Geschichte

Geschichte

By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)History
Download on the App Store
  • Favorites

    70

    Followers

  • Typical duration

    28 min

    per episode

Based on Podcast App listening data

Geschichte episodes

  • Otto Anner: Ein Schweizer im Amerikanischen Bürgerkrieg
    «Freiheit und Sklaverei können nie miteinander bestehen», ist im Tagebuch von Otto Anner zu lesen. Er war einer von Tausenden von Schweizern, die im Amerikanischen Bürgerkrieg kämpften. Sie wussten nicht, auf was sie sich einliessen.
    Der Amerikanische «Civil War» von 1861 bis 1865 gilt als der erste moderne Krieg. Er war ein Vorbote für die Schrecken des 20. Jahrhunderts: Grabenkämpfe, das Repetiergewehr, die Eisenbahn und sogar U-Boote kamen zum Einsatz. Auf beiden Seiten wurden eine Unmenge an Soldaten rekrutiert, Hunderttausende von ihnen starben.
    Auch mindestens 6000 Schweizer kämpften mit. Sie waren in die USA ausgewandert, um Arbeit zu finden und fanden diese einzig in der Armee. Einer von ihnen kommt in dieser Zeitblende dank seiner schriftlichen Nachlässe zu Wort: Der Soldat Otto Anner aus dem aargauischen Baden.
    Weiterführende Literatur:
    Hutson James H., The Sister Republics. Die Schweiz und die Vereinigten Staaten von Amerika.
    McPherson James M., Für die Freiheit sterben. Die Geschichte des amerikanischen Bürgerkriegs.
    Sautter Udo, Der Amerikanische Bürgerkrieg. 1861–1865.
    Sulser Christoph, Die Erlebnisse von Otto Anner während des amerikanischen Bürgerkriegs 1851–1864, Lizentiatsarbeit.
    26 min
  • Besetzung der polnischen Botschaft in Bern
    Am 6. September 1982 besetzten vier Männer die polnische Botschaft in Bern. Nach drei Tagen konnte die Botschaft gewaltsam geräumt werden - ohne Tote und Verletzte. Jahre später zeigte sich: Die Schweiz nutzte die Gelegenheit, um aus der Botschaft Akten zu entwenden.
    Die Geiselnahme wurde weltweit beachtet, das Medieninteresse war enorm. Der Ausgang ungewiss. Ein Sonderstab entschied rasch: Die Geiselnahme kann wohl nur gewaltsam enden. Tagelang bereitet sich die Berner Polizei vor. Der Sturm der Botschaft gelingt, die Geiselnehmer werden verhaftet und verurteilt. Jahrzehnte später kommt heraus: Die Bundesbeamten nutzten die Gelegenheit, um geheimes Material aus der Botschaft zu kopieren. Darunter: Unterlagen zu Schweizer Militärinfrastruktur, welche durch die Polen ausspioniert wurde. Das macht die SonntagsZeitung 2013 publik .
    In der Zeitblende kommt Benno Schneider zu Wort – er war damals Generalsekretär des Justiz- und Polizeidepartements unter Bundesrat Kurt Furgler und hat den Sonderstab Geiselnahme geleitet. Historiker Peter Collmer ordnet die Geschehnisse rund um das Kriegsrecht in Polen ein, welches zu dieser Zeit eingeführt worden war.
    33 min
  • Matthäus Schiner: Vom Geissbub zum mächtigen Kardinal
    Der Walliser Matthäus Schiner hat eine beachtliche Karriere hingelegt: Geboren um 1465 im Walliser Ort Mühlebach, stieg der brillante Stratege auf zum Diplomaten und Kardinal, zum Berater von Papst und Kaiser. Der Machtmensch und umstrittene Kriegsfürst hatte aussergewöhnliche Begabungen.
    Wie kann es sein, dass diesen europäischen Fädenzieher ausserhalb des Kantons Wallis kaum jemand kennt und selbst in seiner Heimat etwas vergessen wurde?
    Die Erinnerung an den «Global Player Matthäus Schiner» gelte es wiederzuentdecken, sagt Volker Reinhardt, Professor für Allgemeine und Schweizer Geschichte an der Universität Freiburg i.U. Schiner habe eine Schlüsselrolle in der europäischen Politik um 1510 gespielt. Er ist das Gesicht der Schlacht von Marignano, war befreundet mit dem Reformator Huldrych Zwingli, wehrte sich gegen die Reformation.
    Carmen Werner und Hermann Anthamatten haben zum 500. Todestag Schiners ein Theaterstück geschrieben und führten beim grossen Freilichttheater «Mensch Schiner» in Ernen auch Regie. 
    Mit den drei Persönlichkeiten schaut die SRF-Zeitblende auf den Menschen Schiner und dessen Leben und Wirken zurück.
    33 min
  • Alexander von Humboldt und seine Schweizer Prägung
    Der deutsche Naturforscher Alexander von Humboldt wird dank seiner Reise durch Lateinamerika (1799-1804) weltberühmt. Er entdeckt die Vegetationszonen und begründet die Pflanzengeografie. Seine Reise ist auch dank Hilfe aus der Schweiz möglich. Diese Zeitblende schildert die Hintergründe
    Gesprächspartner:
    Oliver Lubrich, Professor für Neuere Deutsche Literatur an der Universität Bern
    Joachim Eibach, Professor für Neuere und Neuste Geschichte an der Universität Bern.
     
