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Die Bäume blühen im Frühjahr voller Pracht. Wenn ein Apfelbaum blüht, aber keine Knospen ansetzt und keine Äpfel trägt, bin ich enttäuscht. Nun gut - manche Apfelbäume tragen aufgrund der Pflanzenhormone, der Phytohormone, nur jedes zweite Jahr.
Dann ist der Satz aus dem Lukasevangelium, Kapitel 13, Verse 8 bis 9 berechtigt?
Ein Gärtner antwortet seinem Besitzer: „Herr, lass ihn noch dies Jahr, bis ich um ihn grabe und ihn dünge; vielleicht bringt er doch noch Frucht; wenn aber nicht, so hau ihn ab.“
Im Lukasevangelium geht es vor etwa 2000 Jahren um keinen Apfelbaum, sondern um einen Feigenbaum, der in Israel mindestens Sommer- und Herbstfeigen trägt. Also nicht nur alle zwei Jahre Früchte, sondern jedes Jahr mehr als zwei Ernten. Der Besitzer vermisst aber seit drei Jahren Feigen!
Der Gärtner möchte dem Baum eine vierte Chance geben.
Ein Gleichnis, das Jesus erzählt. D. h. er will mit dem Bild vom Feigenbaum veranschaulichen: Er selbst ist dieser Gärtner, der um eine Gnadenfrist für sein eigenes Volk Israel bittet.
Wie damals, so gibt Jesus auch heute, Menschen eine zweite, dritte, vierte Chance, dass Früchte im Glauben wachsen. Z. B. die Frucht der Liebe zu Gott und anderen Menschen. Wer bin ich, dass ich sage: „Mir doch egal“?
Ich sehe Jesu Liebe und Geduld in meiner erneuten Chance. Ich will sie nutzen, damit andere merken, ich rede liebevoll über Jesus und liebevoll mit dem Menschen, der mir heute begegnet.
Bibellesen unter bibleserver.com
Autor: Elke Drossmann
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Im Knast eingesperrt sein, das ist kein erstrebenswerter Zustand. Und wenn man zu Unrecht gefangen gehalten wird, dann ist das umso ärgerlicher.
Genau das ist vor knapp 2.000 Jahren dem Apostel Paulus widerfahren. Er sitzt ein, weil er an Jesus Christus glaubt und das öffentlich bekannt hat. Jetzt erwartet ihn ein Verfahren, in dem der Kaiser darüber entscheidet, wie es für ihn weitergehen soll.
In Rom ist Paulus vermutlich im Prätorium untergebracht, also dem Haus der kaiserlichen Leibgarde. Er nutzt seine Zeit, um von hier aus einen Brief an die christliche Gemeinde in Philippi zu richten. Zum einen bedankt sich Paulus für die finanzielle Unterstützung, zum anderen lässt er die Philipper teilhaben an seinem Ergehen.
Bemerkenswert finde ich: Anstatt zu klagen, zeigt sich Paulus dankbar für seine aktuellen Lebensbedingungen. Er weiß, dass er um seines Herrn Jesus Christus willen leidet, und ist damit einverstanden. Darüber lässt er keinen Zweifel. In Philipperbrief 1, Vers 21 schreibt er:
Christus ist mein Leben, und Sterben ist mein Gewinn.
Mich beeindruckt diese Haltung. Sie zeigt mir, wie konsequent der Apostel Paulus Jesus Christus nachfolgt. Außerdem erinnern mich seine Worte an das Ziel, dem ich entgegengehe: Nach meinem irdischen Leben werde ich eintreten in Gottes neue Welt, von der ich schon einiges wissen kann – Jesus hat davon erzählt. Ein erstrebenswertes Ziel.
Bibellesen unter bibleserver.com
Autor: Wolf-Dieter Kretschmer
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Ich liebe die Geschichte von Königin Ester. Im Zentrum des Buches Ester in der Bibel steht der Bericht von einem geplanten Genozid an den Juden im Perserreich rund 500 Jahre vor Christus. Ester ist zu dem Zeitpunkt die Frau und Favoritin des persischen Großkönigs, und sie ist selbst Jüdin. Sie riskiert ihr Leben und setzt sich erfolgreich für ihr Volk ein. Vorher bittet die Königin alle ihr Nahestehenden, sie durch gemeinsame Fastentage zu unterstützen – wobei Fasten und Beten damals eng zusammengehörten.
