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Kennen Sie die Geschichte von Jona? Vielleicht haben Sie sie als Kind gehört, und wenn nicht, dann lade ich Sie ein, das Buch Jona einmal zu lesen. Das geht sehr rasch, denn es hat nur vier Kapitel. Und ich verspreche Ihnen ein ungewöhnliches Ende!
Hier und jetzt geht es allerdings um eine Momentaufnahme ziemlich am Anfang der Geschichte: Ein Sturm tobt auf dem Mittelmeer und bringt ein Schiff mit einem besonderen Passagier in Seenot. Was machen die Seeleute? Zitat:
"Sie nahmen Jona und warfen ihn ins Meer. Da wurde das Meer still und ließ ab von seinem Wüten."
Jona ist Prophet des Gottes Israels. Er ist entschlossen, Gott nicht zu gehorchen und hat sich daher auf ein Schiff begeben, dass ihn wegbringen soll, ganz nach dem Motto – aus Gottes Augen, aus Gottes Sinn.
Das mag bei Menschen funktionieren – bei Gott klappt es nicht. Deshalb findet sich das Schiff nach kurzer Zeit in einem solchen Sturm wieder, dass die Matrosen durch Werfen des Loses ermitteln, wer für den Sturm verantwortlich ist.
Jona hat das kürzeste Hölzchen erwischt. Die Matrosen geben noch einmal alles, aber schlussendlich werfen sie Jona über Bord. Was zur Folge hat, dass das Meer augenblicklich ruhiger wird. Jetzt ist Jona doch sicher bereit, zu tun, was Gott will? Lesen Sie selbst.
Das Buch Jona ist eine dramatische Geschichte, aber für mich auch voller Trost: Gott hat für seinen Propheten einen Auftrag. Und Gott sorgt dafür, dass der Auftrag tatsächlich ausgeführt wird – auch wenn sich Gott einiger drastischer Mittel bedienen muss.
Gott hat also alles in der Hand. Also auch mich und meinen Auftrag.
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Autor: Claudia Mertens
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2.800 Jahre ist es her, da hat sich jemand im vorderen Orient buchstäblich verrannt. Elia heißt der Mann; üblicherweise fristet er sein Dasein als Prophet des Gottes Israels in Tischbet im Ostjordanland. Aber inzwischen hat sich Elia im Auftrag und Namen Gottes mit dem Herrscherpaar des Nordreiches Israel angelegt. Mit König Ahab und mit dessen Frau und Throngefährtin Isebel. Und mit den Propheten des syrischen Fruchtbarkeits- und Wettergottes Baal, dem die Königin anhängt.
Elia hat die Propheten des Baal als Scharlatane entlarvt und den Gott, dem sie dienen, als machtlos. Königin Isebel ist darüber not amused. Da bekommt Elia Angst vor der eigenen Courage. Und flieht. Südwärts. Erst einmal im Laufschritt 180 km bis nach Be’ersheva am Rand der Wüste Negev. Danach noch einmal gut 400 km bis zum Berg Sinai ziemlich im Süden der gleichnamigen Halbinsel. Das alles zu Fuß. Nur, damit ihn Gott dort am Ziel seiner Reise, mit der Frage konfrontiert: Was hast du hier verloren, Elia? Was machst du hier?
Am Ende bekommt Elia von Gott eine Briefmarke auf den Rücken geklebt und wird zurückgeschickt in den Norden Israels und noch ein ganzes Stück weiter. Kann man so nachlesen im 1. Buch der Könige Israels Kapitel 19.
Wenigstens ein Gutes hatte der weite Umweg: Gott konnte die schiefe Optik seines Propheten korrigieren. Hat ihn von seinem Selbstmitleid geheilt. Hat Elias Vorstellung vom Wesen Gottes positiv enttäuscht. Und hat ihn seines Auftrags vergewissert. Diese Art von Lektionen erteilt Gott gern - auch heute noch.
