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Heute geht es um das Thema „Arbeiten im Alter“ und wie es gelingen kann, Menschen über 55 mit Unternehmen und ihren Arbeitsangeboten zusammenzubringen. Dazu spreche ich heute mit Klaudia Bachinger, sie ist Gründerin und CEO von WisR, einem österreichischen Start-up, das mit seiner Online-Jobvermittlungsplattform für ältere Menschen aktiv Generationen zusammenbringt und sich für gemeinsame Wertschöpfung einsetzt. Grundlage für die Gründung war neben der Vision einer pro aging Gesellschaft auch, dass sich immer mehr Menschen noch fit im Alter fühlen, um auch einer bezahlten Tätigkeit nachzugehen.
Und es geht auch um das Thema, wie sich heute schon junge Menschen für eine alten freundlichere Gesellschaft einsetzen, denn Klaudia Bachinger ist gerade mal 35 Jahre alt.
Wir sprechen heute konkret über folgende Fragen und Aspekte:
„Sie ist studierte Romanistin und Medienwissenschaftlerin, spricht fünf Fremdsprachen und hat zuvor als Journalistin und Filmproduzentin gearbeitet. In ihrer Zeit als Filmemacherin und Journalistin hat sie sich mit der Frage, wie wir in Zukunft arbeiten werden und wo der Mensch noch wichtig sein wird, auseinandergesetzt.
Klaudia ist unser leidenschaftlicher Projekt- und Team-SuperwisR. Sie liebt verrückte Geschichten und Filme, und hat eine Schwäche für dunkle Schokolade und Büromaterial. Was sie weiser macht, sind Menschen, die gute Fragen stellen.“ (zitiert von der Homepage von WisR)
Der Beitrag Fit im Alter – Kennt Arbeiten kein Alterslimit (Klaudia Bachinger) erschien zuerst auf gelassen älter werden.
Heute zu Gast Rainer Wälde, Journalist, Autor, Filmemacher und Berater. Wir sprechen über die Frage: Kann es für Menschen über 50 sinnvoll sein, sich proaktiv und lebenstraumbezogen auf den Weg zu machen und die eigene dritte Lebensphase mit den eigenen Visionen zu untermalen? Also Gestalter seiner „Meisterjahre“ des Lebens zu werden. Rainer Wälde und ich glauben schon, doch hören Sie selbst einfach rein!
Dabei erzählt uns Rainer Wälde die Geschichte zu „Das Gut(e) braucht seine Zeit“. Dabei geht es um Heimkommen, Älterwerden, Sinnstifter sein, Mentoring, die Gutshof Akademie und den Goldzirkel.
Wie schreibt Rainer Wälde auf der Homepage:
„Mit der Gutshof Akademie haben Ilona und Rainer Wälde das Zentrum für Sinnsucher im Herzen Deutschlands gegründet. Als frische Nordhessen sehen sie die vielen Vorzüge der Region mit neugierigen Augen. Den Gutshof in Großropperhausen zu finden war für sie wie Heimkommen nach einer langen Reise.“
Ich selbst kann mich noch gut daran erinnern, wie ich 2004 Rainer Wälde in Limburg kennengelernt habe. Er hat mich damals in seinem 3 – tägigen Seminar als Knigge Trainer lizenziert. Als Coach von Führungskräften wurde es in diesen Jahren immer wichtiger auch etwas über Umgangsformen zu wissen. Und bei ihm hatte ich das Gefühl, da bin ich richtig.
Er hat mich schon damals beeindruckt. Sein Stil, seine bewusste Art sich zu kleiden, seine Sanftheit, wie ich es ausdrücken würde. Von da an spielte er in meinem Leben immer wieder eine Rolle. Irgendwie wusste ich fortlaufend über die Entwicklungen Bescheid – durch Lesen seiner Beiträge, durch seine Filme und andere Veröffentlichungen. Mich haben besonders seine Kreuzfahrtdokumentationen beeindruckt. Träumte ich doch auch von einer Kreuzfahrt.
