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Die Podcastin mit Unbehagen: Isabel Rohner und Regula Staempfli on kreativer Zerstoerung im 19. Jahrhundert durch Frauen, Institutionen retten oder zersetzen – eine Folge voller Fragezeichen.
Das Genie ist so frei, sich nicht ans Geschlecht zu kehren, es fliegt in die Seelen wem und wie es will.” Hermione von Preuschen (1854-1918), Malerin und Urheberin des Gemäldes “Mors Imperator”, das 1887 einen Riesenskandal verursachte und Hermione von Preuschen durch Geschick und Mut Berühmtheit und Geld einbrachte – und aktuell in der Alten Nationalgalerie in Berlin gezeigt wird.
“Die Podcastin” verbindet Historie mit Zeitgeschehen – und zeigt wie Debatte auch bei Meinungs- und Perspektivunterschieden funktioniert.
Neben der Geschichte von Preuschens hat die Rohnerin gleich mehrere Good News dabei:
Save the date: Am 9. Mai 2026, 11.30 Uhr, lädt Isabel Rohner wieder zu einem Vortrag/Lesung/Happening über das Leben und Werk von Hedwig Dohm (1831-1919) ins Kreuzberger Stadtteilzentrum F1 (Friedrichstraße 1, direkt am Halleschen Tor; Eintritt frei)
Die ehemalige Präsidentin des Schweizer Nationalrats, längjähriges Nationalratsmitglied und Kämpferin für Frauenrechte in der Schweiz Judith Stamm (1934-2022) hat in Luzern einen Platz nach sich benannt bekommen.
Während Deutschland mantramäßig die ach so große Freiwilligkeit der Prostituierten in Deutschland betont, feiert Frankreich in diesen Tagen 10 Jahre Nordisches Modell! Seit 2016 wurden in Frankreich über 10.000 Männer, die Frauen kaufen wollten, bestraft. Über 2.000 Frauen kamen in offizielle Ausstiegsprogramme. Ein großer Erfolg! https://www.emma.de/artikel/marsch-durch-paris-342441
Der Berliner Landesrechnungshof sieht in der Vergabe von Fördermitteln durch die Senatsverwaltung für Kultur als “evident rechtswidrig”. Die Kultursenatorin musste zurücktreten. Die Rohnerin verbindet damit die Hoffnung, dass auch auf Bundesebene die Vergabepraxis stärker überprüft und Missbrauch von Steuergeldern unterbunden wird
laStaempfli hat nur einen Punkt, der sie die letzten Wochen umtreibt. Die Pornografisierung des Alltags, die Normalität der Umwertung der Werte sowie die Auswirkungen einer gottlosen Gesellschaft, die die Wirkung hat, dass, weil Moral fehlt, der Staat sich plötzlich zum moralischen Gesetzgeber berufen fühlt.
laStaempflis Unbehagen in einem Foto Birgminham Zoo 2026, Kunstwerk für Die Podcastin 26 April 2026. Zum Bild: Vögel standen Jahrhunderte lang für Freiheit und gleichzeitig für Käfig – bekannte Räume von und für und durch Frauen.
#diepodcastin kauft keine Babies: Isabel Rohner & Regula Staempfli über Medienpropaganda, Menschenfleischverkauf am Beispiel der Propaganda für “Sexarbeit” des DJV- Deutschen Journalistenverbandes und am Beispiel des Sonderbeauftragten der Bundesregierung Streek der sich mit seinem Partner in Idaho ein Baby bestellt hat und in Deutschland ein grosser Jubelkanon dazu veranstaltet wird. Die Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten. Werbung für Leihmutterschaft übrigens ebenso. Ach ja: Deutschland hat in der UNO ausgerechnet das Massenmordregime in Iran für den Menschenrechtsrat, der verantwortlich ist für Frauenrechte und Terrorismusbekämpfung, vorgeschlagen. Siehe Bild unten.
“Man muss die Realität nicht irgendwie aufpeppen. Nichts ist eigenartiger als die Wahrheit.” Annie Leibovitz, US-amerikanische Fotografin
Ein nettes Small-Talk-Intro braucht “Die Podcastin” nicht – und Rohnerin und LaStämpfli machen auch gar keinen Hehl daraus, dass sie solche “netten Einstiege” oder gar geskriptete Podcasts schlicht langweilen. Nein: In “Die Podcastin” geht es immer direkt zur Sache. Diesmal mit einem Disput über Wahrheit, Wirklichkeit, Fotografie und die Geisteswissenschaften – bevor es dann um die harten Themen unserer Zeit geht: Iran, Menschenfleischverkauf und Werteverlust.
Good News: Die Podcastin wirkt!
1) Die Welt hat in der vergangenen Woche gleich zweimal ein Thema aufgegriffen, über das die Podcastin bereits am 26.12. 2025 berichtet hat: Die unsägliche Propaganda-Handreichung des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV) in Kooperation mit der Prostitutionslobby mit dem Ziel, die Berichterstattung über Prostitution “schöner” sprich ideologisch zu machen. Im ersten Artikel wird auch Isabel Rohner zitiert: “Journalismus heißt, sagen, was ist. Die Handreichung des DJV will jedoch erreichen, dass Journalistinnen und Journalisten sagen, was ideologische sein soll – und zwar im Sinn der Prostitutionslobby. Das ist nicht Journalismus. Das ist Propaganda.”
Hier der Link zur Die Podcastin-Folge, eh einer der besten, laach, das sprechende Denken von Isabel Rohner und Regula Staempfli https://diepodcastin.de/2025/12/26/diepodcastin-afghanisch-isabel-rohner-und-regula-staempfli-uber-talibans-hier-und-dort-u-a-im-der-spiegel-skandal-des-deutschen-journalistenverbands-djv-konstantin-wecker-und-die-epstein-files-u/
https://www.welt.de/politik/deutschland/plus69de4c2d12bec309f3261f8c/deutscher-journalisten-verband-wenn-journalisten-prostitution-ausschliesslich-als-einvernehmliche-sexarbeit-darstellen-sollen.html
https://www.welt.de/politik/deutschland/article69df86cc93130bd3499d2733/gegenrede-wie-der-deutsche-journalisten-verband-die-brutalitaet-der-prostitution-schoenredet.html
2) VisitBerlin hat der letzte Folge (11.4.26) reagiert und will ihre “internen Prozesse überprüfen”. Die Podcastin hatte aufgedeckt, dass die offizielle Marketingplattform der Hauptstadt für mehrere Vorträge über “Sexarbeit” wirbt, die in einem Bordell stattfinden sollten.
Thema: Leihmutterschaft.
Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten. Schlimm genug, dass sich auch deutsche Paare (heterosexuell und homosexuell – aber auch Alleinstehende) im Ausland ein Kind und einen Frauenkörper kaufen können. Doch was ist eigentlich, wenn dies nicht irgendwelche Privatmenschen tun, sondern ein Mitglied des deutschen Regierungsapparats zusammen mit seinem Partner, der Bundesbeamter ist? Dies geschah in der vergangenen Woche. Doch die Frage tauchte nirgendwo auf. Stattdessen jubelt die Presse darüber, dass Hendrik Streeck (MdB und Beauftragter der Bundesregierung für Drogen) zusammen mit seinem Ehemann in Idaho ein Kind gekauft haben
laStaempfli wollte eigentlich grundsätzlich Aufzählungen machen zur Berichterstattung im Iran-Krieg, siehe folgende Ausführungen, die in den ÖRR WIE ZDF, SRF, ARD, ORF NIE rapportiert werden.
Das iranische Atomprogramm ist massiv zurückgeworfen. Die gezielten Schläge haben zentrale Anlagen zerstört oder schwer beschädigt. Teheran braucht Jahre, um wieder auf Vorkriegsniveau zu kommen – ein klarer Rückschlag für den Weg zur Atommacht.
