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Wo verortet man die eigene Heimat, wenn man das Geburtsland im Kindesalter verlassen muss? Negah Amiri floh mit ihrer Familie im Alter von elf Jahren aus dem Iran und lebt seither in Deutschland. Als Standup-Comedienne begeistert sie seit vielen Jahren ihr Publikum auf Bühnen, im Fernsehen oder in sozialen Netzwerken. Dabei verarbeitet sie nicht zuletzt auch immer wieder die kulturellen Unterschiede und Besonderheiten zwischen ihrer alten und ihrer neuen Heimat. Neben all der humoristischen Auseinandersetzung mit diesem Themenspektrum macht sie immer wieder aktiv auf die katastrophale Situation im Iran aufmerksam und ruft zur Unterstützung auf.
Erst kürzlich startete Amiri zusammen mit der Psychotherapeutin, Autorin und Coachin Dr. Myriam Vorderwülbecke, kurz Dr. Myri, ein eigenes Podcast-Format. In "Ich fühle was, was du nicht siehst", gehen die beiden Co-Moderatorinnen psychologischen Fragen auf den Grund - und decken dabei immer wieder Themen auf, die Negah Amiri immer wieder persönlich beschäftigen. Denn neben all der Comedy kochen auch bei ihr Themen aus Kindheit und Jugend immer wieder hoch.
Wie schafft man also den Spagat zwischen ernsten, traurigen und amüsanten Themen? Ein kurzweilig intensives Gespräch über Comedy, Heimat, Prägung und Psychologie.
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Über viele Jahre hinweg hat Marcus John Henry Brown auf verschiedenen Veranstaltungen mit seinen Performances begeistert. Er hat Businesskonferenzen mit Stücken gehackt, die eigentlich reif für eine echte Theaterbühne waren. Vor einigen Monaten hat er verkündet, erst einmal eine kreative Pause von der Kunst zu machen - und sich darauf konzentrieren möchte, anderen Menschen dabei zu helfen, sich und ihre Inhalte besser auf der Bühne zu präsentieren.
Mit seinem Programm Speakery analysiert und optimiert er nun die Präsentationen seiner Schützlinge - und lernt dabei viel über die unterschiedlichsten Persönlichkeiten, ihre Beweggründe und Traumata. Dabei spielen auch mentale Verletzungen immer wieder eine große Rolle. Ein Thema, mit dem sich Marcus John Henry Brown auch selbst sehr gut auskennt - sein letztes Stück "The Hustle Royale" thematisierte Probleme mit mentaler Gesundheit, die der Künstler in seiner Vergangenheit selbst durchlebte. Ein Gespräch über Emotionen, Ehrlichkeit, Mut und Verletzlichkeit.
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Bildung wird immer mehr zu einem Zweiklassensystem - auch in Deutschland. Wer es sich leisten kann, schickt seinen Nachwuchs auf private Bildungseinrichtungen. Wenn das Einkommen der Familie dafür nicht ausreicht, bleiben öffentliche Schulen, die bis auf wenige Leuchtturmprojekte noch immer in den analogen Bildungswelten des letzten Jahrhunderts gefangen sind. Innovation im Bildungssystem ist schwierig - und das obwohl man schon vor mehr als vierzig Jahren von der Notwendigkeit einer Bildungsrevolution gesprochen hat.
Diese ist bisher offensichtlich ausgeblieben. Stephanie zu Guttenberg, selbst Digitalexpertin, Autorin und Mutter, hat sich mit der Problematik intensiv beschäftigt. In ihrem aktuellen Buch "Wir können das besser!" geht sie dem Thema auf den Grund und zeigt, wie Bildung in einer digitalisierten Welt funktionieren könnte - wenn man denn zur Veränderung bereit wäre.
Doch was genau müsste geschehen, damit wir ein zukunftsfähiges Bildungssystem bauen können? Wie gut ist Deutschland im internationalen Vergleich aufgestellt? Was könnten wir von unseren europäischen Nachbarn lernen? Ein Gespräch über verdrängte Probleme, verpasste Chancen und die Auswirkungen auf unsere wirtschaftliche Zukunft.
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Emotionen offen zu zeigen, ist nicht immer einfach - erst recht nicht im beruflichen Umfeld. Noch viel zu oft wird es mit dem Zeigen von Schwäche und Verletzlichkeit gleichgesetzt. Auch ernst gemeintes Mitgefühl für andere zu haben, scheint vielen eher hinderlich bei der Karriereplanung. Tatsächlich sorgen diese beiden Faktoren in Kombination für ein äußerst toxisches Arbeitsklima und wir sollten dieses Denken endlich einmal hinter uns lassen.
