ERF Plus - Anstoß

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ERF Plus - Anstoß episodes

  • Guten Tag
    Gedanken von Elke Drossmann zum Bibeltext Lukas 1,28-29

    Ein kurzes Nicken. „Hallo“. „Guten Tag.“ So unterschiedlich kann der Gruß von Passanten ausfallen, denen ich auf dem Weg zur Arbeit begegne. 

    In der Bibel, im Lukasevangelium, habe ich einen Engelsgruß gefunden. Kein „Wie geht´s“. Kein großes Hallo. Der Engel kommt vor gut 2000 Jahren direkt zur Sache. Der Gruß gilt einer jungen Frau namens Maria und lautet: „Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir.“ (Lukas 1,28) 

    Wie grüßt Maria zurück? Gar nicht. Der Engel hat sie mit seinem Gruß völlig aus dem Konzept gebracht. Der Evangelist Lukas berichtet weiter: „Maria erschrak über diesen Gruß und überlegte, was er bedeuten sollte.“ (Lukas 1,29) 

    Der Engel will Maria nicht erschrecken – deshalb sagt er gleich: „Der Herr ist mit dir.“ Mit dem Begriff “Herr” ist Gott persönlich gemeint. Wenn Gott auf ihrer Seite ist, was soll schon passieren? Und doch erschrickt Maria. Sie überlegt: „Warum bin ich begnadet?“ Gott hat sie unter den paar hundert Einwohnern Nazareths ausgesucht. Einfach so. Gott sucht sie aus, damit sie seinen Sohn Jesus zur Welt bringt.  

     Maria hört den Gruß des Engels und nimmt ihn ernst. Davon profitiere ich heute noch. Wie viele andere gehöre ich zu Gottes Familie. Kein Engel, aber Jesus, von Maria geboren, sagt persönlich zu mir: „Ich bin mit dir.“ „Ich bin mit dir, wenn du zur Arbeit gehst. Ich bin mit dir, wenn du einen Menschen anlächelst, der dich grüßt. Ich bin mit dir, wenn du erwartungslos bist.“ Ein Gruß von Jesus, meinem Herrn, persönlich. Er grüßt nicht nur mich. Zu Ihnen sagt er ganz genauso: „Ich bin mit dir.“ Und ich grüße Sie mit: „Einen guten Tag!“ 

    Bibellesen unter bibleserver.com

    Autor: Elke Drossmann

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    3 min
  • Mein Problem mit dem Spiegel
    Wolf-Dieter Kretschmer über Jakobus 1,23-24

    Wenn ich morgens besorgt einen Blick in den Spiegel werfe, dann bin ich froh, wenn noch alles am richtigen Platz ist. Vielleicht geht es Ihnen so wie mir: Über die Jahre wächst meine Unzufriedenheit mit dem, was der Spiegel mir morgens präsentiert. Manchmal mag ich gar nicht hinschauen.  

    Dann stehe ich in der Gefahr, das zu tun, was vor knapp 2.000 Jahren ein Mann namens Jakobus in einem Brief kritisiert, der im Neuen Testament überliefert ist. Ich gönne mir nur einen flüchtigen Blick und verdränge anschließend das, was ich gesehen habe. Im Jakobusbrief heißt es:  

    Wenn jemand ein Hörer des Worts ist und nicht ein Täter, der gleicht einem Menschen, der sein leibliches Angesicht im Spiegel beschaut; denn, nachdem er sich beschaut hat, geht er davon und vergisst von Stund an, wie er aussah. (Jakobus 1, 23-24) 

    Ein Spiegel zeigt mir nicht unbedingt das, was ich sehen will. Aber er konfrontiert mich mit der Wahrheit. Und die kann gelegentlich unangenehm sein.  

    Ähnlich verhält es sich mit dem Wort Gottes. Gut, wenn ich mich damit auseinandersetze. Wenn ich mein Denken und Handeln davon prägen lasse.  

    Hören und anschließend das Gesagte vergessen? Das ist keine gute Idee. Das Wort Gottes muss in meinen Alltag hinein. Dort muss es wirken, also mich trösten, korrigieren oder ermutigen. Und es kann und wird mich dazu anregen, das zu tun, was ich als richtig erkannt habe.  