Das Proxy-Netzwerk ist dezimiert. Hisbollah, Houthis und andere Milizen haben ihre wichtigsten Nachschub- und Führungsstrukturen verloren. Der „Widerstands-Achse“ fehlt plötzlich die Schlagkraft – genau das, was jahrelang den Nahen Osten destabilisiert hat.
Die Iran-Venezuela-Achse ist empfindlich gestört. Die enge militärische und ökonomische Zusammenarbeit (iranische Drohnenproduktion auf venezolanischem Boden, Öl-Schmuggel, IRGC-Präsenz) bricht zusammen. Maduro verliert einen zentralen Verbündeten gegen US-Sanktionen und die Möglichkeit, lateinamerikanische Hinterhöfe für Teheran zu sichern.
China verliert seinen zuverlässigsten Brückenkopf im Nahen Osten. Peking hat Milliarden in den Iran investiert (Belt and Road, Öl-Importe, strategische Partnerschaft). Durch die Schwächung Teherans wird deutlich: China kann seine Energieversorgung und geopolitischen Ambitionen nicht mehr auf ein instabiles, unter Beschuss stehendes Regime bauen. Das ist ein Warnsignal für Xi.
Russland steht als Papiertiger da. Trotz aller Rhetorik und „strategischer Partnerschaft“ hat Moskau nichts Substanzielles geliefert. Der Iran-Krieg zeigt Putin die Grenzen seiner Bündnisfähigkeit – und bindet russische Ressourcen indirekt, während er in der Ukraine kämpft.
Die Achse Moskau–Peking–Teheran wirkt plötzlich brüchig. Statt einer geschlossenen Front gegen den Westen haben die Schläge gezeigt: Es handelt sich um eine Zweckallianz ohne echte Verpflichtung. Kein gegenseitiger Beistandspakt, keine militärische Rettung – nur verbale Proteste. Das zerstört Glaubwürdigkeit.
Das Mullah-Regime ist intern geschwächt. Die Hinrichtungswelle und die brutale Repression nach den Protesten von Ende 2025/Anfang 2026 sind kein Zeichen von Stärke, sondern von Panik. Der Krieg hat die wirtschaftliche Misere und das Versagen der Führung sichtbar gemacht – und damit langfristig den Nährboden für weiteren Widerstand gelegt.
Israel ist strategisch deutlich sicherer. Die direkte Bedrohung durch iranische Raketen, Nuklearambitionen und Stellvertreter ist zurückgedrängt. Das verändert die gesamte Sicherheitsarchitektur des Nahen Ostens zugunsten der pro-westlichen Kräfte.
Die globale Energieversorgung ist langfristig stabiler geworden. Iran kann den Hormuz nicht mehr so leicht als Druckmittel einsetzen. Die Märkte haben die kurzfristige Volatilität verdaut – und wissen jetzt, dass der Westen bereit ist, handlungsfähig zu bleiben.
Amerikas Abschreckungskraft ist wiederhergestellt. Nach Jahren des Appeasement und „strategischer Geduld“ hat der Angriff gezeigt: Die USA sind unter Trump wieder bereit und fähig, rote Linien durchzusetzen – ohne endlosen Bodeneinsatz. Das wirkt auf Peking, Moskau und jeden anderen Akteur, der testet, wie weit er gehen kann.
Das Bild stammt von laStaempfli 2026. Hier noch ein Bildschirmfoto der KI-Antwort zu den Vorgängen in der UNO, die überhaupt nicht besprochen werden in der deutschsprachigen und europäischen Öffentlichkeit.
Die Podcastin über Sex: Isabel Rohner & Regula Staempfli “visit Berlin”, OnlyFans und weibliche Freiheit im Alter.
“Seit Jahrzehnten setzen wir Frauen uns damit auseinander, was es heißt Frau zu sein. Mutter. Tochter. Junge Frau. Alte Frau. Was macht das mit uns? Und wir werden immer selbstbewusster und sicherer und gelassener. Beschäftigen sich Männer damit, was ihr Leben, ihre Männlichkeit ausmacht?” Elke Heidenreich
“Die Podcastin” startet in medias res: In der aktuellen Zeit äußern sich Elke Heidenreich und Ildiko von Kürthy zur von Frauenverachtung triefenden “Literaturkritik” von Denis Scheck. Für die Rohnerin und LaStämpfli Ausgangspunkt für eine breite Diskussion über Altern, Frausein, Hierarchien und Körper. Isabel Rohner und Regula Staempfli sind sich im Schreiben über das Alter nicht einig; grosse philosophische und poetische Differenzen, einig aber darin, dass Frauen unbedingt über die weibliche Erfahrung in allen Lebensaltern schreiben sollten. laStaempflis Rezension zu Julia Onkens bezaubernden Buch:Die Kunst, ohne Grund vergnügt zu sein. https://weltwoche.de/story/die-kunst-ohne-grund-vergnuegt-zu-sein/ auch auf der Homepage von Regula Staempfli: https://regulastaempfli.eu/?p=11735
Die Schrumpelgurke der Woche geht an VisitBerlin, die offizielle Marketingagentur der Hauptstadt Berlin, institutionell mit vielen Millionen jährlich über die Senatsverwaltung für Wirtschaft mit Steuergeld gefördert. Auf ihrer Seite bewerben sie aktuell gleich mehrere “Vorträge über Sexarbeit” in einem Bordell. Damit nicht genug: Kritik am frauenverachtenden Menschenfleischverkaufssystem wird in der Ankündigung auch gleich noch als “Faschismus der Mitte” gebrandmarkt. Spinnt ihr, Berlin? https://www.visitberlin.de/de/event/sexarbeit-vortrag-im-studio-lux-2
Und auch die sog. “Queerbeauftragte der Bundesregierung” – eine von 27 hoch dotierten Sonderbeauftragten, die sich die Bundesregierung nach wie vor leistet – hat nichts besseres zu tun, als steuergeldfinanziert öffentlich gegen Frauen zu hetzen. Dabei schreckt sie unter der Überschrift “Frauen- und Transrechte nicht gegeneinander ausspielen” auch nicht vor persönlichen Diffamierungen gegen Alice Schwarzer, JK Rowling und Trump zurück. Und tut dabei genau das: Sie spielt Frauenrechte gegen die Rechte von Trans aus – und beleidigt gleich auch noch einen den wichtigsten geopolitischen Partner Europas. Really, Bundesregierung? Die Podcastin ist glasklar: So etwas wollen wir nicht mit unseren Steuern finanzieren! Die grosse Menschen- und Frauenrechtlerin Inge Bell hat eine formelle Beschwerde eingereicht, hier nachzulesen: Inge Bell auf Linkedin. Die Podcastin dankt Inge Bell von Herzen und ruft dazu auf, es ihr gleich zu tun und formelle Beschwerde einzulegen. https://www.linkedin.com/in/inge-bell-a4597421/
Ein Tipp hier von laStaempfli zum Altern: Frau ist über das eigene Alter nie glücklich, ausser sie ist zehn Jahre älter und wünscht sich, zehn Jahre jünger gewesen zu sein wie damals, als sie schon meinte alt zu sein. Viel schöner übrigens geschrieben im tollen Buch von laStaempfli: “Lieber Ich als perfekt.” 2014 im Südwestverlag.
laStaempflis Theorie zu OnlyFans, copyright 2026. Jedes politische System gibt sich Beschriftungsnormen für Menschen. In den liberalen Demokratien entscheiden Würde, Freiheit, Gleichheit vor dem Gesetz und Solidarität mit den Mitmenschen über das Menschenbild und die entsprechenden Codes, so festgelegt im Grundgesetz. “Im Zeitalter digitaler Reproduktion” Begriff von laStaempfli, entscheiden die Beschriftungen neu entlang der Achse, Programmier und User. Die neue Klasse der Herrschenden beschriftet die Menschen neu, wie immer wird dies zuerst über den Körper der Frauen geleistet. Früher die Kontrolle über die Reproduktion, heute die Kontrolle über den weiblichen Körper als Dienstleistungsapparat. Es geht um die Plattformlogik gegen den menschlichen Körper: Durch neue Ideologien werden menschliche Körper als Dienstleistungsorgane für die herrschende Klasse einfach neu beschriftet. Deshalb gibt es keine Prostitution mehr, sondern Sexarbeit, die nichts mit Arbeit, sondern alles mit Versklavung zu tun hat. Der digitale Affektmarkt und die Politmaschine der Gefühle bringen neue Totalitäten, bestens ausgedrückt im OnlyFans – der Mensch wird zum Content. Menschen können nicht handeln oder real arbeiten, sondern sie sind eigentlich die Kreditpunkte und Klicks im digitalen Aufmerksamkeitsmarkt. Das steckt hinter der Pornografisierung des Alltags. Im algorithmischen Zeitalter verkaufen die Frauen nicht ihre Arbeit, sondern ihre Freiheit dadurch, dass sie ihre Existenz als Content anpreisen müssen.
