ERF Plus - Anstoß

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ERF Plus - Anstoß episodes

  • Warum bin ich so mutlos?
    Gedanken von Bernd Kortmann zum Bibeltext Psalm 43,5.

    Ich bin wirklich dankbar, dass der Winter schon lange vorbei ist. Die Dunkelheit, der graue Himmel, das trübe Licht am Morgen. Das zehrt an meinen Kräften. Wenn ich früh aufstehe und es draußen noch dunkel und kalt ist, kostet mich das mehr, als ich manchmal zugeben will.

    Natürlich weiß ich, dass die Tage im Lauf des Frühjahrs länger werden. Dass die Sonne häufiger rauskommt. Und da ist noch mehr Hoffnung, die ich haben kann: Dass es eine warme Mahlzeit gibt. Dass die Menschen, die mir wichtig sind, gesund sind. Dass heute keine Bombe einschlägt.

    Das klingt selbstverständlich, ist es aber nicht. Und gerade deshalb ist es wichtig, sich das immer wieder vor Augen zu halten.

    Der Schreiber von Psalm 43 kennt das Gefühl ebenfalls. Winterdepression. Antriebslosigkeit. Er stellt sich eine ehrliche Frage – und beantwortet sie direkt selbst:

    „Warum bin ich so mutlos? Warum so traurig? Auf Gott will ich hoffen, denn eines Tages werde ich ihn wieder loben. Meinen Retter und meinen Gott."

    Er redet sich nicht aus seiner Traurigkeit heraus. Er redet nichts schön, sodass man es ihm wirklich abnimmt. Im Gegenteil, er setzt auf etwas anderes. Es sagt: Auf Gott will ich hoffen. Nicht weil die Umstände es hergeben, sondern weil Gott vertrauenswürdig ist.

    Das erlebe ich auch so. Es gibt Tage, da fällt mir mein Glaube leicht. Und Tage, da fällt mir das Glauben echt schwer. Aber die Wahrheit bleibt dieselbe: Mein Retter ist und bleibt Gott!

    Worauf setzen Sie ihr Vertrauen an Tagen, an denen es Ihnen nicht gut geht? Ich hätte da einen Tipp: Wie wäre es mit Gott?!

    Bibellesen unter bibleserver.com

    Autor: Bernd Kortmann

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    3 min
  • Nicht auf die harte Tour
    Gedanken von Susanne Thyroff zur Bibelstelle Johannes 15,2.

    „Wer nicht die Stille sucht und auf die Knie geht, wird über Krisen verändert.“

    Diese Aussage eines von mir sehr geschätzten Theologen und Seelsorgers hat mich zum Nachdenken gebracht. Er meint: Jeder Mensch, der mit Gott lebt, wird von ihm verändert. Dieser Prozess geschieht. Die Frage ist nur, ob ich mich bewusst darauf einlasse – oder ob ich manches auf die harte Tour lernen muss.

    Als ich über Worte Jesu in Johannes 15 nachgedacht habe, kam mir das in den Sinn.

    Jesus beschreibt sich als Weinstock, seine Nachfolger als die Reben und seinen Vater als den Weinbauern. Der Weinbauer reinigt die Reben, die Frucht tragen, damit sie mehr Frucht bringen.

    Ich erlebe das oft: Wenn ich morgens die Stille suche und Gemeinschaft mit Gott habe, fällt mir ein, was am Vortag gewesen ist. Mir kommt dann auch in den Sinn, wo mein Verhalten nicht guten Früchten entsprochen hat – Liebe, Freude, Frieden, Freundlichkeit, Selbstbeherrschung und andere.

    Ich kann das reflektieren und auch in Ordnung bringen. Vielleicht noch einmal ein Gespräch suchen.

    Letzte Woche hatte ich weniger Zeit für diese Stille. Und mein Verhalten ist mir erst mehrere Tage später aufgefallen – weil mir jemand anderes den Spiegel vorgehalten hat.

    Ja, der Vater reinigt mich, damit ich mehr Frucht bringe.

    Ich möchte die Gemeinschaft mit Gott suchen,damit dieser Prozess nicht hart ist – sondern gut.

