Auf Geldreise - Female Finance mit Anja

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Auf Geldreise - Female Finance mit Anja episodes

  • Endlich gleiches Gehalt für Frauen & Männer (#135)
    Journalistin Birte Meier über den Mythos Lohndiskriminierung , das Frauenveräppelungsgesetz und Tipps für mutige Frauen, die ihr Recht auf gleiche Bezahlung einfordern

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    Das Wichtigste im Überblick

    Gleiches Geld für gleiche oder gleichwertige Arbeit. Das ist gesetzlich festgelegt, nicht nur im Völker- und Europarecht (insbesondere in Artikel 157 AEUV). Es lässt sich auch aus dem Grundgesetz ableiten (Artikel 3 Abs. 2 und 3 GG).
    Trotzdem werden Frauen hierzulande noch immer viel zu oft schlechter bezahlt als Männer. Selbst bei gleicher Qualifikation, Arbeitszeit oder Verantwortung. Das verdeutlichen auch die Zahlen. Frauen verdienten 2022 in Deutschland durchschnittlich 18 Prozent weniger pro Stunde als Männer laut Statistischem Bundesamt. Lässt man strukturelle Ursachen außen vor – Frauen arbeiten häufiger in Teilzeitarbeit, haben öfter Jobs in schlechter bezahlten Branchen, unterbrechen der Familie wegen häufiger ihren Beruf –, beträgt die Lohnlücke immer noch 7 Prozent. Der sogenannte unerklärliche Rest gilt als Obergrenze für Lohndiskriminierung.
    Schlechter bezahlt als ihre männlichen Kollegen wurde auch Birte Meier. Deswegen entschied sie sich, ihren damaligen Arbeitgeber, das ZDF, zu verklagen. Unterstützt wurde sie dabei von der Gesellschaft für Freiheitsrechte e. V., einem gemeinnützigen Verein, der die Grund- und Menschenrechte mit strategischen Gerichtsverfahren und juristischen Interventionen verteidigt.
    Das Unterfangen wurde schnell zu einer regelrechten Odyssee: Das Entgelttransparenzgesetz, von Birte Meier liebevoll „Frauenveräppelungsgesetz“ getauft, entpuppte sich schnell als zahnloser Tiger. Denn das Gesetz kann von den meisten Betroffenen in der Realität nicht genutzt werden. Darüber sprachen Anika und Anja vom Female Finance Podcast „Auf Geldreise“ erst kürzlich mit der Bundesfrauenministerin Lisa Paus.

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    29 min
  • Grundsteuerbescheid verstehen (#134)
    Wie Du auf das Schreiben vom Finanzamt reagierst und was Du genau prüfen solltest

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    Das Wichtigste im Überblick

    Anika fand schon die Grundsteuererklärung nicht intuitiv. Dank den Ausfüllhilfen von Jörg hat sie aber doch einen Haken dran machen können. Wer die Erklärung noch nicht abgegeben hat, sollte dies schnellstmöglich tun. Unsere Podcast-Folge dazu kann eine Unterstützung sein. Die Ausfüllhilfen stehen im Finanztip-Ratgeber Grundsteuer.

    Hast Du den Bescheid bekommen, solltest Du ihn möglichst schnell öffnen. Denn nach einem Monat läuft die Frist für den Einspruch ab. Einspruch solltest Du beispielsweise erheben, wenn der Bescheid Fehler enthält. Für den Einspruch kannst Du einfach das Finanztip-Musterschreiben nutzen.

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    26 min
  • So bleibst Du flexibel mit Deiner Geldanlage (#133)
    Inas Geldreise

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    „Wen sollten wir unbedingt in unseren Podcast einladen?“ Das haben wir Euch auf unserem Instagram-Kanal Auf Geldreise gefragt. „Mehr Leute aus der Community“, schrieb uns Loona. Deshalb haben wir in dieser Folge Ina aus unserer Geldreise-Community zu Gast. Mit Ina sprechen wir darüber, wie sie sich als Single finanziell gut aufstellt.

    Das Wichtigste im Überblick

    Ina ist eine gute Freundin von Anika und seit Tag eins bei der Geldreise dabei. Die Reise startete zunächst gar nicht als Podcast. Zuerst waren wir einfach ein paar Frauen, die sich in der Finanztip-Redaktion in Berlin-Kreuzberg getroffen haben und sich unterhalten haben. Über Geld und worin wir investieren. Und viel auch darüber, warum wir nicht investieren, was uns davon abhält. Mehr als drei Jahre ist das jetzt schon her. Grund genug, mal bei Ina nachzufragen, was sich so getan hat in Sachen Geld.