Über genau diese Themen schreibt Magdalena Rogl in ihrem aktuellen Buch "MitGefühl". Sie ist Expertin für Diversität und Inklusion, kümmert sich um diese Themen derzeit bei Microsoft in Deutschland. Sie bezeichnet sich selbst als emotionaler Mensch und zeigt offen, was sie fühlt - auch im Job. Das war für sie als Quereinsteigerin nicht immer einfach. Lange hatte sie mit dem Imposter-Syndrom zu kämpfen, fühlte sich wie eine Hochstaplerin. Heute ist sie vor allem Vorbild für ein gleichberechtigtes, förderndes und mitfühlendes Miteinander im Berufsalltag.
Doch wie können wir Unternehmenskultur in dieser Hinsicht wirklich positiv beeinflussen? Wozu führt das offene Zeigen und Leben von Emotionen im Job? Und welchen Einfluss hatte die Pandemie auf all diese Themen? Ein Gespräch über Gefühle, Vielfalt und Empathie.
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Was können wir eigentlich aus den niemals zu enden scheinenden Konflikten des Nahen Ostens für den gegenwärtigen Krieg in der Ukraine lernen? Magdi Gohary ist Friendsaktivist, Zeitzeuge und Nahost-Experte. Sein ganzes Leben verbrachte er damit, Brücken zwischen Menschen zu bauen und Konflikte friedlich zu lösen. 1941 in Ägypten geboren, kam er als junger Mann nach Europa und wurde dort schnell aktiver Teil der Friendsbewegung. Eine Bewegung, die sich vor allem in einer Sache sicher war: Es sollte nie wieder zu einem Krieg kommen.
Einige Jahrzehnte später tobt nun doch wieder ein Krieg in Europa. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine sorgt nun schon seit einem Jahr für grauenhafte Nachrichten. Doch wie lässt sich eine friedliche Lösung mit Russland finden? Gohary ist überzeugt davon, dass moderierte Verhandlungen helfen könnten, dass man die Interessen beider Länder neutral und unvoreingenommen auf den Tisch legen und diskutieren müsste.
Doch welche Rolle spielen dabei rationale Interessen, wenn die Irrationalität längst Oberhand gewonnen zu haben scheint? Wie führt man Gespräche mit einem von Ideologie geprägten Diktator? Im ausführlichen Gespräch versucht Gohary hierzu Antworten zu finden.
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Der gebürtige Oldenburger Daniel Schütz hat sich als Jeremy Fragrance in den vergangenen Jahren eine beeindruckende Marke mit unglaublicher Reichweite aufgebaut. Über sechs Millionen Follower allein auf TikTok, weitere zwei Millionen auf YouTube und Hunderttausende auf Instagram: Das hat aus Deutschland heraus sonst kaum ein anderer geschafft. Als Parfuminfluencer spricht er über Düfte und vermarktet auch seine ganz eigenen Kreationen - ein überaus erfolgreiches Geschäftsmodell.
Erst kürzlich war er Teilnehmer bei Promi Big Brother und ist seither quasi omnipräsent in den Medien zu sehen - ein weiterer Boost für seine Reichweite, den er geschickt für sich zu nutzen weiß. Doch was möchte er noch erreichen? Welche Ziele hat er sich selbst noch gesetzt? Und wie viel Daniel Schütz steckt eigentlich in Jeremy Fragrance? Ein Gespräch über Energie, Inspiration und Fokus.
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Eigentlich hat Johannes Müller einen mehr oder weniger normalen Corporate-Job. Seine Urlaubs- und Freizeittage nutzt der passionierte Fotograf jedoch seit mehr als zehn Jahren, um in Kriegs- und Krisengebiete zu reisen. Nicht als Hobby, sondern als Passion und der nötigen Professionalität war er so als offiziell akkreditierter Kriegsfotograf an vielen Orten, die den meisten von uns bestenfalls aus den Nachrichten bekannt sind.
Gerade erst kommt er von einer Reise aus der nordirakischen Grenzregion zurück. In der autonomen Region Kurdistan hat er sich mit iranischen Flüchtlingen getroffen, die sich nun zu Peschmerga-Kämpferinnen ausbilden lassen. Die Geschichten dieser mutigen Frauen hat Johannes Müller unter anderem in beeindruckenden Fotografien festgehalten.