Esters Entschluss zum Handeln ist ihrem Verwandten und Adoptivvater Mordechai zu verdanken. Er drängt sie dazu, nicht wegzuschauen. Was Charakterstärke anbelangt, ist Mordechai selbst ein gutes Vorbild. Er zeigt Haltung, als er vor einem hohen Beamten niederfallen soll; denn Mordechai will keinen Menschen vergöttern. Damit ist er einer von vergleichsweise wenigen Menschen, die unter Lebensgefahr im Lauf der Geschichte Rückgrat bewiesen haben.
Ich selbst schaffe es nicht immer, so unerschrocken zu meinen Überzeugungen zu stehen wie Mordechai. Aber ich kann mir Hilfe holen. Wie Mordechais Ziehtochter Ester es getan hat. Mich persönlich ermutigen oft andere Christen. Zum Beispiel meine Freundinnen, mit denen ich mich jede Woche zum Gebet treffe. Sie können mich beraten und für mich beten. Außerdem beschäftige ich mich gerne mit Biografien. Mich motivieren die Lebensgeschichten standhafter Menschen. Die Bibel ist voll von ihnen.
Bibellesen unter bibleserver.com
Autor: Sonja Kilian
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Ich glaube an einen Gott, der die Liebe in Person ist. Ist Gott deshalb einer, der beim Unrecht beide Augen zudrückt?
Stattdessen sagt Gottes Sohn Jesus Christus, dokumentiert im 5. Kapitel des Matthäusevangeliums:
„Denkt nicht, ich bin gekommen, um das Gesetz und die Propheten außer Kraft zu setzen.
Bei all dem Unrecht, das Sie und ich erfahren, blickt Gott nicht weg. Er weiß aber gleichzeitig: Kein Mensch kann seinen Ansprüchen genügen. Und deshalb springt er selbst in die Bresche. Jesus hat ein absolut gerechtes Leben auf dieser Welt gelebt. Der Clou für alle, die ihm vertrauen, lautet: Wenn Gott dich anschaut, dann sieht er dieses perfekte Leben von Jesus!
Auf diese Weise sind Gottes Liebe und Gerechtigkeit keine Widersprüche. Im Gegenteil: Ich kann mir Gottes Liebe sicher sein und vertrauen: Gottes Liebe wird am Ende der Weltgeschichte kein Fünkchen kleiner sein, wenn er über diese Welt Recht sprechen wird.
Bibellesen unter bibleserver.com
Autor: Oliver Jeske
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Ich habe Germanistik studiert und schreibe außerdem wahnsinnig gerne eigene Texte. Der Grund dafür liegt in meiner Liebe für die Sprache. Vor allem ungewöhnliche Worte haben es mir angetan. Solche, die schon längst aus der Mode gekommen sind. Fast vergessene Worte. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ihre Bedeutung viel reicher und tiefer ist als die Bedeutung vieler Worte, die wir heute tagtäglich benutzen.
Neulich habe ich ein solches altes Wort in der Bibel entdeckt: Wohlgefallen. Es bedeutet so viel wie: tiefe Freude oder Behagen. Es beschreibt ein inneres Glücksgefühl, eine tiefe Zufriedenheit. Dieses schöne Gefühl kommt nicht von irgendwoher. In der Regel wird diese innere Haltung des Wohlwollens durch etwas oder jemanden ausgelöst.
Was wäre, wenn Sie derjenige sind, der dieses Gefühl bei jemand anderem hervorruft? Im Brief des Apostels Paulus an die Epheser Kapitel 1 lese ich: „Gott hat uns dazu vorherbestimmt, seine Kinder zu sein durch Jesus Christus nach dem Wohlgefallen seines Willens.“
Das können Sie auf sich beziehen: Sie lösen in Gott ein Gefühl des Wohlgefallens aus. Er ist Ihnen wohlgesinnt. Oder ganz schlicht gesagt: Er liebt Sie von Herzen. Diese Liebe drückt Gott dadurch aus, dass er seinen einzigen Sohn für Sie und mich hingegeben hat. Durch diese Rettungstat Jesu bin ich Gottes Kind. Ich darf den Schöpfer dieser Welt meinen Vater nennen.
Bis heute löst diese unfassbare Liebe Gottes zu mir ein tiefes Wohlgefallen für Gott in mir aus.
