Der Zweite Gedanke

Der Zweite Gedanke

By radio3 (Rundfunk Berlin-Brandenburg)Society & Culture
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Der Zweite Gedanke episodes

  • US-Interventionen: Völkerrecht adé?

    Die Debatte mit Ann Kristin Schenten, Christoph Safferling und Bernd Greiner

    "Amerika groß zu machen, heißt andere klein zu machen." (Bernd Greiner)
    Die US-Regierung degradiert das Völkerrecht zu einer "internationalen Nettigkeit". Das Recht des Stärkeren soll durchgesetzt werden - Venezuela hat das zuerst zu spüren bekommen. In Deutschland und Europa reagiert man mit Unsicherheit und vagen Formulierungen: Die Lage sei "komplex". Müssen wir uns also vom Völkerrecht verabschieden? Mitnichten, sagen der Völkerrechts-Experte Christoph Safferling und der Historiker und US-Spezialist Bernd Greiner. Trotzdem stehe die Weltordnung am Scheideweg.
    Wie also das Völkerrecht verteidigen? Was verrät ein Blick in das Innere der USA über die Zukunft der regelbasierten Ordnung?
    Bernd Greiner ist Historiker, Politikwissenschaftler und Amerikanist.Sein Buch "Weißglut. Die inneren Kriege der USA." erschien 2025 bei C.H. Beck.
    Christoph Safferling ist Professor für Strafrecht, Internationales Strafrecht und Völkerrecht an der Friedrich-Alexander-Universität Nürnberg-Erlangen. Im dtv-Verlag erschien zuletzt "Ohnmacht des Völkerrechts. Die Rückkehr des Kriegs und der Menschheitsverbrechen." (2025).
    Kapitel:
    00:00:00 Intro
    00:01:56 War der US-Angriff auf Venezuela vom Völkerrecht gedeckt?
    00:06:50 Ein Bruch mit dem Völkerrecht?
    00:08:54 Warum das Völkerrecht größer als Trump ist.
    00:16:58 Wie sollten EU und Deutschland reagieren?
    00:20:57 Ein Sieg für das „Recht des Stärkeren“?
    00:27:00 Warum will Trump Grönland?
    00:30:18 Was sagen die US-Wähler?
    00:35:22 Welche Kraft haben die Proteste in den USA?
    00:39:36 Zweite Gedanken
    00:43:44 Outro
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    45 min
  • Belarus, Venezuela und die neue Welt(un)ordnung
    Die Debatte mit Natascha Freundel, Ingo Petz und Ina Rumiantseva
    „Wir brauchen harte Definitionen, was ist Recht, was ist Unrecht.“ (Ina Rumiantseva)
    Der Wandel der Weltordnung hat zum Jahreswechsel keine Pause eingelegt, im Gegenteil. Besonders zwei Ereignisse sorgten im Dezember und Januar für internationale Aufmerksamkeit, in zwei Ländern, die selten im Fokus der weltweiten Nachrichten stehen: Belarus und Venezuela. In beiden Fällen spielt der US-Präsident eine entscheidende Rolle. Mit dem belarussischen Präsidenten Lukaschenka vereinbarte Donald Trump einen Deal, der zur Freilassung vieler, auch prominenter politischer Gefangener führte. In Venezuela ließ er den amtierenden Präsidenten Nicolás Maduro verhaften und entführen.
    Wie hängen die beiden Ereignisse zusammen? Was bedeuten diese US-Interventionen für Europa, und welche Rolle kann und sollte die EU in der neuen Welt(un)ordnung spielen?
    Ingo Petz ist Leiter des Belarus-Projektes und Gesellschafter bei der gemeinnützigen Medien-Plattform dekoder.org. 2025 erschien sein Buch „Rasender Stillstand: Belarus – eine Revolution und ihre Folgen“ (edition fotoTapeta).
    Ina Rumiantseva ist eine in Ostberlin geborene Menschenrechtsaktivistin, Sie war stellv. Vorsitzende von RAZAM e.V. und gründete Ende 2024 gründete den Verein Taskforce Belarus. Sie ist die erste Preisträgerin des Werner-Schulz-Preises.
    Kapitel:
    00:00:00 Intro
    00:03:43 Geopolitische Bedeutung von Belarus
    00:08:40 Verhältnis Putin und Lukaschenko
    00:13:39 Politische Gefangene in Belarus
    00:20:20 "Deal" zwischen USA und Belarus
    00:31:00 Worum geht es Trump in Belarus
    00:36:22 Lukaschenkos Einladung an Maduro
    00:39:22 Wir wirkt die Entführung Maduros auf Lukaschenko und Putin
    00:43:07 Aufgaben für Europa
    00:48:20 Hoffnung für 2026
    00:51:23 Outro/ Der zweite Gedanke
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    53 min
  • Wie sicher ist die Rente?