    Bibellesen unter bibleserver.com

    Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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    3 min
  • Der letzte Stein fällt
    Gedanken von Ellen Hörder-Knop zum Bibeltext Psalm 55,23

    Im Märchen vom „Hans im Glück“ wird der Lohn zur Last: ein schwerer Goldklumpen. Hans tauscht ihn Schritt für Schritt gegen Leichteres - das Gold gegen ein Pferd, das Pferd gegen eine Kuh, zuletzt gegen einen Schleifstein. Mit jedem Tausch wird die Last kleiner. Als der Stein am Ende zufällig in einen Brunnen fällt, steht Hans mit leeren Händen da und spürt: Ohne Ballast lebt es sich frei und glücklich.

    Im wirklichen Leben verschwinden Lasten nicht einfach. Auch David, der zweite König Israels, kannte Druck, Angst und Sorgen. Mitten in seinen Herausforderungen schreibt er in Psalm 55,23:

    „Wirf dein Anliegen auf den Herrn; der wird dich versorgen und wird den Gerechten in Ewigkeit nicht wanken lassen.“

    Wer wirft, lässt los – bewusst und entschieden. Loslassen bedeutet nicht Gleichgültigkeit, sondern Vertrauen: Ich kann Gott sagen, was mich drückt, und ihm übergeben, was zu schwer ist.

    Das ist kein Märchen, sondern gelebter Glaube:

    Ich bringe Gott meine Unruhe – er schenkt Frieden. Ich bringe ihm meine Angst – er gibt Halt.
    Und mehr noch: Meine tiefste Last, meine Schuld, bleibt nicht an mir hängen und sie verschwindet nicht zufällig. Jesus, ein später Nachfahre Davids, nimmt sie mit ans Kreuz. Hier geschieht der größte Tausch: Verurteilung gegen Gnade. Wenn dieser letzte Stein fällt, wird das Herz frei. Das ist wahres Glück.

    Bibellesen unter bibleserver.com

    Autor: Ellen Hörder-Knop

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    3 min
  • Fromme Leidensbereitschaft?
    Gedanken von Oliver Jeske zum Bibeltext Psalm 119,71

    Kann man Leid etwas Positives abgewinnen? Klar, da gibt es Leistungssportler. Um den Sieg zu erringen, verlangen sie ihrem Körper das Letzte ab. Das braucht schon Leidensbereitschaft.

    Auf den ersten Blick kennt auch die Bibel so etwas wie eine „fromme Leidensbereitschaft“. Im 119. Psalm schreibt der ungenannte Autor: 


    „Gut war es für mich, dass ich leiden musste.

    Das brachte mich dazu, dein Gesetz zu lernen.“ (Psalm 119, 71 – BasisBibel)

    Ist Gott also ein Sadist, der seine Leute dazu hinprügelt, dass sie seine Regeln befolgen? Und erwartet er auch noch Dankbarkeit dafür?

    Leider wurde zu manchen Zeiten genau das gedacht. Selbstkasteiung war zum Beispiel eine vermeintlich fromme Übung im Mittelalter.

    Doch nein! Gott ist nicht so! Der ganze 119. Psalm singt ein Loblied auf Gottes Weisungen. Sie sind wohltuend und lebensspendend. Und dieses Loblied bildet den längsten Psalm in der Bibel – aus gutem Grund!

    Meine Vermutung deshalb: Wahrscheinlich hat sich der Autor des Psalms selbst Leid zugefügt, indem er die guten Weisungen Gottes nicht befolgt hat. Das hat ihn zum Umdenken gebracht. Und deshalb erfreut er sich jetzt an einem Leben im Einklang mit Gott.

    Nein, an Leiden ist nichts Positives. Aber Gott kann in seiner Gnade aus leidvollen Erfahrungen Gutes entstehen lassen.

    Bibellesen unter bibleserver.com

    Autor: Oliver Jeske

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    2 min
  • Was nötig ist
    Gedanken von Tobias Schier zum Bibelstelle Lukas 10,38-42

    Bevor ich diese Worte hier schreibe, habe ich mich zurückgezogen. Ich habe mein Handy auf Flugmodus gestellt und beiseitegelegt. Ich habe mein E-Mail-Programm geschlossen und die Chatfunktion auf „Nicht stören“ gesetzt. Nichts kann mich mehr ablenken. Ich nehme mir Zeit für diese eine Aufgabe. Auch, wenn alles andere sicher auch wichtig ist. Jetzt nicht.

    Den Fokus halten. Gar nicht so leicht in meiner Welt. Alles um mich herum schreit nach Aufmerksamkeit. Es gibt so viel zu tun. Manch einer endet deswegen im Multitasking. Er springt gedanklich zwischen den einzelnen Aufgaben hin und her und macht nichts richtig. Also frage ich mich: Was ist jetzt wichtig?