Bibellesen unter bibleserver.com
Autor: Tobias Schier
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Als ich grade Führerschein und Auto neu hatte, bin ich direkt mal mit dem Wagen liegengeblieben. Hatte die Kupplung beim Berganfahren zu lange schleifen lassen und dann fängt der arme ‚Ibiza‘ vor Überforderung an zu stinken und zu rauchen. Ich, in Panik, stelle das Auto nur noch ab und rufe meinen Papa an. Er hat sich direkt auf den Weg zu mir gemacht. Und meine Panik? Fiel in dem Moment von mir ab, als er sagte: „Ich komme.“
Womit habe ich die halbe Stunde Wartezeit verbracht? Ich habe mir meine Gitarre geschnappt, mich neben meinem vermeintlich kaputten Auto auf den Boden gesetzt und gesungen. Papa war ja auf dem Weg zu mir. „Hilfe ist unterwegs!“ – was für eine gute Nachricht.
Bevor Jesus diese Welt verlassen hat, versprach er seinen Freunden: "... der Tröster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe." (Johannes 14,26) Und noch mehr: "… meinen Frieden gebe ich euch. (…). Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht."
Pfingsten erinnert daran: Wer sich für ein Leben mit Jesus entscheidet, ist nicht allein. Der Tröster ist ja da. Und es wird Hilfe kommen, ihr könnt im Frieden darauf vertrauen.
Bibellesen unter bibleserver.com
Autor: Miri Langenbach
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Als Kind hatte ich auf dem Spielplatz manchmal echten Bammel. Vor größeren Jungs, die uns ärgerten, uns hinterherliefen. Einmal sind wir weggelaufen und haben den Papa meines Freundes geholt. Und dann sind wir zurückgegangen.
Plötzlich war alles anders. Die, die uns kurz vorher noch gejagt hatten, wirkten auf einmal klein. Wir waren siegessicher, nicht weil wir stärker geworden waren, sondern weil jemand mit uns kam, der stärker war.
Dieses Gefühl erinnert mich an eine Geschichte aus dem zweiten Buch der Chronik, dem Geschichtsbuch des Volkes Israel im Alten Testament der Bibel. Sie spielt im 9. Jahrhundert vor Christus. Israel steht einer gewaltigen Übermacht gegenüber - den vereinigten Armeen gleich mehrerer Königreiche aus dem Ostjordanland. Gott lässt den versammelten Einwohnern des Südreiches Juda ausrichten:
„Ihr werdet diese Schlacht nicht kämpfen müssen. Geht in Stellung, dann verhaltet euch still und seht, wie der Herr siegt. Er ist mit euch. Habt keine Angst und lasst den Mut nicht sinken – der Herr ist bei euch."
Was dann passiert, ist kaum zu glauben: Die Feinde bekämpfen sich gegenseitig. Das Volk sammelt am Ende nur noch die Beute ein. Es hat den Sieg errungen, ohne dabei kämpfen zu müssen.
Gott kämpft für sie. Nicht mit ihnen, sondern für sie. Das ist für mich sowas von unglaublich und eines meiner großen Highlights in der Geschichte Israels.
Für mich bedeutet diese Geschichte Hoffnung, wenn ich in Situationen gerate, wo ich aus eigener Kraft nicht weiterkomme. Gott steht für mich ein, egal ob es um Leben oder Tod oder nur um einen inneren Kampf geht.
Wer hat zuletzt für Sie Partei ergriffen oder gekämpft? Niemand? Dann wenden Sie sich an Gott, er steht für Sie und mich ein.
Bibellesen unter bibleserver.com
Autor: Bernd Kortmann
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Das ist schon eine krasse Aufforderung an Christen: Im 1. Johannesbrief, geschrieben von einem engen Vertrauten Jesu, heißt es: „Hieran haben wir die Liebe erkannt, dass er für uns sein Leben hingegeben hat; auch wir sind schuldig, für die Brüder das Leben hinzugeben.“
Wir sollen bereit sein, für andere unser Leben hinzugeben.
Das ist übernatürlich. Menschlich ist doch: Ich liebe meine Familie. Die Menschen, die mich mögen. Aber jemanden lieben, der mir eher fremd ist?
Kürzlich habe ich meine Tochter zum Bahnhof für einen Schüleraustausch gebracht. Der Zug der Lehrkräfte hatte Verspätung. Wir Eltern haben gebangt, ob die Kinder weiterkommen. Dann die Frage: Wer kann einspringen? Wer fährt drei Stunden, um Kinder zum Anschlusszug zu bringen?
