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„Es rufen mich hier und da Stadtwerke an und wir geben gerne Auskunft. Ich gehe davon aus, dass man unser Konzept übertragen kann. Wenn die Gegebenheiten vor Ort stimmen, macht das sehr viel Sinn.“ - Severin Kühnast, Geschäftsführer der Stadtwerke Schmölln
Im thüringischen Schmölln nutzen die Stadtwerke Abwärme des städtischen Klärwerks für die Beheizung eines nahgelegenen Wohngebietes. Normalerweise wird das 10 bis 20 Grad Celsius warme geklärte Abwasser direkt in den Fluss Sprotte abgeführt. Stattdessen wird ihm nun zuerst Wärme entnommen und in ein Erdwärmenetz eingespeist. Das gut drei Kilometer lange, unterirdische Netz führt direkt zu einem Wohngebiet. Mit dem lauwarmen Wasser, das durch die Leitungen zirkuliert, beheizen Erdwärmepumpen sehr effizient 120 Wohnungen. Das kühlere und dadurch biotopfreundliche Abwasser des Klärwerks gelangt dann in den Fluss. Im Vergleich zum konventionellen Heizen mit fossilen Brennstoffen sinkt der CO2-Ausstoß um mehr als 80 Prozent. Das einzigartige Projekt zeigt, wie die Wärmewende vorankommen und auch andere Kommunen in Deutschland inspirieren kann.
Wie die Schmöllner ihre Idee realisiert haben und was in Zukunft noch ansteht, ist in dieser Podcast-Folge von „Böll.Regional“ der Reihe „Strom und Wärme – gemeinsam, bezahlbar, erneuerbar“ zu hören. https://boell.de/de/boellregional
Unser Experte:
Severin Kühnast, Geschäftsführer der Stadtwerke Schmölln
Weiterführende Artikel und Quellen:
https://wirtschaftsspiegel-thueringen.com/2026/01/02/waermewende-in-thueringen-zwei-projekte-die-beispielhaft-sein-koennen/
https://umwelt.thueringen.de/aktuelles/anzeigen-medieninformationen/gemeinsame-medieninfo-umweltministerium-und-stadtwerke-schmoelln-deutschlands-erstes-kaltes-nahwaermenetz-mit-abwasserwaermenutzung-startet-den-betrieb
https://www.mdr.de/nachrichten/podcast/beste/audio-waermeversorgung-abwasser-klaerwaerme-100.html
https://www.boell.de/de/die-kommunale-waermeplanung-infografik-und-leitfaden
https://www.boell.de/de/waermewende
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Fragen oder Feedback zur Sendung gern an: [email protected]
Wie kann die Akzeptanz von erneuerbarer Energie gesteigert werden?
Zitat der Folge
»Es frustriert die Leute hier in der Region ungemein, wenn Investoren aus dem Ausland oder aus anderen Teilen von Deutschland hierherkommen, hier Flächen belegen und mit den Flächen vor Ort Geld machen - das frustriert die Bürger und schafft nicht wirklich viel Akzeptanz.«
Jessica Heyde, Mitarbeiterin im Fachbereich Bauen und Stadtentwicklung der Stadt Herzberg
Episodenbeschreibung
Um die Akzeptanz für erneuerbare Energien zu erhöhen, lohnt es sich zum Beispiel Anwohner*innen am Gewinn der Photovoltaik-Anlagen oder Windräder zu beteiligen. Eine Form, wie das umgesetzt werden kann, sind Bürgerenergiegenossenschaften. Das Konzept? Eine Gruppe von Menschen schließt sich zusammen, um gemeinsam erneuerbare Energie zu produzieren und zu nutzen. Laut dem Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverband verband steigt deren Zahl in Deutschland seit 2022, dem Beginn des Angriffskriegs auf die Ukraine und dem damit verbundenen Wegfall russischer Gasimporte. Doch was bringt eine Energiegenossenschaft für eine Kleinstadt außer Energie noch? Warum sich die Kleinstadt Herzberg in Elbe-Elster dafür entschieden hat, so eine Unternehmensform zu gründen, und welche Erfahrungen die Stadt bisher bei der Gründung gemacht hat, darum geht es in dieser Podcast-Folge der Reihe „Strom und Wärme – gemeinsam, bezahlbar, erneuerbar“. Neue Folgen gibt es einmal pro Monat bei „Böll.Regional“.