    Wir wollen Ina bei ihren nächsten Stationen auf der Geldreise begleiten und herausfinden, was sie braucht, um endlich mit dem Investieren loszulegen. Ina hat sich von uns eine Checkliste gewünscht, bei der sie die einzelnen Schritte einfach abhaken kann. Am Ende steht dann der große Haken am Thema Geldanlage. Die Checkliste teilen wir selbstverständlich mit Euch.

    Die Checkliste könnt Ihr hier runterladen.

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    35 min
  • „Lisa Paus, verdienen Frauen genauso viel wie Männer in Deutschland?“ (#132)
    Bundesfrauenministerin Lisa Paus über Lohnungleichheit, faire Bezahlung und Kindergrundsicherung

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    Auf Geldreise ist für den Deutschen Podcast Preis nominiert. Damit wir uns auch tatsächlich über den Publikumspreis freuen dürfen, sind wir auf Deine Unterstützung angewiesen. Wenn Du unsere Arbeit zu schätzen weißt und uns einen Gefallen tun willst, klick doch einfach auf folgenden Link und stimme ab für Auf Geldreise. Bis zum 28.5. kannst Du für uns voten.

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    39 min
  • Was bringt nachhaltige Geldanlage wirklich? - Teil zwei (#131)
    Woran Du Greenwashing erkennst

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    Anika ist Fan nachhaltiger Geldanlage, ihr Geld soll etwas Gutes bewirken: Erneuerbare Energien voranbringen oder in Firmen fließen, die sich für Gleichberechtigung stark machen. Doch wir werden die Welt nicht durch unsere Aktieninvestments retten. Denn die Aktien, die wir kaufen, sind bereits am Markt. Es geht dabei nur um den Handel untereinander. Nicht um frisches Geld für die Unternehmen. Deshalb gib es Menschen, die Zweifel, an den Effekten nachhaltiger Geldanlage haben.

    Macht nachhaltige Geldanlage denn überhaupt Sinn?

    „Ja“, sagt Claudia Müller. Denn viele Vorstände werden auch danach bewertet, wie der Börsenkurs gelaufen ist. Und der Börsenkurs läuft besser, je mehr Leute die Aktien der Firma kaufen. Das heißt, der Vorstand hat auch ein Interesse daran, sich nachhaltiger aufzustellen, wenn mehr Menschen nachhaltige Aktien kaufen. Der Börsenkurs beeinflusst auch den Gesamtwert des Unternehmens. Ein wertvolles Unternehmen kommt beispielsweise leichter an Kredite. Nachhaltige Geldanlage hat daher vielleicht keinen unmittelbaren Effekt, aber einen mittelbaren.

    Als Aktionärin kann ich außerdem mein Stimmrecht nutzen. Ich kann eine Rede bei der Aktionärsversammlung halten. Der Vorstand muss zuhören und darauf reagieren. Dieses Recht bekomme ich aber nur, wenn ich Einzelaktien besitze. Bei ETFs gilt das nicht. Fondsgesellschaften von aktiven Fonds gehen aber durchaus mit Unternehmen ins Gespräch und nutzen diesen Hebel für mehr Nachhaltigkeit.

    Wann ist ein Fonds nachhaltig?

    Immer mal wieder kommt es zu Greenwashing. Ein Fonds wird dann als grün und nachhaltig beworben, investiert aber gar nicht nachhaltig. Ein Beispiel dafür ist der Greenwashing Skandal bei der DWS im vergangenen Jahr. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hat Deutschlands größte Fondsgesellschaft DWS, eine Tochter der Deutschen Bank, wegen des Verdachts auf Greenwashing verklagt.

    Das Problem bei nachhaltiger Geldanlage: Es gibt keine einheitliche Definition. Eine klarere Eingrenzung hatte sich Anika von der EU-Taxonomie erhofft. Ein von der Europäischen Kommission ausgetüfteltes System, das dafür sorgen soll, private Investitionen, also Dein und mein Geld, in nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten zu lenken, um damit den Kampf gegen den Klimawandel zu unterstützen.