Das ist nicht sein Leben hingeben, nur: eigene Pläne zurückstellen. Mal kurz für andere da sein. Und ich merke: Schon das fällt mir nicht leicht.
Und dann staune ich: Jesus hat sein Leben für mich gegeben.
Manchmal kommt mir dabei ein altes Lied in den Sinn: „Ich bete an die Macht der Liebe, die sich in Jesus offenbart…“
Und genau das möchte ich tun.
Bibellesen unter bibleserver.com
Autor: Susanne Thyroff
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Wie leicht kann es passieren, dass man sich unbeliebt macht. Das hat vor knapp 2.000 Jahren auch der ApostelPaulus erfahren. Dabei hat er seinen Zeitgenossen lediglich erzählt, was sie tun sollen, um gerettet zu werden: JesusChristus als ihren Herrn annehmen.
Aber mit so viel Freiheit konnten manche damals nicht umgehen. Das war zu neu und zu ungewohnt für sie. Nicht für alle, wie man in der Apostelgeschichte lesen kann, denn es heißt in Kapitel 17, Vers 11 von den Menschen in der Stadt Beröa in Mazedonien: „Diese aber waren freundlicher als die in Thessalonich; sie nahmen das Wort bereitwillig auf und forschten täglich in der Schrift, ob sich’s so verhielte.“ (LUT 2017).
Schön ausgedrückt – der Umkehrschluss wirft allerdings kein gutes Licht auf die Thessalonicher. Die hatten sich nämlich so verhalten, dass Paulus sich aus dem Staub machen musste, weil er Dinge predigte, die ihnen nicht gefielen.
Die Gemeinde in Beröa war da etwas offener. Und klug. Die Gläubigen in Beröa übernahmen einerseits nicht unkritisch alles, was Paulus ihnen vorsetzte. Andererseits waren sie interessiert und befassten sich mit dem Gesagten. Und zwar intensiv. Immerhin heißt es, dass sie täglich forschten. Das klingt nicht nach oberflächlicher Akzeptanz.
Ich finde, von der Gemeinde in Beröa kann man etwas Wichtiges lernen: Zuhören und selbst das Wort Gottes kennen. Genau hinhören und prüfen. Prüfen, ob das, was verkündigt wird, mit dem Wort Gottes übereinstimmt. Das ist mündiges Christsein.
Bibellesen unter bibleserver.com
Autor: Annegret Schneider
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Adam und Eva, das erste Menschenpaar, schlendern durch den Garten Eden. Neugierig. Vergnügt. Die beiden teilen ihre Begeisterung miteinander. Freuen sich auch aneinander. Probieren wie kleine Kinder alles aus. Und sind buchstäblich vertrauensselig.
Doch dann kommt die verbotene Frucht ins Spiel – und die Schlange. Die vermischt wahre Aussagen mit dreisten Lügen. Gelogen ist die Behauptung: „Ihr werdet ganz bestimmt nicht sterben.“ Sachlich richtig ist indessen die Behauptung der Schlange: „Ihr werdet wissen, was gut und böse ist.“ So etwas wie ein Rechts- und Unrechtsbewusstsein war bisher Gott vorbehalten. Aber um welchen Preis gewinnen Adam und Eva einen Sinn dafür? Die Scham tritt in ihr Leben – das schlechte Gewissen – Angst vor den Folgen von Fehlverhalten. Und so heißt es im ersten Buch der Bibel in Kapitel 3: „Gott der Herr ruft den Menschen und fragt: ‘Wo bist du?’“ Und was antwortet der Mensch, was antwortet Adam? „Ich habe dich im Garten gehört und Angst bekommen. Ich habe mich versteckt, weil ich nackt bin.“
Bis dahin waren Adam und Eva buchstäblich schamlos und arglos unterwegs im Paradies. Damit ist es nun vorbei. Seither müssen die Menschen – alle Menschen – stets die Folgen ihres Tuns bedenken. Geschaffen sind wir als Töchter und Söhne des Höchsten. Wir sind fähig zu lieben und berufen zur Gemeinschaft, aber wir sind eben auch allesamt fähig zum Schlimmsten.
Und Gott? Der wollte uns garantiert nicht dumm halten. Gott hat die folgenreiche Entscheidung der ersten Menschen respektiert, er respektiert auch Ihre und meine Entscheidungen. Wie damals, so wirbt Gott auch heute um Ihr und mein Vertrauen.
Bibellesen unter bibleserver.com
Autor: Markus Baum
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