Jahre später trafen wir uns dann 2017 – im Gründungsjahr der Gutshof Akademie – zu einem Social Media Seminar wieder. Und ich war beeindruckt von dem Ort, der Atmosphäre und der bewussten gestalteten Einrichtung. Und auch die Seminare erlebte ich hochwertig.
Rainer Wälde beeindruckt mich auch als Mann, der mit seinen Gefühlen in Kontakt ist, der sich öffnet für Selbstreflektion, der versucht sich konsequent weiterzuentwickeln und sich dafür Zeit nimmt. Für mich lebt er, was er versucht zu vermitteln. Und so ist er über die Jahre vom Sinnsucher zum Sinngeber geworden. Was er genau damit meint, hören Sie selbst!
Der Beitrag Sinnsuche – Das Gute braucht seine Zeit (Rainer Wälde) erschien zuerst auf gelassen älter werden.
In diesem Podcast versuche ich der Frage: Ab wann ist man alt? einmal ein wenig auf die Spur zu kommen. Vielleicht können Sie sich schon denken, wohin die Reise führt, wenn Sie sich vergegenwärtigen, dass es mir in der Tat um eine Vision geht. Die Vision ein Pro Aging Kultur in unserer Gesellschaft. Und dann ist doch klar, dass ich mit 92 Jahren – zumindest mit einem inneren Anteil oder einer Eigenschaft von mir – noch nicht wirklich alt sein muss.
So erzähle ich Geschichten von Begegnungen mit „alten“ Menschen in meinem Leben. Da geht es um meine beiden Omas, um Menschen, die ich im Altenheim betreut habe, eine Diakonissenschwester, um Hermann Gmeiner (Gründer der SOS Kinderdörfer), um die Huberbuam mit ihrem Vater Thomas Huber und um meinen Freund Heinz, der mit seinen 83 Jahren seine jugendliche Kontaktfreudigkeit lebt.
Vielleicht haben auch Sie einmal Freude daran, einfach aufzuschreiben oder bei einem Spaziergang darüber nachzudenken, welche „alten“ Menschen in Ihrem Leben eine Bedeutung hatten. Welche Geschichten können Sie dazu erzählen? Und welche Entdeckungen haben Sie bei diesen Menschen gemacht – wo sind sie jung geblieben? Und vielleicht bekommen Sie auf die einer oder andere Weise einen anderen Blick auf die Frage: Ab wann ist man alt?
Auch hier können Sie meinen Podcast hören! Immer die letzten drei Episoden finden Sie auf meiner Startseite. Hier der Link: Die letzten drei Episoden meines Podcastes „Gelassen älter werden – der 60+ Podcast“
Der Beitrag Ab wann ist man alt? erschien zuerst auf gelassen älter werden.
In der heutigen Episode geht es um 3 prägnante Lebensstile der „neuen“ Alten, die im Besonderen zu den Hörer:innen des Podcasts „Gelassen älter werden“ gehören. Über sie habe ich auch schon einmal in einem Blogbeitrag geschrieben. Hier der Link: Wie die „neuen“ Alten älter werden?
Free Ager
Sie sind von einem eher „alterloses“ Mindset geprägt. Den Menschen in diesem Alter geht es um Gelassenheit, um den Einklang von Körper und Seele, die sich aus der eigenen Lebenserfahrung und Lebensweisheit speist. Den Free Ager geht es darum positiv gestimmt, optimistisch und mit Lebensfreude und die Schönheit des Alterns zu leben. Sie sehen das Alter eher als Privileg und Chance für eine gute Zeit.
Der Fokus von ihnen ist die Selbstkompetenz verbunden mit innerer Kraft und Lebens- und Selbstzufriedenheit. Sie sind so etwas wie der Ruhepol in der Gesellschaft und springen nicht auf jeden neuen Trend. Familie ist ihnen wichtig und 69 Prozent von ihnen haben Kinder.