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Autor: Markus Baum
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Das deutsche Strafgesetzbuch umfasst mehr als 350 Paragrafen. In Ihnen werden Vergehen beschrieben und welche Strafe darauf steht. Paragraf 267 zum Beispiel behandelt Urkundenfälschung. Bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe stehen darauf, in schweren Fällen bis zu zehn Jahre. Oder Paragraf 146, der sich mit Geldfälschung befasst.
Gesetze sind wichtig – nicht nur in Strafsachen. Ich finde es gut, dass es sie gibt. Wo Menschen zusammenleben, braucht es Gesetze. Aber ich würde nie dazu kommen zu sagen, dass ich die Gesetze unseres Landes liebe! Und ich lese auch nicht jeden Tag darin.
Wie anders liest sich das in der Bibel. In Psalm 119 schwärmt der Schreiber von den Weisungen Gottes und wie sehr er sie schätzt. Martin Luther hat den entsprechenden hebräischen Begriff zumeist mit „Gesetz“ übersetzt. So lautet zum Beispiel Psalm 119,16 so: „Deine Gesetze machen mich glücklich; nie werde ich dein Wort vergessen.“ Der gesamte Psalm ist ein Lobgesang auf die Wohltaten, die der Schreiber des Psalms durch das Lesen von Gottes Weisungen erlebt.
Der wesentliche Unterschied zwischen den Gesetzen Gottes und menschlichen Gesetzen ist ihre Grundausrichtung. Gottes Gesetze beschreiben, wie ein Mensch gottgefällig sein Leben führen kann und soll. Menschliche Gesetze regeln Bestrafungen für Vergehen, die ein Mensch begehen könnte. Hier stehen positive Lebensausrichtung gegen negative Strafandrohung. Das eine kann ich lieben, das andere sollte ich zur Kenntnis nehmen und nicht tun.
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Autor: Horst Kretschi
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Kreuzzüge, Inquisition, Hexenverbrennungen – drei Beispiele für grausame Taten, die mit biblischen Argumenten gerechtfertigt wurden. Und das ist keine Vergangenheit: Bis heute berufen sich Machthabende auf den christlichen Glauben, um Unrecht zu tun. Wie kann das sein? Und was bedeutet das für mich?
Im Neuen Testament blickt der Apostel Jakobus in seinem Brief auf die Gerechtigkeit Abrahams im Alten Testament zurück und kommt zu dem Ergebnis: "Der Glaube und sein Handeln haben zusammengewirkt. Erst durch das Handeln wurde der Glaube vollkommen."
Die meisten fragen an dieser Stelle nach dem Handeln, Luther schreibt: die Werke. Ich frage nach dem Glauben. Gemeint ist ein echtes Vertrauen auf Gott – eine lebendige Beziehung zu ihm, die durch Jesus Christus möglich wird. Nur in dieser Beziehung sind wir gerecht, allein aus Gnade. Unser Handeln gehört dann dazu, hineingebettet in den Glauben, als sichtbares Zeichen.
Wo Menschen ohne diesen Glauben handeln, also ohne eine wirkliche Gottesbeziehung, da handeln sie außerhalb der von Gott täglich angebotenen Gnade. Sie mögen ihre Taten noch so sehr mit biblischen Zitaten begründen – im Sinne des Erfinders ist das nicht. Genau das ist in den letzten 2000 Jahren immer wieder geschehen. Wir alle versagen vor Gott, das weiß ich leider auch nur zu gut. Ich bin auf die Beziehung zu Gott durch Jesus Christus und auf Gottes Gnade angewiesen. Wer ohne Gottesbeziehung handelt, dem fehlt diese Gnade. Damit läuft er oder sie Gefahr, selbst gnadenlos zu werden. Möge Gott uns davor bewahren.
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Wie stellen Sie sich einem Menschen vor, z. B. wenn Sie umgezogen sind? Vielleicht so: „Ich bin Armin Müller. Ich bin der Neue und wohne in der Nr. 15” - ?
