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Ende April kündigte die Basler Regierung an, dass das Musical Theater zu einer Schwimmhalle umfunktioniert werden soll. So könnte die Stadt endlich das lange ersehnte 50 Meter-Schwimmbecken erhalten. Der Regierungsrat hat dafür eine Planungspauschale von 200’000 bewilligt. Den Betreibern des Theaters, der Unternehmensgruppe Freddy Burger Management, die das Theater seit 25 Jahren managt, wurde im Einvernehmen per Ende 2024 gekündigt – zwei Jahre früher als vereinbart. Man sei vorgängig aber nicht in die Pläne der Regierung eingeweiht worden, sagen die Verantwortlichen gegenüber dieser Zeitung. Auch andere Veranstalter in Basel ahnten nichts vom Vorhaben, den Kulturort im Kleinbasel verschwinden zu lassen. Thomas Dürr, CEO der Act Entertainment AG mit Sitz in Basel ist entsetzt darüber. Für ihn und weitere Branchenkenner gibt es keinen valablen Ersatz für das bestens ausgestattete Theater. Er befürchtet die Schwächung der Stadt als Kulturstandort. Conradin Cramer, Vorsteher des Erziehungsdepartements und damit federführend in diesem Geschäft, hingegen sieht diesbezüglich keine Gefahr, wie er im BaZ-Podcast sagt. Dass die Regierung mit ihrer unvermittelten Ankündigung in der Eventszene Unruhe auslöst, kann er nachvollziehen. Man habe eine zündende Idee gehabt und wollte diese schnell kommunizieren, erklärt er in der Diskussion mit Thomas Dürr.
Die neuen Regeln für Vermieter sind dem Werk des Basler Mieterverbands unter der Leitung von Beat Leuthardt und Patrizia Bernasconi entsprungen. Der Verband kämpft seit Jahren für mehr Mieterschutz und gegen Gentrifizierung. Die neue Verordnung geht zurück auf die Initiative «Ja zum echten Wohnschutz», die im November 2021 vom Basler Stimmvolk angenommen wurde.
Merkwürdigerweise ist mit der neuen Verordnung aber niemand glücklich – nicht einmal die Initianten selbst. Im Podcast der BaZ diskutieren wir mit Beat Leuthardt vom Mieterverband und Andreas Zappalà vom Hauseigentümerverband darüber, was die neuen Regeln bedeuten und wer schuld daran ist, wenn faire Kleinvermieter unter ihnen leiden.
Fast neun Wochen zusammen mit zwei geflüchteten ukrainischen Familien in vier Zimmern, wie funktioniert das? Nachdem im letzten Podcast Arne Kühn und Marco d’Amico davon erzählten, wie sie mit Lastwagen dringend benötigte Hilfsgüter an die ukrainische Grenze brachten, bleiben wir beim Thema Ukraine. In der aktuellen Ausgabe berichtet BaZ-Autorin Nina Jecker über ihr Zusammenleben mit zwei Ukrainerinnen und deren drei Kindern.
Seit das Staatssekretariat für Migration die beiden Familien Mitte März nach Allschwil vermittelt hat, hat sich viel getan. Aus Fremden wurden Vertraute, die Behördentermine waren Alltag, es wurde geweint und auch viel gelacht. Und nun steht der Abschied kurz bevor - schon in wenigen Tagen werden die Geflüchteten ihre eigenen Wohnungen beziehen können.
Für die vierköpfige Gastfamilie ist nun Zeit, zurückzublicken. War der Entscheid, diese Menschen aufzunehmen richtig oder haben sie sich übernommen? Und: Werden sie es wieder tun?
Als die Russen am 24. Februar in die Ukraine einmarschierten, löste das bei vielen Menschen in der Schweiz Entsetzen und tiefe Betroffenheit aus. Marco d’Amico und Arne Kühn gehören zu jenen, für die Nichtstun irgendwann keine Option mehr war. Bei d’Amico war es eine einfach Whatsapp-Nachricht, die ihn dazu brachte, zusammen mit Freunden in sieben Fahrzeugen und mit über vier Tonnen Hilfsgütern an die ukrainische Grenze zu fahren. Bei Kühn, der als Kind der DDR das Leben unter russischer Besatzung kennt, war es die eigene Geschichte, die ihn zum Handeln zwang. Über mehrere Ecken gelangte er an Kontakte in der Ukraine und erfuhr so, welche Dinge vor Ort am dringendsten benötigt werden.