Unsere Expert*innen
Jessica Heyde
René Kiepisch
Weiterführende Artikel und Quellen
• Energiegenossenschaft Elbe-Elster eG: [🔗 https://www.beg-elbeelster.de/]
• Stadt Herzberg: [🔗 https://www.herzberg-elster.de/seite/695310/b%C3%BCrgerenergiegenossenschaft-elbe-elster.html]
• Infobroschüre: Auf der Sonnenseite: Einnahmemöglichkeiten aus Solarparks für Brandenburger Kommunen und Anwohner*innen: [🔗https://www.boell-brandenburg.de/de/2023/12/05/auf-der-sonnenseite]
• Infoblatt: Photovoltaik in Brandenburg: [🔗https://www.boell-brandenburg.de/de/2022/10/08/infoblatt-photovoltaik-brandenburg]
• Infoblatt: Windkraft in Brandenburg: [🔗 https://www.boell-brandenburg.de/de/2025/04/23/infoblatt-windkraft-brandenburg]
• Infoblatt: Kommunale Wärmeplanung in Brandenburg: [🔗 https://www.boell-brandenburg.de/de/2024/06/26/infoblatt-kommunale-waermeplanung-brandenburg]
• Gesetz zur Zahlung einer Sonderabgabe für Photovoltaik-Freiflächenanlagen an Gemeinden (Photovoltaik-Freiflächenanlagen-Abgabengesetz - BbgPVAbgG) vom 31.01.2024: [🔗https://bravors.brandenburg.de/gesetze/bbgpvabgg]
• Gesetz zur Zahlung einer Sonderabgabe an Gemeinden im Umfeld von Windenergieanlagen (Windenergieanlagenabgabengesetz - BbgWindAbgG) vom 19.06.2019:
• Wind- und Solareuro werden vom neuen Erneuerbare-Energien-Sonderabgabengesetz abgelöst: [🔗 https://www.parlamentsdokumentation.brandenburg.de/parladoku/w8/drs/ab_1700/1723.pdf]
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Fragen oder Feedback zur Sendung gern an podcast[at]boell.de
Naturschutz ist doch eine unpolitische Sache!? FARN e.V. ist eine Bildungsorganisation, die historische und aktuelle Verknüpfungen des deutschen Natur- und Umweltschutzes mit extrem rechten und völkischen Strömungen sichtbar macht. Als Fachstelle Radikalisierungsprävention und Engagement im Naturschutz wurde FARN 2017 von den Naturfreunden und der Naturfreundejugend Deutschlands gegründet.
Ein Podcast mit:
Links:
Fachstelle Radikalisierungsprävention und Engagement im Naturschutz – FARN
Regionale Netzwerke für Demokratie und Umweltschutz
Publikation: »Die extreme Rechte und Menschenfeindlichkeit in der Umweltbildung«
Publikation: »Wenn Rechtsextreme von Naturschutz reden – Argumente und Mythen«
Stiftung Leben & Umwelt / Heinrich-Böll-Stiftung Niedersachsen
Seit 2009 ist die Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg aktiv und wendet sich insbesondere gegen alle Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und Demokratiefeindlichkeit. Aktuell gehören 165 Städte, Gemeinden und Landkreise sowie 322 zivilgesellschaftliche Organisationen und Institutionen dem Netzwerk an und die Mitgliederzahl wächst kontinuierlich.
Ein Podcast mit:
Shownotes:
Allianz gegen Rechtsextremismus in der Europäischen Metropolregion Nürnberg
Petra-Kelly-Stiftung
Autoritarismus Studie
Demokratiekoffer
Das Aktionsbündnis gegen Rechts Bremerhaven ist ein überparteiliches Bündnis verschiedener zivilgesellschaftlicher Gruppen, Organisationen und Einzelpersonen. Das Bündnis organsiert seit 2018 Demonstrationen, Flugblattaktionen und Gespräche in Bremerhaven. Es setzt sich für ein gleichberechtigtes, demokratisches Zusammenleben ein und richtet sich gegen rechtsextreme und rechtspopulistische Strömungen vor Ort.
Ein Podcast mit:
Links:
Aktionsbündnis gegen Rechts Bremerhaven
Heinrich Böll-Stiftung Bremen
Lizenz: Alle Rechte vorbehalten.