    Ganz grob umfasst die Taxonomie diese sechs Aspekte:

    • Klimaschutz⁠
    • Anpassung an den Klimawandel⁠
    • Wasserressourcen
    • Kreislaufwirtschaft
    • Umweltschutz
    • Biodiversität⁠
    • Jedes Unternehmen wird darauf analysiert, ob einen Beitrag zu einem dieser Ziele leistet und nicht gegen diese Ziele arbeitet. Bäume pflanzen reicht also nicht, wenn die Firma dafür die Meere verschmutzt. Es gibt außerdem Mindestkriterien für Arbeitsschutz.

      Trägt die EU-Taxonomie zu einem Wachstum der nachhaltigen Geldanlage bei?

      Gemessen am insgesamt investierten Vermögen bewegen sich nachhaltige Anlagen bislang noch im einstelligen Prozentbereich. Von jedem in Fonds angelegten Euro sind es fast 6,5 Cent (Deutschland, Stand 2021, Quelle: Forum Nachhaltige Geldanlagen). Kann die Taxonomie das beschleunigen, denn die schreibt vor, dass Finanzanlagen- und Versicherungsvermittler ihre Kunden bei Anlagegeschäften fragen, ob sie "grün" investieren wollen? Was theoretisch klingt, hat in der Praxis aus verschiedenen Gründen leider kaum Wirkung. Claudia Müller berichtet in der Podcast-Folge von ihren Erfahrungen in der Beratung.

      Nachhaltiger ETF oder aktiver Fonds?

      ETFs bleiben häufig im hellgrünen Bereich, da das aktive Engagement meist fehlt. Denn Investor*innen kommen nicht mit den Firmen ins Gespräch. Es gibt Themen-ETFs, die dann beispielsweise in erneuerbare Energien investieren. Das Problem dabei: Ein höheres Risiko, da die Geldanlage nicht mehr breit gestreut ist. Für Deine Altersvorsorge setze lieber auf einen breitgestreuten nachhaltigen ETF. Nachhaltige ETFs erkennst Du an den Buchstaben ESG oder SRI.

      Falls Du über einen aktiven Fonds nachdenkst, solltest Du wissen, dass diese deutlich teurer sind.

      Ein Beispiel:

      Ein durchschnittlicher ETF kostet 0,3 Prozent an Gebühren. Ein aktiver Fonds 1,8 Prozent im Schnitt.

      Investiere ich 100 Euro pro Monat über 30 Jahre sind das 36.000 Euro. Bei 6 Prozent Rendite ergibt sich ein Unterschied von 20.000 Euro. Bei dem durchschnittlichen ETF sind es mehr als 100.000 Euro, beim aktiven Fonds etwas weniger als 80.000 Euro. Tendenziell sind Fonds bei nachhaltigen Banken sogar noch etwas teurer als in diesem Beispiel. Einen nachhaltigen aktiven Fonds muss man sich also erstmal leisten können.

      Wenn Du Dich trotzdem für aktive Fonds interessierst, findest Du gute Informationen beim Forum für nachhaltige Geldanlage und bei Faire Fonds.

      Wichtig bei der Fondauswahl: Die Risikostreuung nicht vergessen. Also breit streuen über Branchen und Regionen. Und zu einem ausgewogenen Portfolio gehören neben Aktien auch risikoärmere Anlagen wie Tagegeld und Festgeld.

      Wie kannst Du Dein Geld sonst noch nachhaltig investieren?

      Wer über nachhaltige Geldanlage nachdenkt, sollte einen viel größeren Hebel nicht außer Acht lassen: den eigenen Konsum. Denn es ist auch relevant, bei welchen Firmen ich meine Lebensmittel, meine Anziehsachen und Elektronikgeräte kaufen. Auch ein Girokonto bei einer nachhaltigen Bank kann sinnvoll sein.

      Crowdfunding- und Crowdinvestingprojekte schreiben sich teilweise Nachhaltigkeit aufs Etikett. Dabei finanzieren viele Menschen gemeinsam ein Projekt. Doch Crowdinvesting ist eine riskante Anlageform. Häufig wird eine hohe Rendite versprochen. Diese bringt aber auch ein hohes Risiko mit sich. Unter Umständen verliere ich mein gesamtes investiertes Geld. Für die Altersvorsorge ist ein solches Investment nicht geeignet.

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      23 min
    • Was bringt nachhaltige Geldanlage wirklich? - Teil eins (#130)
      Woran Du Greenwashing erkennst

      Du willst 2025 zu Deinem Finanzjahr machen? Dann geh mit uns Gemeinsam auf Geldreise – in unserem interaktiven 4-Wochen-Programm.