Die beiden Männer sind unabhängig voneinander losgefahren, um die Hilfsgüter an der Grenze abzugeben und auf dem Rückweg Geflüchtete mit in die Schweiz zu bringen. Dabei erlebten sie grosse Hilfsbereitschaft, mussten aber auch schlimme Szenen mit anschauen. Im BaZ-Podcast erzählen sie von ihren Erlebnissen unterwegs, von traumatisierten Kindern, verzweifelten Abschieden - und wie es mit ihrem Engagement jetzt weitergeht.
Auch im nächsten Podcast bleiben wir beim Thema Ukraine. Dann erzählt BaZ-Autorin Nina Jecker, die seit rund sechs Wochen fünf Geflüchtete beherbergt, vom Alltag mit ihren ukrainischen Gästen.
Heute, ein Jahr später, hat Corona seinen Schrecken verloren. Ronja Jansen und Joël Thüring sitzen sich wieder vis-a-vis. Diesmal geht es um soziale Gerechtigkeit. Um die Verteilung von Geld. Und die Beurteilung von vermögenden Menschen, die gerade in Basel einen schweren Stand haben. Reicht bedeutet hier zunehmend böse.
«Natürlich sind nicht alle Reichen böse», relativiert Ronja Jansen, «aber wir müssen hier doch einfach eine sozialere Gerechtigkeit hinbekommen.» Dafür kämpft die Frenkendörferin, die mittlerweile in den Landrat eingezogen ist.
Joël Thüring dagegen geht der Kampf der Linken für eine Umverteilung des Kapitals zu weit. «Wir müssen aufpassen, dass wir jene Menschen nicht verärgern, die hier in der Stadt mit ihren Steuergeldern für weiche Kissen sorgen, auf denen linke Politikerinnen so gerne liegen», sagt er.
Seit April 2021 sorgen Jansen und Thüring auch als Kolumnisten in der BaZ für Furore. Mit gewagten Forderungen – zum Beispiel die Verstaatlichung der Pharmaindustrie – eckte Ronja Jansen an. Und Thüring legte mit verschiedenen Aussagen den Finger in die Wunde Basels, zum Beispiel mit der immer schlechter werdenden Kriminalstatistik.
Im Podcast erzählen die Spieleentwickler, sie haben schon ihr Leben lang leidenschaftlich gerne gespielt. Als sie dann vor über 20 Jahren ein Spielwochenende besucht haben, an welchem man auch Prototypen testen konnte, kam ihnen die Idee, selber ein Spiel zu erfinden.
Das Konzept entstand auf dem Papier, dann bastelte Inka Brand eine Erstversion, die einem Verlag vorgestellt werden konnte: samt Spielbrett und Spielfiguren. Und auch nach 150 entwickelten Spielen bleibt der Ablauf derselbe: ausdenken, basteln, testen, verlegen. «Wenn der Verlag sich irgendwann dazu entscheidet das Spiel zu veröffentlichen, dann sucht er nach Illustratoren und Grafikern, die das Ganze hübsch machen.»
1999 haben Inka und Markus Brand das erste Spiel entwickelt. Bis zur ersten Veröffentlichung im Jahr 2006 kamen 40 bis 50 weitere Prototypen hinzu. Wie behält man so lange die Hoffnung? «Wir hatten einen langen Atem, aber das fiel uns zum Glück nicht schwer, weil Spielen ja schon immer Hobby und Leidenschaft war. Es gab Rückschläge, aber aufgegeben haben wir nie.»
Wie lange hat diese Verwandlung gedauert und was löst es in einem aus, sich auf einmal als Frau im Spiegel zu sehen? Baschi beantwortet in der aktuellen Podcast-Folge Fragen zum Musikvideo und seinem Werdegang. Immerhin ist es ein weiter Weg vom Fussball-Sänger zur Dragqueen. Oder?
Baschi schätzt ein, wie er sich über die Jahre verändert hat und was ihn als Künstler ausmacht. Und warum er sich im Gegensatz zu den meisten seiner Kollegen seit bald zwei Jahrzehnten halten kann. Denn Baschi ist alles andere als ein One-Hit-Wonder. Liegt der andauernde Erfolg eventuell an seiner Tendenz zur Rampensau?