    In Zusammenarbeit mit den Schweizerischen Geschichtstagen.
     
    Verwendete Literatur:
    Ette, Ottmar (Hg.) (2018): Alexander von Humboldt Handbuch. Leben - Werk - Wirkung. Stuttgart: J. B. Metzler.
    Ette, Ottmar: Alexander von Humboldt-Chronologie. In: edition humboldt digital. Berlin: Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften. URL: http://editino-humboldt.de
    Jahn, Ilse & Lange, Fritz G. (1973): Die Jugendbriefe Alexander von Humboldts: 1787-1799. Berlin: Akademie-Verlag.
    Lubrich, Oliver (2022): Humboldt oder wie das Reisen das Denken verändert. Berlin: Matthes & Seitz.
    Lubrich, Oliver & Nehrlich, Thomas: Alexander von Humboldt in Bern. Bern: Universität Bern. URL: https://humboldt.unibe.ch/
    Moheit, Ulrike (1993): Alexander von Humboldt. Briefe aus Amerika. 1799-1804. Berlin: Akademie-Verlag.
    Wulff, Andrea (2015): Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur. 4. Aufl. München: C. Bertelsmann Verlag.
    33 min
  • Die Geburtsstunde des Euros
    Der Euro sollte die EU zusammenschweissen. Vor 20 Jahren wurde der neue Geldschein in zwölf Ländern in Europa eingeführt. Die Euphorie war riesig. Doch schon bald tauchten die ersten Probleme am Horizont auf. 
    1998 sprach der damalige deutsche Bundeskanzler Helmut Kohl von einer der «wichtigsten Entscheidungen des Jahrhunderts». Heute ist von dieser Euro-Euphorie übriggeblieben. 
    Die Zeitblende von SRF4News blickt zusammen mit dem Ökonomen Oliver Landmann zurück auf die Geburtsstunde des Euros und die Krisenjahre, die folgten. Und wir fragen nach der Zukunft dieser Währung, die Europa hätte näher zusammenbringen sollen.
    26 min
  • Max Emden und die Brissago-Inseln
    1934 liegen sich die Tessiner Behörden und Bundesbern in den Haaren. Der reiche Besitzer der Brissago-Inseln im Lago Maggiore soll eingebürgert werden. Für ihn spricht: sein Geld – dagegen: die Angst vor Überfremdung, die jüdische Familiengeschichte. Am Ende müssen die Emdens die Inseln verkaufen.
    Der deutsche Millionär Max Emden kauft sich in den 1920er-Jahren die Inseln von Brissago im Tessiner Teil des Lago Maggiore – heute ein beliebtes Ausflugsziel. Er baut sie luxuriös aus, mit einem Römischen Bad und einem grossen Bootshaus. Im Dach der grosszügigen Villa steht bis heute das Inselmotto: «Auch Leben ist eine Kunst.»
    Vom Reichtum wollen auch die Tessiner Gemeinden profitieren. In der Einbürgerungsakte Emdens, aus der im Rahmen dieser Zeitblende erstmals zitiert wird, heisst es: «Im Hinblick auf eine zu erwartende fette Erbschaftssteuer» habe man Emden im Tessin die Einbürgerung angeboten. Aus Bern hingegen kommt Widerstand, aus Angst vor einer drohenden Überfremdung. Der Fall zeige exemplarisch die gegensätzlichen Interessen in der Schweizer Migrationspolitik dieser Zeit, sagt Christin Achermann, Professorin für Migration, Recht und Gesellschaft an der Universität Neuenburg. «Es gab handfeste Interessen, dass diese Personen investieren würden.» Das tut auch Emden.
    1934 wird Max Emden eingebürgert, sein Sohn Hans Erich hingegen erhält keinen Schweizer Pass. Als die Nationalsozialisten in Deutschland an die Macht kommen, enteignen sie den Familienbesitz der Emdens, bürgern Hans Erich aus. Als das Geld der Familie zur Neige geht und der Vater 1940 im Sterben liegt, darf Hans Erich Emden für zwei Wochen in die Schweiz reisen. Dann muss er sich nach Südamerika retten. «Er war in riesiger Not und es wäre wirklich hilfreich gewesen, wenn die Schweiz da ihre Hand ausgestreckt hätte», sagt Maeva Emden, die Urenkelin des Millionärs von den Brissago-Inseln.
    In der Folge verkauft die Familie die Inseln. Heute kritisiert sie, Kanton, Gemeinden sowie Heimat- und Naturschutz hätten den Preis gedrückt, um selber günstig kaufen zu können. Auch deshalb sind die Inseln heute für die Bevölkerung zugänglich. Eine Entschädigung will die Familie nicht – «es geht um die Erinnerung», sagt Maeva Emden. Sie fordert etwa, dass auf der Insel ein Raum eingerichtet wird, in dem die Geschichte des Ortes dokumentiert wird.
    Die Zeitblende wagt eine Annäherung an diese Geschichte.
    31 min
  • Wie das AKW Graben verhindert wurde
    In Graben, an der Aare im Berner Oberaargau hätte das grösste AKW der Schweiz gebaut werden sollen. Doch die Menschen in der Region wehrten sich dagegen – unter anderem mit einem dreitägigen Festival im August 1977 – dem Grabenfest.
