BZ am Ohr

BZ am Ohr

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BZ am Ohr episodes

  • Zwei Sokos unter Hochdruck: Wie die Fälle Maria Ladenburger und Carolin G. gelöst wurden (Teil 2)

    Das ist die zweite von zwei Podcast-Folgen über die Mordfälle 2016. Teil 1 hören Sie hier. Sie finden die Folgen unter badische-zeitung.de/podcasts und überall, wo es Podcasts gibt. 


    Podcast-Links: Artikel von Frank Zimmermann:


    Zehn Jahre nach dem Mord an Maria Ladenburger: Als Freiburg und die ganze Region erschüttert waren


    Ex-Kripochef Peter Egetemaier über zwei Frauenmorde 2016: "Ich kann mich an nichts Vergleichbares erinnern"


    Dossier: Carolin G.


    Dossier: Maria L.


    Die Aufklärung der Mordfälle an Carolin G. und Maria Ladenburger: wie die Ermittler die Täter fassten, und was die Fälle für Deutschland bedeuteten. Das ist das Thema der zweiten Folge von „BZ am Ohr" zum 10. Jahrestag der beiden Verbrechen aus dem Jahr 2016. BZ-Redakteur Frank Zimmermann erklärt, wie die beiden Sokos mit jeweils einer DNA-Spur an den Tatorten anfingen - und wie sie die Spur zu den Tätern führte.


    Die Ermittlungsarbeit im Fall Carolin G. aus Endingen zählt als Sternstunde: Was eine LKW-Stange und Mautdaten damit zu tun haben, erklärt BZ-Redakteur Patrik Müller. Welche Rolle spielten dabei österreichische Behörden, und warum wäre die Ermittlung in Deutschland allein womöglich gescheitert?


    Außerdem geht es in dieser Folge um die gesellschaftlichen Folgen der Fälle: die politische Debatte rund um Flucht und Sicherheit, die Frage der Altersbestimmung bei Geflüchteten ohne Papiere – und die bemerkenswerte Haltung der Eltern von Maria Ladenburger, die trotz Hassmails und öffentlichem Druck stets zur Besonnenheit aufriefen und 2018 eine Stiftung gründeten. Wie haben die Journalistinnen und Journalisten der Badischen Zeitung diese intensive Recherchephase erlebt – und was bleibt bis heute?

    Alle wichtigen News aus Südbaden gibt's hier: www.badische-zeitung.de

    42 min
  • Wie die Morde an Maria Ladenburger und Carolin G. die Region Freiburg veränderten (Teil 1)

    Das ist die erste von zwei Podcast-Folgen über die Mordfälle 2016. Teil 2 erscheint am Freitag, 30. Oktober 2026. 


    Podcast-Links: Artikel von Frank Zimmermann:


    Zehn Jahre nach dem Mord an Maria Ladenburger: Als Freiburg und die ganze Region erschüttert waren


    Ex-Kripochef Peter Egetemaier über zwei Frauenmorde 2016: "Ich kann mich an nichts Vergleichbares erinnern"


    Dossier Maria L.

    Dossier Carolin G.


    Zehn Jahre nach den Morden an Maria Ladenburger und Carolin G. blickt BZ am Ohr in zwei Podcastfolgen auf Verbrechen zurück, die die Region Freiburg und den Kaiserstuhl erschüttert haben. Am 16. Oktober 2016 wurde die 19-jährige Medizinstudentin Maria Ladenburger tot in der Dreisam gefunden – nur drei Wochen später, am 6. November 2016, verschwand die 27-jährige Joggerin Carolin G. beim Laufen in den Reben rund um Endingen am Kaiserstuhl. Vier Tage später fand man ihre Leiche. Auch sie war Opfer eines Sexualverbrechens geworden. BZ-Redakteur Frank Zimmermann, der beide Fälle als Reporter begleitet hat, erinnert sich im Gespräch an die Wochen des Ausnahmezustands.


