Lothar Bauerochse und Klaus Hofmeister im Gespräch mit dem Politikwissenschaftler und katholischen Publizisten Andreas Püttmann.
Die Partei "Alternative für Deutschland", die AfD, sorgt auch in den christlichen Kirchen für erhebliche Unruhe. Der Münchner Kardinal Marx, der auch Vorsitzender der katholischen Deutschen Bischofskonferenz ist, sprach von "roten Linien", die die Kirche ziehen muss gegenüber bestimmten inhaltlichen Positionen der Partei. Aber es gibt unter konservativen Christen sowohl bei Protestanten als auch bei Katholiken auch offene Sympathie für die Politik der AfD. Im Vorfeld des bevorstehenden Katholikentags, der in knapp drei Wochen in Münster stattfindet, wird heftig darüber gestritten, ob Vertreter der AfD auf kirchlichen Podien zu Wort kommen sollten.
Ist die AfD eine christlichen Partei? Ist sie eine für Christen wählbare Partei? Darüber haben die hr-iNFO-Kirchenredakteure Lothar Bauerochse und Klaus Hofmeister mit dem Politikwissenschaftler Andreas Püttmann gesprochen. Er sieht sich selbst als konservativen Katholiken und beobachtet die AfD und ihre christlichen Sympathisanten seit langem.