      Wir begleiten Dich auf Deinem Weg in die finanzielle Unabhängigkeit mit Zwischenstopps bei Deiner inneren Einstellung zum Geld, der einfachen und übersichtlichen Organisation Deiner Finanzen, der Berechnung Deiner Rentenlücke und wir verraten Dir, wie Deine zukünftige finanzielle Altersvorfreude aussehen kann. 😉

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      Welche Goodies noch auf Dich warten und weitere Infos findest Du hier.

      Anika ist Fan nachhaltiger Geldanlage, ihr Geld soll etwas Gutes bewirken: Erneuerbare Energien voranbringen oder in Firmen fließen, die sich für Gleichberechtigung stark machen. Doch wir werden die Welt nicht durch unsere Aktieninvestments retten. Denn die Aktien, die wir kaufen, sind bereits am Markt. Es geht dabei nur um den Handel untereinander. Nicht um frisches Geld für die Unternehmen. Deshalb gib es Menschen, die Zweifel, an den Effekten nachhaltiger Geldanlage haben.

      Macht nachhaltige Geldanlage denn überhaupt Sinn?

      „Ja“, sagt Claudia Müller. Denn viele Vorstände werden auch danach bewertet, wie der Börsenkurs gelaufen ist. Und der Börsenkurs läuft besser, je mehr Leute die Aktien der Firma kaufen. Das heißt, der Vorstand hat auch ein Interesse daran, sich nachhaltiger aufzustellen, wenn mehr Menschen nachhaltige Aktien kaufen. Der Börsenkurs beeinflusst auch den Gesamtwert des Unternehmens. Ein wertvolles Unternehmen kommt beispielsweise leichter an Kredite. Nachhaltige Geldanlage hat daher vielleicht keinen unmittelbaren Effekt, aber einen mittelbaren.

      Als Aktionärin kann ich außerdem mein Stimmrecht nutzen. Ich kann eine Rede bei der Aktionärsversammlung halten. Der Vorstand muss zuhören und darauf reagieren. Dieses Recht bekomme ich aber nur, wenn ich Einzelaktien besitze. Bei ETFs gilt das nicht. Fondsgesellschaften von aktiven Fonds gehen aber durchaus mit Unternehmen ins Gespräch und nutzen diesen Hebel für mehr Nachhaltigkeit.

      Wann ist ein Fonds nachhaltig?

      Immer mal wieder kommt es zu Greenwashing. Ein Fonds wird dann als grün und nachhaltig beworben, investiert aber gar nicht nachhaltig. Ein Beispiel dafür ist der Greenwashing Skandal bei der DWS im vergangenen Jahr. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hat Deutschlands größte Fondsgesellschaft DWS, eine Tochter der Deutschen Bank, wegen des Verdachts auf Greenwashing verklagt.

      Das Problem bei nachhaltiger Geldanlage: Es gibt keine einheitliche Definition. Eine klarere Eingrenzung hatte sich Anika von der EU-Taxonomie erhofft. Ein von der Europäischen Kommission ausgetüfteltes System, das dafür sorgen soll, private Investitionen, also Dein und mein Geld, in nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten zu lenken, um damit den Kampf gegen den Klimawandel zu unterstützen.

      Ganz grob umfasst die Taxonomie diese sechs Aspekte:

      • Klimaschutz⁠
      • Anpassung an den Klimawandel⁠
      • Wasserressourcen
      • Kreislaufwirtschaft
      • Umweltschutz
      • Biodiversität⁠
      • Jedes Unternehmen wird darauf analysiert, ob einen Beitrag zu einem dieser Ziele leistet und nicht gegen diese Ziele arbeitet. Bäume pflanzen reicht also nicht, wenn die Firma dafür die Meere verschmutzt. Es gibt außerdem Mindestkriterien für Arbeitsschutz.

        Trägt die EU-Taxonomie zu einem Wachstum der nachhaltigen Geldanlage bei?

        Gemessen am insgesamt investierten Vermögen bewegen sich nachhaltige Anlagen bislang noch im einstelligen Prozentbereich. Von jedem in Fonds angelegten Euro sind es fast 6,5 Cent (Deutschland, Stand 2021, Quelle: Forum Nachhaltige Geldanlagen). Kann die Taxonomie das beschleunigen, denn die schreibt vor, dass Finanzanlagen- und Versicherungsvermittler ihre Kunden bei Anlagegeschäften fragen, ob sie "grün" investieren wollen? Was theoretisch klingt, hat in der Praxis aus verschiedenen Gründen leider kaum Wirkung. Claudia Müller berichtet in der Podcast-Folge von ihren Erfahrungen in der Beratung.

