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Sinnbild für diesen Wandel ist die Basler Rap-Gruppe “Was Das?”. Das Kollektiv, bestehend aus MC Eichel, Ludwig OS, Smeshi, Dimitri, Reyan.Rami, Znvg und Léon, sieht sich nicht unbedingt als Teil der Schweizer Rap-Szene, auch wenn die Mitglieder auf Baseldeutsch rappen.
Wieso dem so ist, wieso er sich nicht mit der Schweizer Rap-Landschaft identifizieren kann, erzählt MC Eichel: “Wir finden unseren Platz im Schweizer Rap nicht, weil wir ihn nicht finden wollen. Und wir wollen ihn nicht finden, weil die Szene etwas zu urchig ist. Auch wenn sie gute Fortschritte macht.”
Für ihn ist das Textliche das wichtigste Element seiner Musik. Und er achtet akribisch darauf, dass diskriminierende Inhalte, Sexismus, Rassismus, Homophobie in seinen Texten keinen Platz finden.
Und ganz nebenbei füllt er regelmässig Basels Konzert-Lokale und wird beim Termin auf der Basler Kantonalbank erkannt.
Doch wieso schläft die Leidenschaft mit den Jahren oft ein? Das verrät die Basler Psychologin und Paartherapeutin Monika Röder in der aktuellen Ausgabe des BaZ-Podcasts «Los emol»: «Wir verlieren nicht nur das sexuelle Interesse am Partner. Wir verlieren generell ein wenig die Begeisterung für einander in langjährigen Beziehungen. Das sind ganz normale Abnutzungsprozesse. Was einen am Anfang sehr angezogen hat, zieht einen mit der Zeit nicht mehr so stark an.»
Um diese Verschleisserscheinungen in den Griff zu bekommen, rät sie Paaren, häufiger die rosarote Brille auszusetzen und den Lebensgefährten weniger kritisch zu betrachten. Zudem bestehe mit fortschreitendem Alter auch eine grosse Chance. Denn: «Menschen über 50 haben laut einer Studie den besten Sex», verrät Röder. «Sexualität ist etwas, das wir lernen müssen. Es gibt da keine Naturtalente.»
Mannshohe Sonnenblumen, tiefviolette Blumen und jede Menge selbst angepflanztes Gemüse: Dies ist das zweite Zuhause von Schrebergärtnerin Jsabelle Krähenbühl. Auf 200 Quadratmetern hat sich die Profigärtnerin eine kleine Oase geschaffen. So wie sie haben es tausende von Freizeitgärtnerinnen und Freizeitgärtnern in diesem Kanton gemacht. Und um ebendiese Oasen fürchtet Krähenbühl nun, sollte das neue Basler Freizeitgartengesetz angenommen werden.
Sie vermutet, dass man aus den Familiengartenarealen «öffentliche Freizeit- und Erlebnisparks machen will.» – «Nein, das ist wirklich nicht das Ziel», kontert die zuständige Regierungsrätin Esther Keller im BaZ-Podcast. Es gehe nicht darum, alle Areale zu öffnen und schon gar nicht um Freizeitparks. Die Vorsteherin des Bau- und Verkehrsdepartements argumentiert, dass die Schrebergärtner auch Vorteile aus dem neuen Gesetz ziehen würden – etwa darin, dass sich die Stadtreinigung neu um öffentliche Toilettenanlagen in den Arealen kümmern würde.
Krähenbühl lässt sich von Keller nicht überzeugen. Zu tief sitzt das Misstrauen gegenüber den Basler Behörden. Woher, so fragt man sich, kommt dieses Misstrauen der Schrebergärtnerinnen und Schrebergärtner eigentlich? Hören Sie rein und erfahren Sie die Antwort.
Der Tod der englischen Königin bewegt die ganze Welt – und auch Erik Julliard. Der Basler hatte als Produzent des «Tattoo» eine persönliche Beziehung zur Monarchin. Anlässlich ihres Platinum-Jubiläums in diesem Frühling trat das Top Secret Drum Corps Basel zum Thronjubiläum der Queen auf. Julliard hatte Elizabeth II. bereits 2016 getroffen, als sie ihren 90. Geburtstag feierte.