    Die Debatte mit Ann Kristin Schenten, Silke Übelmesser und Johannes Geyer

    „Die Rente steht besser da, als oft dargestellt wird." (Johannes Geyer)
    Die Rentenreform hätte die Bundesregierung beinahe in eine Krise gestürzt. Nun liegt eine abgespeckte Version vor – das sogenannte „Rentenpaket 2025“. Eine umfassende Reform steht damit noch aus. Besonders in der jüngeren Generation wächst angesichts der aktuellen Diskussion die Unsicherheit: Ist die Rente wirklich sicher? Nur, wenn sie auch diejenigen Beitragszahler mitträgt, die keine privaten Absicherungen haben, so der Wirtschaftswissenschaftler Johannes Geyer. Und wenn die Rente generationengerecht gestaltet wird, erklärt die Volkswirtschaftsprofessorin Silke Übelmesser, die kürzlich in die Rentenkommission der Bundesregierung berufen wurde.
    Silke Übelmesser ist seit 2012 Professorin für Volkswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Finanzwissenschaft an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Ende 2025 wurde sie in die Rentenkommission der Bundesregierung berufen.
    Johannes Geyer ist stellvertretender Leiter der Abteilung Staat am DIW Berlin. In seiner Forschung beschäftigt er sich im Schwerpunkt mit Fragen der sozialen Sicherung im demografischen Wandel.
    Kapitel
    00:00:00 Intro
    00:02:10 Ist die Rente sicher?
    00:03:20 Wie bewerten Sie das Rentenpaket 2025?
    00:09:00 Kritik am Rentenpaket
    00:13:50 Wird die junge Generation übergangen?
    00:22:25 Die Rentenkommission
    00:27:24 Renteneintrittalter und Beitragsjahre
    00:32:00 Zweite Gedanken/ Outro
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    37 min
  • Neurechte Literaturpolitik und Kulturkampf
    Die Debatte mit Natascha Freundel, Simon Strauß und Torsten Hoffmann
    "Gottfried Benn ist einer von mir." (Simon Strauß)
    „Keine andere politische Strömung nimmt die Literatur gegenwärtig so ernst wie die Neue Rechte“, erklärt der Literaturwissenschaftler Torsten Hoffmann: Literaturpolitik sei ein zentrales Element neurechter „Metapolitik“, die auf einen Systemwechsel abziele. Wie wichtig Wörter und Bücher für neurechte Akteure sind, zeigte kürzlich die erste „Büchermesse Seitenwechsel“ in Halle. Allenthalben ist von einem „Kulturkampf“ die Rede.