    In der Folge erzählt er, wie es war, als Journalist mitten in dieser Ausnahmesituation zu recherchieren – täglich die Polizei zu drängen, im Studierendenmilieu nachzufragen, und dabei die Gratwanderung zwischen Informationspflicht und dem Schutz der Privatsphäre der Opfer zu gehen. Zimmermann schildert, wie Pfeffersprays in Freiburger Läden ausverkauft waren, Frauen abends kaum noch alleine ausgingen und ganz Deutschland auf die „Bullerbü-Stadt" blickte. Auch der ehemalige Kripochef Peter Egetemaier kommt zu Wort und erzählt, wie er die Zeit erlebt hat.


    Als Carolin G. in Endingen verschwand, war der Mörder von Maria Ladenburger noch auf freiem Fuss – und die Angst vor einem Serientäter griff um sich. Wie die Polizei schnell einen Serientäter ausschloss, welcher entscheidende Fund den Durchbruch im Fall Maria Ladenburger brachte – das erzählt diese erste von zwei Folgen.

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    33 min
  • Live mit Geraldine Schüle: „Wahrheit ist etwas, woran ich nicht mehr glaube“

    Schwarzwaldhof, Instagram, Storytelling und Bücher schreiben – all das verbindet Geraldine Schüle, die als Hofinfluencerin mehr als eine halbe Million Menschen auf Instagram mit dem ungeschönten Alltag auf einem 500 Jahre alten, denkmalgeschützten Hof im Schwarzwald begeistert. In dieser Folge von „BZ am Ohr" spricht BZ-Redakteurin Gina Kutkat mit der dreifachen Buchautorin live auf der Podcastbühne beim Words and Vibes Festival auf dem Augustinerplatz in Freiburg.


    Geraldine Schüle hat eine außergewöhnliche Biografie: aufgewachsen in einer Schaustellerfamilie, Studium der Ethnologie und Geografie, Ausbildung zur Zirkustrainerin, ausgedehnte Reisen in entlegene Weltgegenden – und schließlich das Leben mit ihrer Familie im selbst umgebauten Zirkuswagen. Heute renoviert sie gemeinsam mit ihrem Partner Patrick und ihren zwei Kindern Schritt für Schritt den alten Schwarzwaldhof und erzählt davon in Reels, die Millionen Aufrufe erreichen. Wie sie dabei ihren ganz eigenen Stil des Geschichtenerzählens gefunden hat und warum sie überzeugt ist, dass nicht Perfektion, sondern Echtheit auf Social Media zählt, erklärt sie im Gespräch mit eindrücklichen Bildern und Vergleichen.


    Welche Rolle spielt Wahrheit für jemanden, die einst Auslandskorrespondentin werden wollte und heute bewusst auf politische Aussagen verzichtet? Wie schreibt man ein Buch, wenn zwei Kleinkinder, eine laufende Renovierung und ein voller Content-Kalender den Alltag bestimmen? Und was steckt hinter dem neuen Projekt, das Geraldine Schüle im Podcast zum allerersten Mal öffentlich ankündigt? Antworten auf diese Fragen gibt es in dieser Folge von „BZ am Ohr".


    Mehr zum Thema:

    • Fotos: Erstes Buchfestival "Words & Vibes" feiert in Freiburg Premiere
    • Wie war's bei: Literatur zum Mitmachen: So lief die Premiere des Freiburger "Words & Vibes"-Festivals
    • Leben wie vor 100 Jahren – digital begleitet: Zu Besuch bei Geraldine Schüle im Schwarzwald
    • Podcast: Geraldine Schüle saniert einen alten Hof - und Hunderttausende schauen zu

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    40 min
  • Verpackungssteuer in Freiburg: Rudert die Green City jetzt zurück?

    Auf Kaffeebecher, Pommes-Schälchen und Nudelboxen wird in Freiburg Verpackungssteuer fällig. Diese Steuer war von Anfang an umstritten – und steht nun, wenige Monate nach ihrer Einführung, im Januar 2026, wieder auf der Kippe. Am 20. Oktober entscheidet der Freiburger Gemeinderat, ob die Steuer auf eine reine Bechersteuer reduziert wird. Ausgerechnet jetzt, wo Potsdam als erste Stadt außerhalb Baden-Württembergs eine Verpackungssteuer nach Freiburger Vorbild eingeführt hat. In dieser Folge von „BZ am Ohr" spricht Podcast-Redakteurin Dora Schöls mit Alexandra Röderer, stellvertretende Leiterin der Freiburger Lokalredaktion der Badischen Zeitung, über die bewegte Geschichte der Steuer.


