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Es gibt Abschnitte in der Bibel, da steckt in wenigen Sätzen ganz viel drin. Im ersten Brief des Apostels Paulus an seinen Freund und Mitstreiter Timotheus gibt es so einen Abschnitt. Paulus schreibt: „Am wichtigsten ist, dass die Gemeinde beständig im Gebet bleibt. Betet für alle Menschen; bringt eure Bitten, Wünsche, eure Anliegen und euren Dank für sie vor Gott. Betet besonders für alle, die in Regierung und Staat Verantwortung tragen, damit wir in Ruhe und Frieden leben können, ehrfürchtig vor Gott und aufrichtig unseren Mitmenschen gegenüber. So soll es sein, und so gefällt es Gott, unserem Retter. Denn er will, dass alle Menschen gerettet werden und seine Wahrheit erkennen.“ (1. Timotheus 2,1-4)
Das Gebet für die Regierenden hat ein konkretes Ziel: Eine Regierung, die für Unruhe im Staat sorgt, ist offenbar nicht förderlich für die Verbreitung des christlichen Glaubens. Ruhige und friedliche Verhältnisse sind für die Verbreitung der Botschaft von JesusChristus hilfreich und genau das wünscht sich Gott. Wie sagt es Paulus: „Gott will, dass alle Menschen gerettet werden und seine Wahrheit erkennen.“ Es gibt keine Ausnahme, Gott will alle Menschen retten, alle sollen seine Wahrheit erkennen.
Für mich leite ich daraus ab: Ich bete für gute Entscheidungen der Regierung, damit es friedlich in diesem Land zugeht. In der Hoffnung, dass die Botschaft von Jesus unter friedlichen Bedingungen mehr Aufmerksamkeit findet. Damit Menschen die Botschaft verstehen und Jesus als ihren Retter annehmen.
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Autor: Horst Kretschi
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Wie so viele Menschen meiner Generation bin ich im Teenageralter konfirmiert worden. Das war damals gefühlt so ähnlich, als ob man ein weiteres Fach in der Schule hätte. Es gab Unterricht, meistens einmal in der Woche am Nachmittag. Da haben wir dann in einem Buch gelesen, das hieß „Die Bibel“. Ok, eine Abschlussprüfung fand nicht statt, aber es gab eine große Feier. Unser Pfarrer hatte sich etwas ganz Besonderes ausgedacht: Jeder von uns durfte sich in der Bibel selbst den Vers aussuchen, der dann zum sogenannten Konfirmationsspruch wurde. Ich habe diese Urkunde noch bei mir daheim und da steht drauf: Psalm 139, Vers 2: „Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es. Du verstehst meine Gedanken von ferne.“ Warum ich mir diesen Vers mit 13 Jahren ausgesucht habe? Ich glaube, weil mich der Gedanke berührt hat: Da versteht mich jemand. Da ist jemand für mich da, sieht mich und kennt mich.
Erst viele Jahre später begann meine Beziehung zu diesem Gott, durch JesusChristus. Und bis heute tut mir dieses Wissen gut: Dieser große Gott der Bibel, er kennt mich. Besser, als ich mich kenne Er sieht mich und versteht mich, auch besser, als ich es kann. Aber was noch viel größer ist: Er liebt mich, so wie ich bin! Bedingungslos. Es hat lange gedauert, bis ich das wirklich annehmen konnte. Aber es stimmt wirklich, auch für Sie: Dieser Gott kennt Sie, sieht Sie, versteht Sie. Und er liebt Sie! Bedingungslos. Ich wünsche Ihnen von Herzen, dass Sie sich darauf einlassen können.
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Der Prophet Elia führt vor fast 3000 Jahren Gottes Auftrag aus. Bis dahin, dass er sich auf Gottes Wort hin im Ostjordanland am Bach Krit niederlässt. Gott versorgt Elia dort auf erstaunliche Weise, während der Norden Israels unter einer Dürre leidet. Doch dann vertrocknet der Bach. Lässt Gott seinen Boten Elia verdursten?
Gott hilft. Er schickt Elia nach Nordwesten zu einer Witwe, die in der Nähe von Sidon lebt, also an der Küste, nördlich der Grenze von Israel. Auch das noch.
Elia trifft die Witwe, und sie gibt Elia Wasser gegen den Durst.
