ERF Plus - Anstoß

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ERF Plus - Anstoß episodes

  • Orientierung statt planlosem Dümpeln
    Gedanken von Annegret Schneider zum Bibeltext Psalm 32,8.

    Vielleicht kennen Sie das – da sitzt man auf dem Beifahrersitz mit einer riesigen Landkarte in der Hand und soll mal schnell sagen, ob man bei der nächsten Straße abbiegen soll. Wohl dem Menschen, der sich vorher schlau gemacht hat, wohin er oder sie will. Selbst wenn man ein schlaues Navigationsgerät besitzt – man muss ein definiertes Ziel eingeben, wenn es helfen soll, den Weg zu finden.

    Wie sieht es aber im Alltag aus? Habe ich ein Ziel für mein Leben oder dümple ich vor mich hin, bis ich eines Tages nicht mehr sein werde? Mache ich, wonach mir gerade der Sinn steht, auch wenn ich anderen oder mir selbst damit schade? Nehme ich mir Zeit, umzukehren, wenn ich die falsche Richtung eingeschlagen habe? – Und wenn ja, wie funktioniert das dann?

    David, dem viele Psalmen im Alten Testament zugeschrieben werden, kennt fatale Irrwege aus seinem eigenen Leben. In Psalm 32 beschreibt David, wie elend er sich fühlt, weil er sich verrannt hat. Weil er sich von Gott entfernt hat, anstatt gleich von verkehrten Wegen zurückzukehren zu Gott. Und er jubelt erleichtert darüber, wie befreit er leben kann, als er endlich vor Gott seine Schuld bekannt und sie bei ihm abgeladen hat.

    Mitten in all diesen Gedanken erinnert sich David an eine Zusage Gottes, der seine Menschen nicht allein lässt in ihrer Not:

    Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen, / den du gehen sollst; ich will dich mit meinen Augen leiten. Psalm 32,8 (LUT 2017)

    Der Gott, der David zurechtgeholfen hat, freut sich auch heute über alle, die mit ihrer Schuld und ihren Lasten zu ihm kommen und sich wieder neu ausrichten lassen.

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    Autor: Annegret Schneider

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    3 min
  • Lebenslust und Todessehnsucht
    Gedanken von Markus Baum zum Bibeltext Hesekiel 33,11

    Wir schreiben das Jahr 587 vor Christus. Das ganze Heilige Land ist von den Babyloniern besetzt. Einzig Jerusalem hält der Belagerung noch stand – aber das Ende ist absehbar. 

    900 km Luftlinie östlich von Jerusalem in Babylon, da bangt die bereits zwölf Jahre vorher dorthin verschleppte Oberschicht des Südreiches Juda mit den Verwandten in der Heimat. Einer von diesen Verschleppten ist der Prophet Hesekiel, und der heizt seinen Landsleuten im Namen und Auftrag Gottes auch noch ein, kommentiert das Elend und deutet es.

    Kurz bevor die Babylonier Jerusalem stürmen und dem Erdboden gleichmachen, hat Hesekiel von Gott die folgende Botschaft empfangen: »Bei meinem Leben!« - Ausspruch von Gott, dem Herrn: »Ich freue mich nicht über den Tod eines Frevlers. Stattdessen freue ich mich, wenn der Frevler sein Verhalten ändert und am Leben bleibt. Also kehrt um, ändert euer böses Verhalten! Warum wollt ihr sterben, Israeliten?« 

    Lebenslust und Todessehnsucht – beides spielt in dieser Botschaft ineinander. Gott hat Lust am Leben; dem traurigen Rest des Volkes Israel scheint das Leben nicht gar so lieb zu sein. Verstöße gegen die Gebote Gottes rächen sich, kosten letztlich das Leben, dabei ließe sich das bittere Ende noch abwenden. – Ins Positive gewendet, kann man Hesekiels Botschaft so lesen: „Wer am Leben bleiben will, soll sein frevelhaftes Verhalten abstellen. Soll es wenigstens versuchen. Das würde schon reichen.“

    Das sind gute Nachrichten auch für Menschen heute, 2613 Jahre später: Gott tut alles dafür, dass Menschen nicht ins Verderben laufen – und selbst wenn sie auf dem besten Weg dorthin sind, können sie noch umkehren und das Leben gewinnen. Gott hält die Tür zum Leben offen.

