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Man sagt oft, Genies würden Grenzen sprengen. Im Falle von Anika Nilles trifft diese Aussage tatsächlich ins Schwarze. In der Welt des Schlagzeugs, wo so viele Talente oft im Hintergrund verschwinden, schafft es Nilles, selbst im Rampenlicht zu stehen und ihren individuellen Stil dabei stets beizubehalten.
Die in Aschaffenburg geborene Nilles wuchs als Tochter eines Schlagzeugers auf und fand früh ihren Weg zur Musik. Das Gespür für Takt und Rhythmus schien ihr in die Wiege gelegt – eine Gabe, die sie durch ihre eigene Leidenschaft und Entschlossenheit zur Meisterschaft verfeinerte. So sehr, dass sie sich längst international einen Namen gemacht hat und mit zahlreichen renommierten Auszeichnungen geehrt wurde. Sowohl an der Seite von Künstlern wie Jeff Beck als auch mit ihrer eigenen Band NEVELL begeistert sie auf Bühnen weltweit durch ihre beeindruckenden Klänge, Improvisationstalent und originellen Kompositionen.
Doch wie behauptet man sich in einer noch immer von Männern dominierten Schlagzeugwelt? Woher bezieht Nilles ihre musikalische Inspiration? Und wie essenziell ist es, gelegentlich musikalische Konventionen in Frage zu stellen? Auf diese und viele andere Fragen gab Anika Nilles in einem ausführlichen Interview mit Daniel Fürg interessante Antworten.
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Es begann als Pferderennen zur Feier einer royalen Hochzeit und mauserte sich zum größten Volksfest der Welt. Das Oktoberfest, liebevoll "Wiesn" genannt, lockt alljährlich Millionen von Besuchern nach München und ist eine organisatorische Meisterleistung. An der Spitze dieses Mammutprojekts steht Clemens Baumgärtner, Referent für Arbeit und Wirtschaft der Landeshauptstadt München und gleichzeitig Chef der Wiesn.
3,5 Wochen vor dem traditionellen "O'zapft is!" steigt die Anspannung, die Vorbereitungen gehen in die Endphase. Doch was bedeutet es wirklich, die Fäden des weltweit bekannten Oktoberfestes in der Hand zu halten? Welche Herausforderungen gilt es zu meistern, und wie bleibt das Fest trotz Modernisierungen seinem historischen Kern treu?
Im Gespräch mit Daniel Fürg gibt Baumgärtner spannende Einblicke in den Alltag des Wiesn-Chefs, reflektiert die Entwicklungen des Festes und spricht über Neuerungen des Jahres 2023. Er berichtet von der Balance zwischen Bewahrung und Neugestaltung, der steten Weiterentwicklung der Marke, ohne dabei seine tiefverwurzelten Traditionen zu vernachlässigen.
Das Oktoberfest steht für Bayern, für München, für Tradition und Gemeinschaft. Aber es steht auch für Wandel, kulturellen Austausch und internationale Beziehungen. In einem ausführlichen Gespräch zwischen Tradition und Moderne zeigt uns Baumgärtner, wie sich beide Pole miteinander verbinden lassen – und was uns in diesem Jahr auf der Theresienwiese erwartet.
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Ein Gebäude, so historisch und ehrwürdig wie das Wedekind-Haus in der Prinzregentenstraße 50 in München verlangt nach einem ebenso geschichtsträchtigen Innenleben. Als Serviceplan Ende der 1970er-Jahre seine Geschäftsräume hier bezog, war für den Agenturgründer Dr. Peter Haller schnell offensichtlich: Der Charme und die Geschichte dieser Räume würde durch plakative Eigenwerbung lediglich verblassen. Anstatt also die Errungenschaften aus der Arbeit des Unternehmens auszustellen, entschied er sich, den Grundstein für die heutige Sammlung Serviceplan zu legen.
Heute zieren mehr als 250 Werke – Bilder und Skulpturen, mit einem deutlichen Schwerpunkt auf der abstrakten Kunst ab 1945 – die Flure und Büros der Serviceplan-Gruppe. Dies ist nicht nur eine Galerie für die Mitarbeiter, sondern auch für die Öffentlichkeit zugänglich, ein Einblick in das ästhetische Feingefühl des Unternehmens und seines Gründers. Namen wie Anselm Kiefer, Georg Baselitz oder Gerhard Richter zeugen von der Qualität dieser Sammlung.
