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„Und die Israeliten sprachen: Wollte Gott, wir wären in Ägypten gestorben durch des HERRN Hand, als wir bei den Fleischtöpfen saßen und hatten Brot, die Fülle zu essen. Denn ihr habt uns dazu herausgeführt in diese Wüste, dass ihr diese ganze Gemeinde an Hunger sterben lasst.“
Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber wenn ich das 16. Kapitel im Buch Exodus lese, also im 2. Buch Mose, dann scheint es mir, als schaute ich in einen Spiegel.
Die Situation: Gott hat das Volk der Israeliten aus der Gefangenschaft in Ägypten befreit. Nun sind die Israeliten auf dem Weg in das von Gott verheißene Land in der Wüste angekommen. Die ist naturgemäß nicht sehr üppig ausgestattet mit Dingen, die ess- oder trinkbar wären. Diese Herausforderung bringt die Israeliten rasch dazu, sich ihr altes Leben zurückzuwünschen. Alle Wunder, die Gott bis dato getan hat – einfach vergessen.
Als ob Gott sich ändern würde. Und als ob Gott ernsthaft so viele Wunder aufbringt und sein Volk rettet, nur damit es dann elendig zugrunde geht.
Ganz im Gegenteil: Gott verhilft seinem Volk auch in der Wüste durch weitere Wunder zum Überleben.
Ein paar tausend Jahre später lese ich die Geschichte und stelle Parallelen fest: Ich glaube, dass Gott auch für mich schon viele Wunder getan hat. Das Größte davon ist: ich bin durch JesusChristus gerettet. Gott ändert sich nicht, also bin ich sicher: er wird sich auch weiter um mich kümmern
Bibellesen unter bibleserver.com
Autor: Claudia Mertens
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Ich liebe Granatäpfel. Die süße Frische der Kerne ist einfach einmalig. Um an sie heranzukommen, muss ich allerdings etwas Zeit und Mühe aufwenden. Denn in einem Granatapfel sitzen viele rote, saftige Kerne dicht an dicht auf kleinstem Raum; sie scheinen gar kein Ende zu nehmen. Es braucht ordentlich Geduld, die Kerne aus dem Schalenball mit dem Krönchen herauszulösen. Aber das lockende Ziel ist mir den Aufwand wert: die rote Erfrischung, garniert mit etwas Joghurt.
Ein Granatapfel taucht vor meinem inneren Auge auf, wenn ich in der Bibel im Psalm 86 auf das folgende Gebet stoße: "Weise mir, HERR, deinen Weg, dass ich wandle in deiner Wahrheit; erhalte mein Herz bei dem einen, dass ich deinen Namen fürchte." Dicht an dicht sitzen hier schöne und wichtige Worte des Glaubens: Herr, Weg, Weisung, Wandeln, Herz, dein Name. So viel Tiefe und Fülle auf kleinstem Raum. Meisterhaft. Und, warum nicht, auch schmackhaft.
Ich löse ein paar Kernworte heraus, die ich mit in den Tag nehme: "Herr, zeig mir heute deine guten Wege. Bleib in meinem Herzen." Worte können eben auch wie süße Früchte schmecken. Womit ich wieder beim Granatapfel bin mit seinen köstlichen Kernen und seiner glücklich machenden Frische.
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Autor: Ute Heuser-Ludwig
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Wissen Sie Bescheid über S.P.E.C.T.R.E.? Das ist eine geheime, weltweit operierende Terrororganisation. Special Executive for Counterintelligence, Terrorism, Revenge and Extortion – Zu Deutsch etwa: „Sonderbeauftragte für Spionageabwehr, Terrorismus, Rache und Erpressung“. Gründer und Leiter ist ein gewisser Ernst Stavro Blofeld. Katzenfreund, Super-Bösewicht und absoluter Erzfeind von Bond; James Bond.
In einem Dutzend der Agentenfilme agiert SPECTRE im Hintergrund, zieht die Fäden, unterhält ein weltweites geheimes Netz an Mitgliedern. James Bond versucht alles, die Geheimorganisation zu zerschlagen. Ist aber schwierig, weil: ist ja geheim. Man weiß gar nicht, dass Blofeld dahintersteckt. Gut, dass das nur Fiktion ist.