Bild von Regula Stämpfli, Atlanta Strassenplakate, copyright by laStaempfli 2026
Die Podcastin: Isabel Rohner und Regula Staempfli ueber Hass als politisches Gefuehl, Wahlen und Jugend und weshalb der Iran-Krieg ein Erfolg ist. Ah, und ganz zu Beginn eine heftige Diskussion über Zivilisation. Und statt einem Zitat gibt es einen schrecklichen Erfahrungsbericht und im Anschluss eine starke Diskussion eben über Gefühle als Politik und wie sehr der Frauenhass in den letzten Jahren medial und durch miese Politik geschürt wurde. Und ja: laStaempfli mit bösen Beobachtungen zu ihrer ehemaligen Lieblingsstadt Berlin.
Isabel Rohner analysiert die Wahlen Rheinland-Pfalz wie immer brillant – unbedingt hören.
laStaempfli drängt darauf, ihre Gründe, weshalb der Iran-Krieg ein Erfolg ist und wie die westlichen Medien unsere existierenden Demokratien gefährden, anzubringen. Hört rein: laStaempfli wird dazu sicher in einer Woche oder zehn Tage Artikel dazu publizieren. Veröffentlicht hat laStaempfli zudem einen sehr spannenden Artikel über einen möglichen Femizid, der aber nicht als solcher benannt wird: Es geht um JFK JR und Carolyn Besset in der neuen Disney+ Serie.
“Meine Tochter hat mich soeben angerufen. Irgendein mieser Typ in der Bahn hat sie im Vorbeigehen angespuckt. Einfach so. So sehen manche Männer auf Mädchen herab.” Karoline Preisler. Wir, Die Podcastin, Isabel Rohner und Regula Staempfli wünschen Karoline Preisler alles Gute und äussern unser grosses Mitgefühl mit Ihr und Ihrer Tochter. Wir sind hier sehr solidarisch.
Was für eine Folge! Die Podcast geht direkt MITTEN ins Geschehen und diskutiert feurig, kontrovers und argumentationsreich über die Vorkommnisse der letzten Woche. Von Frauenhass bis Männerbashing, von Wahlen in Rheinland-Pfalz bis zur Realitätsverweigerung in Berlin und zur Berichterstattung über den Krieg gegen den Iran.
Anhören, mitdenken, weiterentwickeln! Das Bild ist AI-Generiert.
DiePodcastin wählt: Isabel Rohner & Regula Staempfli über die Wahlen in Baden-Wuerttemberg, den Iran-Krieg, nicht-geahndete Vergewaltigung in Berlin, Lanz/Precht Podcast zwecks Antiamerikanismus und Israel-Verschwörung.
“Die Freiheit wird einem nicht gegeben. Man muss sie nehmen.” Meret Oppenheim (1913-1985), Schweizer Künstlerin
Die Podcastin steigt ein mit einem Gespräch über Freiheit in der Kunst, Freiheit im Leben von Frauen und der Freiheit, nach der sich die Frauen und Männer im Iran seit nunmehr 47 Jahren sehnen. Und interessant: Letzteres (die Freiheit der Iranerinnen und Iraner) wird seit dem Krieg der USA und Israel gegen das menschenverachtende Mullah-Regime plötzlich ganz anders geframt: Haben sich 2022 nach der Ermordung von Masah Amini “Queere” und “Linke” noch öffentlichkeitswirksam die Haare abgeschnitten als Zeichen der Solidarität (wir erinnern uns an Kim de L’Horizon bei der Verleihung des Deutschen Buchpreises) wird aktuell alles verteufelt, in das die USA und Israel involviert scheinen. Die Rechte von Frauen, die Sehnsucht nach Freiheit – sie zählen nicht.
Die Rohnerin bringt aus Berlin ein aktuelles und krasses Beispiel von Relativismus, wenn es um den Iran geht: Am 11. März wurde es dank BILD publik, dass es 2025 in einem Neuköllner Jugendclub zu mehreren sexuellen Übergriffen auf mehrere Mädchen gekommen ist und zu einer Vergewaltigung. Die mutmaßlichen Täter: 8 Jungs und junge Männer zwischen 15 und 19 Jahren mit arabisch-patriarchalem Hintergrund. Weder der Jugendclub noch das zuständige Jugendamt in Neukölln schalteten die Polizei ein. Erst Ende Februar erstattete eine Polizistin, mit der das Opfer gesprochen hatte, Anzeige qua Amts wegen. Der Fall wurde inzwischen von der Berliner Innensenatorin bestätigt. LKA und Staatsantwalt sind inzwischen eingeschaltet. Die Podcastin empfiehlt allen Beteiligten im Jugendclub und im Jugendamt dringend die Lektüre des Strafgesetzbuchs: §177 regelt die Strafen bei sexuellen Übergriffen, sexueller Nötigung und Vergewaltigung. Und, oh Wunder: Nirgendwo steht, dass diese Strafen für Jungs aus muslimischen Familien nicht gelten.
Die Rohnerin & LaStämpli analysieren die Landtagswahlen in Baden-Württemberg, den Sieg des Realo Cem Özdemir und die krachende Niederlage von FDP (verpassten seit 1952 erstmals den Einzug in den Landtag) und der SPD (schaffte es mit 5,5 % gerade mal knapp). Anders als Özdemir haben es FDP und SPD immer noch nicht begriffen, dass Wahlen in der Mitte gewonnen werden – und nicht mit identitätspolitischer Entenpasteten-Politik.
Veranstaltungstipp:
Am Sonntag, 22. März 2026, 14 Uhr tritt das Hedwig Dohm Trio zum Tag der Demokratiegeschichte im Museum Predigerkirche in Eisenach (Thüringen) auf! Kommt zahlreich!
laStaempfli publizierte in den letzten drei Monaten unzählige Artikel, hielt Vorträge und führte Interviews auf “art is a piece of cake.” Auf ihrer Homepage werden Artikel, Voträge etc. aufgeführt, bitte beachten: www.regulastaempfli.eu
Hier zum Nachlesen punkto Bias der Leitmedien von Regula Stämpfli
Basierend auf dem jüngsten Angriff auf die Temple Israel Synagoge in Michigan (12. März 2026) – wo der libanesische US-Bürger Ayman Mohamad Ghazali ein explosives Fahrzeug in ein Gebäude mit 140 Menschen, darunter 100 Kindern rammte und von Security getötet wurde – und dem anfänglichen Framing als “Kontext” durch den Verlust seiner Brüder in israelischen Airstrikes (die später als Hezbollah-Terroristen enttarnt wurden) – hier laStaempfli Notizen dazu (Folgen Sie auch laStaempfli auf X) :Medien relativieren Terror, priorisieren “Opfer-Narrative” und korrigieren nur widerwillig, wenn Fakten (wie Hezbollah-Links) ans Licht kommen. Das ist kein Zufall, sondern systematischer Bias, der Terrorakte verharmlost, wenn sie ins linke Weltbild passen.