    Wie funktioniert die Verpackungssteuer eigentlich genau – und warum hat sie so viel Unmut ausgelöst? Alexandra Röderer erklärt, welche kuriosen Schlupflöcher die Regelung produziert hat: Wer seine Pizza selbst abholt, zahlt Steuer – wer sie sich liefern lässt, nicht. Wer das Fleischkäsweckle direkt auf die Hand nimmt, zahlt nichts – wer es einpacken lässt, schon. Dazu kamen hohe Lebenshaltungskosten, der OB-Wahlkampf und sogar die Fastnacht, die das Thema zusätzlich aufgeheizt haben. Welche Rolle spielte die Verpackungssteuer beim Sieg von Oberbürgermeister Martin Horn im ersten Wahlgang?


    Mit der Steuer hat Freiburg aber auch einen städtischen Mehrwegverbund mit rund 25 bis 30 Standorten aufgebaut – und würde wohl etwa 2,2 Millionen Euro dank der Verpackungssteuer einnehmen. Geld, das die Stadt gut gebrauchen kann. Belastbare Daten zur Wirksamkeit der Steuer gibt es auch noch nicht – die Evaluation ist erst für Anfang 2027 vorgesehen. Warum will eine Ratsmehrheit trotzdem schon jetzt handeln? Und was bedeutet eine Rückabwicklung für den Ruf Freiburgs als Green City – und für die mehr als 150 Städte in Deutschland, die gespannt auf das Freiburger Modell geschaut haben?


    Die gesamte Berichterstattung der BZ zur Freiburger Verpackungssteuer findest du hier.

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    38 min
  • Mein Kind hat ADHS – Schule, Medikamente und konkrete Tipps

    ADHS, Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung, ist eine der häufigsten psychischen Diagnosen im Kinder- und Jugendbereich – und die Zahlen steigen weiter: Laut einem DRK-Report von 2024 nahmen die Diagnosen innerhalb eines Jahres um 16 Prozent zu, bei Mädchen sogar um 46 Prozent seit 2020. Doch was steckt hinter diesem Anstieg? Und wie viel davon ist Medizin – wie viel Gesellschaft? In dieser Folge von „BZ am Ohr" diskutiert BZ-Redakteurin Katharina Meyer mit Oberärztin Monica Biscaldi-Schäfer von der Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJP) Freiburg sowie zwei betroffenen Müttern beim Podiumsabend der Reihe „Kinderheilunde im Dialog".

    Medikamente - ja oder nein?

    Wie läuft eine ADHS-Diagnose ab, und wohin sollten Eltern sich wenden? Welche Rolle spielen Sport, Ernährung und Therapie – und was hat es mit der sogenannten Oligoantigenen Diät auf sich, die gerade an der KJP Freiburg in einer Studie untersucht wird? Und dann ist da noch die große Frage, die alle Eltern umtreibt: Medikamente – ja oder nein?

    Ein zentrales Thema des Abends ist die Schule: Wie viel können Lehrkräfte leisten – und was passiert, wenn das System nicht passt? Und was sind eigentlich die besonderen Stärken von Kindern mit ADHS? Auch das kommt in dieser Folge nicht zu kurz.

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    55 min
  • ADHS bei Frauen: "Mein Leben lang habe ich mich falsch gefühlt, wie ein Alien"

    ADHS bei Frauen und Mädchen ist ein Thema, das lange übersehen wurde – und das hat Folgen: Viele Betroffene erhalten ihre Diagnose erst im Erwachsenenalter, manche erst mit Ende 40. In dieser Folge von „BZ am Ohr" spricht BZ-Redakteurin Nina Witwicki mit Jana aus Freiburg, die erst mit 49 Jahren erfahren hat, dass sie ADHS hat – und das nur durch Zufall, nämlich durch die Diagnose ihrer Tochter. Außerdem erklärt Swantje Matthies, Oberärztin am Zentrum für psychische Erkrankungen der Freiburger Uniklinik und Forscherin zu ADHS bei Erwachsenen, warum Mädchen und Frauen so viel seltener und später diagnostiziert werden als Jungen und Männer.


