, dass die USA für die Sabotage-Akte verantwortlich sind. Noch verdächtiger machte sich ein nicht identifiziertes Flugobjekt, das zur Zeit der Sprengungen von Polen kommend über die Insel Bornholm flog, und dann der konventionellen Radar-Ortung entschwand. Zuvor war es aus Richtung der Färöer-Inseln über den Atlantik gekommen und in Polen von der US Air Force luftbetankt worden, ehe es dann seinen rätselhaften Flug in Richtung Zielgebiet fortsetzte. Sollte das AUV die Ergebnisse der Sprengungen in Echtzeit nach Washington liefern?4)
    Ein norwegischer Militärexperte ist sich dagegen sicher: Hinter den Lecks steckt Russland. Marineoffizier Tor Ivar Strömmen sieht darin die wahrscheinlichste Erklärung für die Lecks der Nord Stream-Pipelines in der Ostsee.
    „Ein Leck an drei verschiedenen Orten mit so großer Entfernung dazwischen kann nur die Folge eines vorsätzlichen Akts oder von Sabotage sein“5), sagte Strömmen am 27. September 2022 der Nachrichtenagentur AFP.
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das denk' ich auch