Wie anders beschreibt Jesus den Auftrag an seine Nachfolger, wie sie mit der Wahrheit über ihn und der guten Nachricht seines Heilsplans umgehen sollen! Nichts geheim halten! Links, rechts, geradeaus, die Botschaft muss in die Welt hinaus! „Denn es ist nichts verborgen, was nicht offenbar werden wird, auch nichts geheim, was nicht bekannt werden und an den Tag kommen wird.“ – so drückt er es einmal aus. (Lukas 8,17)
Sollten Sie also auf Jesusnachfolger treffen, die sich eher wie Mitglieder eines Geheimbundes verhalten (bei denen Sie ständig das Gefühl haben, Sie gehörten nicht dazu, müssten erst noch Spezialwissen erwerben, es gäbe unterschiedliche Erleuchtungsstufen, oder einen geheimen Verhaltenskodex, bei dem Sie gar nicht wissen was von Ihnen verlangt wird) – Ich wäre skeptisch …
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Autor: Miri Langenbach
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Mein Onkel lebte in der Nähe von Wismar und musste sich in den Anfängen der ehemaligen DDR entscheiden: Kirche oder Parteibuch. Für sein berufliches Fortkommen entschied er sich gegen die Kirche. Er glaubte sowieso nicht an Gott, was dann weiter gestärkt wurde und sich bis heute auch gesellschaftlich widerspigelt. Weniger als jeder fünfte glaubt in Mecklenburg-Vorpommern an Gott, in Baden-Württemberg ist es fast noch jeder zweite.
An Gott glauben, an den Gott der Bibel, in Zeiten von Krieg, Machtkämpfen und großen Unsicherheiten? Für mich ist das kein Widerspruch. Als Mose in den Anfängen der biblischen Zeiten von Gott den Auftrag bekam, das Volk Israel aus dem Sklavendasein in Ägypten herauszuführen, stand er schließlich vor Gott und sagte: "Ich bin zum Pharao gegangen, um in deinem Namen mit ihm zu reden. Seither hat er dieses Volk nur noch schlechter behandelt. Und du hast nichts getan, um dein Volk zu retten.« Was für ein Frust. Oder gar schon Verzweiflung? Wollte Mose hinschmeißen? Er schmiss zumindest seine Enttäuschung vor Gott hin. Und was geschah dann? Gott antwortet ihm!
Haben Sie auch unbeantwortete Fragen? Sind Sie enttäuscht oder gar verzweifelt über das, was geschehen ist oder immer noch geschieht? Und jetzt haben Sie sogar Vorwürfe an Gott und an die ganze Welt? Dann sehe ich nur eine Möglichkeit, um weiterzukommen: Machen Sie es wie Mose, gehen Sie damit zum Gott der Bibel und schmeißen Sie es ihm vor die Füße. Was soll schon passieren? OK. Er könnte antworten!
Bibellesen unter bibleserver.com
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Schreck lass nach.“ Das sage ich erschrocken, wenn ich einen Termin vergessen habe. Wobei ein Schrecken von ganz unterschiedlicher Qualität sein kann. Wenn etwas schrecklich und bedrohlich ist, dann sind Menschen nicht so entspannt. Sie wollen, dass der Schreck aufhört, bevor er sie krank macht.
Vor etwa 3200 Jahren an der Grenze des verheißenen Landes geht ein Schrecken um, der nicht so leicht zu verdrängen oder zu betäuben ist.
Der Schrecken kommt direkt von Gott und verängstigt Menschen, die sein Volk Israel bedrängen oder bekämpfen. Eine Frau aus Jericho hat allen Grund zu erschrecken, denn sie entdeckt feindliche Kundschafter in ihrem Haus. Aber sie reagiert besonnen. Ihr Name: Rahab. Von Beruf Prostituierte. Ihr ist klar: „Die Spione in meinem Haus gehören zu Gottes Volk. Gegen diesen Gott komme ich nicht an. Ich beschütze die Männer. So kann ich vielleicht mich und meine Familie retten.“
Sie versteckt die Kundschafter, die Josua, der Leiter des Volkes Israel nach Jericho geschickt hat. Gegenüber den Israeliten begründet Rahab das so: „Ich weiß, dass der Herr euch das Land gegeben hat; denn ein Schrecken vor euch ist über uns gefallen.“ (Josua 2,9)
Die Redewendung „Schreck lass nach“ reicht nicht. Das weiß Rahab. Sie erlebt den Gott Israels als einen, der Schrecken verbreitet – aber offensichtlich hilft er Menschen, die sich auf seine Seite stellen. Rahab formuliert ihre Überzeugung gegenüber den israelitischen Männern so (Josua 2,11): „Unser Herz ist verzagt und es wagt keiner mehr, vor euch zu atmen; denn der Herr, euer Gott, ist Gott oben im Himmel und unten auf Erden.“
Rahab und ihre Familie werden tatsächlich beim Angriff auf Jericho gerettet. Denn Gott hat die Macht dazu und handelt auf Erden.
