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„Für heute ist es genug, Herr.“ Manchmal liege ich abends im Bett und beende meinen vollen Tag mit diesem einfachen Gebet. Dann spüre ich, wie ich Gedanken loslassen kann und mein Geist ruhig wird.
In Psalm 31 gibt es einen ganz ähnlichen Satz. Im Vers 6 heißt es: „In deine Hände lege ich meinen Geist.“ In der jüdischen Tradition wird dieser Psalm Davids tatsächlich auch als Abendgebet gesprochen. Indem ich diesen Psalm bete, vertraue ich mich in der Nacht dem Schutz Gottes an.
Auch Jesus hat diesen Satz gebetet. Kurz vor seinem Tod am Kreuz. So steht es im Lukasevangelium Kapitel 23, Vers 46 : „Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist.“ Diese Worte drücken für mich aus, welches Vertrauen Jesus seinem Vater gegenüber hatte.
Der Geist ist das, was mich zutiefst ausmacht, und er ist gottgegeben. Wem sollte ich ihn sonst anvertrauen, wenn nicht Gott?
Jesus macht es vor. Er legt seinen Geist in Gottes vertrauenswürdige Hände. Diese Worte zeigen mir, wie gut es ist, wenn ich loslassen kann: Den Tag, das Geschehene, das Leben. Wenn ich diese Worte bete, heißt das: Ich höre jetzt auf mit planen, arbeiten und entscheiden. Ich lasse Gott den Herrn meines Lebens sein. Er soll der Herr über meine Tage und meine Nächte sein. Ich bin in seiner Hand. Jederzeit.
Ich wünsche Ihnen diese Gewissheit in ihrem Leben. Sie können heute Abend zum Abschluss des Tages den Psalm 31 beten. Oder aber ihr Gebet kann ganz einfach lauten: „In deine Hände lege ich meinen Geist.“
Bibellesen unter bibleserver.com
Autor: Tobias Schier
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Meine Mama hat neulich ihren 80. Geburtstag gefeiert. Mit dem ein oder anderen Besuch oder Anruf hat sie fest gerechnet. Manche meldeten sich absichtlich erst im Nachhinein, weil sie das Geburtstagskind nicht überfordern wollten. Andere? Vergessen. Sie war zwischendurch dementsprechend enttäuscht. Mit Einigen hatte sie fest gerechnet. Vergessen werden – was für ein besch…eidenes Gefühl!
Ein Mann aus der Bibel namens Josef kann das nachvollziehen: Er war in Ägypten zu Unrecht inhaftiert worden, hatte bei Mithäftlingen, die vor der Entlassung standen, gebeten, sie mögen ein gutes Wort beim Pharao für ihn einlegen. Die Bibel notiert: Aber der Oberste der Mundschenken dachte nicht an Josef, sondern vergaß ihn. (1. Mose 40, 23) – Wie schlimm war das wohl für Josef, als langsam die Erkenntnis dämmerte: „Der hat mich vergessen. Es wird sich nichts verändern. Ich habe mein Vertrauen auf den Falschen gesetzt.“
Ich will mir heute vornehmen, die Vergessenen nicht zu vergessen. Die krank zuhause sind und nirgendwo mehr vorkommen. Die keine Lobby haben. Die nicht laut sind. Die hinter Gefängnismauern sitzen, sei es auch zu Recht. Die Pflegearbeit leisten, während der Rest sein Leben weiterlebt. Die man abgeschrieben hat, warum auch immer, oder die sich selbst zurückgezogen haben – sie werden wohl ihre Gründe haben. Ich will sie Jesus Christus und seiner Liebe anbefehlen, die allen gilt – vergessen oder nicht.
Bibellesen unter bibleserver.com
Autor: Miri Langenbach
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Eine Feier vorbereiten - das macht mir ehrlich Spaß. Wen will ich dabeihaben? Wer soll mitfeiern? Bei runden Geburtstagen, Abschlussfeiern, Hochzeiten – das ist doch einer der schönsten Momente: Überlegen, wer dabei sein soll. Und meistens ist die Liste länger als der Platz.
Was haben wir uns oft für einen Stress gemacht, weil wir unbedingt so viele wie möglich mitfeiern lassen wollten. Und im Endeffekt mussten wir auch Entscheidungen treffen, konnten gewisse Leute nicht mehr einladen.