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        ETFs bleiben häufig im hellgrünen Bereich, da das aktive Engagement meist fehlt. Denn Investor*innen kommen nicht mit den Firmen ins Gespräch. Es gibt Themen-ETFs, die dann beispielsweise in erneuerbare Energien investieren. Das Problem dabei: Ein höheres Risiko, da die Geldanlage nicht mehr breit gestreut ist. Für Deine Altersvorsorge setze lieber auf einen breitgestreuten nachhaltigen ETF. Nachhaltige ETFs erkennst Du an den Buchstaben ESG oder SRI.

        Falls Du über einen aktiven Fonds nachdenkst, solltest Du wissen, dass diese deutlich teurer sind.

        Ein Beispiel:

        Ein durchschnittlicher ETF kostet 0,3 Prozent an Gebühren. Ein aktiver Fonds 1,8 Prozent im Schnitt.

        Investiere ich 100 Euro pro Monat über 30 Jahre sind das 36.000 Euro. Bei 6 Prozent Rendite ergibt sich ein Unterschied von 20.000 Euro. Bei dem durchschnittlichen ETF sind es mehr als 100.000 Euro, beim aktiven Fonds etwas weniger als 80.000 Euro. Tendenziell sind Fonds bei nachhaltigen Banken sogar noch etwas teurer als in diesem Beispiel. Einen nachhaltigen aktiven Fonds muss man sich also erstmal leisten können.

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        Wichtig bei der Fondauswahl: Die Risikostreuung nicht vergessen. Also breit streuen über Branchen und Regionen. Und zu einem ausgewogenen Portfolio gehören neben Aktien auch risikoärmere Anlagen wie Tagegeld und Festgeld.

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        Wer über nachhaltige Geldanlage nachdenkt, sollte einen viel größeren Hebel nicht außer Acht lassen: den eigenen Konsum. Denn es ist auch relevant, bei welchen Firmen ich meine Lebensmittel, meine Anziehsachen und Elektronikgeräte kaufen. Auch ein Girokonto bei einer nachhaltigen Bank kann sinnvoll sein.

        Crowdfunding- und Crowdinvestingprojekte schreiben sich teilweise Nachhaltigkeit aufs Etikett. Dabei finanzieren viele Menschen gemeinsam ein Projekt. Doch Crowdinvesting ist eine riskante Anlageform. Häufig wird eine hohe Rendite versprochen. Diese bringt aber auch ein hohes Risiko mit sich. Unter Umständen verliere ich mein gesamtes investiertes Geld. Für die Altersvorsorge ist ein solches Investment nicht geeignet.

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        20 min
      • Energiepreisbremse falsch berechnet: Das kannst Du tun (#129)
        Wenn die Energieversorgungsunternehmen die Abschläge für Strom und Gas falsch berechnen

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        Seit 1. März gelten die Strom- und die Gaspreisbremse – rückwirkend ab dem 1. Januar 2023. Die Preisbremsen deckeln den Arbeitspreis für Strom auf 40 Cent je Kilowattstunde; beim Gas sind es 12 Cent je Kilowattstunde. Das gilt für 80 Prozent von dem, was Du dieses Jahr voraussichtlich verbrauchen wirst. Für die restlichen 20 Prozent zahlst Du den mit dem Anbieter jeweils vereinbarten Arbeitspreis. Damit sollten sich auch Deine Abschläge für dieses Jahr verringert haben.

        Die Energieversorger sind verpflichtet, Dich über die Entlastungen zu informieren. Hast Du schon Post von ihnen bekommen? Falls nein, frage doch mal direkt nach, wann Du mit den Schreiben rechnen kannst.

        Solltest Du die Infos bereits bekommen haben, überprüfe unbedingt, ob sich die Energieversorger nicht doch irgendwo verrechnet haben. Dafür haben wir von Finanztip eine Rechenhilfe für Dich gestaltet. Mit der kannst Du Schritt für Schritt nachverfolgen, ob Dein neuer Abschlag stimmt.

        Um die Rechenhilfe herunterladen zu können, brauchst Du Dich nur für den Finanztip-Newsletter anzumelden. Liest Du bereits regelmäßig unseren Newsletter? Dann trage einfach noch mal Deine Mail-Adresse ins entsprechende Feld ein. Der Download startet anschließend automatisch.

