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Eine kleine Maßeinheit mit erstaunlich großer Wirkung: Die Kalorie hat nicht nur verändert, wie wir über Essen denken, sondern auch darüber, was als gesund, leistungsfähig und diszipliniert gilt. In dieser Folge erzählt Historikerin Nina Mackert, warum die Kalorie Ende des 19. Jahrhunderts zunächst als Antwort auf Fragen von Arbeit, Armut und Ernährung populär wurde – und wie sie später zum Maßstab für Körper und Gewicht avancierte. Es geht um gesellschaftliche Normen und politische Interessen, um Selbstoptimierung und Fatshaming – und um die Frage, warum die Kalorie trotz aller Kritik bis heute so wirkmächtig ist.
Moderation: Kirsten Pörschke
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Weiterführende Informationen
Zu Nina Mackert
Auswahl Publikationen und Beiträge
Inventing the Calorie. The Politics of Food in the Early Twentieth-Century US. Erscheint im Oktober 2026
ARD-Mediathek: Y-History: Auf Diät forever? Februar 2025.
KIKA/ARD-Mediathek: Checkerin Marina: Der Schönheits-Check vom 31. Mai 2025
Blog: Food, Fatness an Fitness. Critical Perspectives
Gesundes Essen Messen. Proteine, Kalorien und die Geschichte des Diskurses rund um gesunde Ernährung, Aus Politik und Zeitgeschichte 73/30-32 (2023), 34-40.
Zum Weiterlesen
spurensuchen: Das Magazin zum Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten 2026/27 "Über den Tellerrand. Essen und Trinken in der Geschichte"
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Wer ist schützenswert – und wer entscheidet das? Mit der Journalistin Ann-Katrin Müller spricht die Moderatorin Hadija Haruna-Oelker über die öffentliche Wahrnehmung von Bedrohung, politischen Konservatismus, gesellschaftlichen Schutz und die Rolle von Medien und Staat.
Dies ist Folge 4 unseres Podcast-Specials Erinnerungskämpfe. Mehr zur Reihe, den Gesprächsgästen und der Moderatorin erfahren Sie auf unserer Website
Hintergrundmaterial zur Folge
von Ann-Katrin Müller
Artikel auf Der Spiegel
Buch "Die Unsichtbaren"
Auf Instagram
von Hadija Haruna-Oelker
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Wenn Sie Fragen oder Anregungen zu unserem Podcast haben, schreiben Sie uns gern eine E-Mail an [email protected].
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Welche Gewalt erinnern wir, welche vergessen wir – und was sind die Folgen? Mit der Historikerin Mirjam Zadoff spricht die Moderatorin Hadija Haruna-Oelker über die Kontinuität von Gewalt, über das Erkämpfen von Erinnerung, über die Macht des Zuhörens und eine solidarische Erinnerungskultur.
Dies ist die dritte Folge unseres Podcast-Specials „Erinnerungskämpfe“. Mehr zur Reihe, den Gesprächsgästen und der Moderatorin erfahren Sie auf unserer Website
Hintergrundmaterial zur Folge
von Mirjam Zadoff
Mirjam Zadoff: Wie wir überwintern. Den Lebensmut durch die harten Zeiten retten, Hanser 2025
Lena Gorelik, Miryam Schellbach und Mirjam Zadoff (Hg.): Trotzdem sprechen, bpb 2025
Mirjam Zadoff: Gewalt und Gedächtnis. Globale Erinnerung im 21. Jahrhundert. Hanser 2023
von Hadija Haruna-Oelker
Weiteres
Michael Podgorac und Anne Wiederhold-Daryanavard (Hg.): Erinnern in Zukunft. Aufrufe für plurales Erinnern, Mandelbaum Verlag 2025
Martina Griesser-Stermscheg, Monika Sommer, Nora Sternfeld & Luisa Ziaja (Hg.); Nicht einfach ausstellen -- Kuratorische Formate und Strategien im Postnazismus / curating. ausstellungstheorie & praxis -- Band 7, De Gruyter 2025
PENTAGON // Satire mit Tiefgang. Eine Veranstaltungsreihe mit Max Czollek, Aladin El-Mafaalani und je drei Gäst:innen zu gesellschaftlich relevanten Themen
Stefanie Schüler-Springorum: Unerwünscht, Fischer 2025
Ocean Wuong: Der Kaiser der Freude, Hanser 2025
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Wer ist was und wie viel in unserer Gesellschaft wert? Mit der Politikwissenschaftlerin Natascha Strobl sprechen wir über den Platz, den wir Menschen in Geschichte und Gegenwart zuschreiben, die der kapitalistischen Gesellschaftslogik nicht entsprechen.
