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«Als Kind hatte ich grosse Angst vor dem Sterben», sagt Verena Gantenbein. Als sie sich später für den Beruf der Pflegefachfrau entschied, war es für sie eine grosse Frage, wie sie damit umgehen würde. Inzwischen arbeitet Verena seit 12 Jahren in der Palliative Care und belgeitet unheilbar kranke Menschen bis zum Lebensende. «Sehr, sehr lange starb nie ein Patient oder eine Patientin in meiner Anwesenheit», erinnert sie sich. «Ich glaube nicht, dass das Zufall ist.» Die Ängste waren immer noch präsent. Inzwischen hat sich das – wie so vieles – verändert. Dennoch kann sich Verena nicht vorstellen, dass sie einmal ihr Leben wird loslassen können.
Im Gespräch mit Elena Ibello spricht sie über ihre Vorstellungen von Sterben und Tod und darüber, wie sie Menschen am Lebensende und deren Angehörige begleitet. Seit sie auch privat in ihrem engsten Umfeld Menschen beim Sterben begleitet hat, hat sich ihre Arbeit verändert. Das Verständnis, die Empathie für die Angehörigen eines sterbenden Menschen, sei viel umfassender als früher. «Einmal selbst zu spüren, wie das ist, war eine einschneidende Erfahrung. Vor allem beim Verlust der eigenen Eltern: Man hat nur eine Mutter und nur einen Vater. Diese absolute Endlichkeit im eigenen Leben zu spüren, zu erfahren, das hat meine Angehörigenarbeit verändert.»
Ein Gespräch, das zeigt, dass nicht alle Menschen «friedlich und im Kreise ihrer Liebsten» sterben können, sondern dass es auch unschöne letzte Tage und Begegnungen gibt. Ein Gespräch, das aber dennoch Zuversicht versprüht. Zuversicht, weil es so viele Menschen gibt, die mit ihrem Einsatz genau das versuchen: Gute letzte Momente ermöglichen. Zuversicht auf Versöhnung mit dem eigenen Leben, wenn es soweit ist. Zuversicht einfach, weil das Leben zwar endlich, aber umso wunderbarer ist.
Hinweise
By Elena Ibello«Als Kind hatte ich grosse Angst vor dem Sterben», sagt Verena Gantenbein. Als sie sich später für den Beruf der Pflegefachfrau entschied, war es für sie eine grosse Frage, wie sie damit umgehen würde. Inzwischen arbeitet Verena seit 12 Jahren in der Palliative Care und belgeitet unheilbar kranke Menschen bis zum Lebensende. «Sehr, sehr lange starb nie ein Patient oder eine Patientin in meiner Anwesenheit», erinnert sie sich. «Ich glaube nicht, dass das Zufall ist.» Die Ängste waren immer noch präsent. Inzwischen hat sich das – wie so vieles – verändert. Dennoch kann sich Verena nicht vorstellen, dass sie einmal ihr Leben wird loslassen können.
Im Gespräch mit Elena Ibello spricht sie über ihre Vorstellungen von Sterben und Tod und darüber, wie sie Menschen am Lebensende und deren Angehörige begleitet. Seit sie auch privat in ihrem engsten Umfeld Menschen beim Sterben begleitet hat, hat sich ihre Arbeit verändert. Das Verständnis, die Empathie für die Angehörigen eines sterbenden Menschen, sei viel umfassender als früher. «Einmal selbst zu spüren, wie das ist, war eine einschneidende Erfahrung. Vor allem beim Verlust der eigenen Eltern: Man hat nur eine Mutter und nur einen Vater. Diese absolute Endlichkeit im eigenen Leben zu spüren, zu erfahren, das hat meine Angehörigenarbeit verändert.»
Ein Gespräch, das zeigt, dass nicht alle Menschen «friedlich und im Kreise ihrer Liebsten» sterben können, sondern dass es auch unschöne letzte Tage und Begegnungen gibt. Ein Gespräch, das aber dennoch Zuversicht versprüht. Zuversicht, weil es so viele Menschen gibt, die mit ihrem Einsatz genau das versuchen: Gute letzte Momente ermöglichen. Zuversicht auf Versöhnung mit dem eigenen Leben, wenn es soweit ist. Zuversicht einfach, weil das Leben zwar endlich, aber umso wunderbarer ist.
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