    Das spielt selbst in der Bibel eine Rolle – im Lukasevangelium Kapitel 10. Jesus besucht Freunde in einem Dorf unweit von Jerusalem. Drei Geschwister – zwei Frauen, ein Mann. Konkret geht es jetzt um Maria.  Als Jesus zu den Dreien nach Hause kommt, heißt es von ihr: „Maria setzte sich zu den Füßen Jesu nieder und hörte seinem Wort zu.“ Ihre Schwester Marta hingegen ist „sehr beschäftigt mit vielem Dienen“. Marta sieht, was alles getan werden muss, und tut es. Maria sieht die eine Sache, die jetzt wichtig ist, und tut sie.

    Jesus bemerkt es und sagt „eins aber ist nötig“. Mit diesen Worten bestätigt er Marias Entscheidung. Alles liegen lassen und Jesus lauschen, wenn er spricht.

    Was ist jetzt nötig? Welche eine Sache ist jetzt dran? Diese Frage kann im geschäftigen Alltag sehr befreiend sein. Ich würde weniger hetzten, ich könnte Dinge schneller abhaken, ich wäre konzentrierter. Und? Was ist jetzt nötig?

    Bibellesen unter bibleserver.com

    Autor: Tobias Schier

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    3 min
  • Unüberwindbarer Berg des Glaubens
    Gedanken von Mirjam Langenbach zur Bibelstelle 1. Mose 22,18

    Vor ungefähr 4000 Jahren passieren Dinge im Bergland um den heutigen Jerusalemer Tempelberg herum, damit habe ich bis heute Probleme. Die Nomaden in der Gegend nennen den Berg Morija, und dort rauf schickt Gott einen Mann namens Abraham, mit dem Auftrag, er solle ihm seinen Sohn opfern. Als wäre das nicht ungeheuerlich genug, macht Abraham das auch noch! Also, nicht ganz, denn im letzten Moment hält ein Engel ihn davon ab und es landet stattdessen Widder auf dem Grill.

    Der Engel spricht Abraham daraufhin den Segen Gottes zu: „Durch deine Nachkommen sollen alle Völker auf Erden gesegnet werden, weil du meiner Stimme gehorcht hast.“ (1. Mose 22,18). Krass. Das eigene Kind opfern? Wie weit muss Gehorsam gehen? Daran habe ich immer wieder zu knabbern. Es hilft mir das elfte Kapitel aus dem Hebräerbrief, das mir erklärt, dass es damals bei Abraham wohl weniger um blinden Gehorsam ging als vielmehr um das tiefe Vertrauen, dass Gott aus jeder Situation retten wird. Und dafür wird Abraham gesegnet.

    Kann ich das heute von dem Mann auf dem „Berg des Glaubens“ lernen? Dass ich, wie steil mein Berg auch sei und wie unüberwindbar die Aufgabe scheint, in seiner Segenslinie stehe? Ich bin ja auch mit „alle Völker“ gemeint… Alle Menschen zu allen Zeiten können Gott genauso erfahren wie Abraham. Der Segen dieses Gottes ist kein Privileg für Menschen einer bestimmten Gruppe.

    Die Bibel erzählt uns, dass Gott über Jahrhunderte mit einem Volk eine besondere Geschichte gemacht hat. Nämlich mit dem Volk Israel, den Nachkommen Abrahams. Aber nicht, um alle anderen von seinem Segen auszuschließen, sondern um an dem Weg eines Volkes zu zeigen, was für ein Gott er für alle sein will.

    Bibellesen unter bibleserver.com

    Autor: Miri Langenbach

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    3 min
  • Da will man einmal alles richtig machen!
    Gedanken von Bernd Kortmann zu 3. Mose 1,10

    Vor einigen Jahren habe ich eine Anfrage erhalten für eine Andacht auf der theologischen Woche in Ewersbach. Darüber war ich ehrlich gesagt ein wenig stolz. Denn mit der Andacht starten eine Menge Pastorinnen und Pastoren in den Tag während dieser Konferenz.

    Dann passiert es, ich mache meine Flasche Wasser auf, weil ich noch ein Schluck trinken möchte, bevor ich auf die Bühne gehe. Kaum ist die Flasche offen sprudelt es nur so heraus und mein Hemd ist großflächig nass.