Jesus Christus erzählt im Lukasevangelium von genau so einer Situation. Ein Mann lädt zur großen Feier ein, aber die Geladenen haben alle eine Ausrede. Irgendwas ist wichtiger. Also schickt der Gastgeber seinen Knecht los und lässt andere einladen: die Armen, die Kranken, die Blinden, die vom Leben Gezeichneten.
Und als ob das nicht schon verrückt genug wäre, stellt er fest „wir haben immer noch Platz“. Daraufhin zieht der Gastgeber den Kreis noch ein Stück weiter und sagt seinem Knecht:
„Geh auf die Feldwege und an die Zäune und dränge alle, die du dort findest, zu kommen, damit mein Haus voll wird."
Das Haus ist noch nicht voll. Also werden noch mehr eingeladen. Alle, die irgendwo erreichbar sind. Das finde ich bemerkenswert. Gott schaut nicht nur auf die naheliegenden Gäste. Er schaut weiter. Er sucht die, die normalerweise gar nicht auf der Liste stehen würden.
Wenn Sie das nächste Mal eine Feier planen: Wen laden Sie ein? Nur die Naheliegenden – oder vielleicht auch den einen oder die eine, die sonst nicht gefragt werden?
Bibellesen unter bibleserver.com
Autor: Bernd Kortmann
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In meiner Familie habe ich kürzlich bei einem Kind im familiären Umfeld erlebt: Es war mehrere Tage bedrückt und still, und die Eltern haben sich schon gefragt, was los ist. Sie haben mit ihm gesprochen, auch mit Lehrkräften, aber es hat nichts erzählt.
Dann hat die Mutter mitbekommen, dass etwas Größeres kaputt gegangen war. Und plötzlich wurde ihr klar: Das muss dahinterstecken.
Sie sprach ihr Kind an, und da brach es aus ihm heraus. Es weinte und erzählte, was passiert war. In dem Moment kam Licht in die Situation.
Es gab keine Vorwürfe, sondern Liebe. Die Zusage: Du bist geliebt – egal, was passiert ist. Und man konnte richtig sehen, wie sich etwas löste. Wie die Last abfiel, Ruhe einkehrte und die Freude zurückkam.
Da musste ich an einen Satz aus dem 1. Johannesbrief denken:
Ich merke bei mir selbst, dass es mir oft schwerfällt, ehrlich zu sein. Zu meinen Fehlern und Sünden zu stehen und Licht hineinzulassen.
Dabei war es bei meinem Neffen genau das, was den Unterschied gemacht hat. In dem Moment, in dem alles ans Licht kam, wurde er nicht bestraft, sondern der Liebe vergewissert. Und plötzlich wurde es leicht.
Und ich glaube: Genau so ist Gott. Dass ich zu ihm kommen darf – mit dem, was schiefgelaufen ist. Dass ich nichts verstecken muss. Sondern dass er Licht hineinbringt. Und dass ich erleben darf: Ich bin geliebt.
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Autor: Susanne Thyroff
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Was würden Sie tun, wenn Sie wüssten, dass morgen die Welt untergeht? Man erzählt sich von dem großen Reformator Martin Luther, er habe gesagt, dass er in diesem Falle noch ein Apfelbäumchen pflanzen würde. Der hat vielleicht Nerven! Ich muss gestehen, dass ich dazu vermutlich nicht den nötigen Schneid hätte.
Bewegend für mich ist das, was Jesus Christus getan hat, als für ihn feststand, dass er am nächsten Tag grausam sterben würde. Er versammelt seine Freunde um sich herum, isst und trinkt mit ihnen und tröstet sie. Er gibt ihnen Hoffnung über seinen eigenen Tod hinaus. Das ist nachzulesen im Lukasevangelium im 22. Kapitel: „Er nahm das Brot, dankte und brach’s und gab’s ihnen und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis. Desgleichen auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird!“ Lukas 22,19-20 (LUT 2017)
Das ist nochmal eine ganz andere Liga als die Sache mit dem sprichwörtlich gewordenen Apfelbäumchen.