In der Bibel wird erzählt, wie Gott sich vorstellt. Mehr als 3000 Jahre ist das jetzt her. Gott stellt sich einem Menschen namens Mose vor. Einem Hirten. Einem Berufsverwandten. Wie Mose auf die Schafe seines Schwiegervaters aufpasst, so passt Gott auf seine Schäfchen auf, die Israeliten. In seinem Sohn Jesus Christus stellt sich Gott auch als guter Hirte für Sie und für mich vor. Und wie hat sich Gott Mose bekannt gemacht?
Im zweiten Buch Mose, Kapitel 3, Vers 6 wird das Geheimnis gelüftet. Gott sagt zu Mose: „Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs.“ Mit anderen Worten: Gott gehört zu Moses Ursprungsfamilie. Er ist der Gott seines leiblichen Vaters, nicht des Pharaos. Und Gott gehört zu der Geschichte des Volkes Israel, zu dem Mose dank seines Vaters und seiner Mutter gehört.
Mit Abraham fing mit dem Volk Israel alles an. Im Vertrauen auf Gott ging Abraham in ein Land, von dem er keine Ahnung hatte. Mose soll Hirte des Volkes Israel werden und sie in ein Land führen, das ihnen noch genauso unbekannt ist.
Abrahams Sohn Isaak begründet die Linie. Dessen Sohn Jakob wird von Gott Israel genannt und legt mit seinen zwölf Söhnen den Grundstein für die zwölf Stämme Israels. Allen dreien, also Abraham, Isaak und Jakob hat Gott sich vorgestellt. Und er hört damit nicht auf. Jetzt tritt Gott Mose in den Weg.
Mir hat Gott sich im Kindergottesdienst in seinem Sohn Jesus vorgestellt, als ich ein Bild sah, an dem Jesus am Kreuz hing. In dem Moment wusste ich: Jesus hing da für mich. Das war für mich so eindrücklich, dass Jesus und ich seitdem gemeinsam unterwegs sind.
So wie Gott mit Mose die vierzig Jahre, die Mose von da an noch lebte.
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Autor: Elke Drossmann
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3000 Jahre vor unserer Zeit, irgendwo im Heiligen Land. David geht es nicht gut. Vermutlich ist er – wie so oft in seinem Leben – wieder einmal auf der Flucht. Feinde stellen ihm nach. Sie bedrohen sein Leben. In dieser notvollen Lage wendet er sich an Gott. In Psalm 143, Vers 6 heißt es:
Ich breite meine Hände aus zu dir, meine Seele dürstet nach dir wie ein dürres Land.
David hält Gott seine leeren Hände hin als ein Zeichen seiner Bedürftigkeit. Er ist am Ende seiner Möglichkeiten angekommen. Und er spricht davon, dass sein Inneres einem dürren Land gleicht, das dringend lebenspendendes Wasser braucht.
In Vers 9 ruft er: Errette mich, HERR, von meinen Feinden; zu dir nehme ich meine Zuflucht.
Zum Glück habe ich keine Feinde, die mir nach dem Leben trachten. Im Gegenteil. Mir geht es gut. Anders als David lebe ich in Sicherheit. Aber das Gefühl von Hilflosigkeit und Ausgeliefertsein kenne ich sehr wohl. Und wie sich Dürre anfühlt, das weiß ich auch.
Wie tröstlich ist es, dass ich Gott meine Not klagen kann. Ich muss nicht so tun, als sei alles in Ordnung. Mein Mangel ist für Gott kein Problem. Im Gegenteil: Er kann und will meine leeren Hände füllen.
Bibellesen unter bibleserver.com
Autor: Wolf-Dieter Kretschmer
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„Muss nur noch kurz die Welt retten“ – so singt Tim Bendzko. Er beschreibt das Getriebensein einer Generation, die ständig erreichbar ist. Doch ein ähnliches Gefühl kennen auch die Generationen vor und nach Tim Bendzko. Dahinter steckt der Wunsch, wichtig zu sein oder etwas zu leisten, egal ob im Job, im Haushalt oder in wichtigen Projekten.
