ERF Plus - Anstoß

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ERF Plus - Anstoß episodes

  • Wenn ich nur wüsste, was ich denke!
    Gedanken von Bernd Kortmann zur Bibelstelle 1. Korinther 2,11

    “Ich denke, also bin ich… hier falsch!” Die Abwandlung eines sehr bekannten Zitates des Philosophen René Descartes ist natürlich lustig gemeint. Schließlich ist es sehr gut, wenn nicht jeder meine Gedanken lesen oder hören kann.

    Stellen Sie sich mal vor, Sie würden sehen oder hören, was ich gerade denke. In manchen Situationen wäre das sicherlich lustig. Doch nicht immer von Vorteil. Andersherum ist es so, dass ich schon manchmal neugierig bin, was mein Gegenüber oder meine Kinder von mir denken.

    Im ersten Brief des Apostels Paulus an die Christen in Korinth steht ein sehr interessanter Satz zu dem Thema. Dort erklärt Paulus im Kapitel 2 Vers 11:

    „So wie jeder Mensch nur ganz allein weiß, was in ihm vorgeht, so weiß auch nur der Geist Gottes, was Gottes Gedanken sind.“Paulus erklärt den Korinthern den gewaltigen Unterschied zwischen Menschen, die zwar Macht haben, aber nichts von Gott wissen wollen - und Menschen die wie die Christen in Korinth ein Leben in Beziehung mit Gott führen.

    Weder die eine noch die andere Gruppe kann die Gedanken anderer Menschen lesen. Aber die gläubigen Christen können die Gedanken Gottes erkennen durch die Verbindung mit seinem Geist, also mit dem Geist Gottes.

    Es ist wie ein Verbindungsnetzwerk, welches zwischen Gott und den Menschen hergestellt wird, die ein Leben mit ihm führen wollen. Dadurch kann ich verstehen, was sich Gott für mich überlegt hat und was er sich von mir wünscht.

    Sie können sich jederzeit ihre eigenen Gedanken machen. Wenn Sie damit nicht allein bleiben wollen, laden Sie Gott in Ihr Leben ein und verbinden Sie sich mit einem großen Netzwerk an Menschen, die mit ihm und seinem Geist verbunden sind.

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    Autor: Bernd Kortmann

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    3 min
  • Wer hat das Sagen?
    Gedanken von Susanne Thyroff zu Lukas 17,21.

    Wenn von Gottes Herrschaft die Rede ist, geht es darum, wer in meinem Leben das Sagen hat – und wie wir Menschen miteinander umgehen.

    Jesus sagt – nachzulesen im Lukasevangelium Kapitel 17, Vers 21:„Schon jetzt, mitten unter euch, richtet Gott seine Herrschaft auf.“

    Gottes Herrschaft beginnt also nicht irgendwann später. Sie wird schon jetzt sichtbar, wo Menschen zulassen, dass Jesus der Bestimmer ist.

    Wenn Jesus herrscht, heißt das zugleich: Ich bestimme nicht.

    Dann frage ich nicht nur: Was fühlt sich gut an? Worauf habe ich Lust?
    Sondern: Was ist jetzt richtig? Was entspricht Jesu Art zu leben?

    Dann verschieben sich meine Maßstäbe. Ich sehe hin, wo andere wegschauen. Ich bleibe nicht gleichgültig, wenn Unrecht geschieht.

    Wo wir so handeln, verändert sich etwas. In Familien. In Gemeinden. In Beziehungen. Da wachsen Geduld, Versöhnung, Barmherzigkeit. Und auch Gerechtigkeit bekommt Raum.

    Den Himmel auf Erden haben wir noch nicht. Aber Jesus sagt: Schaut nicht nur nach irgendwann. Schaut hin, was heute schon geschieht. Wenn vernachlässigte Kinder Aufmerksamkeit bekommen. Wenn Kranken geholfen wird. Oder ganz alltäglich: wenn ich mir Zeit nehme für jemanden, obwohl mein eigener Termindruck groß ist.

    Das sind Momente, in denen etwas von Gottes Herrschaft sichtbar wird.