Ideologischer Schutzschild für “Opfergruppen”: Legacy-Media schützen Muslime vor “Islamophobie” um jeden Preis – anfangs wird der Angriff als “verzweifelter Racheakt” nach Familienverlust framed, statt als barbarischer Terror gegen Kinder. Erst wenn Hezbollah-Ties der Brüder (via US-Datenbanken) rauskommen, gibt’s zaghafte Korrekturen, wie bei NYT und CNN.
Relativierung durch “Kontext”-Manöver: Statt den Horror pur zu nennen (Auto-Bombe in Synagoge mit 140 Kindern), lenken Medien auf “israelische Airstrikes” ab – als ob der Tod von Hezbollah-Kämpfern (Brüder des Angreifers) eine “Rechtfertigung” sei. NYT betont den Verlust, ignoriert den Terror-Aspekt, bis Fakten zwingen.
Angst vor rechter Backlash: Harte Labels wie “Terrorist” oder “Mörder” werden vermieden, um keine “Rassismus”-Vorwürfe zu provozieren. Im Michigan-Fall nennt PBS den Angriff “crash”, fokussiert auf “Familientrauma” – bis Hezbollah-Verbindungen (nicht mal des Angreifers selbst) die Narrative platzen lassen.
Sensationalismus mit Bias-Filter: Anfangs-Spekulationen (z.B. “Rache für Airstrikes”) dominieren, um Klicks zu holen; Korrekturen zu Hezbollah-Terroristen-Brüdern kommen flüsterleise. NBC und Daily Mail berichten den “Airstrike-Verlust” prominent, den Terror-Link versteckt.
Behörden-Abhängigkeit als Ausrede: Medien warten auf FBI/NYPD-Bestätigungen (“domestic terrorism”), um harte Urteile zu umgehen – im Schweizer Bus-Fall (65-Jähriger tötet sechs) wird “psychisch labil” betont, hier “Familientrauma”, bis Hezbollah-Facts unignorierbar sind.
Postkoloniale Sympathien in Redaktionen: NYT & Co. haben Schwäche für “anti-imperialistische” Narrative; Hezbollah wird implizit als “Widerstand” gesehen, daher der Fokus auf “israelische Aggression” statt Terror. Erst wenn Brüder als Terroristen outed werden, dreht sich’s – widerwillig.
Panikvermeidung als Tarnung für Bias: “Weiche” Berichte (z.B. “keine Verletzten, nur Feuer”) dämpfen Empörung, um Eskalation zu verhindern – aber wirklich geht’s darum, den “Opferstatus” des Angreifers (via Airstrikes) zu erhalten, bis Hezbollah-Links die Lüge entlarven.
Zielgruppen bedienen für Linksliberale: Urbane Leser wollen “nuanciert” – also “Kontext” über Hezbollah-Brüder als “Opfer” statt “Terroristen”. Apologien kommen, aber der Schaden ist getan; X-Diskussionen outen den Bias, den Legacy-Media ignoriert.
Priorisierung rechter Bedrohungen: Medien pushen “Rechtsextremismus” als Top-Gefahr; islamistische Akte (wie dieser mit Hezbollah-Ties) werden downgeplayt. Im NY-Fall (ISIS-inspiriert) ähnlich: Erst “rassistisch”, dann Wahrheit – hier “Trauma”, dann Terror.
Dann die Lanz/Precht-Geschichte auf https://regulastaempfli.eu/?p=11689 nachzulesen.
#DiePodcastin in Action: Isabel Rohner & Regula Staempfli über Berlin & Propaganda, KI-Skandal von ZDF, Handyverbot an den Schulen, Social Media Verbotsdiskussion.
“Die effektivste Art, etwas zu tun, ist, es zu tun.” Amelia Earhart (1897-1937), US-amerikanische Pionierin der Luftfahrt.”
Die Podcastin direkt in medias res: Frauen hatten jahrhundertelang nicht die Möglichkeit ZU TUN, weil sie Frauen waren. Umso wichtiger, dass die Frauen im Westen das nicht vergessen und ihre Freiheit bewahren – und jeden Tag die Unfreiheit der Frauen unter den Islamofaschisten in Afghanistan oder im Iran anprangern.
Eine Schrumpelgurke der Woche geht an die FAZ für ihren Meinungsartikel von Johannes Leithäuser, in dem er im Kontext der Verhaftung von Andrew Mountbatten-Windsor ernsthaft von “sexuellen Begegnungen mit minderjährigen Gespielinnen” schreibt und damit den Missbrauch von Mädchen schlicht normalisiert. Furchtbar! Man fragt sich, was der Journalist eigentlich beruflich macht. Die Realität zu beschreiben, gehört offenkundig nicht dazu.
laStaempfli über den KI-Skandal von ZDF. Im “heute journal” wurde ein gelenkter (Framing) Beitrag gesendet. Unter die scharfe These der Kinderverfolgung durch Trumps Behörde ICE, wurde ein KI-generierter, brutaler Film gezeigt. Gleichzeitig wurde ein alter Archivbeitrag ebenfalls ausgestrahlt, der als Beleg für die schrecklichen Übergriffe durch die US-amerikanischen ICE- “Truppen” herangezogen wurde. Das ZDF reagierte zunächst mit Abwehren und verstieg sich darauf, naja, man hätte bloss versäumt, die KI-Bilder zu kennzeichnen und öffentlich zu machen.
Die Podcastin ist sich einig, nein: Es geht nicht um das. Die KI-Geschichte zeigt das Thesen-Journalismus-Verständnis von ZDF, DAS KEIN JOURNALISMUS MEHR IST. Der Vertrauensverlust in die Kernaufgabe des ÖRR ist fundamental. Die Grenze zwischen Realität und Symbolik wird von ZDF aufgehoben, nicht verstehend, wie sehr dieser Wirklichkeitsverlust die Demokratie zerstört. Die symbolische Arroganz, die ZDF ständig mit seinen Haltungsinformationen statt Reportage, Recherche und Investigation zu Tage legt, macht die Menschen, die hohe Gebühren zahlen, wahnsinnig wütend. Und es fördert den Politikverlust. Der öff-rechtliche Sonderstatus verpflichtet zu professionellem Standard.
Großen Jubel hingegen löst Podcastin-Hörerin Melanie Schulz aus: Sie regt sich immer über die langen Schlangen vor den Frauenklos auf und kann die blöden Sprüche nicht mehr hören. Ihre Reaktion: Gnadenlose Realität. Nicht nur, dass sie immer wieder die Gründe für die langen Schlangen erklärt (es gibt weniger Frauenklos, Frauen müssen mehr Klamottenablegen als Männer, haben oft Kinder dabei und müssen dadurch häufiger) – sie zählt auch! Die beeindruckende Liste, die sie an Die Podcastin geschickt hat, umfasst hunderte von Lokalitäten, viele davon in Berlin, aber auch in anderen Städten. Die Rohnerin liest einiges daraus vor, LaStämpfli ist schockiert. Kein Wunder, sind die Schlangen in der Philharmonie Berlin vor dem Frauenklo so lang: Die Frauen müssen sich im Foyer 8 Toiletten teilen, während die Männer sage und schreibe 16 (!) Toiletten zur Verfügung haben.
TERMINE
Der Frauentag naht und damit eine kleine Tournee des Hedwig Dohm Trios. Kommt zahlreich:
Zudem: 15. März 2026, 14 Uhr: Breitscheidplatz Berlin für Mädchen- und Frauenrechte und Religionskritik! Demonstration, initiiert von Frauenheldinnen, Aktion “Unsere Mädchen”
Das Bild heute stammt von naecronaut. Danke für das Bild!