Und stimmt es, dass ihm am Anfang seiner Karriere gesagt wurde, er habe nicht die Stimme, um Sänger zu werden? In einem lockeren Gespräch quetschen die BaZ-Moderatoren den Baselbieter aus und werden am Ende mit einem Live-Ständchen von «Alti Linde» belohnt.
Um den langerwarteten Moment am Montag um vier Uhr morgens einzuläuten, haben wir für die aktuelle Podcastfolge drei Gäste zu einer gemütlichen «Fasnacht-Stubete»geladen: Mit unsrem Moderator René Häfliger, Pfeifer bei den «Basler Bebbi» am Tisch sitzt die jüngste Basler Grossratspräsidentin aller Zeiten, Jo Vergeat, welche bei den «Pfluderi» trommelt.
Als Vertreter des Comités teilt Mats Brenneis, Tambourmajor bei «on y va» seine Eindrücke mit uns. Und auch unser Kult-Autor -minu ist Teil der Runde. An ihn richtet René Häfliger dann auch die erste Frage: «Darf man sich mit Blick auf die Ukraine überhaupt so unbeschwert auf die Fasnacht freuen?»
Und welches Gefühl herrscht bei Ihnen vor: Vorsicht in einer nachhallenden Pandemie? Schuldgefühle aufgrund des Krieges? Oder Vorfreude auf eine sehnlichst vermisste Tradition?
Mitten in Basels Innenstadt stehen immer wie mehr Läden und Geschäftsliegenschaften leer. Viele Traditionsgeschäfte sind verschwunden. Die Passantenströme versiegen. Viele sprechen schon von zunehmender Verödung. Wirkten vor nicht allzulanger Zeit noch Messen wie die Baselworld als internationale Magneten wird nun der der Zwiespalt zwischen Basels traditionellen Anspruch auf Weltgeltung und der Realität einer mittelgrossen Stadt am äussersten Rande der Schweiz offenbar. Einzig die Pharmaindustrie garantiert mit ihren Rekordgewinnen sprudelnde Steuereinnahmen. Handelt es sich bei der aktuellen Krise der Stadt um die Symptom eines im Zeitalter der Digitalisierung nötigen Strukturwandels aus dem Basel wie ein Phoenix aus der Asche neu geboren wird oder kündigt sie den permanenten Niedergangs an? Welche Rolle spielen bei den aktuellen Krisenerscheinungen die Praktiken der Immobilienbranche mit ihren grossen überregionalen und internationalen Playern und welche die Basler Politik? Nun hat die Stadt sich in ihrer über zweitausendjährigen Geschichte sich schon oft den Zeitumständen angepasst, sich neu erfunden und neu positioniert. Ob das auch jetzt so geschehen wird, bleibt aber unklar.
Seit 45 Jahren gibt es nun die feministische Zeitschrift «Emma» von Alice Schwarzer. Für eine ganze Generation an Feministinnen war sie das Leitblatt schlechthin. Doch wie sieht der Feminismus des 21. Jahrhunderts aus? Ist es wirklich immer noch nötig, über Gleichberechtigung zu sprechen? Wir sind doch eine emanzipierte Gesellschaft aus Ebenbürtigen.
Annähernd die Hälfte der Plätze des nationalen Parlaments sind von Frauen besetzt. Die Lohnungleichheit schrumpft von Jahr zu Jahr. Und in Sachen Bildung haben junge Frauen ihre männlichen Mitmenschen überholt: Schon 2018 hatten Frauen in der Schweiz zu acht Prozent häufiger einen Hochschulabschluss als Männer.
Und selbst wenn es ihn in manchen Punkten noch braucht: Manchmal ist Feminismus einfach mühsam, finden einige. Man müsse sich heute fragen: «Was darf Mann denn überhaupt noch?» Wird ein freundliches Kompliment gleich als sexistische Belästigung verstanden? Und untergräbt man mit traditionellem Anstand die Selbstständigkeit der Frau: Ist es also noch angesagt, die Tür aufzuhalten und dem Date in die Jacke zu helfen?
Solche Fragen beantworten die feministischen Aktivistinnen Felicitas Straka und Angelina Hofer in der aktuellen Podcast-Folge. Und sie gestehen, wenig Mitleid mit den verwirrten Männern zu haben. Denn während die moderne Welt für diese etwas komplizierter werde, leide fast jede Frau regelmässig unter dem Patriarchat.
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