        Und auch das Selberrechnen nehmen wir Dir ab. Mithilfe unseres Gas-, Strom oder Wärme-Rechners findest Du ganz schnell heraus, wie sich die jeweilige Preisbremse auf Deinen Geldbeutel auswirkt.

        Beim Gas-Rechner musst Du beispielsweise nichts weiter tun, als Deinen Jahresverbrauch in Kilowattstunden anzugeben und den vereinbarten Arbeitspreis (in Cent) pro Kilowattstunde. Anschließend spuckt Dir der Rechner den Betrag aus, mit dem Dich die Gaspreisbremse finanziell entlastet. Liegt Dein vereinbarter Gaspreis unter der Preisbremse von 12 Cent, gilt für Dich natürlich der günstigere Preis. Die Gaspreisbremse wirkt dann nicht.

        Sollte sich Dein Strom- oder Gasanbieter doch verrechnet haben, kannst Du das Finanztip-Musterschreiben nutzen, um Deinem Anbieter mitzuteilen, dass er etwa den angenommenen Jahresverbrauch zu gering angesetzt hat.

        Stellt sich der Anbieter dennoch quer, kannst Du Dich immer noch an die Verbraucherzentrale wenden und Dich dort beraten lassen. Kann Dir auch die Verbraucherzentrale nicht weiterhelfen, probiere es bei der Schlichtungsstelle Energie. Die eröffnet ein kostenloses Verfahren, vorausgesetzt, Du hast den Anbieter vorab kontaktiert.

        Solltest Du zum 1. März oder kurz davor zu einem günstigeren Anbieter gewechselt haben, dann hast Du das Nachsehen bei der Energiepreisbremse – zumindest für den Januar und Februar. Die Preisbremse wird dann auf Basis des neuen, günstigeren Preises berechnet.

        Hast Du aber im Januar und Februar bei deinem alten Anbieter deutlich mehr bezahlt, hättest Du eigentlich auch eine sehr viel höhere Entlastung für diese beiden Monate bekommen müssen. Doch aufgrund einer Gesetzeslücke ist Dein alter Anbieter eben nicht verpflichtet, Dir etwas für den Zeitraum zu erstatten. Schlimmstenfalls gehst Du für Januar und Februar leer aus. Damit benachteiligt die Energiepreisbremse Verbraucherinnen und Verbraucher, die kürzlich in einen günstigen Strom- oder Gastarif gewechselt sind.

        Einige Strom- und Gasanbieter verlangen trotz Preisbremse überhöhte Abschläge – teilweise in Höhe von 1.000 Euro. Das musst Du Dir nicht gefallen lassen. Der Abschlag darf sich nämlich nur in dem Maße erhöhen, wie sich der Preis erhöht. Erhöht Dein Anbieter den Preis um 50 Prozent, sollte sich auch der Abschlag um lediglich 50 Prozent erhöhen. Wir empfehlen dir, dem Anbieter zu widersprechen und ihm gegebenenfalls sogar die Einzugsermächtigung zu entziehen. Denk daran, dass Du dann selbst dafür verantwortlich bist, einen angemessenen Abschlag zu überweisen.

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        26 min
      • Auf Geldreise - Der Finanztip Podcast für Female Finance

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        2 min
      • Pinke Fonds für mehr Gleichberechtigung? (#128)
        Was Gender Fonds wirklich bringen

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        Das Wichtigste im Überblick

        Gender Fonds investieren beispielsweise in Unternehmen, die Frauen fördern und sich für Gleichberechtigung und faire Bezahlung einsetzen. Der erste Gender Fonds kam 2015 auf den Markt, in den vergangenen Jahren sind noch einige mehr dazu gekommen. Es wird auch immer mehr Geld in diese Fonds investiert. In Gender Fonds findest Du Unternehmen, die bestimmte Kriterien erfüllen, was die Förderung von Frauen anbelangt.

        Zum Beispiel:

        • Frauen in Führungspositionen
        • Spezielle Frauenprogramme
        • Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch flexible Arbeitsmodelle oder Kinderbetreuung
        • Faire Bezahlung
        • Schaust Du genauer auf die größeren Positionen der Gender Fonds, wirst Du allerdings feststellen, dass es häufiger Überschneidungen zu anderen nachhaltigen Fonds gibt. Da stehen Firmen wie Microsoft, Cisco Systems, Facebook oder die Telekom. Letzten Endes ist Gender Equality ein Aspekt von Nachhaltigkeit. Und deshalb sind dieselben Firmen auch in vielen breiter aufgestellten nachhaltigen Fonds zu finden.