Seit der Auftritt der Reggae-Band wegen des Unwohlseins einiger Zuschauer abgebrochen wurde, ist die Debatte in den Alltag gerutscht. Die Gemüter erhitzen sich. Aber kennen wir eigentlich die Definition von Kultureller Aneignung?
Der promovierte Historiker, Gesellschaftswissenschaftler und Soziologe Herni-Michel Yéré spricht in der aktuellen Folge mit uns über die Ursprünge und Definition des Begriffs. Gerade letzteres sei aber schwer, so Yéré: «Die Definition des Begriffs geht davon aus, dass Kulturen in sich selbst begrenzte Realitäten sind. Aber das sind sie nicht: Kulturen sind dynamische Realitäten. Wie Beziehung, die Leute miteinander haben indem sie sich miteinander austauschen.»
Der Knackpunkt in der Definition seien aber jeweils die Machtverhältnisse: «Wenn wir von Aneignung sprechen, geht es oft um Gruppen, die sich unterrepräsentiert fühlen in der Gesellschaft. Das ist das Problem.»
300’000, 350’000, vielleicht auch 400’000. So viele Zuschauer werden am nächsten Wochenende beim Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Pratteln erwartet. Sicher ist, dass die Arena mit ihren 50’900 Plätzen voll besetzt sein wird. Und zwar schon am Samstagmorgen um 7.30 Uhr, wenn die Aktiven in das mobile Stadion einmarschieren. «Ein Gänsehautmoment», erzählt Rolf Klarer, der betont, dass das Publikum an einem Schwingfest bunt zusammengewürfelt ist. «Die Schwinger werden immer in die rechte Ecke gedrängt, aber das stimmt nicht.»
Der ehemalige Basler Spitzenschwinger wirkt beim ESAF als OK-Vizepräsident und erzählt, dass trotz grossen Boom beim Nationalsport nicht alles so einfach war in der Vorbereitung des grössten Schweizer Sportanlasses. So sei etwa das Finden der Königspartner, der wichtigsten Sponsoren, nicht ganz einfach gewesen. «Die Basler Chemie hat sich ganz still im Hintergrund gehalten.»
Trotzdem ist es dem Veranstalter gelungen, ein riesiges Volksfest auf die Beine zu stellen. Auf dem Geände werden seit Wochen Baustellenführungen abgehalten, auch der Gabentempel ist täglich geöffnet. So richtig los geht es am Donnerstag mit einem Open Air und Freitag mit dem grossen Festumzug durch Pratteln.
Die Vorfreude bei Rolf Klarer auf das ESAF vor der Haustür ist riesig. Er ist davon überzeugt, dass trotz der dem Schwingsport eigenen Einteilung am Ende der zwei Tage der Richtige gewinnen wird. Doch Klarer sagt auch, wenn es um den König geht: «In diesem Jahr ist es so offen wie nie zuvor.»
Angeleitet werden die Gladiatoren von ihrem Lanista Silvanus – welcher im modernen Leben Ivan Wirz heisst und im Baselbiet lebt. Als Dominus besitzt er nicht nur die Schule, sondern auch die Kämpfer selbst: Die Gladiatoren sind seine Ware, mit der er handeln kann. Das klingt hart und so gar nicht zeitgemäss. Aber so ging es vor 2000 Jahren nun mal zu und her, im römischen Ludus.
«Das Leben als Lanista ist streng, aber auch gut. Ich habe tüchtige Gladiatoren», sagt Wirz während des Gesprächs im Podcast. Unter dem Motto «Living History» stellt die Ars Gladiatoria, welche regelmässig in Augusta Raurica trainiert, überbrachtes historischen Wissen auf den Prüfstand.