    Bibellesen unter bibleserver.com

    Autor: Susanne Thyroff

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    3 min
  • Früher war alles besser
    Gedanken von Annegret Schneider über die Bibelstelle Psalm 105,1-45.

    Früher war alles besser. Das ist einer der Sätze, bei denen man hellhörig werden sollte. Zumindest lohnt sich die Nachfrage: Was genau war früher besser? Und wann ist überhaupt früher? Die Verklärung der Vergangenheit birgt so manche Tücken – oft lohnt sich ein kritischer Blick auf die Dinge. Dann fällt die Vergoldung der einen oder anderen Sache von allein ab.

    Dennoch gibt es Situationen, in denen sich ein Blick zurück lohnt. Nicht, weil man keine Lust hat, sich mit der Gegenwart auseinanderzusetzen. Oder weil man das Gestern einfach nicht loslassen will. Im Gegenteil. Ein Blick in die Vergangenheit kann helfen, Mut und Kraft zu sammeln für heute oder für das, was kommt.

    Ein Beispiel dafür finde ich in Psalm 105. David, dem dieses Loblied zugeschrieben wird, schaut auf die Hilfe Gottes zurück. Auf die großen Taten und Wunder, mit denen Gott sein Volk durch die Höhen und Tiefen der Geschichte geleitet hat. Zunächst beginnt David ganz in seinem Hier und Heute. Er ermutigt sich selbst und andere dazu: „Lobt Gott, dankt ihm und sucht seine Gegenwart.“ Gottes Treue soll das Gesprächsthema sein. Nach dieser Aufforderung spricht David Ereignisse aus der Geschichte des Volkes Israel an, von denen jedes Kind von klein auf im Volk schon gehört hat. David ruft Meilensteine der Geschichte in Erinnerung.

    Sein Fazit lautet ungefähr so: Leute, ihr wisst, wem ihr alles Gute zu verdanken habt. Vergesst nicht, Gott dafür zu preisen und auch andere Menschen mit eurem Lob anzustecken.

    Guter Tipp. Auch 3.000 Jahre später für Menschen im 21. Jahrhundert.

    Bibellesen unter bibleserver.com

    Autor: Annegret Schneider

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    3 min
  • Not lehrt beten
    Gedanken von Markus Baum zu Psalm 77,3.

    Not lehrt beten, behauptet ein Sprichwort. Und das ist sicher nicht ganz verkehrt. Wer in der Klemme steckt, der oder die bemüht sich um Hilfe. Hilfe von Menschen – oder auch von ganz oben. Gut dran ist, wer schon als Kind oder junger Mensch mitbekommen hat, dass auf Gott Verlass ist – und dass er auf Notrufe reagiert.

    Not lehrt beten, es gibt freilich auch viele Beispiele fürs Gegenteil: dafür, dass das vorhandene Gottvertrauen bröckelt oder sich ganz verfüchtigt. Und das hängt dann oft zusammen mit einer typisch menschlichen Eigenschaft: Ungeduld. Und mit einer typischen Eigenschaft Gottes: Gott ist souverän. Wenn wir das Gefühl haben: Gott müsste jetzt aber doch ganz dringend eingreifen – dann kann es sein, dass er sich trotzdem Zeit lässt. Und das können manche nicht aushalten. Als ob Gott gewissermaßen auf Knopfdruck funktionieren müsste.

    Not lehrt beten. Anhaltende Not lehrt ausdauernd beten. Im Liederbuch Israels ist ein Text überliefert, der handelt genau davon. Psalm 77 - Was steht dort: „Ich rufe zu Gott und schreie um Hilfe… - In der Zeit meiner Not suche ich den Herrn; meine Hand ist des Nachts ausgereckt und lässt nicht ab, denn meine Seele will sich nicht trösten lassen.“

    Der Psalmist fragt sich: Hat Gott sich geändert? Ist er auf einmal nicht mehr gnädig? Warum lässt er mich zappeln? Warum greift er nicht ein? – Keinen Augenblick zweifelt der Psalmist daran, dass Gott ihn hört und ihm prinzipiell helfen kann. Und so bestürmt er Gott weiter, lässt nicht locker. Das merke ich mir, das finde ich vorbildlich: dieses Gottvertrauen, diese Ausdauer. Und das will ich nicht erst einüben, wenn ich selbst in eine Krise gerate.