Das will auch ich im Hinterkopf haben, wenn mir das nächste Mal der Schreck in die Glieder fährt. Statt zu rufen: „Schreck lass nach“ – bitte ich Gott: „Herr, hilf mir. Zeig mir eine Lösung.“
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Autor: Elke Drossmann
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Wer durch Dresdens Innenstadt fährt, kommt nahe der Augustusbrücke an einer imposanten goldenen Reiterstatue vorbei. August der Starke, seines Zeichens Kurfürst von Sachsen und König von Polen, hat sie seinerzeit aufstellen lassen.
Der Kunst- und Bauleidenschaft Augusts des Starken und seines Sohnes verdankt Dresden den Ruf als prunkvolle barocke Metropole. Heute wird Dresden gerne als Elbflorenz bezeichnet.
Eine Stadt verdankt ihren Ruf einem Fürsten. Was heißt das? Das Wirken von August dem Starken hat bleibende Auswirkungen auf Dresden gehabt.
Das bringt mich zu einem Gedanken, den der Apostel Paulus in seinem zweiten Brief an die Christen in Korinth in Kapitel 5 äußert. In Vers 18 schreibt er:
All dies verdanken wir Gott, der uns durch Christus mit sich selbst versöhnt hat. Er hat uns beauftragt, diese Botschaft überall zu verkünden. 2. Korinther 5, Vers 18
Und was verdanke ich Gott? Der Apostel Paulus erklärt das in Vers 17: Gehört jemand zu Christus, dann ist er ein neuer Mensch. Was vorher war, ist vergangen, etwas völlig Neues hat begonnen.
Anders gesagt: Seit ich zu Jesus gehöre, hat sich Grundlegendes in meinem Leben verändert. Was mich vorher ausgemacht hat, ist Geschichte. Weil ich ein neuer Mensch bin, kann ich noch einmal von vorne beginnen. Das verdanke ich allein Jesus Christus, der mich gerettet hat, und mich beauftragt, anderen zu erzählen, dass es Hoffnung für alle gibt – und dass Gottes Rettungsangebot auch ihnen gilt
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Autor: Wolf-Dieter Kretschmer
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Das Rezept klingt gut. Aber: Zwölf Zutaten, lange Vorbereitung, vier Stunden Garzeit. Ich klappe das Buch zu. Nichts für mich. Zu aufwendig.
Manchmal fühlt sich mein Leben genauso an. Zu viele Anforderungen und ich denke nur: falsche Adresse.
In der Bibel, im dritten Buch Mose, Kapitel 19, Vers 2 lese ich: „Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig, der HERR, euer Gott.“
Heilig? Ich will schon wieder zuklappen. Doch ich lese weiter. Der Vers steht mitten in einer Sammlung ganz konkreter Lebensregeln. Kein unerreichbares Ideal, sondern eine Wegweisung Gottes für sein Volk Israel, das er gerade aus der Sklaverei befreit hat. Gott sagt nicht: „Schafft das mal." Er sagt: „Ihr gehört zu mir."
Und genau da bleibe ich hängen: „euer Gott“. Nicht fern und unnahbar, sondern einer, der sich bindet. Einer, der sagt: Ich bin bei euch - bei dir. Plötzlich klingt „heilig sein“ ganz anders. Nicht wie ein Rezept, das ich perfekt hinbekommen muss, sondern wie eine Einladung in seine Nähe.
Aus dieser Beziehung wächst ein Leben, in dem etwas von Gottes Wesen durchschmeckt: ein Hauch Geduld, wo ich sonst scharf reagiere. Eine Prise Gnade, wo ich hart urteile. Ein neuer Ton in meinen Worten. Nicht perfekt, aber verändert.
Vielleicht beginnt „heilig sein“ also gar nicht so groß. Vielleicht beginnt es genau hier - mitten in meinem Alltag.
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Autor: Ellen Hörder-Knop
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Ich liebe die Nordsee. Wann immer es geht, fahren meine Frau und ich dorthin in den Urlaub. Wir genießen das Rauschen des Meeres und die manchmal ungestüme Brandung. Das alles haben wir unserem Schöpfer zu verdanken. Im biblischen Buch Hiob finden wir die Aussage Gottes:
Ich habe um das Meer eine Grenze gezogen.
In poetischer Weise wird hier von Gottes Handeln in der Schöpfung gesprochen. Gott reagiert dabei auf das Unverständnis von Hiob, der nicht begreifen kann: Warum lässt Gott das schlimme Leid zu, das mich auf vielfache Weise getroffen hat?