#DiePodcastin on Identitaet: Isabel Rohner und Regula Staempfli im sprechenden Denken. Es geht um alles, naemlich die Frauen. Anpassung ist keine Tugend. Freiheit, Demokratie, Frauenrechte. Feminismus, der vor islamistischer Gewalt schweigt, ist kein Feminismus. Die Podcastin im Mena-Watch-Interview. Das EU-Parlament auf Frauenauslöschungskurs: Empfehlungen an die UN-Frauenkonferenz ausschliesslich für Männer (etwas polemisch formuliert.) Isabel Rohner und Regula Staempfli im besten sprechenden Denken über den RIESENBACKLASH durch alle Parteien gegen FRAUEN.
Die EU-Parlamentsempfehlung ist Ideologie und Empfehlung derselben durch die perfide Hintertür und Auslöschungsstrategie für Frauen.
Sie wirft erhebliche grundrechtliche und rechtsstaatliche Fragen auf:
“Freiheit, Demokratie, Frauenrechte – das sind einfach die entscheidenden Aspekte.” Isabel Rohner
“Feminismus, der vor islamistischer Gewalt schweigt, ist kein Feminismus.” Regula Stämpfli
Die Macherinnen von “Die Podcastin” im Interview mit Geneviève Hesse bei mena-watch: https://www.mena-watch.com/feminismus-bei-islamismus-schweigt-ist-keiner/
Das EU-Parlament hat den Verstand verloren: Am 12. Februar 2026 haben 340 Abgeordnete (141 waren dagegen) einen Bericht mit vermeintlich frauenpolitischen (!) Empfehlungen beschlossen, die an die UN-Frauenkonferenz im März weitergeleitet werden soll mit dem Ziel, diese Empfehlungen als UN-weite Standards zu etablieren. Problem: Die EU empfiehlt darin, die Geschlechtskategorie aufzuheben und anzuerkennen, dass auch Männer Frauen sein können.
Und damit nicht genug: Das EU-Parlament hat auch einen Änderungsantrag abgelehnt (!), der zumindest darauf hingewiesen hätte, dass nur Frauen schwanger werden können…! https://europeanconservative.com/articles/news/trans-women-are-women-eu-parliament-says/
laStaempfli zeigt, weshalb WOKE alles andere als erledigt ist, wie einige Titelgeschichten von Männern behaupten, sondern alive and kicking like hell:
Woke ist vorbei“ ist keine Analyse, es ist Wunschdenken. Es ist das bürgerliche Äquivalent zum „Ende der Geschichte“ – nur diesmal von rechts ausgerufen. Wer glaubt, eine Ideologie verschwinde, weil ein paar Leitartikler genervt sind, hat nichts über Macht gelernt.
Woke ist nicht tot. Woke ist institutionalisiert. laStaempfli erklärt den Zusammenhang zwischen Digitalen Zeitalter und Sprechakten und erinnert daran: Auch der Kommunismus war “nur” eine Idee, bestand aus Sprechakten und produzierte Millionen von Leichen.
Erstens: Woke ist keine Mode, sondern eine normative Matrix.
Es ist ein geschlossenes Deutungssystem über Macht, Sprache, Körper und Identität. Es operiert mit klaren Kategorien: Opfer/Privilegierte, Sichtbarkeit/Unsichtbarkeit, Schutz/Strafe. Solche Raster verschwinden nicht, sie reproduzieren sich in Ausbildung, Verwaltung, Medien.
Zweitens: Woke sitzt im Apparat.
Diversity-Offices, Gleichstellungsstellen, Antidiskriminierungsbeauftragte, Compliance-Abteilungen – das ist kein Twitter-Hashtag, das ist Haushaltsrealität. Ideologien sterben nicht, wenn sie Budgetzeilen haben.
Drittens: Generationelle Verankerung.
Millennials und Gen Z wurden sozialisiert in einer Sprache der Identitätspolitik. Nicht als Randphänomen, sondern als moralische Grundausbildung. Wer heute in Redaktionen, NGOs, Ministerien oder Universitäten neu eintritt, bringt diese Prämissen mit. Das ist keine Welle. Das ist ein Kader.
Viertens: Moralischer Absolutheitsanspruch.
Woke definiert sich nicht als Meinung, sondern als ethische Notwendigkeit. Wer widerspricht, ist nicht falsch, sondern problematisch. Diese Moralisierung immunisiert gegen Widerlegung. Ideologien mit moralischer Selbstlegitimation sind langlebig.
Fünftens: Sprachpolitik als Machttechnik.
Wenn Begriffe normiert werden, wird Realität normiert. Sprache schafft Deutungsräume. Wer Begriffe kontrolliert, kontrolliert die Diskursgrenzen. Und woke hat die semantische Schlacht in vielen Institutionen gewonnen.
Sechstens: Verwaltungslogik.
Woke ist bürokratisch kompatibel. Es erzeugt Checklisten, Schulungen, Meldewege, Sensibilisierungsmodule. Bürokratien lieben solche Instrumente. Sie schaffen Legitimität und Beschäftigung zugleich.
Siebtens: Ökonomische Anschlussfähigkeit.
Konzerne haben Diversity als Risikomanagement und Markenstrategie integriert. Das ist keine Weltverbesserung, das ist Reputationsökonomie. Und solange Märkte auf Image reagieren, bleibt das.
Achtens: Der Mythos vom „Backlash“.
Ja, es gibt Gegenbewegungen. Aber Backlash ist kein Ende, sondern Teil der Dialektik. Jede ideologische Dominanz erzeugt Opposition. Das beweist ihre Relevanz, nicht ihr Verschwinden.
Neuntens: Akademische Reproduktion.
Gender Studies, Postcolonial Studies, Critical Race Theory – das sind nicht nur Seminare, sondern Karrierepfade. Wer dort ausgebildet wird, geht in Journalismus, Kulturverwaltung, Politikberatung. Ideologie wird so Profession.
Zehntens: Woke ist attraktiv.
Es bietet jungen Menschen moralische Klarheit, Zugehörigkeit, Sinn. In fragmentierten Gesellschaften ist das Gold wert. Identität ersetzt Klasse, Moral ersetzt Religion, Sichtbarkeit ersetzt Transzendenz.
Wer also schreibt „Woke ist vorbei“, verwechselt mediale Ermüdung mit strukturellem Wandel. Man ist vielleicht des Tons müde, nicht der Architektur.
Und noch etwas: Woke funktioniert nicht nur als Überzeugung, sondern als Karrierebeschleuniger. Wer woke spricht, signalisiert Sensibilität, Modernität, moralische Überlegenheit. Das verschafft Positionen. Solange das gilt, bleibt es rational, sich anzupassen. Das Entscheidende ist: Woke ist nicht nur eine Meinung über Minderheitenrechte. Es ist eine Theorie der Welt. Eine Theorie, in der Macht allgegenwärtig ist, Identität politisch ist, Sprache strukturell wirkt und Neutralität Verdacht erzeugt. Das ist ein Paradigma. Paradigmen sterben nicht durch Schlagzeilen. In vielen westlichen Verwaltungen sitzt diese Logik inzwischen selbstverständlich. Sie entscheidet über Fördergelder, Programmausrichtung, Personalpolitik. Sie ist nicht laut, sie ist administrativ. Und administrative Ideologie ist die langlebigste Form überhaupt. Deshalb muss die Finanzierung von NGOs radikal gestrichen werden. Denn ohne Budget hat noch keine Ideologie überlebt.
“Da kann einer 30 Dummheiten von sich geben, er wird doch den Preis davontragen. Wegen seines Bartes.” Marie le Jars de Gournay (1565-1645), französische Schriftstellerin, Philosophin und feministische Pionierin.
#DiePodcastin trauert: Isabel Rohner und Regula Staempfli ueber Gewalt an Frauen, Deutschlands Bordell aequivalent mit Epstein. Erinnerung an Rita Süssmuth und den Mut zum feministischen Weitermachen.