    Bibellesen unter bibleserver.com

    Autor: Markus Baum

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    3 min
  • Dürres Land
    Gedanken von Claudia Mertens zum Bibeltext Hosea 4,3.

    Ich liebe den Frühling. Wenn alles nicht mehr matschig, grau oder kalt ist, die Tage länger werden und es nicht gleich so heiß wird, dann finde ich es einfach schön.

    Allerdings wohnt dieser Freude bereits ein wenig der Respekt vor dem Sommer inne, denn die vergangenen Jahre waren mir entschieden zu heiß.

    Das Klima verändert sich.

    Nun kann man sich diesen Vorgang auch ohne Gott erklären. Wir Menschen haben durch Raubbau und Egoismus die Erde an den Rand der Kipppunkte gebracht, also die Punkte, die laut Wissenschaft nicht langfristig überschritten werden dürfen. Aber woher kommt diese kurze Sicht, die so oft bei mir stehen bleibt?

    Vor über 2.500 Jahren hat Gott durch den Propheten Hosea ausrichten lassen:

    Darum wird die Erde dürre stehen, und alle ihre Bewohner werden dahinwelken; auch die Tiere auf dem Felde und die Vögel unter dem Himmel und die Fische im Meer werden weggerafft. (Hosea 4,3)

    In der Umgebung dieser Verse, davor und danach betrachtet: auch da ist schon vom menschlichen Egoismus die Rede. Egoismus, der andere knechtet, ausnutzt und die Schöpfung zerstört, anstatt sie zu bewahren. Aber in diesem Zusammenhang werden vor allem die gewarnt, die es besser wissen müssten: all die Priester, die damals dem Volk Gottes vorstanden und es anleiten sollten, nach Gottes Willen zu leben.

    Es gibt also einen Zusammenhang zwischen dem, was sich auf dieser Erde abspielt – und der Ehrfurcht vor Gott; dem Glauben, dass es ihn überhaupt gibt. Diese Ehrfurcht vor Gott spiegelt sich dann im Umgang mit anderen Menschen und der Schöpfung. Eine andere Reihenfolge gibt es nicht.

    Bibellesen unter bibleserver.com

    Autor: Claudia Mertens

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    3 min
  • Ist Gott ein guter Berater?
    Gedanken von Jens Kilian zum Bibeltext Jeremia 43,2.

    Ist Gott ein guter Berater?

    Wen fragen Sie, wenn Sie eine schwere Entscheidung zu treffen haben und nicht wissen, was dran ist? Haben Sie gute Freunde oder Verwandte, von denen Sie in schwierigen Situationen gelegentlich einen guten Rat bekommen?

    Die Israeliten zur Zeit des ProphetenJeremia – vor 2.600 Jahren also – wissen nicht, wohin sie gehen sollen. Die Babylonier haben das Land erobert und viele Juden mitgenommen in die Gefangenschaft. Nun stellt sich für die Verbliebenen die Frage: Bleiben oder gehen? Droht auch ihnen noch Tod oder Gefangenschaft? Die Flucht nach Ägypten scheint sicherer.

    Sie bitten den Propheten JeremiaGott zu fragen, was sie tun sollen. Jeremia tut, wie ihm geheißen, und richtet ihnen die glasklare Antwort Gottes aus: „Bleibt im Land, geht nicht nach Ägypten, sonst trifft euch dort das Unglück, vor dem ihr hier fliehen wollt.“

    Aber die Israeliten glauben Jeremia nicht, dass seine Worte von Gott sind, oder sie wollen es einfach nicht wahrhaben, weil sie im Grunde längst selbst entschieden haben, was sie tun wollen. Dem Propheten werfen sie Lüge vor: „Du lügst! Der Herr, unser Gott, hat dich nicht zu uns gesandt. Er hat uns nicht davor gewarnt, nach Ägypten zu fliehen und uns dort niederzulassen.“ Und so laufen sie in ihr Elend, nach Ägypten.