Wie verändern solche Reisen und Erlebnisse eigentlich das eigene Weltbild? Warum fällt es uns im Westen oft so schwer, einen ganzheitlichen und unvoreingenommenen Blick auf den Nahen Osten zu haben? Und wie geht man mit der omnipräsenten Gefahr in solchen Gebieten um? Ein Gespräch über Frieden, Krieg, Mut und Motive.
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Kreativität ist ein wertvolles Gut und lässt gerade bei langfristigen Projekten über die Zeit hinweg gerne nach. Revolverheld ist hier ein erfrischendes Gegenbeispiel. Seit nunmehr 20 Jahren überrascht die Band rund um Frontmann Johannes Strate immer wieder mit neuen Titeln. Songs wie "Spinner", "Halt dich an mir fest" oder "Ich lass für dich das Licht an" dürfte hierzulande fast jeder mitsummen oder gar mitsingen können.
Doch wie bekommt man dieses Kreativitätslevel über zwei Jahrzehnte hinweg hin? Und wie bewahrt man sich gerade auch innerhalb der Band ein gutes, freundschaftliches Miteinander? Wir haben Johannes Strate in Hamburg getroffen, um mit ihm nicht nur über Revolverheld, sondern auch über sein Soloprojekt, über das Klima und über die anhaltenden Folgen der Pandemie für die Musikbranche zu sprechen. Auch sein neues Podcast-Projekt "Zuckerbrot und Kneipe - Der Papa Podcast", das er zusammen mit Freddy Radeke und Sebastian Ströbel vorantreibt, war Thema des Gesprächs.
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In unserer Gesellschaft führen mehr Menschen ein Leben im Nirgendwo, als wir es uns eingestehen wollen. Ausgrenzung, Anfeindung, fehlende Integration und Vorurteile machen es vielen mitten unter uns schwer, ein vollwertiger Teil eines Wirs zu werden. Michel Friedman, Jurist, Publizist und Philosoph, kennt dieses Problem nur zu gut. Als Sohn von Holocaust-Überlebenden wuchs er als Staatenloser auf, bekam erst als 18-Jähriger einen deutschen Pass.
In seinem neuesten Buch "Fremd" arbeitet er seine eigene Lebensgeschichte nun in eindrucksvoller und emotionaler, ja, schmerzhafter Form auf. Er macht deutlich, dass es für ihn bis heute kaum möglich ist, dazuzugehören, Teil von etwas Größerem als dem Individuum zu werden. Es ist ein mutiges Buch, das alle Hüllen fallen lässt, das die verletzliche Seite Friedmans mit all ihren Facetten zeigt - und damit eine gesellschaftliche, eine politische Botschaft sendet.
Doch wie übersteht man einen solch tief sitzenden Schmerz ein Leben lang, ohne daran zugrunde zu gehen? Wie geht man mit der Einsamkeit und den fast täglich neuen Spritzen des Hasses um? Ein Gespräch über Verletzung, Identität und den unbedingten Willen, die Welt zu retten.
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Fotoquelle: Gaby Gerster
Bars, Spelunken, Erwachsenenunterhaltung und Musik: St. Pauli hat schon immer seine ganz eigenen Geschichten geschrieben. Der Kiez rund um die Reeperbahn ist einzigartig und zieht alle erdenklichen Charaktere mit ihren ganz persönlichen, individuellen Lebens- und Leidensgeschichten an. Seit 1952 ist der Elbschlosskeller fester Bestandteil dieses Gesamterlebnisses. Die Bar am Hamburger Berg ist jeden Tag und rund um die Uhr geöffnet.
Daniel Schmidt ist seit mehr als zehn Jahren Wirt der Kneipe. Schon sein Vater stand hier hinter dem Tresen und sorgte dafür, dass auch wirklich jeder mit einem kühlen Getränk versorgt wird. Die Stammgäste, die teilweise sogar vor Ort schlafen oder den Keller gar als ihre Meldeadresse angeben, sind für Daniel längst Familie geworden. Er hilft, wo er kann - ganz egal, wie schlimm oder unglaublich die Schicksale auch sind.
In seinen Büchern "Elbschlosskeller: Kein Roman" und "KIEZ. Kein Roman" beschreibt Daniel Schmidt seine Erlebnisse, seine Begegnungen und Erfahrungen aus einem Leben auf und neben der Reeperbahn. Im Gespräch verrät er, warum es ihm so wichtig ist, zu helfen und warum er sich selbst keinesfalls als Samariter sieht. Ein Gespräch über Schmerz, Hoffnung, Verlust und Sucht.
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