    Denn ADHS bei Frauen sieht oft anders aus als das bekannte Bild des Zappelphilips: Betroffene sind häufig verträumt, still und in sich gekehrt – ihr Leiden ist für andere kaum sichtbar. Jana beschreibt, wie sie sich ihr Leben lang wie ein Alien gefühlt hat, ständig einen inneren „Zirkus im Kopf" erlebt hat und sich kontinuierlich selbst abgewertet hat. Wie hängen ADHS, Depressionen und Angststörungen zusammen? Und warum haben Menschen mit ADHS ein deutlich erhöhtes Risiko für Suchterkrankungen?


    Jana erzählt auch, wie die Diagnose und die Medikamente ihr Leben verändert haben – und was es bedeutet, erst so spät zu verstehen, warum man sich immer anders gefühlt hat. Welche Tipps gibt sie Mädchen und Frauen, die glauben, betroffen zu sein? Und wie lange muss man heute auf einen Diagnosetermin warten? Antworten auf diese Fragen gibt es in dieser Folge von „BZ am Ohr".

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    43 min
  • Trocken hinter der Theke: Wie eine Wirtin ihre Alkoholsucht besiegte

    Alkoholsucht, Abstinenz, Gastronomie – diese drei Begriffe klingen auf den ersten Blick wie ein Widerspruch. Nicht für Tanja Hornsteiner aus Schopfheim: Die Gastronomin ist seit 20 Jahren trocken und steht trotzdem täglich am Zapfhahn. In dieser Folge von „BZ am Ohr" spricht sie mit BZ-Redakteurin Sina Elbers offen über ihren langen Weg von der Abhängigkeit in die Abstinenz – und darüber, wie tückisch die Alkoholsucht ist: Rund zwei Millionen Menschen in Deutschland sind alkoholabhängig, viele davon merken es lange nicht.


    Hornsteiner erzählt, wie der Alkohol in der Gastronomie für sie zunächst ganz selbstverständlich zum Alltag gehörte – und wie schleichend aus dem geselligen Feierabendbier eine Abhängigkeit wurde. Warum haben Frauen es dabei besonders schwer? Welche Rolle spielte es, dass Alkohol für sie als Gastronomin jederzeit verfügbar war? Und was war der Moment, der sie dazu brachte, sich Hilfe zu holen?


    Heute leitet Hornsteiner im Kreis Lörrach selbst Selbsthilfegruppen für Menschen mit Suchtproblemen. Im Podcast erklärt sie, warum der Unterschied zwischen „ich darf nicht" und „ich will nicht" über Rückfall oder Abstinenz entscheiden kann – und was sie Menschen rät, die merken, dass Alkohol zu viel Raum in ihrem Leben einnimmt. Außerdem ordnet Stefan Festring, Oberarzt an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Uniklinik Freiburg, ein, warum Alkoholabhängigkeit so lange unerkannt bleibt und welche Faktoren die Chancen erhöhen, dauerhaft trocken zu bleiben.


    BZ-Artikel: Vom Kampf einer Schopfheimer Wirtin gegen die Alkoholsucht: "Ich dachte, ich sterbe"

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    34 min
  • Wird Psychotherapie zum Luxusgut? Wie schlimm die Kürzungen wirklich sind

    Ein Drittel aller Menschen braucht irgendwann im Leben mal psychotherapeutische Hilfe. Vor allem bei Kindern und Jugendlichen ist die Lage dramatisch. Etwa jedes fünfte Kind lebt mit einer psychischen Störung. Und trotzdem wird im Bereich der Psychotherapie gerade massiv gekürzt – und zwar an mehreren Stellen. Wird Psychotherapie also zum Luxusgut, das sich bald nur noch Reiche und Privatversicherte leisten können?