Dies ist die zweite Folge unseres Podcast-Specials „Erinnerungskämpfe“. Mehr zur Reihe, den Gesprächsgästen und der Moderatorin erfahren Sie auf unserer Website
Hintergrundmaterial zur Folge
Beiträge von Natascha Strobl zum Thema
Weiteres
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Was ist deutsch und wer gehört dazu? Mit dem Literaturwissenschaftler und Kurator Ibou Diop spricht Moderatorin Hadija Haruna-Oelker über Deutschsein aus postkolonialer Perspektive und fragt, ob eine andere Art von Erinnerungskultur als gesellschaftlicher Reparaturbetrieb funktionieren kann.
Dies ist die erste Folge unseres Podcast-Specials „Erinnerungskämpfe“. Mehr zur Reihe, den Gesprächsgästen und der Moderatorin erfahren Sie auf unserer Website
Hintergrundmaterial zur Folge
Referenzen auf Personen und Veröffentlichungen
Quellenverweise
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Rekonstruierte Fassaden, historisierende Plätze, wiedererrichtete Kuppeln. In unserer gebauten Umwelt feiert die Vergangenheit ein Revival: das Humboldt Forum mit seiner Stadtschlossfassade, der Frankfurter Römer oder die Garnisonskirche in Potsdam. Prominente Fürsprecher, ebenso wie harte Kritik. Denn: hinter dem Wiederaufbau steckt mehr als Nostalgie. Die ungewünschte Vergangenheit, von der die Plattenbauten am Berliner Alexanderplatz noch zeugen, soll dem Wiederaufbau einesGründerzeitviertels weichen. All das ein politisches Statement, das von der erstarkenden Sehnsucht nach Ordnung, nach Identität, nach vermeintlicher Klarheit und nach alter preußischer Stärke berichtet?
Darüber spricht Felix Fuhg aus unserem Programm eCommemoration mit dem Architekturtheoretiker Philipp Oswalt.
Weiterführende Informationen
Zur Person Philipp Oswalt
Auswahl Publikationen von Philipp Oswalt
Bauen am nationalen Haus: Architektur als Identitätspolitik, Berlin 2023.
Marke Bauhaus 1919–2019. Der Sieg der ikonischen Form über den Gebrauch, Zürich 2019
zusammen mit Birgit Jooss & Daniel Tyradellis (Hrsg.): bauhaus | documenta. Vision und Marke, Leipzig 2019.
Links zu Weiterlesen
TAZ, Berliner Stadtschloss: Preußenverherrlichung beenden, Artikel vom 07.11.2024
Deutsche Welle, Der Frankfurter Architekturstreit ist überall: Interview mit Moritz Röger, Artikel vom 05.10.2018
Deutschlandfunk, Historisierende Neubauten: Wahrzeichen oder Attrappe? Ein Beitrag von Hannelore Dauer, Artikel vom 20.07.2015
Die Welt, Notre-Dame als Event-Location? Warum es gut ist, historische Bauwerke zu rekonstruieren. Ein Kommentar von Rainer Haubrich, Artikel vom 30.10.2024
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Geschichte hat Konjunktur. Auch im Internet, wo inzwischen mit wenigen Klicks viele bewusst konstruierte Falschdarstellungen über die Vergangenheit abrufbar sind. Insbesondere die radikale Rechte nutzt verfälschende Umdeutungen der Vergangenheit erfolgreich für Agitation und Mobilisierung.
In dieser Folge schauen wir beispielhaft auf geschichtsrevisionistische Narrative vom ganz rechten Rand und auf dahinterliegende politische Strategien. Woran können auch Laien problematische Umdeutungen der Vergangenheit erkennen? Warum sind sie nicht nur für die Wissenschaft oder Memory Workers in Gedenkstätten herausfordernd, sondern auch gefährlich für die Demokratie? Das besprechen wir mit dem Historiker und freien Publizisten Volker Weiß. Und fragen ihn, warum bestimmte revisionistische Positionen in Deutschland aktuell auf besonders fruchtbaren Boden fallen.
Moderation: Katja Fausser
Weiterführende Informationen
Zur Person Volker Weiß
Auswahl Publikationen von Volker Weiß
Das Deutsche Demokratische Reich. Wie die extreme Rechte Geschichte und Demokratie zerstört, Stuttgart 2025.
Die autoritäre Revolte. Die Neue Rechte und der Untergang des Abendlandes, Stuttgart 2017.
Katechon. Zur Wiederkehr der politischen Theologie in der Gegenwart, erschienen 16.5.2026 beim Klett-Cotta Verlag
Links zu Weiterlesen
Bundesamt für Verfassungsschutz: Rechtsextremismus im Internet – Gefahren digitaler Agitation und Radikalisierung, Bericht vom 18.09.2024
Mehr zur Arbeit des Instituts für Rechtsextremismusforschung (IRex) an der Universität Tübingen
Hintergrundinformationen zu tagesaktuellen Auftritten politischer Akteurinnen und Akteure sowie zu klassischen Umdeutungen zur deutschen Geschichte finden sich auch auf dem Blog „Geschichte statt Mythen“
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„Westliche Zivilisation" – was steckt hinter diesem Begriff, der immer häufiger in politischen Reden auftaucht?