Ganz zu Beginn weist Die Podcastin darauf hin, dass egal wie furchtbar Donald Trump ist, folgende Entscheide, die weltpolitische und demokratische Bedeutung haben, nicht geschehen wären und die die Welt für Frauen (und Männer) gerettet haben: 1. Wäre Kamala Harris Präsidentin geworden, die islamische Republik Iran hätte die Atomwaffe und die gesamte Welt den schlimmsten Horror. 2. Wäre Kamala Harris Präsidentin geworden, wären die israelischen Geiseln der Terrororganisation Hamas nicht frei. 3. Wäre Kamala Harris Präsidentin geworden, die Epstein-Files wären nie veröffentlicht. 4. Wäre Kamala Harris Präsidentin geworden, Männer würden im Frauensport alle Preise und Stipendien abräumen.
Epstein-Files:
Die Schrumpelgurke der Woche geht an SZ, Bild, Die Zeit, FAZ, RTL, Manager Magazin, Sky, Der Standard, Berliner Morgendpost, NZZ, Watson, Tagesspiegel u.v.m., die alle im Kontext des Kindermissbrauchsrings von Epstein und seinen mächtigen Schergen von “minderjährige Frauen” schreiben. MINDERJÄHRIGE FRAUEN! Gehts noch?
Die Rohnerin führt die exzellente Theorie der Ent-Subjektivierung der Frauen an bei Epstein und beim WEF. Was auffällt: Die Täter kommen nie wirklich vor. Es ist eine Männer-Elite-Komplizenschaft, die sich auch nach Bekanntwerden der Vergewaltigungen gegenseitig schützt.
Epstein-Files: laStaempfli entwickelt den ganz neuen Dreh, den Vergleich zwischen Deutschland als Staat und Epstein als Privater, der ein Netzwerk von Gewalt an Mädchen und Frauen unterhält. Die parteipolitische Last auf Seiten von Labour, europäische Sozialdemokratie, Demokraten wiegt schwer. Die Geschichte rund um Epstein war lange eine Geschichte der Demokraten und deshalb wurden die Files nicht veröffentlicht. Nun haben die Demokraten Blut geleckt, lenken von sich ab und lenken auf Trump. Epstein wird zum politischen Machtpoker und einmal mehr verlieren die Frauen.
Pornokratie und sexuelle Gewalt. Pornografisierte Misogynie ist keine Ausnahme, sondern Schmierstoff der Macht.
Sexkauf, Pornokratie und die systematische Entzivilisierung
Pornokratie ist normalisiert. Deutschland macht als Staat mit der Prostitution was Epstein als Privatperson gemacht hat.
Empörung über Männer von Frauengruppen, die Sexarbeit propagieren: Bei Sexarbeit plappern die Idiotinnen von Freiwilligkeit, bei Epstein ist es dann sexuelle Gewalt. Die Dummheit, die Bigotterie solcher Positionen lässt meinen Kopf explodieren.
Pornokratie ist ein strukturelles Herrschaftssystem: In Deutschland systematisch von Staates wegen Menschenhandel, bei Epstein als Private Clubs Menschenhandel betrieben.
Frauen dürfen nie Mittel zum Zweck sein: Sex ist nicht mehr Liebe, sondern Pornokratie.
Die Pornokratie ist omnipräsent: Es geht im Spätkapitalismus um Konsum und Aufmerksamkeit, es gibt keine Leistung mehr. Und Ausbeutung wird nihilisiert, d.h. entmoralisiert. Pornokratie lebt genau von dieser Fiktion: „Das ist ihr Beruf.“ Das ist der Satz, der Gewalt in Konsens umetikettiert.
Deutschland hat keinen Schutz für Mädchen und Frauen mit den Gewaltbordellen und der Legalisierung von Sex, sondern ist Marktmanager geworden. Epstein war privater Manager auf den höchsten Etagen der Macht
Die Empörung über Epstein ist wichtig: So legitimiert sich Pornokratie nicht, das sollte die Lehre für Deutschland sein.
Pornokratie löscht den Bürgerstatus der Frauen auf und verwandelt diese in Sklavinnen auf Zeit gegen Geld.
Rita Süssmuth ist am 1. Februar 2026 im Alter von fast 89 Jahren gestorben. Für die Rohnerin Anlass, an die großen frauenpolitischen Errungenschaften dieser großen Politikern (1985-1988 erste Bundesfrauenministerin, 1988-1998 Bundestagspräsidentin) zu erinnern. Ihr und ihrem parteiübergreifenden Geschick verdanken wir Frauen in Deutschland u.a.:
die Erweiterung des Art. 3, Abs. 2 des Grundgesetzes um den Verfassungsauftrag: “Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.”
Anspruch auf Erziehungsgeld und Erziehungsurlaub
Anerkennung von Erziehungszeiten auf die Rentenversicherung
die deutliche Anhebung steuerlicher Kinderfreibetrag
dritter Weg in der Debatte um §218
Strafbarkeit von Vergewaltigung in der Ehe
Im Buch “100 Jahre Frauenwahlrecht. Ziel erreicht! … und weiter?” (Helmer Verlag) haben Isabel Rohner und Rebecca Beerheide Rita Süssmuth interviewt. Große Empfehlung!
Die grosse Rita Süssmuth mit Isabel Rohner mit dem gemeinsamen Buch: 100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland, wie toll.
Hier die Buchempfehlung aus dem Iran: Nila. Auf den Strassen Teherans. Pfaueninselverlag, 2026.
Story zu Peter Mandelson see https://www.focus.de/politik/ausland/prince-of-darkness-epstein-naehe-von-parteikollege-stuerzt-starmer-in-tiefe-krise_8bda127f-3e5d-476d-82b8-cec3dd1763bf.html
#DiePodcastin empathisch: Isabel Rohner und Regula Staempfli über Geopolitik und den Vormarsch der Frauen in Venezuela und im Iran. Und wie schön es wäre, wenn die Männer mal zuhören würden.
“Mein Trainer sagte, ich renne wie ein Mädchen. Und ich sagte: Wenn er ein bisschen schneller rennen würde, könnte er das vielleicht auch.” Mia Hamm, US-amerikanische Fußballlegende. 2001 erste Weltfußballerin des Jahres.
LaStaempfli und Rohnerin sind sich mal wieder nicht einig, ausser in den entscheidenden Fragen. Doch das sprechende Denken dreht sich um Begriffe wie Empathie und die brutale Einsicht: Ideologien hassen Frauen, egal welche. Dann konzentrieren sich die beiden Doktorinnen ihres Fachs auf die geopolitische aktuelle Situation (laStaempfli möchte eigentlich täglich ein Buch dazu schreiben) und erkennen: Es sind die Frauen, die gesellschaftlichen und revolutionären Umsturz beginnen und tragen – die Männer machen dann einach wieder Vieles kaputt.
Gleich zu Beginn auch der Fall Volker Beck – ein wichtiger Politiker für Israel, ein wirklich übler, sexistischer Mann gegen Frauen, insbesondere gegen die tolle Biologin Marie-Louise Vollbrecht, die im CICERO ein Interview über ihren mutigen Weg gegen konzentrierter Hasswelle der Transaktivisten gegeben hat. Der Volker Beck attackiert Frau Vollbrecht auf X nach diesem Interview im Cicero brutal, so dass frau sich besorgt fragt: Woher dieser Hass von Männern auf Frauen allgemein und einzelne Frauen im Besonderen? Die Podcastin zeigt sich laut und solidarisch: Wir Alle müssen zusammenstehen, wenn wieder eine von uns Frauen öffentlich exekutiert werden soll. Hier der Link zum Interview: https://www.cicero.de/kultur/folgen-von-cancel-culture-biologin-vollbrecht-interview
Bevor laStaempfli dies vergisst – in der Sendung hat sie es tatsächlich nicht gesagt: Wo die Medien versagt haben, ein genialer Artikel vom Der Perlentaucher, siehe https://www.perlentaucher.de/essay/die-antiisraelische-tendenz-deutsche-medien-seit-dem-7-oktober.html
Zu Israel hat laStaempfli einen der schönsten Artikel in der Die Weltwoche – auf www.regulastaempfli.eu wird das nächste Woche aufgeschaltet. Wenn Ihr digital den Artikel kauft, umso besser.