    In Graben an der Aare im Oberaargau wollte die BKW ab 1966 ein Atomkraftwerk bauen. Mit vorgesehenen 1140 MW wäre es das Grösste der Schweiz geworden. Doch das AKW wurde nie gebaut.
    Denn in der ländlichen, konservativ geprägten Gegend formierte sich der Widerstand. Die GAG wurde gegründet – die gewaltfreie Aktion Graben. Die Aktivistinnen und Aktivisten der GAG mobilisierten die Menschen der Region gegen das AKW.
    Ein Höhepunkt des Widerstandes war das Grabenfest, wo sich im August 1977 mehrere tausend Menschen zu einem dreitägigen Fest gegen das geplante AKW versammelten.
    Wir sprechen mit Menschen aus der Region, die den Widerstand in der Region weckten. Was tat die GAG, warum wurde sie für ihre Aktionen fichiert und was führte dazu, dass die BKW die weit fortgeschrittenen Baupläne schliesslich fallen liess? Zwei Zeitzeugen, ehemalige Mitglieder der GAG, blicken zurück. Historiker Michael Fischer ordnet die Geschehnisse in Graben in den nationalen Kontext ein.
    Weiterführende Quellen und Literatur:
    Bärtschi, Ruedi: Ein Atomkraftwerk, das nie gebaut wurde – der Kampf gegen das AKW Graben, in: Jahrbuch des Oberaargaus 2008, S. 223-257.
    Fischer, Michael: Atomfieber – eine Geschichte der Atomenergie in der Schweiz. Hier und Jetzt Verlag, 2019.
    Akten zur GAG im bernischen Staatsarchiv.
    25 min
  • Arthur Harris: Der Mann, der Deutschlands Städte verwüstete
    Mit seinen Flächenbombardementen legte er eine deutsche Stadt nach der anderen in Schutt und Asche: Arthur «Bomber» Harris. Er kommandierte im Zweiten Weltkrieg die britischen Bomberstaffeln. Heute ist er eine der kontroverstesten Figuren des Krieges. 
    Arthur Harris sah mit eigenen Augen, wie deutsche Bomber englische Städte zerstörten und zehntausende zivile Opfer verursachten. Die Deutschen hätten Wind gesät und würden Sturm ernten, versprach er. Und er hielt Wort: Bis kurz vor Kriegsende zerstörte Arthur Harris mit immer verheerenderen Angriffen deutsche Industrie-Städte. Seine Art der Bombardierung war darauf ausgelegt, ganze Stadtkerne und nicht einzelne Industrieanlagen zu treffen. Heute ist Arthur Harris eine höchst umstrittene Figur. Er wurde zum Symbol für einen Krieg, der sich gezielt auch gegen die Zivilbevölkerung richtete. 
    In der Zeitblende kommt der renommierte englische Weltkriegshistoriker Richard Overy zu Wort. Er beleuchtet Harris als Person, seine Motivation und seine umstrittene Strategie. 
    Johannes Schütz, Historiker in Dresden, erklärt wie der wohl berüchtigtste Angriff von Arthur Harris, jener auf Dresden, von Anfang an von Nazis und Rechtsextremen instrumentalisiert wurde.
    29 min
  • Ötzi: Der Mann aus dem Eis als Weckruf
    Vor dreissig Jahren fanden Bergsteiger in den Südtiroler Alpen eine Leiche, die - wie sich bald herausstellte - über 5000 Jahre alt war. Ein sensationeller Fund für die Archäologie, aber auch ein Weckruf, in der Klima-Geschichte. Denn: ohne Klimaerwärmung wäre Ötzi nicht gefunden worden.
    In den letzten 30 Jahren haben Fachwelt und Öffentlichkeit vor allem über die Todesursache des Mannes im Eis gerätselt. Klima-Historiker Christian Pfister und Klimatologe Heinz Wanner sehen im Fund vor allem einen Weckruf, der bisher allerdings kaum gehört wurde. Warum das so ist, weshalb der Fund des Mannes aus dem Eis ein grosser Zufall ist und welche Rolle dabei die Klimageschichte spielt. Um diese Fragen dreht sich diese Zeitblende.
    25 min
  • Fremdenhass und versteckte Kinder: das Saisonnierstatut
    «Man hat Arbeitskräfte gerufen, und es kommen Menschen.» Das schrieb der Schriftsteller Max Frisch 1965. Gemeint waren die vielen Saisonniers, vor allem aus Italien, die als billige Arbeiterinnen und Arbeiter gefragt waren. Doch die strengen Regeln des Saisonnierstatuts sorgten für viel Leid.
    Die saisonalen Arbeitskräfte arbeiteten in der Industrie, im Tourismus, auf dem Bau. Integration war nicht gefragt, denn schliesslich sollten die Saisonniers nach neun Monaten, am Ende der Saison, wieder ausreisen.
    Die strengen Regeln des Saisonnierstatuts rissen Familien auseinander. Oder sorgten dafür, dass jene, die die Trennung nicht aushielten, ihre Kinder bei sich in der Schweiz versteckten. Die Schweizer Bevölkerung begegnete den «Tschinggen» mit Misstrauen. Die Angst vor der Überfremdung der Schweiz prägte den politischen Diskurs über Jahrzehnte.
    Zwar kam mit der Personenfreizügigkeit vor 20 Jahren das Ende des Saisonnierstatuts. Aber es wirkt bis heute nach: politisch und kulturell.
    26 min