    Bibellesen unter bibleserver.com

    Autor: Markus Baum

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    3 min
  • Krasser Gegensatz
    Gedanken von Claudia Mertens zum Bibeltext Markus 1,7

    Der Mensch ist doch ein seltsames Wesen, finde ich. Da gibt es viele bekannte Personen, die sich sicher sind, was und wie sie über Gott denken können. Zum Beispiel einen Friedrich Nietzsche, der schlankweg behauptet hat: Gott ist tot. Oder Stephen Hawking, der überzeugt war: „Es gibt keinen Gott. Niemand steuert das Universum.“ In meinen Augen sind das Ausdrücke menschlichen Hochmutes.

    Es gibt aber auch Menschen, die sehen das ganz anders. Sie wissen: „Gott gibt es – und ich bin sein Geschöpf, sein Werk“. Zum Beispiel dieser populäre Redner und Influencer vor 2.000 Jahren. Zitat: „Nach mir kommt der, der stärker ist als ich; ich bin nicht wert, dass ich mich vor ihm bücke und die Riemen seiner Schuhe löse.“ Das sagt Johannes der Täufer.

    Laut Bibel war er einer, der sich nach menschlichem Ermessen wirklich etwas einbilden konnte – schließlich war er der Bote schlechthin, der auf Jesus hingewiesen hat. Dieser göttliche Auftrag war schon vor seiner im wahrsten Sinne des Wortes „wunderbaren“ Geburt klar.

    Trotzdem bildet sich Johannes zeit seines Lebens nichts darauf ein. Und Jesus selbst setzt noch einen drauf: er ist Gott und Mensch zugleich und macht sich selbst klein – in dem er sich selbst bückt und seinen Freunden die Füße wäscht. Bei ihm gehen wahre Größe, wahre Demut und wahre Liebe Hand in Hand.

    Und ich? Ich glaube, dass es Gott gibt und will mich in meiner Haltung daher gern an Johannes orientieren -  und lieber noch an Jesus.

    Bibellesen unter bibleserver.com

    Autor: Claudia Mertens

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    3 min
  • Kannst Du für mich beten?
    Gedanken von Jens Kilian zum Bibeltext Kolosser 4,3

    Haben Sie schon mal jemanden gebeten, für Sie zu beten?  Wissen Sie, ob die Person daran gedacht und für Sie gebetet hat, vielleicht sogar öfters? Denken Sie, dass die Gebete Auswirkungen haben oder haben Sie davon schon mal etwas gespürt?

    Der Apostel Paulus und sein Mitarbeiter Timotheus haben daran keinerlei Zweifel. Das ist dem Brief an die Christen in Kolossä im Neuen Testament deutlich zu entnehmen. Zunächst versichern die beiden ihren Freunden dort, dass sie regelmäßig im Gebet an sie denken. Im 4. Kapitel des Briefes scheuen sich Paulus und Timotheus aber auch nicht, die Kolosser um Gebetsunterstützung zu bitten, insbesondere, da der Apostel sich in einer schwierigen Situation befindet. Er sitzt im Gefängnis, weil er Menschen zum Glauben an Jesus eingeladen hat. Allerdings ist es bemerkenswert, dass es Paulus nicht in erster Linie um Freilassung aus dem Knast geht, sondern darum, dass Timotheus und er das Evangelium in guter Weise weitergeben können.

    Betet auch für uns, damit Gott uns eine Möglichkeit gibt, sein Geheimnis zu verkünden: die Botschaft von Jesus Christus, für die ich hier im Gefängnis sitze.

    Gebet bewirkt zweierlei. Zum einen tut es gut zu wissen: Da gibt es Menschen, die mich unterstützen und hinter mir stehen. Zum anderen richtet sich das Gebet an den allmächtigen Gott, der auch da helfen kann, wo wir Menschen mit unserem Latein am Ende sind. An den Gott, der selbst den Tod besiegt hat.

    Ich habe in meinem Leben bereits mehrmals die Erfahrung gemacht, wie gut es tut, wenn Freunde in schwierigen Situationen für mich beten und Gott diese Gebete erhört. Aber auch als ERF-Mitarbeiter möchte ich Sie gerne wie Paulus bitten:

    Beten Sie auch für uns, damit Gott uns Möglichkeiten gibt, sein Geheimnis zu verkünden: die Oster-Botschaft von Jesus Christus.

