Archivradio – Geschichte im Original

Archivradio – Geschichte im Original

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Archivradio – Geschichte im Original episodes

  • John F. Kennedy wird in Dallas ermordet | 22.11.1963
    Attentat in Dallas
    US-Präsident John F. Kennedy ist im November 1963 auf Wahlkampfreise unterwegs. Mit seiner Wagenkolonne fährt er durch die texanische Stadt Dallas. Er steht aufrecht im offenen Wagen, als mehrere Schüsse auf ihn abgefeuert werden. Einer davon trifft ihn tödlich.
    Die ganze Welt reagiert schockiert. Unmittelbar nach dem Tod Kennedys wird Vizepräsident Lyndon B. Johnson als Nachfolger vereidigt.
    Ludwig Erhard und Willy Brandt zeigen sich tief betroffen
    Die Aufnahme enthält mehrere Korrespondentenberichte sowie die Ansprachen von Bundeskanzler Ludwig Erhard und dem Regierenden Bürgermeister von West-Berlin, Willy Brandt.
    16 min
  • Erhard Eppler – Öko-Vordenker in der SPD | 19.11.1985
    Der SPD-Politiker Erhard Eppler (9.12.1926 bis 19.10.2019), Vordenker seiner Partei, wollte eigentlich die Gründung der Grünen verhindern und versuchte deshalb, die Themen der Grünen, vor allem Frieden und Umweltschutz mit seiner eigenen Partei, der SPD stark zu besetzen. Damit konnte er sich aber in der entscheidenden Zeit, Ende der 1970er-, Anfang der 1980er-Jahre nicht durchsetzen. Dennoch blieb Erhard Eppler ein friedensbewegter und ökologischer Vordenker seiner Partei.
    Vortrag in Stuttgart
    Hier ein Vortrag Epplers vom 29. November 1985. Titel: "Ökologie – Einsichten und Durchsetzung." Der einzig mögliche Schlüssel zum Umweltschutz sei: Einerseits ein Bewusstseinswandel, zum anderen strukturelle Veränderungen in Gesellschaft und Politik. Ökologie müsse gegen bestehende Machtinteressen durchgesetzt werden.
    Eppler hielt den Vortrag vor überwiegend studentischem Publikum auf Einladung des Instituts für Landschaftsplanung und des Initiativkreises Ökologie der beiden Stuttgarter Universitäten.
    54 min
  • Manfred Eigen und die Grundlagenforschung | 18.11.1988
    Chemie-Nobelpreisträger Manfred Eigen leistet Pionierarbeit
    1953 leistete er Pionierarbeit: Er entwickelte eine Methode, mit der chemische Reaktionen von weniger als einer millionstel Sekunde Dauer gemessen werden können. Dafür wurde er 1967 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet, nur ein Preis in einer langen Reihe.
    Vielfach geehrt und ausgezeichnet
    Eigen wurde so häufig geehrt wie kaum ein anderer deutscher Forscher. Er bekam auch den Otto-Hahn-Preis für Chemie und Physik, den Paul-Ehrlich- und den Ludwig-Darmstaedter-Preis, dazu 15 Ehrendoktortitel.