Golden Mentoren
Menschen dieser Gruppe informieren sich mehrmals am Tag über die neusten Nachrichten, um die aktuellen Diskurse in der Gesellschaft zu kennen und sich dazu eine Meinung zu bilden. Golden Mentoren schätzen gute Bildung, ein kulturelles Leben und gehen diszipliniert und pflichtbewusst durch das Leben. Sie treffen Entscheidungen mit Vernunft und sorgen für ihre finanzielle Unabhängigkeit. Sie sind echte Familienmenschen und verbringen gerne und viel Zeit mit ihrem Partner.
Ihre Haltung ist: Lernen ein Leben lang und ständige intellektuelle Weiterentwicklung. Dabei treiben sie eine tiefgreifende Motivation und eine ausgeprägte Neugier. Studieren in der Rentenzeit ist keine Seltenheit.
Sie genießen dabei die Zeitsouveränität des Älterwerdens, da sie nicht mehr arbeiten müssten. Golden Mentoren sind ehrenamtlich deutlich engagierter als andere Lebensstile der Generation der über 60-jährigen. Sie lassen sich dabei von einem Wunsch nach Generativität leiten.
Mit älter werden verbinden die Golden Mentoren eine Zeit der Aktivitäten, sie wollen noch etwas erreichen, zu etwas gut sein, einen Beitrag leisten. Und sie wollen ihr Leben genießen, Kultur und Reisen gehören dazu, genauso wie der Wunsch nach intensiver Zeit mit der Familie, den Enkeln und ihrem Partner.
Forever Youngster
Jeder kann und sollte etwas für seine Gesundheit tun, um im Alter noch gut dazustehen und der Gesellschaft nicht zur Last zu fallen, das ist die Grundüberzeugung dieses Lebensstils. Ihr Lebensziel ist es so lange wie möglich gesund zu bleiben und deshalb kümmern sie sich stark um ihre Gesundheit, es geht ihnen um die Bewahrung ihrer Gesundheit.
Sie sind als Gruppe eine Art Vorbote welchen Stellenwert die individuelle Gesundheitsvorsorge in unserer Gesellschaft haben wird. Dazu gehört für sie sowohl die körperliche, als auch die geistig-seelische Gesundheit.
Vor diesem Hintergrund ist dieser Lebensstil schon jetzt ein wichtiger Konsument für die Gesundheitsindustrie. Dazu gehört auch immer mehr die Vermessung der eigenen Gesundheit durch entsprechende technische Hilfsmittel.
Für sie ist älter werden eher negativ besetzt, da sie aktiv dagegen ankämpfen, um lange möglichst jung auszusehen – gleichzeitig verstehen sie jedoch, wie viele Jahre sie noch vor sich haben, die möglichst gesund verbringen möchten. Auf den Punkt gebracht lässt es sich so formulieren: Auch wenn die Orientierung an Jugendlichkeit als Gesundheitsideal keine progressive Haltung in der Gesellschaft darstellt, weil sie das Altern als natürliches Phänomen nicht anerkennt, gehört der Lebensstil doch zu einer der neu entdeckten Möglichkeiten für ältere Menschen, das Leben nach der Rente aktiv und selbstbestimmt zu gestalten.
Um in den gesundheitsförderlichen Trends immer aktuell zu sein, informiert sich der Forever Youngster umfänglich und auch in unterschiedlichen Medien. Dabei erweitert er stetig und konsequent sein Wissen.
Literatur: Lebensstile 2020, Zukunftsinstitut 2020 und Pro-Aging – Die Alten machen uns jung, Zukunftsinstitut 2016
Der Beitrag Die Lebensstile der „neuen“ Alten! erschien zuerst auf gelassen älter werden.
Im heutigen Podcast spreche ich über die 4 zentralen Themen für die dritte Lebensphase der Silver Ager.
Dabei greife ich die zentralen Schlüsselqualifikationen auf, die zum Gelingen dieser Lebensphase einen wichtigen Anteil haben. Selbstverantwortung, Proaktivität, Generativität und die verbunden mit dem Thema „Spuren hinterlassen“.
