Erklär mir Pop

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Erklär mir Pop episodes

  • „Hold On, I'm Coming“ - Sam and Dave
    Geschrieben haben die beiden den Song für Samuel David Moore und Dave Prater, die ihn 1966 auf ihrem Album „Sam & Dave“ veröffentlichten. Das erfolgreiche Soul-Duo galt damals als richtungsweisend und stürmte die Charts, auch mit Songs wie „Soul Man“ und hat viele Musiker inspiriert.
    Vor drei Wochen ist Samuel David Moore im Altern von 89 Jahren in Florida gestorben und seinem ehemaligen Bandkollegen Prater gefolgt, der bereits 1988 bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam. "Hold on, I'm coming!" hat die beiden Musiker mit ihren fantastischen Stimmen unsterblich gemacht.
    7 min
  • Unverfälschte Weltsicht eines Teenagers - „Unwritten“ von Natasha Bedingfield
    Als Geburtstagsgeschenk für ihren 14-jährigen Bruder hat Natasha Bedingfield diesen Song geschrieben und damit 2002 einen Welterfolg gelandet. Immer weiter zu gehen, nicht aufzugeben und jedem Tag eine neue Chance zu geben ist die Botschaft. Mit poetischen Worten und ihrer natürlichen Interpretation überzeugte die junge Britin eine ganze Generation. 20 Jahre später brillierte der Song erneut in der Netflix Liebeskomödie „Anyone but you“ („Wo die Liebe hinfällt“).
    6 min
  • „One Love“ – The Stone Roses
    Der Titel „One Love“ der 1983 gegründeten britischen Rockband „The Stone Roses“ war sehr erfolgreich und erschien nur als Single. The Stone Roses gilt als eine der einflussreichsten Bands der sogenannten Manchester- oder auch Madchester-Szene und machte von den späten 1980er und frühen 1990er Jahren eine Mischung aus Rock und Dance-Musik populär. Mit ihrem Stil, der Elemente von Alternative Rock, Psychedelic Rock und Indie-Pop vereint, zählt sie zu den Wegbereitern der Britpop-Bewegung.
    7 min
  • „Eleanor Rigby" von den Beatles
    Der Song „Eleanor Rigby" erschien im Jahr 1966 auf dem Album „Revolver" der Beatles und geht vermutlich zu großen Teilen auf die Autorschaft Paul McCartneys zurück, der auch die Lead-Vocals singt. Eleanor Rigby ist eine erfundene Figur wie auch der im Song erwähnte Pater McKenzie. Der Titel handelt von einsamen Menschen in unserer Gesellschaft.
    Instrumental ist keiner der Beatles zu hören. Der Produzent George Martin hatte den Song für zwei Streichquartette arrangiert - eine für jene Zeit außergewöhnliche Besetzung, die dem Titel klanglich eine klassisch-romantische Anmutung verleiht. Dabei wählte Martin eine ungewöhnliche Aufnahmetechnik, die weniger den Raumklang einfing, vielmehr den Klang der Streichinstrumente ganz nah erleben lässt.
    5 min
  • „Go Back“ von Tony Allen
    Der nigerianische Songschreiber und Drummer Tony Allen, der 2020 starb, gehörte neben Fela Kuti zu den ganz großen Wegbereitern des Afrobeat. Er verstand es wie nur wenige Schlagzeuger, Grooves und Rhythmen geschickt miteinander zu kombinieren. Damit wurde er zum stilbildenden Künstler für eine ganzen Generation von Musiker und Musikerinnen. Wie ihm das gelang, erklärt der Mannheimer Popexperte und Drummer Prof. Udo Dahmen.
    6 min
  • Kein Weihnachten ohne „Last Christmas“ von der britischen Band Wham!
    Michael komponierte den Song in seinem ehemaligen Kinderzimmer, als er seine Eltern einmal besuchte. Und auch die Produktion hat der hervorragende Sänger zu 90 % übernommen - er hat den Solopart gesungen und fast alle Instrumente selbst im Studio eingespielt.