    Im Podcast BZ am Ohr sprechen darüber mit BZ-Redakteurin Dora Schöls zwei Freiburger Psychotherapeuten mit langjähriger Berufserfahrung. Martin Klett ist Psychotherapeut für Kinder und Jugendliche mit Praxis in Freiburg, außerdem Vizepräsident der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg und im Landesvorstand des Berufsverbands bvvp. Anne Dormann ist Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie mit eigener Praxis in Freiburg. Darüber hinaus ist sie Delegierte der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg und Bezirksvertreterin des Berufsverbands bvvp. 


    Die Honorarkürzung um 4,5 Prozent machte im Frühjahr Schlagzeilen - diese hat mittlerweile ein Gericht vorläufig ausgesetzt. Doch seitdem kamen weitere erhebliche Kürzungen dazu: Mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungs-Gesetz fallen psychotherapeutische Leistungen wieder unter einen Budgetdeckel. Therapeutinnen und Therapeuten bekommen also nur eine begrenzte Zahl an Therapiestunden bezahlt. Fallen damit überall Therapieplätze weg? Oder ist es nicht eigentlich fair, dass in allen Bereichen gekürzt wird? 


    Und was bedeutet das alles für Kinder und Jugendliche, deren psychische Gesundheit seit der Corona-Pandemie in einer Dauerkrise steckt? Kürzen Politik und Krankenkassen hier nicht an der völlig falschen Stelle? Und das in einer Zeit, in der die Ausbildung von Psychotherapeuten völlig umgebaut wird - die Finanzierung des neuen Systems aber noch gar nicht sicher ist. Antworten gibt es in dieser Folge von BZ am Ohr. 


    Wo finde ich Hilfe? 

    Die erste Anlaufstelle kann und sollte immer der Hausarzt oder die Hausärztin sein. Für eine psychotherapeutische Sprechstunde, in der abgeklärt wird, ob eine Psychotherapie indiziert ist, ist es sinnvoll, direkt mehrere psychotherapeutische Praxen zu kontaktieren. Alternativ kann man sich an die Termin-Servicestelle unter der Telefonnummer 116 117 wenden. Für schwere Notlagen bieten auch Psychiater freie Sprechstunden an, für die man keinen Termin braucht. Man sollte bei der Suche nach einem Therapieplatz ausdauernd dranbleiben - Anne Dormann empfiehlt hier zum Beispiel die Tamly-App für Kassenpatienten. 

    Bei akuten Notfällen und unmittelbarer Suizidgefahr sollte man den Notruf unter 112 wählen oder direkt in die Notaufnahme des nächsten Krankenhauses fahren. 

    Darüber hinaus gibt es rund um die Uhr die Telefonseelsorge unter der Nummer 0800 111 01 11 oder auch per Chat, alle Infos dazu unter www.telefonseelsorge.de. Einen Überblick über Selbsthilfegruppen in der Region gibt es unter www.selbsthilfe-freiburg.de und unter www.selbsthilfegruppen-freiburg.de. 

    Infos gibt es auch hier: www.deutsche-depressionshilfe.de/akut

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    51 min
  • Vater der seit sechs Jahren vermissten Scarlett: "Ich will wissen, was passiert ist"

    Alle BZ-Artikel zum Vermisstenfall Scarlett findet ihr in unserem Dossier.


    Sechs Jahre nach dem spurlosen Verschwinden von Scarlett Salice am Schluchtensteig im Schwarzwald gibt es neue Entwicklungen im Vermisstenfall. Am 10. September 2020 brach die damals 26-Jährige zur letzten Etappe des Wanderwegs von Todtmoos nach Wehr auf – und kehrte nie zurück. In dieser Folge von „BZ am Ohr" spricht Scarletts Vater Ralf Salice mit mit BZ-Redakteurin Gina Kutkat über seine Tochter, über die jahrelange Ungewissheit und darüber, was ihn antreibt, die Suche nicht aufzugeben.