Doch diese Kunstsammlung erzählt auch eine persönliche Geschichte, die von Dr. Peter Hallers tiefer Leidenschaft für die Kunst handelt. Über die Jahre hinweg hat er nicht nur eine Sammlung aufgebaut, sondern sich selbst als Sammler und Kenner etabliert. Sein neuestes Werk, "ARTPERFORMANCE", das kürzlich veröffentlicht wurde, ist sowohl eine Reflexion dieser Reise als auch eine tiefe Auseinandersetzung mit dem, was Kunst tatsächlich ausmacht.
Wie unterscheidet man ein Meisterwerk von einem kommerziell erfolgreichen Bild? Welche Feinheiten gibt es beim Sammeln von Kunst? In einer tiefgreifenden Diskussion mit Daniel Fürg in der 100. Episode von Gin And Talk teilt Dr. Haller seine Gedanken und seine Leidenschaft.
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In jüngster Zeit hat die AfD in den Umfragewerten bundesweit erheblichen Zuwachs erfahren, sodass sie den Werten von SPD und Union bedrohlich nahekommt. Dieses Phänomen wirft ein Schlaglicht auf eine tiefgreifende gesellschaftliche Malaise in Deutschland. Die Entfremdung zwischen Bürgern und ihrer Regierung wächst, während sich die Anziehungskraft populistischer Versprechungen intensiviert. Die AfD versteht es, mit vermeintlich klaren Antworten auf komplexe Fragen zu punkten, wobei die antidemokratischen und rechten Tendenzen innerhalb der Partei allzu oft in den Hintergrund treten. Es ist, als ob ein politischer Rechtsruck, gleich einem Virus, das seinem Wirt eine verführerische Zukunft vorgaukelt, immer deutlicher in der politischen Landschaft hervortritt.
Helmut Markwort, Medienunternehmer, Journalist und Politiker, sieht das Problem vor allem in einem Mangel an überzeugenden Lösungen der Ampel-Koalition. Im Alter von 86 Jahren kandidiert Markwort erneut für den Bayerischen Landtag und möchte seine Partei, die FDP, bei der Stimmenakquise unterstützen. Besonders wenn es um das heikle Thema der Migration und der damit verbundenen Herausforderungen geht, sieht Markwort Defizite in der aktuellen Politik.
In einem ausführlichen Gespräch mit Daniel Fürg nimmt Markwort Stellung zu den drängenden Krisen unserer Zeit. Wie beurteilt der FOCUS-Gründungschefredakteur die politische Entwicklung in Deutschland? Welche Rolle schreibt er den Medien in diesem Kontext zu? Und wie sieht er die weltpolitischen Spannungen zwischen den USA, China, Russland und Europa?
Die Antworten auf diese und viele weitere Fragen geben Einblick in das Denken eines Mannes, der lange Jahre die mediale und politische Szene mitgeprägt hat. Sie bieten zugleich eine Reflexion über die gegenwärtigen Verwerfungen in der deutschen Politiklandschaft und werfen Fragen auf, die weit über den aktuellen Wahlkampf hinausgehen.
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Zu Beginn des 20. Jahrhunderts mobilisierte der Erfinder und Energiepionier Oskar von Miller Mitstreiter für eine damals äußerst innovative und kühne Idee: Er plante ein technisch-naturwissenschaftliches Museum zur "Volksbildung und Volksbelustigung" zu errichten. Diese Vision wurde im Jahr 1925 zur Realität, als das Deutsche Museum auf der Museumsinsel in München seine Pforten öffnete.
Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich das Museum zu einer der weltweit größten Einrichtungen seiner Art und zog unzählige Besucherinnen und Besucher aus aller Welt an. Die vielfältigen Ausstellungen inspirierten Tausende und legten bei vielen jungen Menschen den Grundstein für ihre spätere berufliche Laufbahn. Im Jahr 2004 übernahm Prof. Dr. Wolfgang M. Heckl den Posten des Generaldirektors und treibt seither die Modernisierung des Hauses voran. Vor etwa einem Jahr wurde die erste Hälfte des "neuen" Deutschen Museums eröffnet, die Vollendung des Umbaus der zweiten Hälfte wird in einigen Jahren erwartet.