Um die Herausforderungen der dritten Lebensphase zu bewältigen, ist es nach der schweizerischen Wissenschaftlerin Perrig-Chiello (2008, S. 142 f.) von zentraler Bedeutung für sich die Lebensinhalte, Themen und Entwicklungsaufgaben herauszuarbeiten, die im letzten Drittel meines Lebens eine Bedeutung bekommen sollen.
Dazu gehört zunächst die Auseinandersetzung mit den ursprünglichen Lebensentwürfen. Folgende Fragen – auch hinsichtlich der Antizipation der Zukunft – sollten Silver Ager in das eigene Blickfeld rücken. Dadurch wird der Prozess der Selbstauseinandersetzung der Silver Ager begünstigt:
Zu den vorgenannten Fragen gehört ebenfalls die Reflektion meiner vorhandenen Ressourcen. Was steckt als Silver Ager noch in mir? Was liegt vielleicht brach und was will ich noch entwickeln?
Die drei zentralen Schlüsselqualifikationen Selbstverantwortlichkeit, Proaktivität und Generativität begünstigen, inwieweit die Auseinandersetzung mit diesen Fragen gelingt und ob daraus neue Entwicklungsmöglichkeiten identifiziert und umgesetzt werden können. Die schweizerische Wissenschaftlerin Perrig-Chiello (2008) hat dies im Rahmen ihrer Forschung herausgearbeitet. Wofür stehen Selbstverantwortlichkeit, Proaktivität und Generativität im Einzelnen.
Menschen mit hoher Selbstverantwortlichkeit sehen sich weniger als Opfer ihre Umstände, welches auf Hilfe anderer angewiesen ist. Sie setzen stärker auf ihre eigene Kompetenz, werden lösungsorientiert aktiv und suchen die Kommunikation mit Nahestehenden. Dabei lassen sie sich nicht von negativen Gefühlen wie Wut, Trauer und Enttäuschung überwältigen, sondern betrachten Krisen und Schicksalsschläge als notwendigen und zu bewältigenden Bestandteil menschlicher Existenz, und sind in der Lage, auch in schwierigen Zeiten auf sich zu achten und es sich selber gut gehen zu lassen. Laut zahlreiche Studien korreliert hohe Selbstverantwortlichkeit mit positiver psychischer und physischer Befindlichkeit.
Unter Proaktivität versteht man vorausdenkendes, überlegtes und antizipativ orientiertes Handeln. Proaktive Menschen planen voraus, nehmen Langzeitperspektiven ein und entwickeln Strategien um Visionen zu verwirklichen. In der dritten Lebensphase sind proaktive Menschen eher in der Lage, sich anbahnende Veränderungen (Auszug der Kinder, Pflegebedürftigkeit der Eltern) zu antizipieren und sich darauf einzustellen, sowie sich auch potenzieller unvorhersehbarer Veränderungen (Verlust des Arbeitsplatzes, Trennung der Partnerschaft) bewusst zu werden und damit wichtige Bestandteile des Lebens nicht als Selbstverständlichkeit, sondern als kostbares, zu pflegendes Gut zu betrachten.
Unter Generativität wird nach Erikson (1973) das Ausrichten des Lebensinteresses auf die nachfolgende Generation verstanden. Das Bestreben etwas zu schaffen, was die eigene Existenz überlebt, sowie auch der Wunsch, für andere Menschen von Bedeutung zu sein, hat für Personen des mittleren Lebensalters hohen sinnstiftenden Charakter. Generativität erleichtert zudem das Akzeptieren des bisherigen Lebens und gilt nach Erikson als Voraussetzung zur Erlangung einer Ich-Integrität im höheren Alter. „Je generativer sich Menschen im mittleren Lebensalter verhalten, desto größer ist ihr Selbstbewusstsein und desto besser ist ihr physisches und psychisches Wohlbefinden“ (Perrig-Chiello 2008, S. 148).
Der Beitrag Silver Ager: 4 Themen für die dritte Lebensphase erschien zuerst auf gelassen älter werden.
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