Als US-Außenminister Marco Rubio auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2026 von gemeinsamer christlicher Kultur und Abstammung sprach, gab es Standing Ovations. Doch was klingt wie ein Bekenntnis zu transatlantischer Verbundenheit, ist in Wahrheit ein radikaler Bruch: An die Stelle universeller Werte wie Demokratie und Menschenrechte tritt ein ethno-nationalistisches Weltbild, das definiert, wer dazugehört – und wer nicht.
Was ist christlicher Nationalismus, und warum ist er keine Randerscheinung mehr? Wie hat die amerikanische Rechte über Jahrzehnte den Mainstream verschoben? Welche Rolle spielen Tech-Milliardäre wie Peter Thiel?
Und was bedeutet das alles für Europa?
Gesprächsgästin: Annika Brockschmidt, Historikerin, freie Journalistin und Autorin der Spiegel-Bestseller Amerikas Gotteskrieger und Die Brandstifter
Moderation: Florian Bigge
Weiterführende Informationen:
Podcast Kreuz und Flagge von Annika Brockschmidt
Podcast Feminist Shelf Control – Episode zum Deutschlandfunk-Podcast über Peter Thiel (mit Rebecca Endler)
Interesting Times (New York Times) – Folge mit Peter Thiel
Behind the Bastards – Mehrteilige Serie zu Peter Thiel
Veranstaltung „Silicon Valley schreibt Geschichte" auf dem YouTube-Kanal der Körber-Stiftung
Zur Person Annika Brockschmidt
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In der Hochphase der NS-Besatzung mussten 230 Millionen Menschen zwischen Norwegen und Griechenland, Frankreich und der Sowjetunion unter deutscher Besatzungsherrschaft leben.
Der Alltag der Besetzten war geprägt von Gewalt, Unsicherheit und Willkür. Menschen wurden gedemütigt, verfolgt, überwacht und entrechtet. Der Staat, der eigentlich für sie zuständig war, wurde von der bewaffneten deutschen Besatzungsmacht ersetzt. Was bedeutete das für die Möglichkeiten, zu überleben? Welche Unterschiede gab es in der Ausübung der NS-Besatzung zwischen West- und Osteuropa? Warum ist „Nie wieder Besatzung“ kein zentraler Leitsatz der deutschen Erinnerungskultur? Und was bedeutet das für die aktuelle Diskussion über den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine?
Darüber sprechen wir mit der Historikerin Tatjana Tönsmeyer.
Moderation: Gabriele Woidelko
Weiterführende Informationen zu dieser Folge:
Studie von Tatjana Tönsmeyer über deutsche Besatzung im 2. Weltkrieg
Digitale und multinationale Quellensammlung zum Thema NS-Besatzungsherrschaft
„Traces“, ein ukrainischer Dokumentarfilm, der den Publikumspreis bei der Berlinale 2026 erhalten hat.
Gefolterte und ermordete ukrainische Journalistin Roschtschyna, die aus den russisch besetzten Gebieten berichtet hat
Aktuelle Deutschlandfunk-Dokumentation über russisch besetzte Gebiete der Ukraine
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Annaliese Teetz ist Deutschlands erste Kapitänin – konnte diesen Beruf aber nie ausüben. Beharrlich verfolgte die Hamburgerin ihren Berufswunsch ab den späten 1920er Jahren gegen alle Widerstände und Ablehnung. 1955 schließlich erhielt sie als erste Frau in Deutschland das Kapitänspatent, aber keine Reederei wollte sie als Kapitänin einstellen.
Nun hat die 17-jährige Lara Ahlers die Geschichte der Kapitänin ohne Schiff für den Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten recherchiert. Mit der Hamburger Schülerin sprechen wir über Geschlechterrollen im Wandel, den Wert des Erinnerns – und darüber, dass historische Forschung nicht an der Universität beginnt.
Moderation: Kirsten Pörschke
Weiterführende Informationen zu dieser Folge:
Zum 1. Bundespreis für Lara Ahlers beim Geschichtswettbewerb 2025
Beitrag im NDR Hamburg Journal über Lara Ahlers und ihren Beitrag zum Geschichtswettbewerb
Das in der Folge vorgelesene Zitat stammt aus Der Deutsche Seemann 4, 1939, Das hat uns gerade noch gefehlt – Eine Frau will Kapitän werden! In: DAG Schiffahrt, 4, 1978, S.43
Weitere Literatur zu Annaliese Teetz: Keitsch, Christine: „Die christliche Seefahrt ist ein Männerberuf, daran wird sich nichts ändern!“: der ungewöhnliche Lebenslauf der Annaliese Teetz. In: Deutsches Schiffahrtsarchiv. Band 21, 1998, S. 123–137
Zum Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten
Zum Verband Frauen zur See e. V.
Zur Datenbank: Hamburger Straßen, nach Personen benannt
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