Die aufwändig neu gestalteten Ausstellungen sorgen seitdem für Begeisterung und setzen neue Maßstäbe in der Gestaltung von vergleichbaren Museen. Doch wie führt man ein überwiegend analoges Museum in das digitale Zeitalter? Welche Relevanz haben Museen in der heutigen Zeit überhaupt noch? Und welche Rolle können sie bei der wichtigen Aufklärungsarbeit im Zuge des technologischen Wandels einnehmen? Auf diese und viele weitere Fragen gab Prof. Dr. Wolfgang M. Heckl in einem ausführlichen Gespräch mit Daniel Fürg Antworten.
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Simon Gosejohann ist vor allem als Schauspieler, Entertainer und Moderator bekannt. Über seine Rolle als Vater ist hingegen nicht allzu viel bekannt - obwohl er diese natürlich überaus ernst nimmt. Seit einigen Wochen nimmt er sie sogar so ernst, dass er mehr darüber erfahren möchte, wie Kinder eigentlich ihre Eltern sehen - und warum sie oft als uncool empfunden werden. In seinem Podcast "How to Dad" spricht er deshalb regelmäßig mit jungen Menschen darüber, was sie sich von ihren Eltern wünschen, was aus ihrer Sicht wirklich wichtig ist und was wir Erwachsenen ganz allgemein besser machen könnten.
Wie wird man also ein wirklich guter Vater, der nicht cringe ist? Wie steht es um das Bildungssystem in unserem Land? Was bringt ein Lehrplan, wenn das darin enthaltene Wissen ohnehin in Sekundenschnelle via ChatGPT abrufbar ist? Welche Rolle spielt die Politik dabei? Und wie können wir alle endlich wieder mehr Verantwortung für die Demokratie übernehmen? Auf diese und viele weitere Fragen hat Simon Gosejohann in einem ausführlichen Gespräch geantwortet.
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Die allermeisten von uns essen gerne frischen Fisch. Ihn zu bekommen, ist aber gar nicht so einfach. In München ist Fisch Witte auf dem weltberühmten Viktualienmarkt die richtige Anlaufstelle. Seit 1985 sorgt Hella Witte zusammen mit ihrem Mann dafür, dass die besten Fischsorten aus der ganzen Welt verfügbar sind - ganz nach ihrem Motto "If it swims - we have it!". In ihrem ersten Buch "Fischverliebt" hat sie nicht nur ihre liebsten Fischgerichte festgehalten, sondern auch die Geschichte ihres Unternehmens dokumentiert.
Im Laufe der Jahrzehnte hat sich viel verändert. Die Lieferwege sind schneller und effizienter geworden, die Zubereitungsmethoden haben sich weiterentwickelt, und heutzutage ist Nachhaltigkeit ein unverzichtbares Thema. Um insbesondere diesem Aspekt gerecht zu werden, hat Fisch Witte ein eigenes Nachhaltigkeits- und Verantwortungssiegel entwickelt, mit dem Lieferanten ausgezeichnet werden, sofern sie alle Anforderungen erfüllen.
Doch wie findet man nun den besten Fisch? Woran sollte man beim Einkauf achten? Und wie bereitet man ihn am besten zu? Wie passt Fisch überhaupt mit Nachhaltigkeit zusammen? Auf all diese Fragen hat Hella Witte in einem ausführlichen Gespräch direkt auf dem Viktualienmarkt in München geantwortet.
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Sven Regener hat es geschafft, in gleich zwei kreativen Bereichen beeindruckenden Erfolg zu erlangen - eine wahre Seltenheit. Als langjähriger Sänger und Songwriter ist er eine feste Größe im Musikgeschäft und hat kürzlich mit seiner Band Element of Crime das 15. Studioalbum veröffentlicht. Gleichzeitig hat er als Autor mehrere Romane verfasst, von denen Millionen Exemplare verkauft wurden, darunter der Bestseller "Herr Lehmann".
