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Spätestens seit der Legislaturperiode von Donald Trump wissen wir, dass wir uns um die poetischen Machtverhältnisse und gesellschaftlichen Strukturen in den USA sorgen müssen. Mit rechtskonservativen Strömungen und ihre Ausbrüche haben wir uns in den vergangenen Jahren immer wieder intensiv beschäftigt, doch dass es auch eine eher linksmotivierte Gefahr gibt, wird meist unterschätzt oder gar nicht erst erwähnt.
René Pfister ist Journalist und leitet als Korrespondent das SPIEGEL-Büro in Washington. In seinem neuen Buch "Ein falsches Wort" beschreibt er, wie eine linke Ideologie aus Amerika unser aller Meinungsfreiheit bedroht - und welche Folgen das schließlich auch hierzulande haben könnte.
Was darf noch gesagt werden? Was ist tabu? Welchen Einfluss hat die Cancel Culture auf die Demokratie? Ein Gespräch über das Auseinanderdriften der US-amerikanischen Gesellschaft, die Verhärtung linker und rechter Fronten und darüber, was das alles für uns bedeuten könnte.
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Michael Brandner zählt zu den wohl meist beschäftigten Schauspielern der Nation. In mehr als 200 Film- und Fernsehproduktionen hat er in seiner bisherigen Laufbahn mitgewirkt. Die Erfolgsserie "Hubert ohne Staller" geht inzwischen in die zehnte Staffel und auch George Clooney hat in "Monuments Men" Gefallen an seiner Arbeit gefunden. Mit "Kerl aus Koks" veröffentlicht der Brandner nun seinen ersten Roman - und verarbeitet darin seine nicht immer ganz einfache, in jedem Fall aber überaus interessante Kindheit und Jugend.
Der Roman ist mit seinen biografischen Zügen fröhlich, zuweilen unglaublich und doch ganz echt vom Mut zum Möglichen und vom Zulassen des Glücks im Nachkriegsdeutschland geprägt. Er zeigt dabei auch die Diversität, die im Deutschland der 1950er-Jahre herrschte - mit ganz unterschiedlichen Welten, je nachdem, in welcher Region man sich gerade befand.
Wie geht man damit um, wenn man von der eigenen Mutter in den ersten Lebensjahren quasi verstoßen und später wieder zurückgeholt wird? Welche Rolle spielte der Stiefvater in Michael Brandners Leben? Und wie fühlt es sich an, wenn man all die Erinnerungen nach all den Jahrzehnten noch einmal komprimiert aufleben lässt? Ein intensives Gespräch über Prägung, Heimat und Verantwortung.
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Kommt nach all den guten Jahren nun eine Ära der kaum enden wollenden Krisen auf uns zu? Pandemie, Krieg und Klimawandel lassen das fast vermuten. Doch bei all den negativen Dingen, die gerade geschehen, müssen wir in die Zukunft blicken und sinnvolle Lösungen für diese Herausforderungen finden. Gerade der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hat uns vor Augen geführt, dass der Frieden und Wohlstand, den wir so lange genießen durften, alles andere als selbstverständlich ist. Das führt zu grundlegenden Veränderungen – auch im Hinblick auf die Sicherheits- und Verteidigungspolitik in Deutschland.
Maria-Agnes Strack-Zimmermann prägt genau diese Veränderungen maßgeblich mit. Die FDP-Politikerin ist Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Deutschen Bundestag – und ihr Alltag hat sich seit dem 24. Februar 2022 radikal verändert. Die von Bundeskanzler Olaf Scholz ausgerufene Zeitenwende und das damit verbundene Sondervermögen für die Aufrüstung der Bundeswehr ist eine Kehrtwende in der deutschen Verteidigungspolitik. Doch ist das wirklich genug? Und wie sehr müssen wir uns tatsächlich um die Sicherheit in Europa sorgen?
Mit diesen Fragen setzt sich Marie-Agnes Strack-Zimmermann täglich intensiv auseinander. Im ausführlichen Gespräch spricht sie mit uns über die Krisen unserer Zeit und die Notwendigkeit einer verteidigungsfähigen Bundeswehr.
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Bei all den Probleme, die wir gerade täglich in den Nachrichten und in unserem direkten Umfeld mitbekommen, kann man schnell einmal den Überblick und den Optimismus verlieren. Krieg, Pandemie, Wirtschaftskrise, Klimawandel - die Komplexität unserer Zeit scheint immer weiter zuzunehmen. Das führt vielfach auch zu einer inhaltlichen Spaltung unserer Gesellschaft. Die einen flüchten sich in Fake News, die anderen in Pessimismus und Resignation, wieder andere werden nicht müde Vorwürfe gegen alles und jeden zu formulieren.