Wer jedoch ständig „die Welt retten“ oder To-Do-Listen abhaken will, übersieht leicht den Menschen in nächster Nähe: die Tochter, die vom Schultag erzählen möchte. Oder die Freundin im Krankenhaus, die auf Besuch wartet.
Worauf kommt es am Ende wirklich an? Im Evangelium nach Matthäus, Kapitel 25, spricht Jesus darüber. Er beschreibt ein Zukunftszenario mit Menschen, zu denen er sagt: „Ich bin krank gewesen und ihr habt mich besucht.“ Die Angesprochenen fragen sich: „Wann sind wir Jesus begegnet?“ Ihre Überraschung zeigt, dass sie nicht bewusst gehandelt haben, um bei Gott Punkte zu sammeln, sondern aus Liebe. Genau das ist entscheidend.
Wer Menschen in ihrer Not beisteht, dient Jesus Christus selbst, der sich mit den Schwächsten identifiziert. Jesus verdeutlicht das wenige Tage vor seinem eigenen Leiden; kurz bevor er selbst durstig, verlassen und gefangen ist. Jesus begegnet mir also nicht nur im Gottesdienst, durch meine großzügige Geldspende oder wenn ich mich in Projekten engagiere, sondern in der konkreten liebevollen Zuwendung zum Mitmenschen.
Das entlastet: Ich muss nicht die Welt retten! Heute will ich mich einem Menschen zuwenden, der mich gerade braucht – und in ihm kann ich Jesus Christus selbst erkennen.
Bibellesen unter bibleserver.com
Autor: Sonja Kilian
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Ich puzzle gerne. Es bereitet mir viel Freude, mit ein oder zwei Familienmitgliedern über mehrere Stunden ein größeres Puzzle zusammenzufügen. Gerade das detektivische Element, die passenden Teile zu suchen und an der richtigen Stelle einzusetzen, macht mir Spaß. Und während die Stunden vorbeiziehen, fügen sich Stück um Stück die Elemente zusammen und aus tausenden von Einzelteilen entsteht langsam ein Bild. Mich fasziniert das.
Ich finde das Bild vom Puzzle ein hilfreiches Beispiel für das, was der Apostel Paulus vor knapp 2000 Jahren den Christen in Korinth geschrieben hat: „Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin.“
Oft empfinde ich das Leben wie ein riesiges Puzzle. Vieles scheint nicht zusammen zu passen. Gottes Wege sind mir oft rätselhaft.
Wenn ich dem Bibelwort Glauben schenke, muss mich das nicht weiter beunruhigen. Denn auch in meinem Leben werden sich die Einzelteile zu einem großen Ganzen zusammenfügen. Dafür sorgt Gott. Es wird einmal der Zeitpunkt kommen, an dem ich auf mein Leben zurückschauen und staunen werde. Manches werde ich dann verstehen, was ich jetzt noch nicht begreife.
Aber Paulus lenkt meine Gedanken noch in eine andere Richtung. Er schreibt: „…dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin.“
Das heißt so viel wie: Ich werde von Gott gesehen und erkannt werden. Und zwar ganz und gar. Ohne Wenn und Aber. Gott wird mich nicht übersehen. Vielmehr werde ich als der wahrgenommen werden, der ich wirklich bin. – Das sind gute Aussichten, nicht wahr?!