    Was soll ich jetzt machen? Mit nassem Hemd oder einfach in T-Shirt auf die Bühne gehen? Ich wollte schon etwas förmlich aussehen. Schlussendlich bin ich einfach so hochgegangen und hatte nach einer kurzen Erklärung die Lacher und Zuhörenden auf meiner Seite. 

    Eines der fünf Bücher Mose, die nach einem sehr wichtiger Mann Gottes im Alten Testament benannt sind, enthält viele Verhaltensregeln. Darunter finden sich auch eindeutige Anweisungen zur damaligen Opferung von Tieren. Im dritten Buch Mose Kapitel eins Vers zehn steht zu so einer Opferung folgende Regel:

    „Will jemand ein Schaf oder eine Ziege als Brandopfer darbringen, soll er ein männliches Tier ohne Fehler nehmen.“

    Ein männliches Tier, ohne Fehler, entweder ein Schaf oder eine Ziege. Hier wurde wirklich ganz, ganz penibel darauf geachtet, ob diese Dinge erfüllt wurden. Das bedeutete keine Flecken, sondern vollkommen reines Fell, keine Narben, Kratzer oder körperliche Beeinträchtigungen.

    Ich bin dankbar, dass wir in unserer Zeit keine Tieropfer mehr darbringen müssen. In unserer Zeit dürfen wir fehlerhaft leben, wir dürfen Schwäche zeigen und daran lernen. Auch Gott müssen wir keine Opfer mehr bringen, sondern wir dürfen sein Opfer annehmen, welches er durch seinen Sohn Jesus Christus gebracht hat.

    Dieser markante Vers bringt mich ins Nachdenken. Und je mehr ich darüber nachdenke, desto dankbarer werde ich, dass ich Fehler machen darf. Welches Missgeschick ist Ihnen zuletzt unterlaufen? Lassen Sie uns gemeinsam aus unseren Fehlern lernen, damit wir anderen vorleben: Fehler gehören zum Leben dazu.

    Bibellesen unter bibleserver.com

    Autor: Bernd Kortmann

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    3 min
  • Am Anfang braucht es Zuspruch
    Gedanken von Susanne Thyroff zu Josua 3,7

    3.200 Jahre ist es her, vielleicht noch länger: Josua hat einen großen Auftrag. Er soll das Volk Israel in das Land Kanaan führen, das Gott schon den Vorfahren versprochen hat. Eine enorme Verantwortung. Und Gott spricht Josua Mut zu: Sei stark und mutig – ich bin mit dir. Dennoch: Aller Anfang ist schwer. Josua hat Angst. Bevor er loszieht, schickt er Spione in das Land, in die Gegend um Jericho. Eine gefährliche Mission. Aber die Spione erleben nicht nur Bewahrung, sondern bekommen in Jericho auch Hilfe von einer Frau namens Rahab. Einer Einheimischen.

    Rahab sagt etwas, das Josua selbst offenbar noch nicht ganz verinnerlicht hat: Sie weiß, dass der Herr Israel das Land gegeben hat. Dass die Feinde Angst vor den Israeliten haben, weil Gott mit ihnen ist. Das muss Josua ermutigt haben, als ihm die Spione davon berichtet haben!

    Gott geht aber noch weiter. Er ermutigt Josua ein weiteres Mal. In Josua 3,7 sagt Gott zu ihm:

    „Ab heute will ich dich zu einem bedeutenden Mann in den Augen der Israeliten machen. Alle sollen wissen, dass ich mit dir bin, so wie ich mit Mose war.“

    So fürsorglich handelt Gott. Erst spricht er Josua persönlich Mut zu.

    Dann lässt er ihn Ermutigung durch eine unerwartete Person hören, eine Frau aus dem Land der Feinde.

    Und dann bestätigt er ihn öffentlich vor dem Volk, dem er vorsteht – durch ein Wunder: Der Jordan staut sich, und das ganze Volk kann trockenen Fußes hindurchziehen.

    Wie Josua können auch Menschen heute erleben: Gott kennt unsere Zweifel – auch die unausgesprochenen. Und er nimmt sie ernst. Er ermutigt. Er bestätigt. Und er kümmert sich sogar darum, wie andere uns sehen.

    Gerade am Anfang braucht es Zuspruch. So, wie Josua ihn von Gott bekommen hat.

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    Autor: Susanne Thyroff

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    3 min
  • Schuldnerberatung
    Gedanken von Annegret Schneider über Kolosser 2,14.