Dabei könnten wir so vieles viel besser lösen, wenn wir gesamtgesellschaftlich an die Probleme herangehen würden. Wenn wir gemeinsam nach Lösungen suchen würden. Doch das scheint eine kaum zu erreichende Utopie zu sein - meint auch Schriftsteller Jan Weiler, der am 05. Juli 2022 auf dem 48forward Festival für die allererste Live-Aufzeichnung von Gin And Talk zu Gast war.
Jan Weiler kennt sich bestens mit den Wehwehchen und Befindlichkeiten unserer Gesellschaft aus. Er ist seit Jahre eine Art stiller Beobachter des Geschehens und produziert aus dem Erlebten regelmäßig neue Bücher, die in fast gleicher Regelmäßigkeit zu Bestsellern werden. Was können wir also tun, um mit den Problemen besser umzugehen? Und wie schreibt man eigentlich ein erfolgreiches Buch?
Alle Informationen rund um das 48forward Festival gibt es unter:
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In den vergangenen fünf Jahren war es still um die Sportfreunde Stiller. Peter, Flo und Rüde haben sich dazu entschlossen, eine Pause einzulegen - mit ungewissem Ausgang. Niemand wusste, wie und ob es weitergehen wird. Und das ausgerechnet bei einer Band, die zu den beliebtesten und bekanntesten der Nation gehört. Ihre Songs haben sich in die Köpfe ihrer Fans förmlich eingebrannt. "New York, Rio, Rosenheim", "Ein Kompliment", "Applaus, Applaus", "Das Geschenk" - es gibt wohl kaum einen Titel, den nicht jeder irgendwie mitsingen kann.
Vor knapp zwei Jahren haben sich die Sportfreunde dann wieder zusammengesetzt und entschieden, dass es weitergehen soll. Vor wenigen Wochen erschien nun der erste Song "I'm Allright!" und auch das Album "Jeder nur ein X" folgt in Kürze. Auch die ersten Auftritte gab es wieder - unter anderem bei Rock im Park und Rock am Ring.
Doch wie findet man nach einem derart harten Cut wieder zueinander? Wie hat sich die Musik der Sportfreunde in diesen fünf Jahren entwickelt? Was machen sie heute anders, was haben sie aus ihrem ersten Bandleben gelernt? Eine Menge Fragen, die Florian Weber und Rüdiger Linhof ausführlich beantwortet haben.
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Vor etwas mehr als 120 Tagen läutete Wladimir Putin mit seinem unentschuldbaren und brutalen Überfall auf die Ukraine eine Zeitenwende ein - für Russland, für die Ukraine, für Europa und die ganze Welt. Über Monate und Jahre hinweg haben wir hierzulande, auch politisch, nicht wahr haben wollen, dass es zu diesem Moment wirklich kommen würde. Selbst wenige Wochen vor dem Einmarsch glaubten nur die wenigsten an das, was wenig später grausame Realität wurde.
Seit dem 24. Februar 2022 erreichen uns tagtäglich neue Schreckensmeldungen über den Krieg in der Ukraine. Und mit diesem Krieg kommen viele weitere Folgen, die bestehende Konflikte anheizen, bedrohliche Situationen verschärfen, Missstände und Unglück in vielen Regionen der Welt größer werden lassen.
Omid Nouripour kennt sich mit diesen Themen bestens aus. Der im Iran geborene Politiker ist seit 2006 Mitglied des Deutschen Bundestages und setzt sich intensiv für Außen- und Sicherheitspolitik ein. Seit Februar diesen Jahres ist er zusammen mit Ricarda Lang, zudem Bundesvorsitzender von Bündnis 90/die Grünen.
Welche Folgen hat der Krieg in der Ukraine für unser aller Zukunft? Was bedeutet er ganz konkret für Europa? Weshalb scheinen sich die Krisen in den vergangenen Monaten und Jahren immer stärker zu multiplizieren? Und wie viel Optimismus sollten wir uns bei all dem Schrecken bewahren? Diese und viele weitere Fragen hat Omid Nouripour im ausführlichen Gespräch beantwortet.
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Hannes Ringlstetter ist Musiker, Kabarettist, Schauspieler, Moderator und Autor - oder, wie er es selbst zusammenfassen würde: Entertainer. In seiner Show "Ringlstetter" begrüßt er seit 2016 wöchentlich inspirierende Gäste im Bayerischen Fernsehen und diskutiert eine immer wieder beeindruckende Bandbreite an Themen. Mit seiner Band tourt er gerade wieder durch das Land - und ist überglücklich, dass Konzerte vor Publikum endlich wieder möglich sind.
Nach mehr als zwei Jahren Pandemie fühlen sich Auftritte für ihn heute wieder wie ein echter Neubeginn an. Das hat gute, aber auch schlechte Aspekte. Zu Letzteren gehört für Ringlstetter ganz persönlich, dass sich das Lampenfieber wieder zurückgemeldet hat.