About Geschichte

From the publisher's feed

Hier lernt ihr die Schweizer Geschichte so richtig kennen – mit all ihren Eigenarten, Erfolgen, Fails, Persönlichkeiten und Dramen. Im Podcast «Geschichte» von SRF Wissen tauchen wir in die Schweizer…

Best of Geschichte

Ranked by our users in the last 21 days

More shows like Geschichte

Echo der Zeit by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Echo der Zeit

90 Listeners

Tagesgespräch by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Tagesgespräch

16 Listeners

Input by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Input

18 Listeners

Persönlich by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Persönlich

9 Listeners

Wissenschaftsmagazin by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Wissenschaftsmagazin

6 Listeners

Focus by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Focus

9 Listeners

100 Sekunden Wissen by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

100 Sekunden Wissen

4 Listeners

Kontext by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Kontext

2 Listeners

International by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

International

19 Listeners

Espresso by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Espresso

9 Listeners

Rehmann by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Rehmann

1 Listeners

Einfach Politik by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Einfach Politik

1 Listeners

Alles klar, Amerika? by Tamedia

Alles klar, Amerika?

16 Listeners

News Plus Hintergründe by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

News Plus Hintergründe

3 Listeners

Sykora Gisler by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Sykora Gisler

8 Listeners

SRF Wissen by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

SRF Wissen

5 Listeners

News Plus – das Thema des Tages in 15 Minuten by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

News Plus – das Thema des Tages in 15 Minuten

17 Listeners

NZZ Akzent by NZZ

NZZ Akzent

36 Listeners

Debriefing 404 by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Debriefing 404

2 Listeners

Sternstunde Philosophie by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Sternstunde Philosophie

35 Listeners

Apropos – der tägliche Podcast by Tamedia

Apropos – der tägliche Podcast

24 Listeners

Literaturclub Interview by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Literaturclub Interview

3 Listeners