Zum Thema Venezuela und Iran ein Gedicht und zehn Thesen von laStaempfli:
Öl glänzt wie Gold,
Ideen wiegen schwer.
In Teheran und Caracas
hat mann vergessen,
dass Zukunft weiblich spricht.
Männer bauen Systeme,
um sich selbst bewundern.
Frauen tragen Städte
durch leere Regale
und lange Nächte.
Die Welt schaut auf Parolen,
verpasst den Alltag.
Doch dort,
wo Haare fallen,
wo Brot geteilt wird,
beginnt Veränderung.
Nicht mit Fahnen.
Nicht mit Reden.
Sondern mit Freiheit und Leben.
Regula Staempfli und Die Berichterstattung über Maduros Sturz – eine US-Operation, die ihn nach New York vor Gericht brachte – wurde von ideologischen Scheuklappen geprägt: Fokus auf US-“Imperialismus” statt auf Maduros Netzwerke. Dies führte zu Auslassungen, die das Publikum desinformierten.
Ignoranz geopolitischer Allianzen: Leitmedien versäumten es, Venezuelas Hub-Funktion für die VR China, die islamische Republik Iran sowie Russland zu erzählen. Gleichzeitig wurde die wichtigste Migrationskrise unserer Gegenwart einfach verschwiegen, gelöscht. Dies ermöglichte geopolitische Angriffe der Autokratien und Diktaturen auf die westlichen Demokratien.
Selektive Humanitätsfokussierung: Während sie Venezuelas humanitäre Krise beklagten, ignorierten Medien, wie Maduro dahinter steckte, wie Maduro iranische Repressionsmittel und Ressourcen nutzte, um sein Volk nach klassisch sozialistisch-islamofaschistischer Regelung zu knechten.
Bias gegen US-Interventionen: Maduros Entfernung wurde als “imperialistischer Akt” geframt, ohne zu prüfen, wie sie Drogennetzwerke via VR China und Terrorfinanzierung beendete.
Inkompetenz der Medienberichterstattung. Es war klar, dass die Entfernung Maduros Iran massiv schwächt, auch den Einfluss der VR China in Südamerika bremst. Iran hat in Venezuela gerade ein Milliardenvermögen verloren, Russland auch, doch darüber redet niemand – weshalb eigentlich nicht. Maduros Rolle als Brückenkopf und Einfallstor für VR China, Terrornetzwerk, Drogenhandel gegen die USA und Europa blieb in den letzten Jahren einfach “ein schwarzes Loch.” Deshalb in Deutschland auch die miserable Berichterstattung zum diesjährigen Nobelpreis.
Ideologische Verharmlosung des Sozialismus als Propagandatool für “Demokratischen Sozialismus” bspw. bei Mamdani, dem neugewählten Bürgermeister in N.Y. Die “Wärme des Kollektivs”, das Mamdani beschwört, führt direkt in den Gulag.
Bubble-Effekt in der Berichterstattung: Versagen die Leitmedien, versagt die Berichterstattung weltweit und schadet den demokratischen Systemen.
Mehr dazu auch auf www.regulastaempfli.eu und X.
Dann über Recherchen, die gemacht werden müssten: Der Tech- Multimilliardär und VR China Kommunist Roy Singham siehe https://en.wikipedia.org/wiki/Neville_Roy_Singham und https://www.nytimes.com/2023/08/05/world/europe/neville-roy-singham-china-propaganda.html unterstützt über eine NGO und Stiftungen die Pro-Islamofaschistischen Gruppen in den USA und anerswo. Unsere Leitmedien müssten endlich kritisch über den NGO-Komplex berichten, analog den kritischen Berichten zu den Lobbies. Die Free Press glänzt wieder mit einer genialen Reportage: https://www.youtube.com/shorts/0L4i0pFAaCU und https://www.facebook.com/NewsNationNow/videos/pro-maduro-protests-are-organized-with-paid-actors-reporter-on-balance/811521438578587/
Zum Ende noch ein paar Tipps:
Rona Duwe beim Podcast “Gegenaufklärung”: https://www.youtube.com/watch?v=QEouzcYRdU0
Isabel Rohner liest neu am 8. 2. 2025 zur Krimimatinée im Kreuzberger Stadtteilzentrum F1 (Friedrichstraße 1, direkt an der U-Bahn Hallesches Tor)
Stefanie Sargnagel: IOWA: https://www.rowohlt.de/buch/stefanie-sargnagel-iowa-9783499011306
“Wenn alle sagen, dass man nichts wert ist und scheitern wird, ist der Druck enorm. Nach all unseren Kämpfen als Frauen war es das Schönste, was uns passieren konnte, als die Nationalhymne gespielt wurde. Unser Land zu vertreten, obwohl man uns gesagt hatte, wir gehörten in die Küche und seien Huren, war eine großartige Leistung.” Khalida Popal, Gründungsmitglied und erste Kapitänin des afghanischen Fußballnationalteams der Frauen. Das Zitat bezieht sich auf das erste Auswärtsspielt 2007 in Pakistan. 2011 ist Popal aus Afghanistan geflohen, nach der Machtübernahme der Taliban 2021 half sie über 600 Sportlerinnen bei ihrer Flucht. Völlig irre, dass der SPIEGEL sie in der aktuellen Chronik des Jahres 2025 vollverschleiert zeichnet. Popal im Porträt des Guardian: https://www.theguardian.com/football/article/2024/jun/08/khalida-popal-i-was-accused-of-wanting-to-brainwash-women-to-play-football
#DiePodcastin afghanisch: Isabel Rohner und Regula Staempfli über Talibans hier und dort, u.a. im Der Spiegel, Skandal des Deutschen Journalistenverbands DJV, Konstantin Wecker und die Epstein-Files und die neue postkoloniale Weisswaschung der Genitalverstuemmlung.
Was ist mit dem Deutschen Journalistenverband (DJV) los? Er veröffentlichte eine Handreichung (übrigens die einzige Handreichung auf seiner Homepage) ausgerechnet zur “Berichterstattung über Sexarbeit”. Entstanden ist die Broschüre dabei übrigens als Gemeinschaftsprojekt (!) mit einem Lobbyverband. Ziel: “eine sachliche, differenzierte und respektvolle Berichterstattung”. Interessanterweise ist die Broschüre dann voll von Ideologie und Verharmlosung: z.B. auf S. 15 “Sexarbeit ist nicht Problem, sondern die Lösung.” oder auf S. 8 “Sexarbeit schafft für Frauen ein Angebot für positive Erlebnisse. Sie kann ein Schutzraum sein für Opfer sexualisierter Gewalt.” Das erreichen die Journis natürlich nur durch eine gnadenlose Umdefinition und grundlegend neues Wording. So rät die Handreichung, nicht mehr von “Rotlichtmilieu” zu schreiben, sondern von “Branche”. Auch “Zuhälter” sei kein angemessenes Wording, besser sei es von “Betreiber” zu schreiben. “Armutsprostitution” gäbe es schlicht nicht, da es doch bei jeder Erwerbstätigkeit darum ginge, Geld zu verdienen. Und und und. Die Rohnerin bringts auf den Punkt: “Spinnt ihr, DJV?” https://www.djv.de/einsatzfelder/chancengleichheit-diversity/handreichung-berichterstattung-sexarbeit/
Hier der erwähnte Artikel von Regula Staempfli über das im Kohlhammer Verlag erschienen Werk über Ali Khamenei: Islamismus als Projekt der Gegenaufklärung. https://regulastaempfli.eu/?p=11555 Dann der Artikel über die Forschergruppe, die postkoloniale Weisswaschung betreibt, indem Genitalverstuemmelung als “Designer Vagina” legitimiert werden soll: https://www.nzz.ch/wissenschaft/forscher-kritisieren-verbot-weiblicher-genitalverstuemmelung-ld.1917417 “Folter als Kultur.”