Doch welche Profession ist dem gebürtigen Niederbayern eigentlich am liebsten? Und auf welche könnte er niemals verzichten? Was macht für ihn ein wirklich gutes Gespräch aus? Und welche Vorhaben stehen noch auf seiner ganz persönlichen, beruflichen Bucketlist? Diese und viele weitere Fragen hat Hannes Ringlstetter im ausführlichen Gespräch beantwortet.
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Fotoquelle: Sonja Herpich
In den USA ist die Netflix-Serie Queer Eye schon seit 2018 ein großer Erfolg. Kein Wunder also, dass der Start der deutschen Version hierzulande mit großer Vorfreude erwartet wurde. Vor einigen Wochen war es dann endlich so weit und die deutschen Fab Five, ein Team von fünf queeren Coaches, helfen den Kandidaten und Kandidatinnen seither, ihr Leben in unterschiedlichen Bereichen zu verbessern.
Leni Bolt ist Teil dieser Fab Five und unterstützt die Kandidat:innen in den großen Fragen des Lebens, bei ihren Ängsten und Problemen, aber auch bei ihrem Self-Image. Im normalen Leben arbeitet sie als Work-Life-Coach und definiert ihre Sexualität selbst als non-binär. Sie kämpft für eine offenere Gesellschaft, die ohne Vorurteile und Anfeindungen auskommt - eine Mission, die leider nach wie vor überaus relevant ist.
Wie wird man eigentlich Coach? Warum sind wir in Sachen Work-Life-Balance nach wie vor so schlecht? Und wie geht man mit intoleranten Menschen um, die noch immer in antiquierten Schubladen denken? Fragen, die Leni Bolt im ausführlichen Gespräch beantwortet hat.
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Fotoquelle: Kim-Lena Sahin
Von Bregenz nach New York ist es ein weiter Weg, doch für Stefan Sagmeister war es der einzig Richtige. Heute ist er einer der erfolgreichsten und bedeutendsten Designer unserer Zeit. Er hat Plattencover für die Rolling Stones, die Talking Heads, Lou Reed, Aerosmith und Jay-Z gestaltet - und wurde dafür sechs Mal für den Grammy nominiert, den er schließlich zwei Mal gewann. Später verabschiedete er sich von den Platten und setzte zahlreiche Projekte für unterschiedlichste Kunden um.
Zu seinem Werk zählt auch ein Dokumentarfilm über Glück. "The Happy Film" zeigt verschiedene Wege zum Glück, die Sagmeister empfohlen bekam und selbst ausprobierte. Er verfasste zudem eine Reihe von Büchern und setzt immer wieder Ausstellungen um, die international zu sehen sind. Sein aktuelles Projekt "Beautiful Numbers" beschäftigt sich mit der Langzeitbetrachtung globaler gesellschaftlicher und kultureller Trends - und steht damit in Kontrast zu unserer immer schnelllebigeren Welt, die immer nur den Moment betrachtet.
Was macht gutes Design eigentlich tatsächlich aus? Was ist der Unterschied zwischen Design und Kunst? Und wie bekommt Stefan Sagmeister das mit der Kreativität nach so vielen Jahren immer noch in Perfektion hin? Diese und viele weitere Fragen beantwortet der Wahl-New-Yorker im ausführlichen Gespräch.
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Eko Fresh hat in seinem Leben schon so einiges mitgemacht. Er hat sich selbst und seine eigene Bekanntheit aus dem Nichts aufgebaut, war verhältnismäßig früh als Musiker erfolgreich - und war dadurch in jungen Jahren finanziell unabhängig. Ebenso schnell kamen dann aber auch die ersten Probleme mit Finanzen und Steuern. Im Rückblick ist er dankbar für die Learnings, die er aus diesen Erfahrungen ziehen konnte. Heute weiß er, wie er derartige Herausforderungen verhindern kann und setzt diese Erfahrungen neben seiner Karriere als Rapper nun auch erfolgreich als Unternehmer und Gründer ein.
Zusammen mit seinen drei Co-Foundern baut er das Startup Liefertürke auf. Und genau aus diesem Grund war Eko auch auf dem OMR Festival in Hamburg. Wir haben ihn dort getroffen, um mit ihm darüber zu sprechen, wie er auf die Idee kam, das Sortiment des türkischen Supermarkts per Lieferdienst bestellbar zu machen und herauszufinden, wie er die Startup-Bubble mit all ihren Gründern, Gründerinnen, Investoren und Investorinnen erlebt. Dabei ging es natürlich auch um sein Leben, um die Frage, wie es um Chancengleichheit in unserem Land steht und mit welchen Vorurteilen er bis heute immer wieder zu kämpfen hat.
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