Am 7. November 1775, vor 250 Jahren, kam der 26-jährige Goethe in Weimar an. Da wusste er noch nicht, dass er in dem thüringischen Residenzstädtchen bis zu seinem Lebensende bleiben sollte. Herzog Carl August, mit dem er sich in seiner Heimatstadt Frankfurt am Main angefreundet hatte – soweit es der Standesunterschied zuließ – hatte ihn eingeladen, um das kleine, aber nicht unbedeutende Territorium voranzubringen. Durch sein Prestige als Bestseller-Autor des "Werther", aber auch durch seine Tätigkeit in Politik und Verwaltung, der er zeitlebens, mal mehr oder weniger intensiv nachging.
Wie stand Goethe zur den großen politischen Umwälzungen seiner Zeit, zu Revolution und Reformen? War Goethe eher progressiv oder konservativ? Und wie stand er zu Napoleon und den wild auftrumpfenden national-demokratischen Studenten, die sich vor seiner "Haustür" an der Universität Jena aufrührerische Reden schwangen. Darüber hat MDR KULTUR-Redakteur Stefan Nölke mit dem Literaturkritiker Thomas Steinfeld gesprochen, der im Rowohlt Verlag eine lesenswerte Biografie vorgelegt hat: "Goethe – Porträt eines Lebens, Bild einer Zeit".
Verfügbar bis 1. November 2026