Die Ursprünge von Element of Crime reichen zurück bis in die aufregende Zeit der späten 1980er Jahre, als die Berliner Musikszene von künstlerischem Aufbruch und gesellschaftlichem Wandel geprägt war. Mit Sven Regener als Frontmann entwickelte sich die Band zu einer einzigartigen Formation, die Genre-Grenzen sprengte und einen ganz eigenen Stil kreierte. Die Verbindung aus melancholischen Texten und eingängigen Melodien verlieh Element of Crime einen unverwechselbaren Klang, der bis heute treue Fans anzieht.
In unserem ausführlichen Gespräch erläuterte Sven Regener, wie er seine Kreativität in beiden Bereichen aufrechterhält und wie sich die Arbeitsweise für die Musik von der für seine Bücher unterscheidet. Er gewährte uns Einblicke in den Zusammenhalt der Band und seine Ansichten darüber, wie man mit Erfolg umgehen sollte. Ein Gespräch über Melancholie, kreative Arbeit und die Bedeutung von Kunst.
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Narzissmus scheint immer mehr Menschen zu beschäftigen - und zwar aus zwei Perspektiven: Die der Patienten und die derjenigen, die mit Narzissten zusammenleben oder arbeiten müssen. In den vergangenen Jahren hat sich das Bewusstsein rund um dieses psychologische Phänomen deutlich verstärkt. Das liegt nicht zuletzt auch an der Arbeit von Dr. Pablo Hagemeyer, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, der eine ganze Reihe von kurzweiligen, einfach zu verstehenden Bestsellern rund um das Thema geschrieben hat.
Gerade erst hat er gleich zwei neue Bücher veröffentlicht. In "Verachtung" erklärt er, wie bösartiger Narzissmus entsteht und wie wir dagegen vorgehen können. Mit "Endlich klarkommen mit deiner Angst" hat er eine Art Arbeitsbuch für einen besseren Umgang mit der Angst vorgelegt.
Wann werden narzisstische Charakterzüge also gefährlich? Wie identifizieren wir Menschen mit narzisstischen Persönlichkeitszügen in unserem Umfeld? Und wie können wir uns vor ihren manipulativen Neigungen schützen? Ein Gespräch über Psychologie, zwischenmenschliche Beziehungen und Verachtung.
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Hass ist in sozialen Netzwerken längst ein erschreckend normales Phänomen. Wer vor dem Bildschirm sitzt, scheint keine Scham oder Scheu zu verspüren - und postet, was auch immer gerade in den Sinn kommt. Was man einer anderen Person offline nie sagen würde, landet so schnell in den digitalen Kommentarspalten. Und ja, mit Kritik müssen wir alle umgehen - online wie offline. Wenn diese aber zu Hatespeech wird, wenn es beleidigend, drohend, verletzend wird, sollten bei uns allen auch in der Onlinewelt die Alarmglocken läuten.
Sawsan Chebli hört diesen Alarm recht oft. 1978 in West-Berlin geboren, lebte sie mit ihrer Familie 15 Jahre als Staatenlose, bevor sie schließlich die deutsche Staatsbürgerschaft bekam. Die studierte Politikwissenschaftlerin trat 2001 in die SPD ein und durchlief danach diverse Stationen in Büros von Bundestagsabgeordneten. Einer größeren Öffentlichkeit wurde sie bekannt, als sie Frank-Walter Steinmeier im Jahr 2014 als stellvertretende Sprecherin in das Auswärtige Amt holte. Von 2016 bis 2021 war sie die Bevollmächtigte des Landes Berlin beim Bund und Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement und Internationales. Als sie sich vor einigen Jahren dazu entschloss, soziale Netzwerke, insbesondere Twitter, zu nutzen, kam sie das erste Mal mit digitalem Hass in Kontakt.
In ihrem Buch „LAUT“ schreibt sie darüber, wie ernst die Situation tatsächlich ist, welche Folgen Cybergewalt haben kann und appelliert dabei an uns alle, laut und deutlich gegen Hass und für friedlichen, demokratischen Austausch einzustehen und entschieden Zivilcourage zu
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