
Sign up to save your podcasts
Or


Vor der Bundestagswahl war Alice Weidel Dauergast in Talkshows. Die AfD-Fraktions- und Parteichefin konnte da oft unwidersprochen Lügen verbreiten. Verwiesen wurde in vielen dieser TV-Formate lediglich auf einen Faktencheck, der teils erst am Tag nach der Ausstrahlung veröffentlicht wurde. Versuche von Moderatoren zu widersprechen, scheiterten regelmäßig. Bei der Wahl ist die AfD zur zweitstärksten Kraft geworden.
Haben auch seriöse Medien dazu beigetragen, die Partei zu normalisieren, weil ihr zu viel Beachtung geschenkt wurde? Wie mit der AfD umgehen? Ignorieren und ausgrenzen? Entlarven und sich darüber empören? Oder schlicht sachlich bleiben? Der Medienwissenschaftler Tanjev Schultz wirbt für einen Mix, aber auch für klare Kante: "Bestimmte Dinge gehen einfach nicht, nicht in diesem Stil und nicht mit diesen Politikern."
Tanjev Schultz ist Professor für Journalistik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und beschäftigt sich seit langem mit der Aufmerksamkeitsökonomie der Rechtsextremen. Die AfD habe versucht, sich als harmloser darzustellen, als sie tatsächlich sei. Gleichzeitig setzte sie gezielte Provokationen ein, um den öffentlichen Diskurs in ihre Richtung zu verschieben. Es sei ein schmaler Grat zwischen Informationsvermittlung und Normalisierung von Rechtsextremen.
Zum Weiterlesen
Das Selbstverständnis der SZ-Redaktion können Sie hier nachlesen.
Wir sind Ihnen dankbar, wenn Sie hier an der Umfrage unter sz.de/thema-umfrage zur Zukunft des Recherchepodcasts "Das Thema" teilnehmen.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Lilli Braun, Clara Andersen, Leopold Zaak, Johannes Korsche
Produktion: Jakob Arnu
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über ZDF, ARD.
Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere
Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER
By Süddeutsche Zeitung4.7
3232 ratings
Vor der Bundestagswahl war Alice Weidel Dauergast in Talkshows. Die AfD-Fraktions- und Parteichefin konnte da oft unwidersprochen Lügen verbreiten. Verwiesen wurde in vielen dieser TV-Formate lediglich auf einen Faktencheck, der teils erst am Tag nach der Ausstrahlung veröffentlicht wurde. Versuche von Moderatoren zu widersprechen, scheiterten regelmäßig. Bei der Wahl ist die AfD zur zweitstärksten Kraft geworden.
Haben auch seriöse Medien dazu beigetragen, die Partei zu normalisieren, weil ihr zu viel Beachtung geschenkt wurde? Wie mit der AfD umgehen? Ignorieren und ausgrenzen? Entlarven und sich darüber empören? Oder schlicht sachlich bleiben? Der Medienwissenschaftler Tanjev Schultz wirbt für einen Mix, aber auch für klare Kante: "Bestimmte Dinge gehen einfach nicht, nicht in diesem Stil und nicht mit diesen Politikern."
Tanjev Schultz ist Professor für Journalistik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und beschäftigt sich seit langem mit der Aufmerksamkeitsökonomie der Rechtsextremen. Die AfD habe versucht, sich als harmloser darzustellen, als sie tatsächlich sei. Gleichzeitig setzte sie gezielte Provokationen ein, um den öffentlichen Diskurs in ihre Richtung zu verschieben. Es sei ein schmaler Grat zwischen Informationsvermittlung und Normalisierung von Rechtsextremen.
Zum Weiterlesen
Das Selbstverständnis der SZ-Redaktion können Sie hier nachlesen.
Wir sind Ihnen dankbar, wenn Sie hier an der Umfrage unter sz.de/thema-umfrage zur Zukunft des Recherchepodcasts "Das Thema" teilnehmen.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Lilli Braun, Clara Andersen, Leopold Zaak, Johannes Korsche
Produktion: Jakob Arnu
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über ZDF, ARD.
Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere
Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

228 Listeners

105 Listeners

42 Listeners

125 Listeners

59 Listeners

55 Listeners

28 Listeners

101 Listeners

48 Listeners

69 Listeners

1 Listeners

102 Listeners

65 Listeners

14 Listeners

28 Listeners

3 Listeners

136 Listeners

2 Listeners

3 Listeners

2 Listeners