Der Schock sitzt tief - nicht nur in Halle. Ausgerechnet am Versöhnungstag, an Jom Kippur, hat ein Rechtsradikaler einen Anschlag versucht auf eine Synagoge. Er wollte ein Massaker anrichten unter betenden Juden. Eine solche brutale antisemitische Gewalttat hätten viele hierzulande nicht für möglich gehalten. Vielleicht aber haben viele die Gefahr des Antisemitismus auch einfach nur verdrängt. Daniel Neumann ist Direktor des Landesverbandes der jüdischen Gemeinden in Hessen. Mit ihm habe ich darüber gesprochen was der Anschlag in Halle bei ihm und in den jüdischen Gemeinden auslöst und wie der wachsende Antisemitismus wirksam bekämpft werden kann.
Außerdem sprechen wir 30 Jahre nach den großen Demonstrationen im "Wende"-Herbst 89 über gesellschaftliche und persönliche Wendepunkte, unter anderem mit Katrin Göring-Eckardt.