Elia sagt der Witwe im Auftrag Gottes zu: „Wenn du von deinem letzten Mehl ein Brot bäckst und mir erst von dem Brot gibst, wirst du immer Brot haben. Mehl und Öl werden deine Vorräte sein.“
Auch das noch. Erst Elia, dann ihr Sohn und sie. Soll sie diesem Fremden und seinem Gott glauben? Wie reagiert sie? Im 1. Buch der Könige, Kapitel 17, Vers 15 steht:
„Sie ging hin und tat, wie Elia gesagt hatte. Und er aß und sie auch und ihr Sohn Tag um Tag.“
Elia hat nicht übertrieben. Gott hat nicht zu viel versprochen. Alle drei werden satt. So lange, bis Gott sagt: „Elia, jetzt kannst du gehen. In Israel wird es wieder regnen.“
Wenn ich das nächste Mal denke: „Auch das noch.“ Jetzt habe ich doch gemacht, was Gott will. Und nun werde ich krank. Der Wochenplan ist dahin. Glaube ich, dass Gott mich durch seinen Sohn JesusChristus versorgt, wie Gott Elia durch die Witwe? Jesus hat schließlich gesagt: „Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern: und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.“ (Johannes 6,35) Statt jeden Tag: „Auch das noch!“ gilt für mich Tag für Tag: Jesus berührt und sättigt mein Herz.
Bibellesen unter bibleserver.com
Autor: Elke Drossmann
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Viele Jahre hatte der ProphetJeremia den König Judas und die Einwohner Jerusalems vor dem gewarnt, was einmal kommen würde. Aber man hatte seine Warnungen in den Wind geschlagen. Schließlich war es so weit. Im Jahr 587 vor Christus ließ der babylonische König Nebukadnezar Jerusalem belagern und einnehmen. Er ließ die Stadtmauern schleifen und den Tempel niederbrennen. Ein Großteil der Bevölkerung wurde ins Exil verschleppt.
In dieser trostlosen Situation klagt Jeremia Gott sein Leid. Im Buch der Klagelieder hält er aber auch eine Zusage Gottes an das hartgeprüfte Volk fest. Im Kapitel 3 heißt es:
Wenn der Herr einen Menschen verstößt, dann tut er es nicht für immer und ewig. Er lässt ihn zwar leiden, aber erbarmt sich auch wieder, denn seine Gnade und Liebe ist groß. Wenn er strafen muss, hat er keine Freude daran, sondern das Leid seiner Kinder schmerzt ihn auch selbst. (Klagelieder 3, Verse 31–33, Übersetzung: Hoffnung für alle)
Was Jeremia angekündigt hat, ist tatsächlich eingetroffen. Jahre später hat Gott dafür gesorgt, dass sein Volk in die alte Heimat zurückkehren konnte.
Wie gut, dass Gott nicht endgültig verstößt. Im Gegenteil, ihn schmerzt das Leid seiner Kinder. Seine Gnade und Liebe sind groß. Bis heute erbarmt er sich immer wieder aufs Neue über all die Menschen, die sich ihm zuwenden.
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Autor: Wolf-Dieter Kretschmer
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Pling. Ein kurzes Aufblitzen auf dem Handy. Nur ein Satz: „Ich denk’ an dich.“ Und plötzlich merke ich: Genau das habe ich gebraucht.
So endet der Hebräerbrief: Kurz, persönlich und ermutigend. In Kapitel 13, Vers 22 schreibt der Verfasser:
„Ich habe euch das alles geschrieben, liebe Geschwister, um euch zu ermutigen, und habe mich so kurz wie möglich gefasst. Nun bitte ich euch eindringlich darum, diese Botschaft nicht abzuweisen.“ (Hebräer 13,22 - NGÜ)
Wenige Worte – und doch treffen sie mitten ins Herz.
Im späten 1. Jahrhundert – einige Jahrzehnte nach Kreuzestod, Auferweckung und Himmelfahrt Jesu – waren viele Christen im Glauben müde geworden. Sie hatten Gegenwind von außen und Zweifel von innen. Durchzuhalten war nicht leicht. Sie brauchten Ermutigung. Und sie mussten lernen, sie auch anzunehmen.
Heute ist es kaum anders. Auch ich kenne Müdigkeit im Glauben, den leisen Zweifel, die Tage, an denen Dranbleiben schwerfällt. Manchmal wehre ich Ermutigung ab, weil ich denke: Das ist doch zu einfach für das, was ich gerade erlebe. Doch wenn ich sie zulasse, richtet sich etwas in mir wieder auf.
Ermutigung löst nicht alles – aber sie gibt Mut für den nächsten Schritt. Und der reicht.
Wer erlebt hat, was ein kleines Zeichen auslösen kann, möchte selbst eines weitergeben. Dazu braucht es keine großen Worte. Manchmal reicht ein Satz. Ein Pling. Ein Funke. Vielleicht genau der, auf den heute jemand wartet.