Eine Geschichte, die mich bis in meine Gegenwart betrifft; denn auch ich bin eingebunden in den Freundeskreis Jesu. Das Abendmahl dient mir als Erinnerung daran, zu wem ich gehöre und wem ich Rettung und Erlösung verdanke, weil er für mich gestorben ist, begraben wurde und wieder auferstanden ist. Damit ich einmal ewig bei ihm sein kann.
Für Sie gilt das Angebot übrigens auch, wenn Sie es annehmen.
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Autor: Annegret Schneider
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Das Leben ist kein Ponyhof. Zumindest das Leben für Menschen in diesen Breiten, im frühen 21. Jahrhundert ist typischerweise geprägt von Höhen und Tiefen, von Erfolgen und Niederlagen, von gelegentlicher Langeweile ebenso wie von packenden Herausforderungen.
Was Menschen sich selbst und anderen normalerweise wünschen: Dass sie überhaupt etwas auf die Reihe bekommen. Erfüllung und Zufriedenheit – und einen erkennbaren Sinn im Leben.
Der gelernte Zeltmacher, Thoraschüler und spätere Jesus-Freak Paulus hat zwar vor 2.000 Jahren gelebt, aber er würde gut in die Gegenwart passen mit seinen Erfahrungen und der Art, wie er das Leben angepackt und gelebt hat. In einem Brief an die christliche Gemeinde in Philippi, die auf seine Missionsarbeit in Mazedonien zurückgeht, schreibt Paulus sinngemäß: Es geht mir gut, ich habe keinen Grund zu klagen. Und wörtlich: „Ich habe gelernt, in jeder Lage allein zurechtzukommen. Ich kenne den Mangel, ich kenne auch den Überfluss. Alles und jedes ist mir vertraut: das Sattsein wie der Hunger, der Überfluss wie die Not. Ich bin allem gewachsen durch den, der mich stark macht.“
Von wem spricht der Mann da? Von Jesus, seinem großen Vorbild, seinem Retter, seinem Herrn. Der macht ihn stark, der ermächtigt ihn buchstäblich. Mit so einem Leitstern, so einem Helfer an der Seite kann das Leben gelingen. Die Erfahrung haben seit Paulus unzählige Menschen gemacht – und die steht auch heute allen Menschen offen. Wer das Leben meistern will, ist bei Jesus an der richtigen Adresse. Jesus macht stark, und das ist stark.
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Autor: Markus Baum
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Die Toten Hosen singen in ihrem Lied „Tage wie diese“ im Refrain: “An Tagen wie diesen
Ich bin mir auch sicher, dass es das hier in diesem Leben nie geben wird. Aber: ich habe eine Vorstellung, wie es sein könnte. Und in diese Vorstellung gehört Gott unbedingt mit hinein.
Ein wunderbares Bild dafür gibt mir die Bibel im Buch des Propheten Jeremia. Dort, im 30. Kapitel, finde ich folgenden Vers:
Ihr sollt mein Volk sein, und ich will euer Gott sein.
Dieser Vers ist flankiert von Schicksalsschlägen, die der Prophet dem Volk Israel androhen muss. Aber es werden auch viele Veränderungen in Aussicht gestellt, die die Geschicke des Volkes zum Guten wenden. Urheber ist Gott selbst. Und Gott weitet auch den Blick auf eine Zeit, in der die Gemeinschaft mit ihm ungetrübt sein wird.
An dieser ungetrübten Gemeinschaft mit Gott will ich erstens Anteil haben, und zweitens will ich dann wirklich nicht, dass diese Zeit endet.
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Autor: Claudia Mertens
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Lesen Sie gerne Biografien? Hören Sie gerne Lebensgeschichten? Die beeindruckendsten Lebensberichte sind ja nicht die, wo jemand schon immer versucht hat, anständig zu leben. Viel interessanter ist es doch, wenn jemand mal so richtig auf der schiefen Bahn war und dann doch noch Rettung und Veränderung erlebt hat. Schlechte Karten für Leute mit gut bürgerlichem oder christlich sozialisiertem Hintergrund, die so etwas vielleicht nie erlebt haben.
Der Apostel Paulus fragt im 6. Kapitel seines Briefes an die Christen in Rom: Was bedeutet das nun für uns? Sollen wir etwa weiter sündigen, damit Gott Gelegenheit hat, uns seine Gnade in ihrer ganzen Größe zu zeigen?