    Und ich merke: Dazu kann ich beitragen. Hier. Heute. Genau da, wo ich bin.

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    Autor: Susanne Thyroff

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    3 min
  • Aufblicken, durchblicken, klar sehen
    Gedanken von Annegret Schneider zum Bibeltext Psalm 141,8.

    Je nachdem, wohin ich schaue, sehe ich ganz unterschiedliche Dinge. Je nachdem, wie ich einen Menschen sehe, habe ich entweder ein liebenswertes Gegenüber vor mir oder jemanden, um den ich lieber einen Bogen mache.

    Und je nachdem, welche Beziehung ich zu Gott habe, habe ich entweder Angst vor ihm oder Vertrauen zu ihm.

    David, der Dichter von Psalm 141, wendet sich an Gott. Interessant, wie vertrauensvoll er sein Herz vor ihm ausschüttet. Nicht respektlos – im Gegenteil. Im Vers 8 in der Übersetzung der Gute Nachricht Bibel steht: „Meine Augen blicken zu dir, mein Gott und Herr! Bei dir suche ich Zuflucht, lass mich nicht zugrunde gehen!“ Psalm 141,8 GNB 2018

    „Mein Gott und Herr“ diese Anrede klingt nach persönlicher Beziehung, danach, dass David Gott kennt und dass er weiß: auf diesen Gott kann er sich verlassen. Diesem Allmächtigen ist nichts verborgen. Keine Freude, kein Leid, kein Schmerz, kein Zorn und keine Verzweiflung. Zu diesem Gott blickt David auf – das weitet seine Sicht. Weg von dem, was ihn belastet und hin zu dem, der helfen kann. Nachdem David Gott nämlich in den Versen davor seine Gemütslage geschildert hat, spricht er in Vers 8 seinem Gott nun sein Vertrauen aus und bittet ihn um Rettung.

    Wie schön, dass es diese Möglichkeit auch für mich gibt. Zu jeder Zeit, egal, was mich bewegt. Dafür danke ich Gott, meinem Herrn, von Herzen.

    Bibellesen unter bibleserver.com

    Autor: Annegret Schneider

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    3 min
  • Armut und Reichtum einmal anders
    Gedanken von Markus Baum zur Bibelstelle Psalm 51,3.

    „Erbarmen“ reimt sich im Deutschen auf die „Armen“. Und der Armut steht nicht sprachlich, aber bildlich der Reichtum gegenüber.

    Im Psalm 51, dem vierten von sieben so genannten „Bußpsalmen“ in der Bibel, stecken Armut und Reichtum direkt in der ersten Strophe – unmittelbar nach einer Anmerkung zu den Umständen, unter denen dieser Psalm entstanden ist: „Gott, du bist reich an Liebe und Güte; darum erbarme dich über mich, vergib mir meine Verfehlungen.“ So übersetzt es die „Gute Nachricht.“

    Wer ist reich? Gott. Woran? An Liebe und Güte, und natürlich auch an Barmherzigkeit.

    Wer ist arm? Der Dichter des Psalms. David, der zweite König Israels. Dem hat es zwar äußerlich betrachtet an nichts gefehlt, aber das Viele, was er hatte, war ihm nicht genug – und so hat er in seiner Gier alles aufs Spiel gesetzt – und verloren. Sein Kind, seinen Seelenfrieden, um ein Haar auch sein Leben. Ohne Gottes Erbarmen war er blank, hilflos, aufgeschmissen. Ein armer Reicher.

    Die Reichen und Einflussreichen dieser Welt sind allesamt nackt und bloß und armselig, verglichen mit der Güte und Liebe des Gottes, der diese Welt ins Dasein gerufen und uns allen das Leben geschenkt hat. Wirklich reich ist einem späten Nachfahren Davids zufolge nur, wer einen Schatz im Himmel hat. Und dorthin, in den Himmel, in die Sphäre Gottes, gelangt nur, wer den Offenbarungseid leistet, so wie David. Der erklärt im Psalm 51 seinen moralischen Bankrott, gesteht ein: Ich hab's vermasselt. Ich habe Schuld auf mich geladen und kann sie nicht begleichen. Und nun hängt alles ab von Gottes Güte, Gottes Barmherzigkeit, Gottes Nachsicht, Gottes Liebe.