    Er war ein geschätzter Mentor in der Wissenschaft, ein Querdenker und ein launiger Redner.
    Rede zur Heinrich-Hertz-Gastprofessur
    1988 stellte er sein Talent in seiner Rede zur Heinrich-Hertz-Gastprofessur an der Technischen Universität Karlsruhe unter Beweis.
    Sendung: Der Rede Wert, SDR: "Was heißt und zu welchem Ende betreibt man Grundlagenforschung?"
    55 min
  • Grenzübergang Helmstedt kurz nach DDR-Gründung | 18.11.1950
    Mit der Gründung der zwei deutschen Staaten 1949 wird auch die Grenze immer sichtbarer, immer besser kontrolliert, auch wenn es noch keine Mauer gibt. Der Grenzübergang bei Helmstedt auf der Autobahn zwischen Hannover und Berlin wird für Transitreisende zu einem Ort, bei dem man froh ist, wenn man ihn hinter sich gelassen hat.
    Am 18.11.1950 schildert Reporter Markus Joachim Tidick die Situation dort.
    29 min
  • SDR führt als erster Sender UKW ein und ein 2. Radioprogramm | 15.11.1950
    Erste UKW-Experimente in den USA in den 1930ern
    Das Radioprogramm über Mittel- und Kurzwelle war oft schlecht zu empfangen, rauschte und die zahlreichen Sender – deutschland- und europaweit – störten sich gegenseitig. In den USA hatte man schon Anfang der 1930er-Jahre angefangen, mit der Ultrakurzwelle zu experimentieren. In Deutschland brauchte die Entwicklung länger.
    UKW-Pionier SDR: Programmdirektor Peter Kehm grüßt
    Vorreiter wurde der Süddeutsche Rundfunk in Stuttgart. 1950 startet er sein zweites Hörfunkprogramm gleich als UKW-Sender. Dieses zweite Programm sollte das erste Programm ergänzen und für "höchste Ansprüche sein" – so SDR-Programmdirektor Peter Kehm. Er begrüßt die Hörerinnen und Hörer am 15.11.1950 in eben jenem neuen UKW-Programm.
    10 min
  • Ernst Lubitsch über den Tonfilm | 12.11.1932
    Ernst Lubitsch – Pionier des Tonfilms
    "Wenn der Mensch die Lippen bewegt, muss man auch hören, was er sagt." – Im Januar 1929 beginnt die Tonfilmära in Deutschland. Auch vorher wurden Filme schon akustisch begleitet, aber die synchrone Verbindung von Bild und Ton und damit das hörbare gesprochene Wort – das war neu! Deshalb werden diese Filme anfangs auch "Talkie" genannt.
    Der Filmregisseur Ernst Lubitsch (1892 - 1947) gehörte zu den Pionieren des Tonfilms mit seinem Hollywoodfilm "Loveparade".
    Interview mit Ernst Lubitsch vom 12. November 1932, aufgenommen im Berliner Hotel "Adlon".
    Film und Ton: die Anfänge
    Auch vorher wurden Filme schon akustisch begleitet, aber die synchrone Verbindung von Bild und Ton und damit das hörbare gesprochene Wort – das war neu! Deshalb werden diese Filme anfangs auch "Talkie" genannt.