    Wie ernst müssen wir diesen „Kulturkampf“ nehmen? Herrscht im Kulturbetrieb – wie der Schriftsteller und Journalist Simon Strauß meint - eine „linksliberale Hegemonie“? Wie war es für ihn, als „Posterboy der Neuen Rechten“ diffamiert zu werden? Ist die Demokratie mit einer Politik der Nähe zu retten, wie er in seinem aktuellen Buch vorschlägt?
    Torsten Hoffmann ist Professor für Neuere deutsche Literatur an der Universität Stuttgart und Präsident der Internationalen Rilke-Gesellschaft. Zur Debatte s. „Ästhetischer Dünger“, in: DVjs 95 (2021) und„Kaperung und Korrektur. Zum neurechten Kulturkampf mit literarischen Kanones“, in: „Aus Politik und Zeitgeschichte“ 49/2025.
    Simon Strauß ist Autor und Redakteur im Feuilleton der FAZ für den Bereich Theater. Außerdem ist er Moderator im „Podcast für Deutschland“ der FAZ. Vor kurzem ist sein erstes politisches Sachbuch erschienen: „In der Nähe. Vom politischen Wert einer ostdeutschen Sehnsucht“ (Tropen, 2025).
    Kapitel:
    00:00:00 Intro
    00:02:30 Sind wir mitten in einem Kulturkampf?
    00:06:24 Was heißt Metapolitik?
    00:13:43 Neurechte Buchmesse in Halle
    00:20:31 Linksliberale Hegemonie im Kulturbetrieb?
    00:27:00 Diffamierung von Simon Strauß als "Posterboy der Neuen Rechten"
    00:33:25 Eine neue Politik der Nähe?
    00:39:05 Wie mit neurechten Literaturakteuren umgehen?
    00:44:00 Outro / Der zweite Gedanke
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    46 min
  • Gefährliche Denkerin? Hannah Arendt im Kontext unserer Zeit
    Die Debatte mit Natascha Freundel, Anne Eusterschulte und Willi Winkler
    Aufgezeichnet am 22. November 2025 im Deutschen Theater Berlin in Kooperation mit DT Kontext
    „Denken ist gefährlich.“ „Niemand hat das Recht zu gehorchen.“ Fünfzig Jahre nach ihrem Tod ist Hannah Arendt allgegenwärtig – als vielzitierte, intellektuelle Größe zu Fragen von Nation, Totalitarismus und Gewalt. Gefährliches Denken bedeutet bei Hannah Arendt, dass es „standardisierte Leitbilder des Denkens aufsplittert, zertrümmert“, so die Philosophin Anne Eusterschulte. Dagegen betont Arendt-Biograph Willi Winkler die Widersprüche in Arendts Leben und Werk: „Man wird nie fertig mit ihr.“
    Von einigen Widersprüchen – Arendts Liebe zu Martin Heidegger, ihrem Verhältnis zu Israel, der Rolle des BND im Eichmann-Prozess – zur Weltliebe, zur amor mundi bei Hannah Arendt: Im Kontext unserer Zeit bleibt es eine philosophische und politische Aufgabe, „im Angesicht des Schreckens für die Welt einzustehen; den Mut zu haben, eine Stimme zu erheben“ (Anne Eusterschulte).
    Willi Winkler ist Autor, SZ-Journalist, Übersetzer und Literaturkritiker. Seine Biografie „Hannah Arendt. Ein Leben“ ist bei Rowohlt Berlin erschienen.
    Anne Eusterschulte ist Professorin für Geschichte der Philosophie am Institut für Philosophie der FU Berlin. Sie ist eine der HauptherausgeberInnen der Kritischen Gesamtausgabe der Werke von Hannah Arendt: Critical Edition. Complete Works.
    00:00:00 Intro
    00:07:00 War Arendt eine gefährliche Denkerin?
    00:16:05 War "Origins of Totalitarianism" revolutionär?
    00:18:55 Mit Arendt Totalitarismus und Trump verstehen
    00:24:36 NYC-Bürgermeister Mamdani und Antisemitismus
    00:32:10 Israelkritik und -solidarität
    00:40:33 Eichmann in Jerusalem und der BND
    00:44:19 Was ist Weltliebe?
    00:48:30 Treue zu Heidegger?
    00:56:18 Publikumsfrage: Mit Arendt über Gaza sprechen
    01:00:40 Publikumsfrage: Nochmal zu Heidegger
    01:01:41 Outro/ Der zweite Gedanke

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    1 hr 3 min
  • Weltklimakonferenz COP30: Hoffnung oder wieder Frustration?

    Die Debatte mit Ann Kristin Schenten, Mojib Latif und Andreas Jung

    Im brasilianischen Belém findet derzeit die Weltklimakonferenz statt. Auf der COP30 ringen die Delegierten um mehr Klimaschutz. Der große Durchbruch wird nicht erwartet, zumal die USA diesmal nicht dabei sind. Die Herausforderungen jedoch werden von Jahr zu Jahr größer. Die Welt steuert laut neuesten UN-Erkenntnissen auf bis zu 2,8 Grad Erderwärmung zu. Vom Pariser 1,5-Grad-Ziel ist nichts mehr zu spüren. Was kann diese Weltklimakonferenz überhaupt noch leisten, und welche Rolle spielt Deutschland dabei? Darüber diskutieren der Klimaforscher Mojib Latif und der klimapolitische Sprecher der Unionsfraktion, Andreas Jung (CDU) – und das auch mit einer Spur Optimismus.

    Mojib Latif ist Seniorprofessor an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und forscht am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel. Latif erhielt zahlreiche Eherungen.

    Andreas Jung ist seit 2005 Mitglied des Deutschen Bundestages und seit 2022 stellvertretender Parteivorsitzender der CDU Deutschlands. Seit 2025 ist er stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Bereiche Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz, nukleare Sicherheit, wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie Nachhaltigkeit.