Heiko Kreft hat für die Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt die Firma InfraLeuna besucht, die am traditionsreichen Chemiestandort Leuna über 100 Firmen der chemischen Industrie mit Dampf, Strom, Gas versorgt und die nötige Infrastruktur zur Verfügung stellt. Mit Martin Naundorf, der den Bereich Vertrieb und Standortentwicklung betreut, spricht er über die Transformation eines der wichtigsten europäischen Chemiestandorte. Zusammen mit seinem Team arbeitet Martin Naundorf daran, dass sich der Standort Leuna nachhaltig entwickelt und Wirtschaften mit Zukunft möglich ist.
Ein Podcast mit:
Links:
Website von InfraLeuna
Diese Podcastreihe wurde im Rahmen des Verbundprojektes „Wirtschaften mit Zukunft“ konzipiert.
Abbildung von Heiko Kreft
„Weltretten muss Spaß machen“.Mit dieser Einstellung gründete Sina Marie Trinkwalder 2010 manomama", das erste ökosoziale Textilunternehmen in Deutschland. Seitdem ist viel passiert: Aus dem ursprünglichen Bedürfnis, der hohen Arbeitslosigkeit in Bayern entgegenzuwirken, wurden nach und nach neue Herausforderungen „eingepackt“.
Ein Podcast mit:
Links:
Diese Podcastreihe wurde im Rahmen des Verbundprojektes„Wirtschaften mit Zukunft“ konzipiert: https://www.boell.de/de/wirtschaften-mit-zukunft
Das sechste Nachhaltigkeitsziel der Agenda 2030 lautet „Ausreichend Wasser in bester Qualität“. Aus diesem Interesse heraus entstand 2013 in Hamburg das Startup „Hydrophil“, die Marke für innovative nachhaltige Hygieneprodukte. Damals waren sie Pioniere der Bambuszahnbürste, heute geht es um viel mehr: die Produktion eines nachhaltigen Komplettsortiments für das ganze Badezimmer - wasserneutral, vegan und fair. Ihre Mission: Mit ihren Produkten Menschen im Alltag zu einem nachhaltigeren Konsum zu verhelfen.
Podcast mit:
Diese Podcastreihe wurde im Rahmen des Verbundprojektes „Wirtschaften mit Zukunft“ konzipiert.
Links:
HBS Hamburg
Hydrophil
Viva con Agua
Eco Group
Christian Nähle arbeitet sowohl für die Stadt Dortmund als auch für die Do-FOSS (die Dortmunder Initiative für Freie und Open-Source-Software). Er ist von den Vorteilen Freier und Open Source Software überzeugt und erzählt, wie man komplizierte technische Themen anhand von Tomaten und Saatgut erklären kann und welche konkreten Vorteile der Einsatz von Freier und Open Source Software in der Verwaltung hat.
Podcast mit:
Diese Podcastreihe wurde im Rahmen des Verbundprojektes „Wirtschaften mit Zukunft" konzipiert.
Links:
Heinrich-Böll-Stiftung NRW
Free Software Foundation
Do-Foss: Dortmunder Initiative für Freie Software
Der rheinland-pfälzische Rhein-Hunsrück-Kreis ist seit über 10 Jahren einer der ersten klimaneutralen Landkreise in Deutschland. Ein Pionier der ersten Stunde, mit handfesten Zahlen, konkret umgesetzten Projekten, die sich sehen lassen können. Der Landrat a.D., Bertram Fleck, spricht in dieser Böll.Regional Podcast-Folge darüber, wie das Thema der Klimaneutralität im Landkreis entstanden ist, welche Hürden und Wege bei Bürger*innen, politischen Gremien und der Landkreisverwaltung genommen werden mussten. Außerdem spricht Bertram Fleck über Mut, Fantasien, die zum Mitmachen einladen und über Chancen die ergriffen werden müssen. Inspiriert fragen wir nach der Bedeutung der Klimaneutralität, wie sich diese für ein „Wirtschaften mit Zukunft“ auszahlt.
Ein Podcast mit:
Diese Podcastfolge wurde im Auftrag der Landesstiftung Rheinland-Pfalz produziert.
Links:
Kreisverwaltung Rhein-Hunsrück-Kreis
Referenzregion für Klimaschutz Rhein-Hunsrück-Kreis
Gelobtes Land Rhein-Hunsrück-Kreis
- YouTube
Webseite des Verbundprojektes „Wirtschaften mit Zukunft“
Webseite Landesstiftung Rheinland-Pfalz
Social-Media-Auftritte Landesstiftung Rheinland-Pfalz:
- YouTube
Abbildung: Bertram Fleck
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