    Haben Sie sich schon mal die Frage gestellt: „Bleiben oder gehen?“ Haben Sie Gott schon einmal gebeten, Ihnen zu zeigen, wie es weitergehen soll? Das ist prinzipiell eine gute Idee. Aber die Einstellung „Ich höre mir das mal an und dann kann ich ja immer noch selbst entscheiden“ ist gefährlich. Gott meint es gut mit uns Menschen, aber sein Anspruch ist klar. Gott lässt sich nicht darauf ein, dass er der Berater ist und wir der Chef. Er ist der Herr.

    Sind Sie bereit, auch auf unbequeme Worte Gottes zu hören, oder behalten Sie sich selbst die letzte Entscheidung vor?

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    Autor: Jens Kilian

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    3 min
  • Arm durch Geiz - Warum Freigiebigkeit reich macht
    Gedanken von Horst Kretschi zum Bibeltext Sprüche 11,24.

    Kennen Sie Ebenezer Scrooge? Das ist die Hauptfigur aus „Eine Weihnachtsgeschichte“, dem wohl bekanntesten Werk des britischen Schriftstellers Charles Dickens.

    Ebenezer Scrooge ist reich, unfassbar reich, aber auch ebenso einsam und verbittert. Er knausert und spart, wo er kann, er gönnt sich keine Freude im Leben und sieht auch nicht ein, warum er anderen Menschen eine Freude bereiten sollte. So wurde er von seinem kaltherzigen Vater geprägt. Reichtum um des Reichtums willen, das ist sein Lebensinhalt. Wie hohl sein Lebensentwurf ist, wird ihm drastisch vor Augen geführt. Er muss realisieren, dass sein Geiz ihn arm gemacht hat! Arm an Menschen, die etwas für ihn empfinden und für die er etwas empfindet, arm an Liebe, warmherziger Zuneigung und Freundlichkeit, arm an Freude am Leben.

    Als Ebenezer Scrooge das erkennt, ändert er sein Leben radikal. Er wird der großzügigste und freigiebigste Mensch im weiten Umkreis. Er versteht es, das Leben zu feiern. Er macht andere Menschen glücklich und wird selbst dadurch glücklich! Er sucht Gemeinschaft und wird reich an Liebe, Freude und Freunden.

    Diese beiden Grundeinstellungen im Leben beschreibt auch eine mindestens 2.500 Jahre alte Lebensweisheit aus der Bibel: „Manche sind freigebig und werden dabei immer reicher, andere sind geizig und werden arm dabei.“ (Sprüche 11,24) – Geiz zählt nicht zu den christlichen Tugenden. Freigiebigkeit, die sich in gelebter Nächstenliebe ausdrückt, aber schon.

     

    Infos zum Buch der Sprüche:

    Buchvideo: Sprüche

     

    Bibellesen unter bibleserver.com

    Autor: Horst Kretschi

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    3 min
  • Weil nicht sein kann ...
    Gedanken von Hans Wagner zum Bibeltext Matthäus 13,16-17.

    Weil nicht sein kann, was nicht sein darf! Vielleicht ist Ihnen diese Redewendung auch schon einmal begegnet? Die Bedeutung dieser Aussage ist relativ einfach: Man lehnt damit in der Regel eine Tatsache ab. Aber nicht, weil sie falsch ist, sondern weil sie vielleicht unangenehm ist, unerwünscht. Oder weil sie Konsequenzen mit sich bringen würde, denen man sich nicht aussetzen will. Es passt nicht zum bisherigen Leben oder der eigenen Haltung. Also lieber die Wirklichkeit verdrängen und die Augen davor schließen. Die Ohren am besten gleich mit.

    Genau das hat Jesus zu seiner Zeit vielen seiner Landsleute im Volk Israel vorgeworfen: Sie waren nicht offen für seine Botschaft, sie wollten ihn nicht erkennen, weil er nicht zu ihrer Gottesvorstellung passte. Darum verschlossen sie sicherheitshalber Augen und Ohren! Aber zu denen, die ihm nachfolgen, sagt er: „Glückselig seid ihr, denn eure Augen sehen und eure Ohren hören.“ Nachzulesen im 13. Kapitel des Matthäusevangeliums.