          Vorsicht bei teurem Pinkwashing

          Achte bei Gender Fonds auch die Kosten! Nicht selten werden Frauen teurere Produkte verkauft. Schaue Dir außerdem genau an, in was Du investierst – um nicht viel Geld für Pinkwashing zu bezahlen. Mit Pinkwashing meinen wir in diesem Fall, aus Marketingzwecken vorzugeben, sich für Frauen einzusetzen, es tatsächlich aber nicht zu tun. Und achte weiterhin auf die Grundregeln der Geldanlage:

          • Breit streuen
          • Langfristig investieren
          • Um für mehr Gleichberechtigung zu sorgen, plädiert Claudia in unserer Folge dafür, selbst reich zu werden und in Geschäftsmodelle anderer Frauen zu investieren und als Business Angel selbst aktiv zu werden. Denn tatsächlich bekommen weibliche Startup-Gründerinnen weniger Geld als männliche, obwohl sie im Schnitt erfolgreicher sind.

            Den Konsumhebel für mehr Gleichberechtigung nutzen

            Was auch helfen kann auf dem Weg zu mehr Gleichberechtigung: Laut werden und politische Änderungen einfordern. Aber auch den eigenen Konsum nicht vergessen. Warum das nächste Geburtstagsgeschenk für die Freundin nicht mal bei einem Unternehmen kaufen, das von Frauen geführt wird? Eine Liste solcher Unternehmen bietet beispielsweise die Plattform 2030.

            Unser Podcast ist preisgekrönt. Die Jury des Fachmagazins „Wirtschaftsjournalist“ hat uns als Verbraucherjournalistinnen 2020 ausgezeichnet.

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            23 min
          • Auszahlplan: So entsparst Du Deinen ETF richtig (#127)
            Mit ETF-Auszahlplan zur ewigen Rente

            Du willst 2025 zu Deinem Finanzjahr machen? Dann geh mit uns Gemeinsam auf Geldreise – in unserem interaktiven 4-Wochen-Programm.

            Wir begleiten Dich auf Deinem Weg in die finanzielle Unabhängigkeit mit Zwischenstopps bei Deiner inneren Einstellung zum Geld, der einfachen und übersichtlichen Organisation Deiner Finanzen, der Berechnung Deiner Rentenlücke und wir verraten Dir, wie Deine zukünftige finanzielle Altersvorfreude aussehen kann. 😉

            Melde Dich direkt an. Die Plätze sind limitiert!

            Welche Goodies noch auf Dich warten und weitere Infos findest Du hier.

            Das Wichtigste im Überblick

            Noch fünf Jahre bis zum Ruhestand. Zwar ist die Prognose für Deine spätere gesetzliche Rente sehr ernüchternd. Da Du aber rechtzeitig angefangen hast, privat vorzusorgen, blickst Du ziemlich entspannt in Deine Zukunft. Sowohl Notgroschen als auch Fuck-You-Money stehen.

            Und auch auf Deinem Depot liegt mittlerweile ein beachtliches Sümmchen. Nun fragst Du Dich, welche Entnahmestrategie die richtige ist. Denn ganz so risikofreudig in Sachen Geldanlage bist Du auch nicht mehr, hast aber trotzdem noch 80 Prozent Aktien im Portfolio. Und die schwanken, wie sie es immer tun.

            Mit einer einfachen Daumenregel kannst Du berechnen, wie hoch Dein Aktienanteil sein sollte:

            Aktien-Quote im Alter = 100 – Lebensalter

            Bevor Du eine zu Dir passende Strategie auswählst, solltest Du Dir folgende
            Fragen beantworten:

            1. Wie viel Geld brauchst Du eigentlich im Alter?
            2. Willst Du zum Beispiel sparen, um Deine Rentenlücke zu minimieren, solltest Du sie vorab auch kennen. Wie viel Du monatlich für Dein persönliches Sparziel investieren solltest, um nach der entsprechenden Zeit auf Deinen Wunschbetrag zu kommen, kannst Du mit dem Finanztip-Fondsrechner ausrechnen.

              1. Wie lange soll das Geld reichen?
              2. Ausgehend von der aktuellen Lebenserwartung, werden Männer im Schnitt 79 Jahre, Frauen hingegen 83 Jahre. Pack lieber noch ein paar Jahre obendrauf. Zukünftig ist damit zu rechnen, dass wir noch älter werden.