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    Autor: Markus Baum

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    3 min
  • Bestes Vorbild
    Gedanken von Claudia Mertens über Lukas 6,36.

    Wie lang kennen Sie schon den ERF? Ich selbst bin seit ca. 20 Jahren „an Bord“ und kenne daher noch einen unserer alten Slogans:

    „ERF, damit Menschen Christen werden und Christen Christen bleiben“.

    Es dauerte natürlich nicht lang, bis ich die scherzhaft gemeinte Erweiterung hörte: „damit Christen Menschen werden“. Was Sie und mich schmunzeln lässt, gibt auf den zweiten Blick aber doch Grund zum Nachdenken. Und stellt mich in Frage: Wie verhalte ich mich gegenüber anderen? Bin ich im besten Sinne menschlich, wie man es allgemein versteht? Zugewandt, verständnisvoll, barmherzig?

    Jesus selbst macht das auch mehrmals zum Thema und beantwortet die Frage, wie seine Nachfolger mit anderen Menschen umgehen sollen. So sagt er zum Beispiel im Lukasevangelium:

    „Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.“

    Ich glaube, dass im zweiten Teil der Aussage der Schlüssel zu meiner eigenen Barmherzigkeit liegt.

    Natürlich kann ich mich zu einem gewissen Grad einfach zusammenreißen. Doch bei mir geht das regelmäßig schief. Aber wenn ich mir immer wieder bewusst mache und das auch für mich annehme, wie barmherzig Gott mit mir umgeht – dann kann ich es auch an andere weitergeben.

    Zum Beispiel versuche ich erst einmal, mein Gegenüber zu verstehen, bevor ich urteile.

    Ich muss nicht Recht behalten; ich lerne, zu vergeben.

    Gott als Vorbild und als Quelle in Sachen Vergebung, Barmherzigkeit und Liebe. Das will ich üben.

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    Autor: Claudia Mertens

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    3 min
  • Retter an Bord
    Gedanken von Ute Heuser-Ludwig zu 1. Mose 7, 1.

    Sie ist eine Urgeschichte der Menschheit, erzählt im 1. Buch Mose, in den Kapiteln 6 und 7: Noah zimmert auf Gottes Geheiß hin ein riesiges Rettungsboot, eine Arche.

    Dann sagte der HERR zu Noach: »Geh mit deiner Familie in die Arche! Du bist der Einzige unter den Menschen, der vor mir als gerecht bestehen kann.« GNB

    Während alles buchstäblich den Bach runtergeht, schickt Gott verborgen im Schiff schon den Neuanfang auf Reisen. Er braucht dafür nicht viel: eine Handvoll Menschen, den frommen Noah und seine Frau, ihre drei Söhne und ihre Schwiegertöchter. Und paarweise Tiere mancherlei Art. Diese bunte Gemeinschaft trappelt und trippelt, schreitet und hüpft mit ins Boot. Harrt aus. Wartet ab. In der Enge, im Dunklen.

    Gottes Neuanfang reist schon mit. Das ist auch in meinem Leben so. In Zeiten, wenn alle Felle davon zu schwimmen scheinen, wenn mich Unruhe in die Tiefe zieht, erzählt mir Noahs Geschichte: Mitten im Brausen des Untergangs ist die Rettung schon auf dem Weg. Weil Gott ein Retter ist, ein Gott mit uns. Hebräisch: Immanuel. Lange Zeit nach Noah trägt Gottes Sohn Jesus diese Eigenschaft im Namen und spricht mir persönlich zu, dass er bei mir ist. Darauf vertraue ich, wenn mein Lebensboot in unruhige Wasser gerät. Mein Retter ist immer schon mit an Bord. Er schützt und stützt mich und wird mir im richtigen Moment die Tür zum Neuanfang öffnen.  

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    Autor: Ute Heuser-Ludwig

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    3 min
  • Grund zur großen Freude
    Gedanken von Horst Kretschi zum Bibeltext Jesaja 49,13.