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    Autor: Jens Kilian

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    3 min
  • Jesus ist der Retter
    Horst Kretschi über Apostelgeschichte 2,22-24.

    Heute ist Ostern, ein Tag zum Freuen! Jesus ist auferstanden. Gott hat seinen Sohn nicht dem Tod überlassen, sondern hat ihn zum Leben erweckt. Auf allen Kontinenten, in Millionen von Städten und Dörfern wird genau das heute in Ostergottesdiensten verkündet.

    Die allererste öffentliche Osterpredigt hat der Apostel Petrus vor fast 2000 Jahren gehalten. Erfüllt vom Heiligen Geist spricht er zu Menschen in Jerusalem. Diese Predigt wurde zwar nicht, wie heute die Osterpredigt des Papstes, weltweit ausgestrahlt und von Milliarden von Menschen verfolgt, aber sie hat dennoch vermutlich viel mehr Einfluss auf die Christenheit gehabt als jede andere Osterpredigt in den folgenden 2000 Jahren. Zu finden ist die Predigt des Petrus in der Apostelgeschichte. Dort steht: 

    „Hört her, ihr Leute von Israel! Wie ihr alle wisst, hat Jesus aus Nazareth in Gottes Auftrag mitten unter euch mächtige Taten, Zeichen und Wunder gewirkt. Ja, Gott selbst hat durch diesen Mann gehandelt und ihn so euch gegenüber als seinen Gesandten bestätigt. Aber Jesus wurde durch Verrat an euch ausgeliefert, und ihr habt ihn mit Hilfe der Römer, die nichts von Gottes Gesetz wissen, ans Kreuz genagelt und umgebracht. Doch genau das hatte Gott geplant. Er wusste, was geschehen würde. Diesen Jesus hat Gott auferweckt und damit die Macht des Todes gebrochen“ (Apostelgeschichte 2, 22-24).

    Viele Menschen, die Petrus hörten, haben von diesem Tag an, an Jesus geglaubt. So ist die erste christliche Gemeinde entstanden. Was an Pfingsten gefeiert wird. Was Petrus da predigt ist bis heute das Fundament, auf dem die weltweite christliche Gemeinde bestehen. Der Glaube an die Auferstehung ist ihr Ursprung und ihr Kern. Dieser Glaube ist auch der Grund der Freude und der Hoffnung. Jesus Christus ist auferstanden, er hat den Tod überwunden, etwas anderes gibt es heute nicht zu verkünden. Etwas anderes muss auch nicht verkündet werden.

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    Autor: Horst Kretschi

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    3 min
  • Kraftlos, aber nicht allein
    Gedanken von Hans Wagner zum Bibeltext Matthäus 26,39-40

    Manchmal muss ich es mir wieder klar machen: Das, was ich heute in der Bibel im Neuen Testament lese und zu verstehen versuche, war Wirklichkeit. Die Menschen an der Seite von Jesus vor gut 2000 Jahren haben es erlebt, sie waren dabei. Sie feierten ihren Helden, der so viele Wunder tat und so viel Liebe verbreitete. Es muss sehr oft wie ein Abenteuer für sie gewesen sein. Bis dann der Schock kam, der alles veränderte: Der Tod auf Golgatha, dem Galgenberg vor den Toren Jerusalems. Angefangen hat dieser Schock für Einzelne schon am Vorabend, als sie Jesus im Garten Gethsemane plötzlich nicht mehr als liebevollen und tatkräftigen Messias erlebten. Plötzlich sahen sie ihn ängstlich, verzweifelt, flehend, das Bevorstehende möge sich vielleicht doch vermeiden lassen.

    Diese brutale Wende und die damit aufkommende Trauer hat alle, die dabei waren, an den Rand der Erschöpfung gebracht – und darüber hinaus. Drei Mal hat Jesus allein im Garten gebetet, und dreimal ist anschließend zu lesen: Und er kam zu seinen Jüngern und fand sie schlafend. Sie waren mit der Situation völlig überfordert. Erschöpft. Kraftlos. Sie waren nicht mal mehr in der Lage zu beten.