    Jesus geht es nicht um die Frage, ob jemand alles richtig verstanden oder sogar richtig gehandelt hat. Jesus jubelt über die Offenheit ihm gegenüber, über die Bereitschaft, sich von ihm mit dem Erkennen beschenken zu lassen: Du bist der Messias, der Christus, der Sohn Gottes. Sind Ihre Augen und Ohren offen für diese Botschaft? Denn dieses Geschenk gilt auch heute noch.

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    3 min
  • Tag der Arbeit: Was Gott über Mogelpackungen denkt
    Gedanken von Elke Drossmann zum Bibeltext Micha 6,11.
    Tag der Arbeit

    Arbeiten Sie heute? Wenn ja, wie gestaltet sich Ihre Arbeit?

    Vor gut 2.700 Jahren beschreibt der ProphetMicha die Arbeit vieler Bewohner Jerusalems so: Sie haben ein wenig an ihrer Waage geschraubt, wenn sie Lebensmittel abwiegen. Für denselben Preis von gestern gibt es heute weniger Ware. Nicht für alle. Persönliche Beziehungen helfen, mehr Früchte für sein Geld in die Tasche zu stecken. Falsche Gewichte sind das Mittel der Wahl vieler Händler.

    Einer lässt sich nicht übers Ohr hauen: Gott. Gott bringt seinen Unmut über diese Arbeitsauffassung durch den Propheten Micha so zum Ausdruck (Micha 6,11):
    „Sollte ich unrechte Waage und falsche Gewichte im Beutel billigen?“

    Gott stellt die Arbeitsmoral dieser Händler infrage. Er ist nicht gewillt zuzuschauen, wie mit zweierlei Maß gewogen wird. Warum? Gottes Arbeitsethik ist seinem Volk bekannt. Bereits im Buch der Sprüche wird sie so auf den Punkt gebracht:
    „Zweierlei Gewicht und zweierlei Maß ist beides dem Herrn ein Gräuel.“ (Sprüche 20,10)

    Wissen schützt nicht vor falschen Arbeitsweisen. Was bewahrt mich davor, dass ich andere übervorteile? Das Zutrauen: Gott sorgt für mich. Ich muss keine Mogelpackung anbieten, um selbst genug zu haben.

    Wenn nicht Journalisten die Mogelpackung aufdecken; Gott macht es bestimmt. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Gott sich ins Gespräch bringt.

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    Autor: Elke Drossmann

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    3 min
  • Was Eltern niemals erleben wollen
    Wolf-Dieter Kretschmer über 2. Könige 4,8-37

    Es gibt so etwas wie eine ›Höchststrafe‹ für Eltern. Das hat mir vor einiger Zeit ein Bekannter gesagt, als wir über den frühen Tod von Kindern gesprochen haben.

    Recht hat er gehabt! Das will keine Mutter und kein Vater erleben müssen.

    Leider kommt es immer wieder vor, dass ein Kind infolge eines Unfalls oder einer schweren Krankheit stirbt.

    Diese schlimme Erfahrung muss vor etwa 2.700 Jahren eine Frau aus der Ortschaft Schunem in Israel machen. Ihre Geschichte wird im 2. Buch der Könige, Kapitel 4 überliefert.

    Der plötzliche Tod ihres Kindes trifft die Mutter hart. In ihrer Verzweiflung lässt sie alles liegen und stehen. Sie eilt zum Propheten Elisa, der sich zufällig in der Nähe aufhält, und klagt ihm ihre Not.

    In ihrem Fall nimmt die Geschichte ein gutes Ende. Gott erhört Elisas Gebet und das Kind erwacht zu neuem Leben.

    Anders als in der biblischen Geschichte haben meine Frau und ich unsere Tochter vor ein paar Jahren loslassen müssen. Gott hat sie zu sich in die Ewigkeit gerufen. Das war schwer. Sehr schwer. Aber wir wurden getröstet. Von Gott und von lieben Menschen.

    Auch wenn mir das noch immer schwerfällt, ich habe inzwischen ein Ja dazu, dass Gott unterschiedlich handelt. Ich vertraue darauf, dass er es gut mit mir meint und gehe meinen Weg mit ihm.

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    Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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