    Ich bin immer wieder begeistert von der Sprache und von den Bildern, die in der Bibel verwendet werden. Mir gefällt, wie mit wenigen, aber ausdrucksstarken Worten ein Eindruck vermittelt wird von Gefühlen und einem lebendigen Gottvertrauen. So ein Bespiel ist für mich im Prophetenbuch Jesaja zu finden. „Himmel und Erde, jubelt, ihr Berge, brecht in Freudenschreie aus! Denn der HERR hat sein Volk getröstet. Voll Erbarmen nimmt er sich der leidenden Menschen an, die zu ihm gehören.“ So heißt es in Jesaja 49, Vers 13.

    Ich versuche mir in meinem Kopf vorzustellen, wie das wohl ist, wenn Himmel und Erde jubeln, wenn Berge in Freudenschreie ausbrechen. Was für ein gewaltiger Lärm muss das sein. Und der Grund für dieses epochale Schauspiel? Gott hat sein Volk getröstet. Damals war damit das Nordreich Israel und das Südreich Juda gemeint. In beiden Landesteilen leben Menschen, die zum auserwählten Volk Gottes gehören. Hier wie dort erleben die Menschen Not und Bedrängnis. Etliche Menschen sind als politische Gefangene ins Exil gebracht worden.

    Auf den ersten Blick stellt sich die Frage: Warum die Freude? Antwort: Der Prophet wirft  einen Blick in die Zukunft und hat dabei die Vergangenheit vor Augen. Gott nimmt sich voller Erbarmen der Menschen an, die zu ihm gehören. Das gilt immer. Diese Gewissheit gibt Jesaja den Menschen seiner Zeit mit und macht ihnen so Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Doch der Zuspruch des Propheten gilt auch mir heute. Denn an dieser Wahrheit hat sich nichts geändert. Egal, wie meine gegenwärtige Lage sich entwickelt oder darstellt, Gott steht zu seinen Zusagen und er wird sich meiner annehmen.

    Bibellesen unter bibleserver.com

    Autor: Horst Kretschi

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    3 min
  • Eine gute Vorsorge hilft
    Gedanken von Hans Wagner zum Bibeltext 1. Petrus 3,14-15

    Vorsorge ist in unserer Gesellschaft ein großes Thema, zum Beispiel im Bereich der Gesundheit. Wir wissen heute, dass sich durch eine gute Vorsorge die Lebensqualität in vielen Bereichen erhalten oder sogar verbessern lässt. Aber vielleicht geht es Ihnen wie mir: Oft fällt die Vorsorge hinten runter. Man macht sich erst auf den Weg, wenn Beschwerden kommen. Und manchmal kommt man dann zu spät. Es ist immer das gleich Phänomen: Wir schauen auf heute, statt uns die zum Teil doch schon bekannte Zukunft vor Augen zu führen.

    Der Apostel Petrus spricht in seinem 1. Brief im Neuen Testament den wichtigsten Bereich der Vorsorge an wenn er schreibt: "Fürchtet euch nicht vor den Drohungen der Menschen und erschreckt nicht. Heiligt aber den Herrn, Christus, in euren Herzen." Fucht begegnete mir gerade gestern wieder mal mitten im Gespräch. Es ging um die Bedrohungen von Ost und West, die Angst vor Gasmangel beim Heizen, KI als Bedrohungsszenario schlechthin usw. Ich konnte mitreden, denn ich war sehr gut informiert. Aber ich hatte keine Angst, keine Furcht. Ich hatte vorgesorgt, vor vielen Jahren. Am 24. November 1987 hatte ich bewusst ja gesagt zu Jesus Christus. Ja, du sollst ab jetzt Herr in meinem Leben sein, heilig in meinem Herzen! Wurde mein Leben danach einfacher? Nicht wirklich. Es gab viele Kämpfe, viele Tränen. Viele Neuanfänge. "Sie sind ein mutiger Mann!" sagte mal ein Arzt zu mir. Das stimmt. Ich kann mutig sein, weil ich trotz alles Scheiterns und gegen alle Bedrohungen mit Jesus Christus immer das Leben auf meiner Seite habe. Sogar über den Tod hinaus. Haben Sie auch schon vorgesorgt?