    Solche Momente gehören auch zu meinem und zu Ihrem Leben. Momente, in denen wir keine Vorstellung davon haben, wie es weitergehen soll. Dass es überhaupt weitergehen kann. Kraftlose Momente. Manchmal müssen auch erst ein paar Tage vergehen, bevor es bei uns langsam wieder heller wird. Aber selbst in den dunkelsten Situationen ist Jesus an der Seite der Menschen, die ihm vertrauen. Er lebt. Wir können es nicht nur lesen, wir können ihn auch erleben! Das wünsche ich Ihnen von Herzen.

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    3 min
  • Hübsch hässlich
    Gedanken von Elke Drossmann zum Bibeltext Jesaja 52,14

    Die Augen ein Hingucker. Hübsch gekleidet, herzlich, zugewandt. So zeichnet sich ein schöner Mensch für mich aus. 

    Anders als attraktive Menschen erregen Personen mein Mitleid, wenn sie sich bemühen, im Alltag zurecht zu kommen, obwohl sie vom Leben gezeichnet sind. Ihnen reiche ich spontan meine Hand. 

    Einem Mann wird das nicht passieren. Viele werden sich von ihm abwenden. Warum? Im Wortlaut des Jesajabuches vor mehr als 2500 Jahren wird er so beschrieben: „Viele haben sich entsetzt von ihm abgewandt, so entstellt war er. Er hatte keine Ähnlichkeit mehr mit einem Menschen.“ (Jesaja 52,14) 

    Das ließe sich bereits über das Volk Israel in der babylonischen Gefangenschaft damals sagen. Aber auch heute über so manche Gestalt, die mir in der Fußgängerzone begegnet.  

    Der Prophet hatte damals eine zukünftige Person im Blick. Einen kommenden König Israels, der in der Beziehung zu Gott alles zum Guten wendet. Für sein eigenes Volk, aber auch für alle anderen Völker.  

    Der Prophet ahnt: seine Beschreibung dieses Retters als hübsch hässlich wird viele irritieren. Genauso passiert es Jahrhunderte später. Als Jesus, der Sohn Gottes, geschlagen, ausgelacht und entstellt am Kreuz von Golgatha stirbt. Und heute? Viele denken: „Das soll der sein, der mir im Namen Gottes seine Hand entgegenstreckt?“  

    So ist es! Der entstellte Jesus sagt mit seinem Sterben am Kreuz: „Willkommen in meiner Familie. Willkommen zuhause. Willkommen in meinem Reich.” Das sagt er auch Ihnen und mir, auch wenn Sie und ich gar nicht zum Volk Israel gehören. 

    Mit seiner rettenden Hand reißt Jesus mich aus meiner Ahnungslosigkeit über Gott heraus. 

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    Autor: Elke Drossmann

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    3 min
  • Ein Husarenstück
    Wolf-Dieter Kretschmer über 2. Samuel 23,14-17

    Wer Menschen führt, trägt Verantwortung! Das macht der heutige Bibelabschnitt deutlich.

    Vor gut 3.000 Jahren ist David mit seinen Getreuen auf der Flucht vor König Saul. Er kampiert in der Höhle Adullam, unweit des Feldlagers der verfeindeten Philister. In diesem Zusammenhang berichtet die Bibel von einem leichtsinnigen Wunsch Davids. Im 2. Buch Samuel 23, Vers 15, heißt es:

    Und David gelüstete es, und er sprach: Wer will mir Wasser zu trinken holen aus dem Brunnen am Tor in Bethlehem?

    David weiß genau, dass das eine selbstmörderische Aktion ist. Es bedeutet, mitten im feindlichen Philister-Lager aus einem Brunnen Wasser zu schöpfen.

    Womit David nicht rechnet, ist die Verwegenheit seiner Kämpfer. Drei von ihnen verstehen den leichtsinnigen Wunsch ihres Chefs als eine Handlungsaufforderung. Sie schleichen sich tatsächlich ins feindliche Lager und holen Wasser.

    Zum Glück wird David im Nachhinein klar, welchen Mut diese drei Männer gezeigt haben. Anstatt ihre Tat selbstverständlich hinzunehmen, würdigt er die Leistung seiner Leute. Gleichzeitig macht David deutlich, dass Gott Gelingen hier geschenkt hat.