Wie verhält es sich beispielsweise mit dem berühmten Daumen des Kaisers, welcher über Leben und Tod der Gladiatoren entscheidet? Und konnten auch Frauen in der Arena kämpfen? Lanista Silvanus klärt in der aktuellen Folge des BaZ-Podcasts «Los emol» über Mythen auf und berichtet aus dem gelebten Gladiatorenalltag.
Bald wurde aus den Home-Workouts jedoch eine Obsession, welche von den Sozialen Medien nur immer weiter befeuert wurde: Mehr Sport, weniger Kalorien war die Devise der 20-Jährigen. Denn das Fett sollte schmelzen, die Muskeln wachsen. Dass ihr Verhalten nicht mehr gesund war, hat Silvana selber nicht erkannt. Aufgehört zu trainieren hat sie erst, als eine Sportverletzung sie dazu zwang.
Doch die Zwangspause, die ihr diese Verletzung auferlegte, war für die Studentin mehr Fluch als Segen. «Ich musste für drei Monate aufhören, Sport zu machen. Das hat mir den Boden unter den Füssen weggezogen», erzählt sie. Sie entwickelte ein Binge Eating Disorder. Dabei handelt es sich um die häufigste Essstörung weltweit. Trotzdem wissen nur wenige, was ein BED ist.
Silvana erklärt die Esstörung wie folgt: «Man hat keine Kontrolle mehr darüber, wie viel man isst. Und man hat Essanfälle – zur Dämpfung der eigenen Gefühle.» Während eines Essanfalls sei sie meist allein gewesen. Gegenüber ihrer Familie – die 20-Jährige wohnt noch bei ihren Eltern, habe sie Ausreden erfunden – um nicht aufzufliegen.
Was dazu führte, dass sie sich Hilfe gesucht hat und wie es ihr heute geht, erzählt Silvana in der aktuellen Folge des BaZ-Podcasts «Los emol».
Stephan Scheurer, Leiter Pflege und Betreuung im Basler Demenzheim Dandelion hält davon überhaupt nichts: «Man darf die Patienten nicht veraschen.» Auch würde er seinen Bewohnern nie eine Babyflasche geben, nur weil sie Probleme haben, aus einem Glas zu trinken: «Das sind erwachsene Menschen, die ihre Menschenwürde verdienen», sagt Scheurer.
In der aktuellen Podcastfolge erklärt er, was die Pflege mit Demenzkranken so einzigartig macht und dass nicht jeder Patient unglücklich mit seiner Diagnose ist.
Sie habe schon immer gewusst, dass sie kein Mann sei. «Aber das war irgendwie unlogisch, denn so etwas gab es nicht», sagt Hunziker. «Ich dachte mir ‹ich sehe aus wie ein Junge, also lebe ich wie ein Junge›.» Allerdings habe sie schon in ihren ersten Tagebucheinträgen thematisiert, dass sie sich so nicht wohlfühle. Besonders deutlich wurde dieses Unbehagen, als sich ihr Körper in der Pubertät veränderte – als sie wuchs und ihre Stimme tiefer wurde.
Ihr Coming-out hatte Hunziker erst mit 37. Das habe daran gelegen, dass das Thema noch immer tabuisiert gewesen sei. Unter den heutigen Umständen hätte sie sich ihrem Umfeld viel früher offenbart.
Marc Inderbinen erklärt, es gäbe drei Geschlechtskategorien, die eine Person ausmachen: Das körperliche Geschlecht, welches einem bei Geburt zugeschrieben werde. Das psychische Geschlecht, welches bedingt, wie wir uns innerlich fühlen. Und das soziale Geschlecht – «Das ist alles, was ich nach aussen trage: Meine Kleidung, die Art wie ich spreche, meine Frisur.»
Bei trans Personen entstehe ein Spannungsfeld zwischen dem körperlichen und dem psychischen Geschlecht. Wie Lucia Hunziker dies erlebte und welche Personen bei Marc Inderbinen nach Unterstützung suchen, hören Sie in unserem Podcast «Los emol».
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