Bibellesen unter bibleserver.com
Autor: Wolf-Dieter Kretschmer
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Unrecht bleibt Unrecht
Haben Sie schon einmal Unrecht erfahren? Ich schon. Damals war ich hilflos. Ich war unfähig zu reagieren und habe mich wie gelähmt oder auch betäubt gefühlt. Wut und Ärger sind in mir aufgestiegen, gleichzeitig Trauer und Enttäuschung. Erlittenes Unrecht kann viele unterschiedlichen Gefühle gleichzeitig auslösen. Das hängt damit zusammen, dass eigentlich jeder Mensch ein tiefes Bedürfnis nach Fairness, Respekt und Anerkennung hat.
Im 1. Buch der Könige in der Bibel begegnet mir jemand, der keinerlei Unrechtsbewusstsein hat. Isebel, die Frau des nordisraelischen Königs Ahab. 2.800 Jahre ist es her: Ahab will einem Mann namens Nabot einen Weinberg abkaufen. Er bietet ihm viel Geld oder auch einen passenden Ersatz dafür. Der Gefragte lehnt dankend ab. Da kommt Isebel zu ihrem Mann und sagt: „Du übst die Königsherrschaft über Israel aus. […] Ich werde dir den Weinberg Nabots geben.“ (ELB)
Ihrer Meinung nach sollte man dem König geben, was er verlangt. Ohne Widerrede. Kurzerhand schmiedet Isebel also ein Komplott. Nabot wird gesteinigt und Ahab bekommt den Weinberg.
Das ist für mich schreiende Ungerechtigkeit! Was denkt sich diese Isebel eigentlich? Nur weil Ahab ein Staatsoberhaupt ist, gibt ihm das noch lange nicht das Recht alles zu tun, was ihm passt. Selbst als König darf er sich nicht alles nehmen, was er will. Unrecht bleibt Unrecht, egal welchen Titel der Täter trägt. Gott sei Dank sieht Gott das ähnlich. Er konfrontiert Ahab im späteren Verlauf der Geschichte damit und Ahab bereut.
Gott, bewahre mich davor Unrecht zu tun und gib mir die Demut, meine Fehler einzugestehen.
Bibellesen unter bibleserver.com
Autor: Tobias Schier
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Es gab eine Zeit, da hat der erfahrene Fischer Simon Petrus in heller Panik Jesus geweckt, als der im Sturm auf dem See Genezareth schlief: „Was ist los mit dir? Ist es dir egal, dass wir umkommen?!“. Aber mittlerweile hat Petrus gelernt. Sein Kleinglaube ist tiefer geworden, sein Gottvertrauen größer. Und so kann er später in höchster Not ganz ruhig bleiben. In der Apostelgeschichte lese ich: Und in jener Nacht, als ihn Herodes vorführen lassen wollte, schlief Petrus zwischen zwei Soldaten, mit zwei Ketten gefesselt, und die Wachen vor der Tür bewachten das Gefängnis. (Apg 12,6)
Schläft der einfach! Ohne Angst. Ich denke, sein Glaube ließ ihn ruhig bleiben, in der vermeintlich letzten Nacht vor seiner Hinrichtung. Ketten, Wachen, Gefängnistüren, … sind für Gott und seine beauftragten Boten bedeutungslos. Buchstäblich und im übertragenen Sinn. Ein Engel kommt in dieses dunkle Loch, das für Petrus ein Schlafzimmer ist, und nimmt ihn mit hinaus. Petrus denkt, er träumt, aber er gehorcht. Er hat genug im Glauben gelernt, um zu spüren, dass Gott handelt.
Sie kommen zu dem eisernen Tor, das zur Stadt führt, und es öffnet sich von selbst: Solange Gott mit Petrus ist und Gebet stärkend hinter ihm steht – was sind da schon Hindernisse?
Was für eine Zuversicht! Viele von uns sorgen sich um ihre Eisernen Tore im Leben, bevor wir sie überhaupt erreicht haben. Aber Gott wird sich darum kümmern, wenn es so weit ist. Ich wünsche mir und Ihnen, dass wir dieses Vertrauen, die Zuversicht und den Frieden von Petrus lernen können.
Bibellesen unter bibleserver.com
Autor: Miri Langenbach
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