    Endlich schuldenfrei! Wer das von sich sagen kann, hat vermutlich einen langen und steinigen Weg hinter sich. Denn Schulden, wenn sie erst einmal da sind, sind schlimmer als Sekundenkleber. Sie haften fest und man muss sich anstrengen, um sich davon zu befreien. Die Häuslebauer können davon ein Lied singen.

    Doch wie steht es mit anderen Schulden – oder mit der Schuld, die man im Lauf des Lebens auf sich lädt? Hier eine Lüge, da eine üble Nachrede, dort eine Unversöhnlichkeit, Streit, Zank, Neid – ergänzen Sie selbst die Liste mit den Dingen, die Sie aus Ihrem Alltag kennen. Auch das kann sich hartnäckig festsetzen. Ist nur schwer oder gar nicht aus der Seele und den Gedanken wegzubekommen. Ganz übel.

    Genau dieses Dilemma spricht der Apostel Paulus in seinem Brief an die Gemeinde in Kolossä an. Er kennt die Probleme seiner Geschwister im Glauben: Zwar wissen sie von der Vergebung, die Jesus Christus ihnen anbietet, aber offenbar zweifeln sie trotzdem immer wieder daran, dass sie ihre Sünden wirklich bei ihm loswerden können.

    Deswegen betont Paulus in seinem Brief an die Gemeinde in Kolossä, in Kapitel 2 Vers 14: Gott hat den Schuldbrief getilgt, der mit seinen Forderungen gegen uns war, und hat ihn aufgehoben und an das Kreuz geheftet. Kolosser 2,14 (LUT 2017)

    In anderen Worten: Bringt das, was euch belastet, zu Jesus. Er hat am Kreuz die Schuld gesühnt und Vergebung dafür erwirkt. Dann könnt ihr sicher sein, dass Eure Schuld ausgelöscht ist.

    Das nenne ich mal eine Schuldnerberatung!

    Bibellesen unter bibleserver.com

    Autor: Annegret Schneider

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    3 min
  • Ich kann nicht mehr, lass mich sterben!
    Jens Kilian zu 1. Könige 19,4.

    „Ich kann nicht mehr.“ Manchmal sind wir einfach mit unseren Kräften am Ende. Wenn es nur körperliche Anstrengung bei harter Arbeit war, kommen die Kräfte möglicherweise schnell wieder. Aber häufig liegen die Gründe für die Erschöpfung tiefer. Ein Grund kann Enttäuschung sein, dass alle Anstrengung nicht zum erhofften Ziel geführt hat. Ein anderer Grund wäre Perspektivlosigkeit, wenn man  nicht mehr weiß, wie es im Leben weitergehen soll.

    Manchmal höre ich den Wunsch: „Herr lass mich doch sterben.“ Wenn Krankheit kommt und die Kräfte einen Menschen verlassen, ist das vielleicht sogar nachvollziehbar, insbesondere wenn jemand Vorfreude auf den Himmel hat. Was gäbe es Schöneres, als die neue Welt Gottes zu sehen, wo es keine Schmerzen und kein Leid mehr gibt?

    Der Prophet Elia hat für Gott gelebt, gearbeitet und gekämpft. Aber nun ist er auf der Flucht vor der  Königin Isebel, die ihn finden und umbringen lassen will. Er fühlt sich einsam und erschöpft.

    Allein wanderte er einen Tag lang weiter bis tief in die Wüste hinein. Zuletzt ließ er sich unter einen Ginsterstrauch fallen und wünschte, tot zu sein. »HERR, ich kann nicht mehr!«, stöhnte er. »Lass mich sterben! Irgendwann wird es mich sowieso treffen, wie meine Vorfahren. Warum nicht jetzt?« 

    Interessant ist, wie die Geschichte weitergeht. Gott sagt nicht: Stell dich nicht so an! Er gönnt Elia erst mal Schlaf und Essen. Aber dann vermittelt Gott dem Propheten: Ich habe noch wichtige Aufgaben für dich!

    Vielleicht gilt das auch für Sie und mich. Kann es sein, dass jemand Sie braucht, dass Sie noch eine wichtige Aufgabe haben oder jemand Ihr Gebet benötigt? Wenn Gott der Meinung ist, dass Ihr Platz noch hier ist, hat das bestimmt Gründe.

    Für glaubende Menschen gilt: Im Himmel gibt es noch viel Zeit zum Feiern. Jetzt gilt es die Aufgaben anzunehmen, die Gott hier für uns hat.

     

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    Autor: Jens Kilian

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    3 min

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