    In den USA beginnt es 1927 mit dem Film "The Jazz Singer". Dabei wurde noch der Filmprojektor mit einem Schallplattenspieler verbunden. In Deutschland entsteht 1928 die Ton-Bild-Syndikat AG – später Tobis Filmkunst GmbH. Sie bringt am 16. Januar 1929 den Film "Ich küsse ihre Hand, Madame" in die Kinos. Darin sieht und hört man Marlene Dietrich und Richard Tauber.
    Produzent: Reichs-Rundfunk-Gesellschaft RRG
    Archiv: Deutsches Rundfunkarchiv (DRA)
    6 min
  • Retter der Schallplatte: Eduard Rhein | Herbst 1953
    Füllschriftverfahren als Grundlage der Langspielplatte
    1942 erfindet der deutsche Schriftsteller und Tüftler Eduard Rhein ein neues Verfahren, das es ermöglicht, bei Schallplatten die Rillen weiter zu verdichten, sodass mehr Musik auf eine Schallplatte passt. Dieses sogenannte Füllschriftverfahren bildet die Grundlage der späteren Langspielplatte.
    Eduard Rhein wird 1946 Chefredakteur der Programmzeitschrift "Hörzu", entwickelt aber in dieser Zeit das Verfahren weiter.
    1953 spricht er darüber im Südwestfunk, das genaue Aufnahmedatum ist im Archiv nicht vermerkt. Da Rhein aber auf die zurückliegende Funkausstellung Bezug nimmt, die Anfang September 1953 stattfand, muss das Gespräch danach stattgefunden haben. Der Moderator spricht von der "Lebensrettung der Schallplatte".
    7 min
  • Eklat durch Rede Philipp Jenningers anlässlich des Jahrestages der Reichspogromnacht | 10.11.1988
    Im Vorfeld gab es ein ziemliches Gerangel unter den Bundestagsfraktionen, wie groß die Gedenkstunde ausfallen sollte, wer reden darf und wer nicht. Nicht reden durfte Heinz Galinski, der Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland. Das hatte die Unions-Fraktion blockiert. So redet allein Philipp Jenninger – und sein Versuch, die Judenverfolgung verstehen und erklären zu wollen, wird dann als so unangemessen empfunden, dass er tags drauf zurücktreten muss. Hier die komplette Rede.
    Jenninger sprach anlässlich des 50. Jahrestags der Novemberpogrome 1938. Er setzte auf das Stilmittel der erlebten Rede, um zu erklären, wie es zur systematischen Verfolgung der Juden in Deutschland kommen konnte. Dabei zitierte er auch einige nationalsozialistische Formulierungen, unter anderem von Reichsführer SS Heinrich Himmler.
    Gleich nachdem Philipp Jenninger im Deutschen Bundestag seine Gedenkrede anlässlich des 50. Jahrestags der Novemberpogrome 1938 beendet hatte, übten viele Parlamentarier Kritik am Vortrag des Bundestagspräsidenten. Hans-Jochen Vogel von der SPD hielt die Rhetorik der Rede für nicht angemessen, sah in Jenninger aber auch keinen Nationalsozialisten. Für Otto Schily - damals noch Mitglied der Fraktion der Grünen - waren die Verfehlungen hingegen so gravierend, dass er den Bundestagspräsidenten aufforderte, sich über seinen möglichen Rücktritt Gedanken zu machen.
    Bis heute gilt sein Vortrag als Musterbeispiel misslungener Rhetorik. Aufgrund des öffentlichen Drucks trat Jenninger bereits am 11. November, nur einen Tag nach seiner Rede, von seinem Amt als Bundestagspräsident zurück.
    39 min
  • Sondersendung am Tag nach der Maueröffnung | 10.11.1989
    Der Abend nach der Maueröffnung: Es ist viel passiert in den vorausgegangenen 24 Stunden. Die Grenzen in Berlin sind offen. Es ist klar, dass nun für die Deutschen ein neues Kapitel ihrer Geschichte begonnen hat. Abends kurz nach 19 Uhr bringt der Südwestfunk eine Sondersendung, in der die Ereignisse eingeordnet werden. Zu Beginn versucht Moderator Eberhard Ruth eine Verbindung herzustellen zum Korrespondenten in Berlin, Gerd Rüdiger. Der befindet sich mit seinem Ü-Wagen am Grenzübergang Invalidenstraße.
    Es folgt ein Gespräch mit Dieter Schröder, Chef der Berliner Senatskanzlei. Es geht darin unter anderem um die Belastungen, die Berlin wegen des Besucherstroms zu erwarten hat.
    Um 19:30 Uhr schaltet die Sendung live zur „Aktuellen Kamera“, der Nachrichtensendung der DDR, gefolgt von einer Zusammenfassung der politischen Reaktionen in Bonn.
    Gibt es jetzt freie Wahlen? Die Frage steht im Mittelpunkt des abschließenden Gesprächs mit den „Deutschlandpolitikern“ von CDU und SPD, Johannes Gerster und Andreas von Bülow.
    53 min

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Historische Aufnahmen und Radioberichte von den ersten Tonaufzeichnungen bis (fast) heute. Das Archivradio der ARD macht Geschichte hör- und die Stimmung vergangener Jahrzehnte fühlbar. Präsentiert…

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