                1. Wie sehen die steuerlichen Regelungen aus zu dem Zeitpunkt, zu dem Du planst, Geld aus Deinem ETF zu entnehmen?

                2. Gibt es technische Tools wie einen automatisierten Auszahlplan, den Dein Broker anbietet?

                3. Einige Broker bieten bereits solche automatisierten Auszahlpläne an. Die kannst Du Dir als Gegenstück zum ETF-Sparplan vorstellen. Dafür legst Du eine Rate fest, die Dir zum Beispiel monatlich ausgezahlt werden soll. Der Broker verkauft dann Monat für Monat ETF-Anteile in der entsprechenden Höhe und zahlt Dir anschließend den Betrag aus. Finanztips aktuelle Empfehlungen zu Auszahlplänen findest Du in diesem Ratgeber.

                  Willst Du Deinen ETF abschmelzen, hast Du folgende Optionen.

                  1. Du verkaufst alles auf einmal.
                  2. Das Problem dabei ist: Du hast auf einmal einen ziemlich großen Batzen Geld. Und der will auch irgendwo geparkt werden – bestenfalls gewinnbringend.

                    Als Aufbewahrungsort bietet sich ein sicheres und gut verzinstes Tagesgeld- und Festgeldkonto an.

                    Beim Tagesgeldkonto kommst Du flexibel an Dein Geld – kannst jederzeit einen Betrag abheben oder einzahlen – und streichst (aktuell sogar) ein bisschen was an Zinsen ein.

                    Der größere Teil Deines Gewinns, den Du nicht kurzfristig brauchst, solltest Du auf einem oder mehreren Festgeldkonten aufbewahren. Die sind in der Regel besser verzinst als Tagesgeldkonten. Allerdings bist Du nicht ganz so flexibel damit. Du legst Dein Geld nämlich für einen fest vereinbarten Zeitraum an.

                    Vorzeitig kündigen ist oft nicht möglich. Einen Teil des Guthabens zwischendurch abheben oder zusätzliches Geld einzahlen, geht auch nicht.

                    Die mangelnde Flexibilität kannst Du aber mit einer Zinstreppe umgehen. Wie genau das geht, liest Du in unserem Ratgeber.

                    1. Anstatt alles auf einmal zu verkaufen, kannst Du auch bis zum Renteneintritt alles schrittweise veräußern. So holst Du auch in den letzten Jahren vor der Rente ein bisschen mehr Rendite raus, wenn die Kurse weiterhin gut laufen.
                    2. Aber auch hier stellt sich wieder die Frage: Was machst Du mit dem ganzen Geld während der Rente?! Gleiche Antwort: Auf Tagesgeld und Festgeld aufteilen.

                      1. Wenn Du zu Rentenbeginn nicht alles auf einmal brauchst, sondern vielleicht nur einen größeren Betrag, etwa für die Schlusstilgung Deines Hauses, dann verkaufe nur die entsprechenden Anteile. Den Rest lässt Du einfach im ETF. Der erwirtschaftet dann munter weiter Rendite.

                      2. Willst Du, dass Dein Geld auch im Ruhestand noch fleißig für Dich arbeitet, einen regelmäßigen Betrag willst Du Dir trotzdem auszahlen? Dann verkaufe einfach nach und nach die entsprechenden ETF-Anteile und überweis Dir die entsprechende Summe aufs Tagesgeld- oder Girokonto. Der Großteil Deines Geldes bleibt so weiterhin in ETFs investiert.

                      3. Im Vergleich zu den anderen Optionen ist das die beste Möglichkeit, um auch im hohen Alter noch ordentlich Rendite zu erwirtschaften. Allerdings ist die Fallhöhe auch am höchsten. Stehen die Aktienkurse beispielsweise schlecht, solltest Du lieber weniger ETF-Anteile verkaufen und Dir die Differenz vom Tagesgeldkonto auszahlen. In wirtschaftsstarken Zeiten lohnt es sich dafür, mehr Anteile zu verkaufen. Denk dann aber daran, gegebenenfalls Dein Tagesgeldkonto wieder aufzustocken.

                        Wie viel Geld Du monatlich entnehmen kannst, um Dir eine ewige Rente auszahlen zu lassen, kannst Du mit folgendem Rechner ermitteln.

                        Unser Podcast ist preisgekrönt. Die Jury des Fachmagazins „Wirtschaftsjournalist“ hat uns als Verbraucherjournalistinnen 2020 ausgezeichnet.

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                      About Auf Geldreise - Female Finance mit Anja

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