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Wie Migration das Leben und das Selbstverständnis von Menschen formt, ist das Thema der Berliner Dokumentarfilmerin Martina Priessner. Ihr neuer Film "Die Möllner Briefe" fragt schonungslos nach den Zusammenhängen von Migration und Rassismus in Deutschland; Martina Priessner hat dafür Überlebende des Brandanschlags begleitet, bei dem im November 1992 drei Menschen aus türkischen Einwandererfamilien getötet wurden. Der Film wurde bei der Berlinale 2025 mit dem Panorama Publikumspreis ausgezeichnet. Kirsten Dietrich hat mit Martina Priessner gesprochen.
Als Kind hat sich Dominik Wullers in seiner Haut nicht wohl gefühlt, denn als Sohn einer deutschen Mutter und eines Vaters von den Kapverdischen Inseln sah er anders aus als die meisten seiner Mitschüler – und hatte ständig Angst, darauf angesprochen zu werden. Erst bei der Bundeswehr fühlte er sich vollkommen akzeptiert, sagt er, denn dort spielte seine Hautfarbe keine Rolle.
Später wurde er Vertreter Deutschlands bei der NATO in Brüssel. Hinter dem Schild "Germany" sitzend, teilte er anderen Nationen die deutschen Positionen mit, wie er in seinem Buch "Ich bin Deutschland" beschreibt, in dem er für einen liberalen Patriotismus wirbt. Matthias Bertsch hat mit ihm darüber gesprochen, was ihn geprägt hat und was Patriotismus für ihn bedeutet.
Der gebürtige Niedersachse Christian Stäblein, seit 2019 Bischof der evangelischen Landeskirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz, hat eine Mission: Miteinander reden. Die Krisen in der Kirche und der Welt sieht er als Herausforderung. Debatten darüber, ob sich Kirche in Politik einmischen darf, führt er selbstbewusst, nicht nur, wenn es um Migrations- und Asylpolitik geht. Ulrike Bieritz im Gespräch mit Bischof Christian Stäblein über gute Predigten, eine politische Kirche und die Zukunft der Institution.
"Dr. Conny" wird Cornelia Strunz von ihren Patientinnen genannt. Seit zwölf Jahren ist sie Oberärztin am "Desert Flower Center Waldfriede" in Berlin, wo Frauen, die Genitalverstümmelung erlebt haben, medizinische und psychologische Hilfe finden. Was das Desert Flower Center leistet, wie Dr. Strunz selbst auf ihre Rolle schaut und wie sie nach der Arbeit abschalten kann, davon erzählt sie im Gespräch mit Ulrike Bieritz. Eine Wiederholung vom 8. März 2023.
Ein Label für Christoph Dompke? Fast unmöglich. Er ist Musikwissenschaftler, der über Unterhaltungsmusik im Nationalsozialismus forscht, auf den Spuren jüdischer Komponisten und Sängerinnen zwischen Tanzmusik und Verfolgung. Er ist aber auch Filmexperte und großer Fan der oft fragwürdigen Filme, in denen Diven am Ende ihrer Karriere auftraten. Und Christoph Dompke ist die alternde Kammersängerin Emmi, die er in glitzernden Kleidern aus Samt und Pailletten auf der Bühne verkörpert und so das Publikum zum Lachen bringt. Über die befreiende Kraft des Lachens und das Schöne, das auch im Absurden stecken kann, hat Kirsten Dietrich mit Christoph Dompke gesprochen.
Er liebt Musik, kocht Marmelade und ist katholischer Bischof von Limburg. Georg Bätzing ist außerdem seit gut fünf Jahren Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz. Anhaltende Kirchenaustritte, Aufarbeitung des Missbrauchsskandals, Finanzprobleme und Vertrauensverlust sind in seiner Kirche immer noch bestimmende Themen. Den eingeschlagenen Reformprozess will Georg Bätzing weitergehen und setzt sich unter anderem dafür ein, dass auch Frauen Weiheämter übernehmen dürfen. Wie er mit seinen Kritikern umgeht, wer ihn geprägt hat, was er vom neuen Papst hält und wohin die katholische Kirche in Deutschland geht, darüber hat Ulrike Bieritz mit ihm gesprochen.
Michael Sowa ist eher einer der Unbekannten der zeitgenössischen Malerei, obwohl seine Kunst weit verbreitet ist: Da ist zum Beispiel ein kleines Schwein, das Da ist zum Beispiel ein kleines Schwein, das in einem Teller Suppe planscht und die Betrachter schelmisch anblinzelt. Oder ein Schwein, das mit Anlauf von einem Steg in einen stillen, baumumstandenen Weiher springt. Beide Motive sind auf Postkarten weitverbreitet und sie verbinden malerisches Können, Liebe zum Detail und Humor. Darf Kunst komisch sein? Darüber hat Kirsten Dietrich mit dem Berliner Maler Michael Sowa im Jahr 2018 gesprochen. Eine Wiederholung zum 80. Geburtstag des Künstlers am 1. Juli 2025.
Schon mit 13 Jahren wusste Polina Piddubna, dass sie später Animationsfilme machen will. Vor sechs Jahren kam sie als 18-Jährige aus dem ukrainischen Charkiw zum Studium an die Filmuniversität Konrad Wolf in Babelsberg. Ihr autobiografischer Bachelor-Film "My Grandmother is a Skydiver" wurde im Mai in den Wettbewerb von Hochschul-Abschlussfilmen zum Filmfestival in Cannes eingeladen. Britta Bürger hat mit Polina Piddubna über Träume, Cannes und das Fallschirmspringen gesprochen.
Ina Weisse war die Schauspielerei nie genug: Sie hat Philosophie und Filmregie studiert und dreht seit über 15 Jahren eigene Spielfilme. Ihr neuer Film „Zikaden“ handelt von Isabell, gespielt von Nina Hoss. Eheprobleme, ein unerfüllter Kinderwunsch und die Pflege ihrer kranken Eltern machen Isabell zu schaffen. Wie bei ihren früheren Filmen leuchtet Ina Weisse in die Wünsche ihrer Figuren hinein. Eine Tageszeitung sie deswegen „Menschenleserin“ genannt. Frank Meyer hat mit Ina Weisse über ihren neuen Film, alte Eltern und geplatzte Träume gesprochen.
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