    Ich nehme zwei Gedanken für diesen Tag mit. Erstens: Unbedachte Worte können Gewicht haben. Zweitens: Wenn jemand etwas Außergewöhnliches geleistet hat, erkenne ich das an und schicke bei der Gelegenheit einen Dank fürs Gelingen „nach oben“.

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    Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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    3 min
  • Adel verpflichtet
    Gedanken von Sonja Kilian zum Bibeltext 2. Mose 19,6.

    Meine Tochter hatte lange Zeit Brillenbügel mit der Aufschrift „Königstochter“. Gelegentlich wurde sie darauf angesprochen – mal milde lächelnd, mal neugierig fragend, mal wissend. Wer in christlichen Kreisen unterwegs ist, kennt vielleicht die Aufschrift „Königstochter“ auf hübschen Teetassen oder anderen Alltagsgegenständen. Für Mitwisser ist es ein Hinweis: Da ist wohl ein Kind Gottes unterwegs. Jemand, der bewusst seinen Glauben lebt.

    Die Musikgruppe „Könige und Priester“ geht mit ihrem Band-Namen sogar noch einen Schritt weiter. Sie sehen sich selbst nicht nur als Kinder des höchsten Herrschers, sondern als Könige und Priester. Was steckt dahinter? Tatsächlich stammt dieser Gedanke aus der Bibel. Im 2. Buch Mose, Kapitel 19, Vers 6 heißt es: „Ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein.“ Gott selbst richtet diese Worte an das Volk Israel, kurz nachdem er es aus der Sklaverei in Ägypten befreit hat. Noch bevor die Menschen etwas leisten, spricht Gott ihnen ihre Identität zu. Damit wird der Blick in die Zukunft betont: Die Israeliten werden Einfluss haben, Verantwortung tragen und Gottes Gebote für andere Völker sichtbar machen.

    Diese Berufung gilt seit knapp 2.000 Jahren auch für Menschen, die Jesus nachfolgen und als Christen ein Teil von Gottes Geschichte mit Israel geworden sind. Es tut mir gut, wenn ich mir bewusst mache, wie wertvoll ich in Gottes Augen bin. Dieses Bewusstsein für meine Identität als Königskind lässt mich froh und aufrecht durchs Leben gehen! Gleichzeitig gilt: Adel verpflichtet. Wenn ich das nächste Mal meine Teetasse mit der Aufschrift „Königstochter“ zur Hand nehme, will ich mich freuen und gleichzeitig darüber nachdenken, welche Verantwortung ich habe. Als Königskind und Priesterin darf ich in Gottes Nähe kommen. Die Liebe, die ich bei ihm empfange, kann ich dann an die Menschen in meinem Umfeld weitergeben und sie einladen, auch selbst Gott zu begegnen.

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    Autor: Sonja Kilian

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    3 min
  • Ohne Opfer geht es (nicht)?
    Gedanken von Oliver Jeske zum Bibeltext Hebräer 13,16.

    Wer schön sein will, muss leiden! Ohne Fleiß kein Preis! Spare in der Zeit, dann hast du in der Not!

    Schon früh lernen viele von uns – mich eingeschlossen: Nichts fällt einem einfach so in den Schoß. Ohne Opfer im Leben geht es nicht.

    Dieses Prinzip wird allerdings an einer entscheidenden Stelle aufgebrochen: Gott verlangt keine Opfer von mir. Jedenfalls nicht in dem Sinne, dass ich etwas dazu beitragen könnte, dass er mich liebt.

    Ja, Gott hat in Jesus Christus sein eigenes Leben für mich geopfert. Damit macht sich jeder Versuch, Gott mit irgendeiner Entbehrung in meinem Leben zu beeindrucken, geradezu lächerlich aus.

    Doch auch hier gibt es wiederum eine Ausnahme. In der Bibel im Hebräerbrief heißt es:

    „Vergesst nicht, Gutes zu tun und mit anderen zu teilen. Denn das sind die Opfer, die Gott gefallen.“ (Hebräer 13, 16 – BasisBibel)

    Gott hat mir alles geschenkt: seine Liebe, mein Leben und alles, was ich dazu brauche. Da ist es gut und gemeinschaftsstiftend, wenn ich das alles auch mit anderen teile.

    Dieses Opfer gefällt Gott. Und ich gewinne dabei sogar noch ein großes Maß an Lebensqualität.

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    Autor: Oliver Jeske

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