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    3 min
  • Wie fange ich es an?
    Gedanken von Elke Drossmann zum Bibeltext Judas 1,3.

    Wie sage ich es meinem Patenkind? Lobe ich es erst und rücke als nächstes damit raus, dass ich bestimmte Schimpfwörter nicht hören möchte? Erkläre ich noch mal die Familienregeln? Oder sage ich gleich, was mich an seinem Reden stört? 

    Ganz ähnliche Fragen hat sich vor 1950 Jahren auch Judas gestellt, möglicherweise einer der leiblichen Brüder von Jesus. Er fragt sich: Wie sage ich es den Christen mit jüdischem, aber griechisch geprägtem Hintergrund? 

    Stelle ich noch mal heraus, was uns zu Christen macht und sowohl vom Judentum als auch von griechischen Lebensvorstellungen unterscheidet? Oder lege ich gleich den Finger in die Wunde? 

    Seine Überlegungen finde ich hinten im Neuen Testament, im Judasbrief, Kapitel 1, Vers 3: „Meine Lieben, eigentlich drängt es mich, euch etwas über die Rettung zu schreiben, auf die wir gemeinsam hoffen. Doch ich sehe, es ist dringlicher, dass ich euch ermahne und euch aufrufe: Tretet entschieden für den überlieferten Glauben ein, der dem heiligen Volk Gottes ein für alle Mal anvertraut worden ist.“  

    Hat sich dieser Aufruf von Judas inzwischen erübrigt, weil ich in der Bibel alles schriftlich habe? Ich glaube nicht. Weiß jeder, der sich heute als Christ bezeichnet, welche Tür Jesus geöffnet hat? Dass Jesus die Tür zu einem Leben mit Gott ist und nicht der Lebensweg, den ich mir zurechtbastle? Und wenn Jesus mein Türöffner ist, welche Türen öffnen andere? Oder werbe ich einfach nur für meinen Glauben an Jesus Christus? 

    Zu letzterem ermahnt und ermutigt mich Judas. 


    Mehr zum Brief des Judas:

    Buchvideo: Judas

     

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    Autor: Elke Drossmann

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    3 min
  • Zeit, an Bord zu gehen
    Gedanken von Wolf-Dieter Kretschmer über den Bibeltext 1. Mose 7, Vers 1a.

    Jahrelang haben sie das Spektakel mitverfolgen können. Wahrscheinlich haben die meisten den Kopf geschüttelt oder über das irrwitzige Vorhaben gelacht. Wie kann man nur so etwas Verrücktes tun? Im Binnenland, fernab vom Meer ein Schiff bauen?

    Der alte Noah hat sich nicht beirren lassen. Er hat sein Handeln mit dem Auftrag Gottes begründet und sich an die Arbeit gemacht. Über Monate und Jahre hat das Projekt Arche langsam Form angenommen.

    Schließlich ist das Schiff fertiggestellt. Die Zeit der Vorbereitung ist vorbei. Nun gilt es für Noah und seine Familie, die Koffer zu packen und an Bord zu gehen; begleitet von jeder Menge Tieren, die ebenfalls ins Schiff wollen. In der Bibel heißt es:

    Der HERR sprach zu Noah: Geh in die Arche, du und dein ganzes Haus.1. Mose 7, Vers 1a

    Lange hatte das Tor der Arche offen gestanden. Fast war es wie eine unausgesprochene Einladung gewesen: Lasse dich ein auf Gottes Rettungsvorhaben.

    Aber irgendwann kam der Tag, an dem Gott Noah und seine Leute aufforderte, sich an Bord und damit in Sicherheit zu begeben.

    Damals ermöglichte die Arche Gottes Rettung für ihre Passagiere. Heute trägt Gottes Rettungsvorhaben einen Namen. Jesus Christus. Wer Zuflucht bei ihm nimmt, also sich und sein Schicksal mit Jesus verbindet, der wird gerettet.

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    Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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