Gott gibt Hiob nicht die erwünschte direkte Antwort. Er macht ihm klar: „Schau mal, du hättest dir die Welt, wie ich sie geschaffen habe, niemals selbst so ausdenken können – geschweige denn erschaffen können. Meine Gedanken sind so viel komplexer als deine. Das betrifft auch deine notvolle Situation. Vertrau mir einfach: Die guten Gedanken, die ich hatte, als ich Erde und Meer geschaffen habe, habe ich auch jetzt mit dir.“
Wenn ich das nächste Mal aufs Meer blicke, möchte ich dieses Vertrauen in Gott neu tanken – für schwere Zeiten, die ich mir nicht wünsche – aber in denen Gott mich niemals allein lassen wird, auch wenn ich ihn vielleicht nicht verstehe.
Bibellesen unter bibleserver.com
Autor: Oliver Jeske
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Meine zwei linken Hände
Mein Vater war Handwerker. Ich hingegen war überhaupt nicht handwerklich begabt. Ich würde fast sagen, ich hatte zwei linke Hände. Meine Familie kann das bestätigen. Wenn ich mit der Bohrmaschine ein Loch in die Wand machte, bröckelte der Putz großflächig ab.
Vor einigen Jahren haben wir dann ein renovierungsbedürftiges Haus gekauft. Das bedeutete: Hier musste einiges in Eigenleistung gemacht werden. Ich schaute meine beiden linken Hände an. Im Kopf all die Fehlschläge und missglücken Versuche meiner „Handwerker-Vergangenheit.“ Und ich bekam es mit der Angst zu tun.
Die Angst trieb mich auf die Knie. Zu dieser Zeit las ich gerade das zweite Buch Mose. In Kapitel 35 ordnet Gott den Bau der Stiftshütte an, des Wanderheiligtums des Volkes Israel, und es soll ein Meisterwerk der Handwerkskunst werden. Dort lese ich von Bezalel: „Seht, der Herr hat Bezalel berufen […]. Gott hat ihn mit seinem Geist erfüllt. Für seine Aufgabe hat er ihm Weisheit, Verstand und alle nötige Kenntnis gegeben. Er kann Pläne entwerfen und sie in Gold, Silber und Bronze ausführen. Er kann Edelsteine schneiden und einfassen, Holz bearbeiten und jede Art von Arbeit ausführen.“
Sofort betete ich: Herr, mach aus mir einen Bezalel. Dieser Geist, der Bezalel verständig gemacht hat, der wohnt auch in mir. Nutze meine zwei linken Hände.
Gott hat mein Gebet erhört. Ich konnte alle nötigen Arbeiten machen - nicht nur mit der Hilfe von YouTube, sondern vor allem durch seine Hilfe. Er hat aus meinen zwei linken Händen zwei fähige Hände gemacht. Und in gewisser Weise habe ich die Steckdosen in unserem Haus teilweise auch sehr „kunstvoll“ eingesetzt.
Gottes Geist kann zu allem fähig machen, nicht nur zum Handwerken und nicht nur mich.
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Autor: Tobias Schier
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Vor etwas mehr als 3.000 Jahren lebte in Israel eine Frau Namens Hanna. Das Alte Testament der Bibel erzählt von ihr. Hanna ist lange kinderlos und bittet Gott um Hilfe. Gott erhört ihr Gebet; Hanna bekommt einen Sohn, den sie Samuel nennt. Damit beginnt allerdings keine Bilderbuchfamiliengeschichte in den Bergen des Westjordanlandes. Nein: Hanna und ihr Ehemann geben das Kind in die Obhut des Priesters, der von ihrem Kinderwunsch erfahren hatte.
Vielleicht ist Samuel drei oder vier Jahre alt, als es für ihn nach Silo geht, mehr als 40 Kilometer von zuhause und seiner Familie entfernt. Dort in Silo ist das Heiligtum Gottes, in dem Samuel von nun an nur für Gott leben, lernen und arbeiten soll. Seine Eltern sieht er fortan einmal im Jahr, seine Geschwister? Keine Ahnung. Seine beiden Pflegebrüder sind korrupte Halunken, und sein Ersatzvater (falls er den Namen verdient) war steinalt.
Wie soll Samuel unter den Umständen vernünftig aufwachsen?
Seine Mutter gibt ihn in die richtige Obhut. Sie sagt: "Das Kind soll für sein ganzes Leben dem HERRN gehören." (1. Samuel 1,28). Samuels Heimat ist nicht in Silo. Nicht beim Priester Eli. Er ist nicht allein. Er wohnt bei Gott!
Alle Äußerlichkeiten, alle miserablen Zustände des Lebens, jede Situation, in der ich nicht stecken will und die Orte im Leben, an denen ich eigentlich nicht sein möchte – all das wird unbedeutend, wenn ich nur beim HERRN bin. Wo auch immer Sie gerade nicht sein wollen – Gott ist da, und bei ihm können Sie sein.
Bibellesen unter bibleserver.com
Autor: Miri Langenbach
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