    00:03.57 Was die COP bisher ausgezeichnet hat

    00:10:35 Die Rolle Deutschlands auf der COP
    00:20:35 Die USA sind nicht dabei
    00:27:56 Was bedeutet eine Erderwärmung von bis zu 2,8 Grad?
    00:32:16 Wie muss die Politik handeln?
    00:39:42 Zweite Gedanken
    00:44:59 Outro

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    46 min
  • Ukraine-Hilfe: In Freiheit, für Freiheit

    Die Debatte mit Kateryna Rietz-Rakul, Andreas Tölke und Philipp Wolf, moderiert von Natascha Freundel

    aufgezeichnet am 10. November 2025 im Rahmen der Berlin Freedom Conference im Gasometer Berlin.

    Kooperation mit Axel Springer Freedom Foundation, World Liberty Congress und Visit Berlin
    Wir haben die Freiheit, zu helfen. In diesem Geiste gründete Andreas Tölke die NGO "Be an Angel", die geflüchteten Menschen in Deutschland hilft und humanitäre Hilfe in die Ukraine bringt. Auch militärisch unterstützt Deutschland den Freiheitskampf der Ukraine "as long as it takes". Doch warum nicht: "as much as it takes"? Wie kann das Leiden der Ukrainerinnen und Ukrainer mit unserer Hilfe beendet werden?

    Mit Andreas Tölke debattieren Kateryna Rietz-Rakul, Leiterin des Ukrainischen Instituts, und Major Philipp Wolf, Company Commander derzeit in Strasbourg, davor NATO-Ostflanke.

    Kapitel:
    00:00:00 Intro
    00:04:15 Freiheit und Ukraine-Hilfe
    00:12:26 Kateryna Rietz-Rakul über Ukrainisches Institut
    00:15:22 Philipp Wolf über militärische Unterstützung
    00:22:00 Andreas Tölke über humanitäre Hilfe
    00:28:20 Warum unsterstützen wir die Ukraine nicht mit allen Mitteln?
    00:39:11 Was tun, Andreas Tölke?
    00:42:24 Was tun, Kateryna Rietz-Rakul?
    00:45:13 Philipp Wolf über internationale Militärübung
    00:47:34 Wie Krieg beenden?
    00:53:40 Der zweite Gedanke/ Outro

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    Zum Programm und den Livestreams der Berlin Freedom Conference: https://www.berlin-freedom-conference.com/

    Hörtipp: Freiheit Deluxe mit Jagoda Marinic
    https://1.ard.de/freiheit-deluxe

    56 min
  • Die Kunst, viele zu bleiben (Wiederholung)

    Dei Debatte mit Philipp Ruch, Sascha Marianna Salzmann und Simon Strauß - moderiert von Natascha Freundel

    Wiederholung vom 22.05.2025. Eine Kooperation mit dem Fonds Darstellende Künste

    Aufgezeichnet am 21.05.2025 in der Hartmann Fabrik, Europäische Kulturhauptstadt Chemnitz

    "Die Kunst, Viele zu bleiben" ist besonders herausgefordert, wenn die Demokratie – das Miteinander der Vielen – von autokratischen Kräften bedroht ist. Welche Rolle hat heute die Kunst? Darüber debattierten Sasha Marianna Salzmann, Philipp Ruch und Simon Strauß mit Natascha Freundel in Chemnitz.

    "Die Kunst muss gar nichts", sie sei sogar ohnmächtig – erklärt der Aktionskünstler und Autor Ruch gerade im Hinblick auf die Aktivitäten des "Zentrums für politische Schönheit". Für Sasha Marianna Salzmann, Schriftsteller*in und Dramatiker*in, können etwa Gedichte sehr viel bedeuten: ein Überlebensmittel in existentieller Not.
    Theaterkritiker und Autor Simon Strauss glaubt, die Kunst habe heute eine "viel größere Rolle, als wir uns vorstellen". Für ihn ist sie "die einzige Rettung" der Humanität vor Silicon Valley und Elon Musk.

    Philipp Ruch ist Aktionskünstler und Leiter des "Zentrums für Politische Schönheit". https://www.fonds-daku.de/blog/die-letzte-grenze-fuer-die-afd/

    Sasha Marianna Salzmann ist Schriftsteller*in, Dramatiker*in und Kurator*in, https://www.fonds-daku.de/blog/deutscher-winter/
    Simon Strauß ist Autor und FAZ-Redakteur für Theater. https://www.fonds-daku.de/blog/hat-die-kunst-freiheit-verdient/

    Kapitel:

    00:00:00 Intro
    00:02:53 Simon Strauß über Pasolini
    00:08:52 Sasha Salzmann über May Ayim
    00:11:25 Philipp Ruch über Macht und Ohnmacht der politischen Kunst
    00:13:48 Salzmann: Kunst als Überlebensmittel
    00:16:51 Strauß: Kunst rettetHumanität vorTechnologisierung
    00:21:37 Salzmann: Kunst ist zweckfrei
    00:23:20 Ruch: Stefan Zweig und Präfaschismus heute
    00:31:00 Strauß: Begriff "Faschismus"
    00:37:52 Ruch: Alarm schlagen
    00:41:33 Strauß und Ruch: Pro und Contra AfD-Verbot
    00:44:12 Strauß: Kunst braucht neue Formen
    00:46:55 Salzmann: Kunst und Solidarität
    00:55:34 Ruch: Wirklichkeit und Kunst
    00:54:17 Der zweite Gedanke

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    56 min
  • Gespräche in Zeiten des Umbruchs

    Die Debatte mit Ann Kristin Schenten, Ricarda Lang und Steffen Mau

    In herausfordernden Zeiten treffen manchmal ungleiche Charaktere aufeinander. Die Grünen-Politikerin Ricarda Lang und der Soziologe Steffen Mau haben ein gemeinsames Buch veröffentlicht. Ricarda Lang, nach der Wende geboren, in Süddeutschland aufgewachsen und in den Merkel-Jahren politisiert - und Steffen Mau, aufgewachsen in der DDR und heute vor allem für seine Analysen Ostdeutschlands bekannt.

    Im Gespräch blicken beide auf die Krisen unserer Zeit. Es geht um die Rettung der Demokratie, die Wehrpflicht, Versäumnisse der Bundespolitik - und darum, was die beiden trotz aller Unterschiede verbindet. Dabei wird auch über ganz konkrete Lösungen nachgedacht. In dieser Ausgabe des zweiten Gedanken setzen die beiden ihre Gespräche fort.

    Ricarda Lang, geboren 1994, ist Politikerin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Seit 2021 ist sie Mitglied des Deutschen Bundestags.

    Steffen Mau, geboren 1968, ist Professor für Makrosoziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. 2021 erhielt er den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Sein Buch "Ungleich Vereint" erhielt 2024 den Bayrischen Buchpreis.

    00:00:00 Intro

    00:01:51 Wie kam es zu dem Buchprojekt?
    00:07:08 Kontrastreiche Biografien
    00:12:54 Kritik an der eigenen Partei
    00:15:51 Veränderungserschöpfung
    00:22:01 Debatte über Wehrpflicht
    00:35:43 Der Umgang mit der Angst
    00:41:48 Disruptive Kräfte
    00:47:56 Zweite Gedanken

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    54 min
  • Fortissima! - Komponistinnen verändern die Welt

    Raphaela Gromes und Susanne Wosnitzka auf der Frankfurter Buchmesse, moderiert von Natascha Freundel

    Welche Namen von Komponistinnen fallen Ihnen auf den ersten Gedanken ein? Fanny Hensel vielleicht, Clara Schumann oder Sofia Gubaidulina. Aber kennen Sie auch Maria Herz, Luise Adolpha Le Beau oder Ethel Smyth? Die Werke von Komponistinnen bilden einen ganzen Kosmos, der nur darauf wartet, entdeckt zu werden und unsere Welt zu bereichern. Die preisgekrönte Cellistin Raphaela Gromes - Platz 1 der Deutschen Klassik-Charts – hat gemeinsam mit der Musikwissenschaftlerin Susanne Wosnitzka ein Buch geschrieben, das ihre ganz persönliche Entdeckungsreise zu Leben und Werk vieler Komponistinnen festhält: „Fortissima! Verdrängte Komponistinnen und wie sie meinen Blick auf die Welt verändern“. Musik von Frauen ist mindestens so genial wie die von Männern - aber sie wird bis heute viel zu wenig wahrgenommen. Natascha Freundel hat am 19. Oktober mit Rafaela Gromes und Susanne Wosnitzka auf der ARD, ZDF, 3sat Literaturbühne bei der Frankfurter Buchmesse 2025 gesprochen.

    Raphaela Gromes ist renommierte Cellistin und seit 2016 Exklusivkünstlerin bei Sony Classical. 2023 erschien ihre CD "Femmes". Zum Buch „Fortissima!“ ist das gleichnamige Album erschienen und wurde direkt zur Nummer 1 der deutschen Klassikcharts.

    Susanne Wosnitzka ist Musikwissenschaftlerin und arbeitet im Archiv Frau und Musik sowie im Vorstand von musica femina münchen. Sie ist wissenschaftliche Beirätin der Deutschen Mozart-Gesellschaft und der schwedischen Komponistinnen-Gesellschaft KVAST.

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    29 min

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