Seine Antwort folgt umgehend: Natürlich nicht! Gott möchte nicht, dass wir leichtfertig oder gar mutwillig schuldig werden. Ich brauche nicht mehr Sünden, sondern mehr Sündenerkenntnis. Ich brauche die Einsicht, dass ich mehr als genug Schuld auf mich geladen habe. Mit dem verurteilten Verbrecher in der Justizvollzugsanstalt verbindet mich die Tatsache, dass weder er noch ich ohne Vergebung vor Gott bestehen kann.
Wenn ich mich für besser halte als andere, dann fehlt mir vielleicht der realistische Blick für meine eigene Schuld. Christen sind nicht besser, Christen haben es besser, weil sie Vergebung erfahren haben, das ist der Unterschied.
Wenn ich mich für besser halte und auf andere Menschen herabschaue, denn dann ist meine Schuld tatsächlich groß und ich bin darauf angewiesen, dass sich Gottes Gnade in ihrer ganzen Größe zeigt. Gut, dass Gott mir auch dann noch Vergebung anbietet!
Bibellesen unter bibleserver.com
Autor: Jens Kilian
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„Wenn jeder Mensch zuerst an sich selbst denkt, dann ist doch an jeden gedacht!“ Wenn ich so einen Satz höre, dann kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Egoismus pur. Das eigene ich und seine Bedürfnisse als Maß aller Dinge. Ohne Rücksicht auf andere. Dabei schwingt auch mit, dass alle Mittel recht sind, um die persönlichen Ziele und Wünsche zu erreichen. Auch, wenn andere darunter leiden. Wie so etwas aussieht, lässt sich auf weltpolitischer Bühne am Beispiel der USA erkennen.
Für mich ist das Ansporn, zu schauen, wo ich mit meinen begrenzten Mitteln genau das tun kann. Wo kann ich anderen Menschen Gutes tun? Wovon habe ich viel und kann abgeben? Vielleicht Zeit? Um Menschen zu entlasten, die belastet sind. Um Kranke zu besuchen oder einsame Menschen. Vielleicht aber auch mit Freundlichkeit, mit einer netten Geste. Wenn ich jemandem von meiner selbstgemachten Marmelade was abgebe oder vom Obst aus dem Garten, von dem ich zu viel habe.
Es müssen nicht die großen Dinge sein und es muss nicht immer Geld fließen, auf viele Arten ist es möglich, Gutes zu tun in dieser Welt.
Bibellesen unter bibleserver.com
Autor: Horst Kretschi
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Aus der kirchlichen Liturgie kenne ich den Bibelvers, der heute vor mir steht: "Seelig sind, die Gottes Wort hören und bewahren." Jesus hat das gesagt, nachzulesen im Lukasevangelium, Kapitel 11 Vers 28. Immer wieder begegnet mir dieses Zitat in den Gottesdiensten. Wobei mich ein Wort davon immer am meisten beschäftigt hat: Bewahren! Was ist damit eigentlich gemeint? Sicher nicht, die Bibel gut behütet in seinen Schrank zu stellen. Die verschiedenen Bibelübersetzungen zeigen, wie vieldeutig das Wort verstanden wird. Da heißt es neben bewahren zum Beispiel beachten, festhalten, befolgen oder danach leben. Ich habe mich gefragt: Wie kriege ich dieses Wort konkreter, seine Bedeutung deutlicher?
Über den Zahnarzt! Ok, kein schönes Thema, aber Sie wissen vielleicht was gemeint ist, wenn ich das Wort "Prophylaxe" nenne. Es geht um vorbeugende Maßnahmen zur Erhaltung der Zähne. Na klar: Mehrmals täglich Zähne putzen, Zahnseide, wenig Zucker usw. Da ist uns sehr schnell klar, was wir zu tun haben. Das gleiche griechische Wort steckt hier im Hintergrund unserer Übersetzung mit bewahren oder befolgen. Es geht um Prophylaxe! Es geht darum, dass wir uns als glückliche Menschen erleben, wenn wir Bibeltexte nicht nur hören, sondern das Gehörte als besten Schutz für ein gelingendes Leben mit in unseren Alltag nehmen. Möglichst auch als tägliche Gewohnheit, so, wie das Zähneputzen. Es wirkt! Probieren Sie es aus!
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