Hier laStaempflis Thesen zu Konstantin Wecker und die Epstein Files: Wie Minderjährige von den Medien sexualisiert und verkauft werden, siehe SZ-Titel: “Der Mann und das Mädchen” 20.11.2025. Die Frau, die den Epstein-Fall überhaupt ins Rollen brachte, heisst Julie K. Brown siehe https://www.sueddeutsche.de/medien/usa-epstein-trump-journalistin-julie-brown-1.4523865
Missbrauch beginnt nicht mit Gewalt, sondern mit Aufmerksamkeit.
Epstein wie auch andere mächtige Männer, wie der Fall Konstantin Wecker zeigte, wurden nicht gefährlich, weil sie brutal waren, sondern weil sie zuhörten, förderten, versprachen. Aufmerksamkeit ist die erste Währung der Manipulation.
Das Narrativ vom „einvernehmlichen Verhältnis“ ist eine Tätererfindung.
Minderjährige können Machtgefälle nicht „frei wählen“. Wer das behauptet, verschiebt Verantwortung vom Täter zum Opfer.
„Ich war in einer schwierigen Phase“ ist keine Erklärung, sondern eine Schuldabwehr.
Persönliche Krisen (wie bei Konstantin Wecker Alkoholismus, Drogen etc.) rechtfertigen keinen Missbrauch. Dieses Argument dient ausschließlich dazu, Empathie für Täter zu erzeugen – nie für Opfer.
Kunst, Genie, Charisma oder politische Bedeutung sind keine mildernden Umstände, sondern Verstärker.
Je größer die Bühne eines Mannes, desto größer sein Schutz. Ruhm funktioniert wie ein Schutzschild gegen Strafverfolgung.
Medien verharmlosen Missbrauch, wenn sie Täterliteratur betreiben.
Titel wie „Der alte Mann und das Mädchen“ (Der Titel der Süddeutschen Zeitung zum Fall Konstantin Wecker) romantisieren Gewalt. Sie löschen das Leid der Betroffenen aus und ästhetisieren asymmetrische Macht.
Die sogenannte „Sexarbeit“-Rhetorik verschleiert systemischen Zwang.
Wenn junge Frauen in ökonomisch abhängigen Situationen „freiwillig“ handeln sollen, handelt es sich nicht um Freiheit, sondern um Marktlogik ohne Schutzrechte.
Epstein und auch Konstantin Wecker sind keine Einzelfaelle, sondern ein Systemknoten.
Sein Netzwerk zeigt, wie Kapitalismus, Patriarchat und Straflosigkeit zusammenwirken. Nicht wer die Täter sind, ist entscheidend – sondern wie lange die Täter geschützt wurden.
Opfer verlieren nicht nur ihre Unschuld, sondern ihre Erzählhoheit.
Ihre Geschichten werden bezweifelt, relativiert, juristisch zermürbt oder medial trivialisiert. Das ist sekundäre Gewalt.
Gesellschaften schützen Täter, wenn sie ihnen nützen.
Solange Männer Macht, Geld oder kulturelles Kapital liefern, wird ihr Missbrauch als „Fehltritt“, „Affäre“ oder „tragische Verstrickung“ umgedeutet.
Wirkliche Aufarbeitung beginnt erst, wenn wir aufhören, Täter interessant zu finden.
Nicht ihre Biografien, ihre Gefühle oder ihre „dunklen Phasen“ sind relevant – sondern die zerstörten Leben der Mädchen und Frauen. Gebt endlich den Opfern die Stimmen.
Zu Epstein und den Journalisten hat UEBERMEDIEN mal ein ganz spannendes Stück über Andrian Kreye gemacht: https://uebermedien.de/44393/was-die-sueddeutsche-zeitung-zum-fall-jeffrey-epstein-nicht-schreibt/ Hier Die Zeit über Epstein, sehr lesenswert: https://www.zeit.de/thema/jeffrey-epstein
Hier der offene Brief von Regula Staempfli im Anschluss an die Handreichung:
Good News zum Schluss: In der neuen EMMA wird das HEDWIG DOHM TRIO porträtiert https://www.emma.de/artikel/mehr-stolz-ihr-frauen-342205 – und auch sonst ist diese Ausgabe SEHR lesenswert, u.a. dank der besten Cover-Geschichte seit Jahren “Die neuen Frauen”.
Hier noch der offene Brief von Dr. Regula Staempfli an den DJV im Anschluss der Folge der “Die Podcastin.” Bitte teilen!
Offener Brief an den Deutschen Journalistenverband (DJV)
Zur „Handreichung zur Berichterstattung über Sexarbeit“ 26.12.2025.
Sehr geehrte Damen und Herren des Deutschen Journalistenverbands,
was ist mit Ihnen los?
Der Deutsche Journalistenverband, der sich als Hüter journalistischer Standards, Unabhängigkeit und Kritikfähigkeit versteht, veröffentlicht eine Handreichung auf der eigenen Website zur „Berichterstattung über Sexarbeit“ – dies ausgerechnet als Gemeinschaftsprojekt mit einem Lobbyverband. Allein dieser Umstand hätte höchste Alarmbereitschaft auslösen müssen. Stattdessen wird die Broschüre als Beitrag zu einer „sachlichen, differenzierten und respektvollen Berichterstattung“ beworben.
Was Sie tatsächlich vorlegen, ist jedoch keine journalistische Handreichung, sondern ein ideologisch durchtränktes Framing-Papier, das zentrale Probleme sexualisierter Ausbeutung sprachlich entsorgt, strukturelle Gewalt verharmlost, ja streckenweise legitimiert, und kritische Begriffe systematisch aus dem öffentlichen Diskurs tilgen will.
Wenn in Ihrer Broschüre Sätze stehen wie
„Sexarbeit ist nicht das Problem, sondern die Lösung“ (S. 15)
oder
„Sexarbeit schafft für Frauen ein Angebot für positive Erlebnisse. Sie kann ein Schutzraum sein für Opfer sexualisierter Gewalt“ (S. 8),
dann überschreiten Sie jede Grenze der Würde des Menschen. Ihre “Handreichung” ist das Gegenteil von faktenbasierten Journalismus. Die Handreichung reproduziert Narrative, die seit Jahren von der Prostitutionsbranche, den Interessenverbänden vertreten werden. Ihre Handreichung missachtet alle bisherigen Statistiken, Recherchen, Opferstudien sowie Traumaforschung.
Besonders skandalös ist das von Ihnen propagierte neue Wording, das Realitäten nicht beschreibt, sondern umdeutet:
Diese sprachlichen Eingriffe sind keine Präzisierung, sondern politische Propaganda. Sprache wird hier nicht genutzt, um Wirklichkeit sichtbar zu machen, sondern um Menschenhandel mit neuen Begriffen zu normalisieren, ja zu legalisieren. Journalismus wird so zum Transportmittel von Zuhälter-Interessen – nicht zu deren kritischer Instanz.
Gerade von einem Journalistenverband müsste man erwarten, dass er seine Mitglieder zur Skepsis gegenüber Lobby-Sprech, zur Trennung von Bericht und Aktivismus und zur Auseinandersetzung mit widersprüchlichen Befunden anhält. Stattdessen liefern Sie eine Anleitung zur Selbstzensur kritischer Begriffe zugunsten der Propaganda von Prostitution, den Menschenfleischverkauf auf Zeit.
Die Frage, die sich stellt, ist daher schlicht:
Wessen Interessen vertreten Sie hier eigentlich – die der journalistischen Öffentlichkeit oder die eines politischen Projekts?
Die Podcastin Dr. Isabel Rohner brachte es in der neusten Folge von der „Die Podcastin“ – aufgeschaltet 26.12.25 treffend auf den Punkt:
„Spinnt ihr, DJV?“
Diese Frage ist leider berechtigt.
Wir fordern den DJV daher auf,
Mit nachdrücklichen Grüßen
Dr. Regula Stämpfli
Politische Philosophin, Bestellerautorin, Journalistin BR
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