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Autor: Ellen Hörder-Knop
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Mein erster Name ist Friedrich. Für meine Generation ist er eher ungewöhnlich. Mein Vater hieß Friedrich und mein Großvater auch. Verwunderlich ist das wiederum nicht. Namen wie Friedhelm, Wilfried oder eben Friedrich waren damals üblich. Sie waren Ausdruck einer tiefen Friedens-Sehnsucht von Generationen, die von den Weltkriegen geprägt waren.
Auch Gott selbst hat so einen Namen mit tiefer Bedeutung: Jahwe. Er lässt sich in etwa übersetzen mit: „Ich bin da für dich!"
Der israelitische König David war vor drei Jahrtausenden davon begeistert. Er hat sogar ein Gedicht bzw. Lied dazu verfasst. Im Psalm 138 heißt es:
„Ich will dir danken für deinen Namen Gottes, der für deine Güte und Treue steht." (Psalm 138,2b – BasisBibel)
David hat erfahren: Gott ist keiner, der sich einfach nur mit einem schönen Namen schmückt. Sein Name ist zutiefst Ausdruck seines Wesens. Gott hat David nie verlassen trotz aller Nöte, persönlicher Schuldverstrickung und politischer Herausforderungen.
Diese Zusage, die in Gottes Namen steckt – „Ich bin da für dich!" – diese Zusage gilt allen Menschen, die Gott vertrauen – zu allen Zeiten.
Als Kind wurde ich für meinen Namen manchmal gehänselt. Heute bin ich versöhnt mit ihm. Manchmal lohnt es sich, bei der Bedeutung eines Namens genauer hinzuschauen. Das gilt bei Menschen und noch viel mehr bei Gott.
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Autor: Oliver Jeske
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Darf ich mich vorstellen? Ja!
Was mache ich, wenn ich jemandem das erste Mal begegnen? Richtig. Ich stelle mich vor. Auf diese Weise weiß mein Gegenüber, mit wem er es zu tun hat und wie er mich ansprechen kann. Dale Carnegie, einer der bekanntesten Kommunikationstrainer des letzten Jahrhunderts, legt einen großen Wert auf die Bedeutung von Namen in der zwischenmenschlichen Kommunikation. Das Gleiche gilt aber auch für die Kommunikation zwischen Gott und Mensch.
Der Name ist das wichtigste Identitätsmerkmal eines Menschen. Er ist untrennbar mit dem Selbstverständnis einer Person verbunden.
Im Buch Exodus Kapitel 6 lese ich in den Versen 2 und 3: „Gott redete zu Mose und sprach zu ihm: Ich bin Jahwe. Ich bin Abraham, Isaak und Jakob erschienen als Gott, der Allmächtige; aber mit meinem Namen Jahwe habe ich mich ihnen nicht zu erkennen gegeben.“
Hier lesen wir von dem Moment, als Gott sich das erste Mal mit eigenem Namen einem Menschen vorstellt. Das spricht nicht nur für die besondere und auch sehr persönliche Beziehung zwischen Gott und Mose. Es sagt auch eine Menge über das Wesen Gottes aus.
Jahwe ist der zentrale Eigenname Gottes im Alten Testament. Er bezeichnet den Gott Israels als den ewigen Schöpfer. Der Name bedeutet so viel wie: „Ich bin, der ich bin“ oder „Ich werde sein“. Gott ist also treu, immer da und unveränderlich. Er ist der Gott, der eine persönliche Beziehung zum Menschen sucht.
Wie kann ich darauf reagieren? Indem zeige, dass ich eine Beziehung zu diesem Gott haben möchte. Und wie tue ich das? Indem ich mich vorstelle: Ich bin Tobias.
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Autor: Tobias Schier
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Ich habe wahnsinnig gerne Recht, Sie auch? Ich habe so einen Gesichtsausdruck auf Lager, der signalisiert: „Hab ich doch gesagt!“. Den packe ich unheimlich gern aus. Ich habe nicht immer Recht, aber wenn, dann weiß ich‘s halt auch ganz genau. Und besonders, wenn es um Bibel- und Glaubensdinge geht, ist es ja entscheidend wichtig, dass alles seine Richtigkeit hat, nicht wahr? Da kann man sich keinen Wissensaussetzer leisten, da muss man jeder Prüfung standhalten, oder?
Oder etwa nicht?
In der Bibel findet sich ein 3000 Jahre altes Lied von David, da geht die letzte Strophe so: „Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich’s meine. Und sieh, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege.“ (Psalm 139, 23f LUT)
In englischen Übersetzungen bittet der Dichter gar: „Suche mich, Herr!“. Offensichtlich ist er sich ganz und gar nicht sicher, ob er der Wissensprüfung standhält, und was jetzt noch richtig ist. Er kann ja nicht einmal sagen, wo er ist und was er meint. Was ist das denn für einer!? Einer der weiß: Es geht ums Herz. Und der darauf vertraut, dass Gott ihn finden wird.