    Dass „Last Christmas“ zum Evergreen in der Weihnachtszeit wurde, lässt schmunzeln. Der Titel hieß ursprünglich „Last Easter“, wurde erst im Nachhinein auf Weihnachten übertragen, im August 1984 schließlich in einem mit Weihnachtsrequisiten ausgestatteten Studio umgesetzt - dabei spielt das Weihnachtsfest im Song nur am Rande eine Rolle. Denn im Text geht es in erster Linie um eine aussichtslose Liebe.
    10 min
  • „Takin' It to the Streets“ von den Doobie Brothers
    Der Song der Doobie Brothers erschien 1976 auf ihrem gleichnamigen Album und wurde vom Keyboarder Michael McDonald geschrieben, der erst kurz zuvor zur Band gestoßen war. In „Takin' It To The Streets“ trat er zum ersten Mal auch als Sänger der Doobie Brothers in Erscheinung. Folk, Country, R&B, Rock, Soul und Jazz - die in den USA sehr erfolgreiche, nach einem Zwei-Blatt-Joint benannte Band war stilistisch vielfältig aufgestellt und bekannt für ihren optimistischen Rhythmus, den sogenannten „Doobie Bounce“.
    7 min
  • „Hallelujah“ von Leonard Cohen
    Inhaltlich setzt sich Cohen, der aus einer jüdisch-kanadischen Familie in Montreal stammte, mit dem hebräischen „Hallelujah“ (Lobet den Herrn) auseinander und bezieht sich auf biblische Begebenheiten.
    Ein Halleluja drückt Dank und Lob für Gott aus. Aber die Tatsache, dass der passionierte Lyriker Cohen über einen Zeitraum von fünf Jahren mindestens 80 Verse zu diesem Song schrieb, bevor er sich für wenige Verse entschied, zeigt deutlich, wie stark er darin seinen Glauben reflektiert hat. Zudem er von einem „cold and broken Hallelujah“ singt. „Diese Welt ist voller Konflikte und voller Dinge, die sich nicht versöhnen lassen“, sagte Leonard Cohen. „Aber es gibt Momente, in denen wir uns versöhnen und das ganze Durcheinander umarmen können, und das meine ich mit Hallelujah.“
    9 min
  • „Locked out of Heaven”, Bruno Mars
    Bruno Mars kam 1985 als Peter Gene Hernandez in Honolulu zur Welt. Den Künstlernamen gab er sich, als er im Alter von 17 Jahren nach Los Angeles zog, um eine musikalische Karriere zu starten - was ihm auch gelang. Zu seinen bekanntesten Songs gehört „Locked out of Heaven“ aus dem Jahr 2012, der in über 20 Ländern Topplatzierungen erreichte, 130 Millionen mal über den Ladentisch ging und für den Bruno Mars auch einen Grammy Award bekam. Der Song wurde von der Kritik für seine 80er Jahre Funk-Beats gelobt und ist eine Mischung aus Reggae-Pop und Pop-Rock. Und nicht zuletzt eine Hommage an die New Wave-Band „Police“.
    7 min
  • „Cosmic Dancer“ von T.Rex
    Mit dem Song „Cosmic Dancer“ - 1971 auf dem zweiten Studioalbum „Electric Warrior“ veröffentlicht - beschreibt Sänger Mike Bolan die hinduistische Gottheit Shiva als Symbol für das Zusammenspiel von Leben und Tod. Das Album wird zum Wendepunkt der Band Tyrannosaurus Rex von einer an Folkmusic orientierten Spielweise zu einem populären Glam-Rock der frühen 1970-iger Jahre, wie ihn auch David Bowie geprägt hat. Mit seinen schillernden Bühnenoutfits in Lack und Leder mit Plateauschuhen und Federboa wurde Frontman Marc Bolan zum Vorreiter für nachfolgende Bands aus dem Independent-Bereich.
    8 min

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In welchem politischen Kontext ist ein Song entstanden? Warum hat der Gitarrist das Solo so und nicht anders gespielt? Was macht die Band heute? Prof. Udo Dahmen, künstlerischer Direktor a.D. der…

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