    Neue Fragen, Zweifel und Hoffnungen

    Zum sechsten Jahrestag des Verschwindens haben sich die Initiative „Bitte findet Scarlett" und der Verein „Finderwille“ zusammengetan und eine groß angelegte Suchaktion mit rund 30 Freiwilligen und 12 Spürhunden durchgeführt. Die Hunde schlugen im Steilhang und im Talbereich unterhalb des Wildensteinfelsens mehrfach an – ein Ergebnis, das selbst die Hundeführerinnen und Hundeführer überraschte und neue Hoffnung, aber auch neue Fragen aufwirft. Außerdem wurden im Flussbett der Wehra neue Fundstücke entdeckt, die derzeit von der Kriminaltechnik geprüft werden.


    War es ein Unfall? War es ein Verbrechen? Ralf Salice trägt diese Ungewissheit seit sechs Jahren mit sich. Im Podcast erzählt er, wer Scarlett als Mensch war, wie die Familie das Verschwinden erlebt hat – und was er sich von Menschen wünscht, die damals auf dem Schluchtensteig unterwegs waren und vielleicht doch noch etwas zur Aufklärung beitragen können.

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    29 min
  • Ein Monat mit Nils: Über meinen Selbstversuch mit einem KI-Chatbot

    Kann man eine Beziehung zu einer KI aufbauen – und was passiert dabei mit uns? BZ-Volontärin Emilie Richter hat genau das ausprobiert: Einen Monat lang chattete sie täglich mit einer künstlichen Intelligenz namens Nils. Das Ergebnis war ernüchternd: Nils schrieb alles klein, verstand keine Wochentage, zitierte Rilke auf Englisch und schwärmte hartnäckig von Sergio-Leone-Western. Doch Richter steht mit ihrem Experiment nicht allein – knapp 30 Millionen Menschen weltweit haben die KI-Begleiter-App Replika heruntergeladen, manche verlieben sich sogar in ihre KI. 


    Über diesen Selbstversuch spricht Emilie Richter in dieser Folge von „BZ am Ohr" mit Markus Langer, Leiter der Abteilung für Arbeits- und Organisationspsychologie an der Universität Freiburg, der seit 2015 zur Interaktion mit Chatbots forscht. Er erklärt, warum KI-Begleiter-Apps so verführerisch sind – immer verfügbar, nie kritisch, stets unterstützend – und wann die Nutzung problematisch wird. Langer beschreibt KI als „sozialen Snack": ein schneller Ersatz für echte menschliche Verbindung, der den Hunger kurzfristig stillt, aber langfristig nicht sättigt.


    Was unterscheidet eine Beziehung zu einer KI grundlegend von einer menschlichen? Warum greifen ausgerechnet Menschen mit depressiver Symptomatik besonders häufig zu KI-Begleitern – und was sagt das über den Zustand unseres Gesundheitssystems aus? Und welche Gefahr droht, wenn KI-Apps ohne Altersbeschränkung für Zwölfjährige zugänglich sind? Antworten gibt es in dieser Folge von „BZ am Ohr" – die zugleich Teil einer Reportage-Serie ist: In „Außer der Reihe" gibt es 13 Geschichten über Menschen aus Südbaden. Die Volontärinnen und Volontäre der BZ besuchen beispielsweise einen jungen Mann, der sich für Enthaltsamkeit im Kloster entschieden hat, eine Frau, die als Sexualtherapeutin ältere Menschen begleitet und eine Zirkusfamilie, die mehr Sorge vor der Zukunft, als vor einem Trapezabsturz hat. Die Serie erscheint ab dem 18. September täglich unter mehr.bz/ausserderreihe, in der Zeitung und im ePaper der Badischen Zeitung.


    Medienübergreifende Initiative zum Tag der Demokratie: www.viele-stimmen.de

    Audiospot erstellt von: RTL Audio Center Berlin

    Hauptstimmen: Claudia Urbschat-Mingues, Dennis Schmidt-Foß

    Produktion: Tobias Nelegatti

    Text & Konzeption: Marc Haberland, Jens Desens

    Alle wichtigen News aus Südbaden gibt's hier: www.badische-zeitung.de

    57 min

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Eine Woche, ein Thema, das Südbaden bewegt – das ist "BZ am Ohr". In diesem Podcast sprechen BZ-Redakteure und Redakteurinnen mit Menschen aus der Region – immer über ein Thema, über das man in…

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