Da Gott uns Menschen sowieso durch und durch kennt, und weil wir uns selbst oft so fremd sind (wenn wir mal ehrlich sind), sollten wir uns ernsthaft wünschen und darum beten, durch sein Wort und seinen Geist geprüft zu werden. Das ruckelt zurecht und hält das Herz auf dem Weg hin zu ihm.
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Autor: Miri Langenbach
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Wie wertvoll und wichtig Freunde oder gute Partner an einer Seite sind, merkt man manchmal erst dann, wenn es ganz schön brenzlig wird. Das können unterschiedliche Situationen sein. Meistens jedoch dann spürbar, wenn wir etwas erleben, was nicht so gut ist.
Andersherum ist es aber auch so, dass wir falsche Freunde gerade in solchen Situationen schnell entlarven können. Sie verhalten sich dann nämlich nicht so, wie wir es erhoffen oder gebrauchen können. Sondern eher so, wie wir es nicht für möglich gehalten hätten.
Mose ist eine der markantesten Personen in der Zeit der Wüstenwanderung des Volkes Israel. Er hat viel von der Geschichte Israels und von seinen Erfahrungen mit Gott aufgeschrieben. Im fünften Buch Mose spricht er unter anderem über falsche Freunde bzw. über heuchelnde Feinde. Zitat:
„Wie glücklich bist du, Israel! Wer ist wie du: ein Volk, das der HERR gerettet hat? Er ist dein Schild, das dich schützt, und dein Schwert, das dir zum Sieg verhilft! Deine Feinde werden dir ihre Ergebenheit heucheln, du aber wirst über sie triumphieren!«“
Wie es ist, wenn jemand mir in den Rücken fällt, das kenne ich Gott sei Dank nicht. Zumindest nicht so, wie es in manchen Filmen dargestellt wird. Erleben musste es aber eine mir sehr nahestehende Person. Ich war noch klein, aber mir wurde berichtet, dass eine Ehe aufs Spiel gesetzt wurde, obwohl eine feste Freundschaft vorhanden war.
Darum bin ich überzeugt: es ist gut, wenn wir unsere Freundschaften gelegentlich überprüfen. Und wenn wir uns ehrlich gestehen, was uns bewegt und welche Erwartungen wir an Freundschaften und Beziehungen haben.
Ich glaube, dass es gut ist, mit einem Gott zu leben, der mich schützt und mir hilft. Und mich darüber hinaus noch vor heuchlerischen Menschen bewahrt. Und ich wünsche Ihnen, dass auch Sie diesen Gott als verlässlich und treu erleben.
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Autor: Bernd Kortmann
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Für mich gibt es kaum etwas Schöneres, als morgens in der Stille Gemeinschaft mit Gott zu suchen. Bei ihm zu verweilen. Still zu werden. Vielleicht einen Vers aus der Bibel zu lesen oder über ein Wort nachzusinnen, das mich bewegt.
Vor allem aber: still vor Gott zu sein. Einfach bei ihm.
Hier kommt meine Seele zur Ruhe. Hier werde ich mir bewusst: Ich bin von Gott geschaffen. Ich bin geliebt. Ich bin geführt. Er allein ist es, der mir Halt, Identität und Sicherheit gibt.
Still werden muss man lernen. Nichts tun. Nichts sagen. Einfach bei Gott sein – wie bei einem guten Freund. Manchmal versteht man sich auch ohne Worte. Manchmal tröstet allein das Beieinandersein.
Wenn ich gelernt habe, still bei Gott zu sein, trägt mich das durchs ganze Leben. Auch durch Zeiten, in denen ich – menschlich gesehen – allein bin.
Zum Beispiel im Krankenhaus auf einer Intensivstation. Oder wenn Beziehungen zerbrechen und gerade niemand da ist, mit dem ich meinen Schmerz teilen kann.
Und spätestens, wenn ich einmal sterbe – diesen letzten Weg geht jeder Mensch allein.
Wie gut, wenn ich dann weiß: Es ist tröstlich und wohltuend, still bei Gott zu sein. Wenn ich mit ihm vertraut bin. Dann bin ich nie allein.
Der israelitische König David hat diese Erfahrung vor etwa 3.000 Jahren in einem Gebet beschrieben. In Psalm 62 sagt er: „Zu Gott allein sei still, meine Seele,denn von ihm kommt meine Hoffnung.“
Wie gut, wenn ich gelernt habe, still bei Gott zu sein und mit ihm vertraut zu werden. Dann bin ich auch in Situationen nicht allein, in denen kein Mensch bei mir sein kann.
Gott ist da. Meine Hoffnung und meine Zuflucht.
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Autor: Susanne Thyroff
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