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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)News
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International episodes

  • Gefährliche Hinterlassenschaft - der «IS» ist noch nicht am Ende
    Die Terrororganisation «Islamischer Staat» hat viele ihrer Gebiete verloren. Eine internationale Koalition hat den «IS» gemeinsam mit den Regimes von Irak und Syrien militärisch geschlagen. Damit ist er wieder das, was er vor seinem Sturm durch den Nahen Osten gewesen ist. Doch auch wenn sein Einfluss und seine Einnahmequellen vor allem aus dem Ölverkauf drastisch reduziert wurden: Besiegt ist der "IS" damit noch lange nicht. Die Ideologie lebt fort.
    Die Terrormiliz «IS» ist eine terroristische Organisation ohne staatsähnliche Strukturen und ohne eigenes Territorium.Doch der Kampf gegen den Islamischen Staat «IS» hat eine Spur der Verwüstung durch Syrien und den Irak gezogen. Millionen Menschen leben nach wie vor in Lagern, bei Freunden oder Verwandten. Ganze Dörfer und Städte liegen buchstäblich in Trümmern. Das ist die eine Hinterlassenschaft des «IS».
    Die andere: Durch die Gewalt der zurückliegenden Jahre sind die Menschen gebrochen. Programme zu ihrer Betreuung gibt es genauso wenig wie Pläne zum Wiederaufbau. Vielmehr setzen die Regierungen Syriens und des Irak ihre Politik der Ausgrenzung fort: Sie kanzeln einzelne Bevölkerungsgruppen ab, was die sunnitischen Araber im Irak schon früher in die Arme des «IS» getrieben hatte. Solange das so bleibt, ist der militärische Erfolg über den «IS» ein Pyrrhussieg.
    26 min
  • Ungarn - der Preis des Misstrauens
    In der ungarischen Gesellschaft fehlt es an Vertrauen. Das zeigen Umfragen. Die Menschen haben kein Vertrauen ineinander, und sie vertrauen auch ihren Institutionen nicht. Darunter leidet die Wirtschaft. Aber in der Politik lässt sich das grassierende Misstrauen ausbeuten. Ökonomen arbeiten gern mit harten Zahlen, um zu erklären, was in einer Volkswirtschaft vor sich geht. Die ungarische Professorin Dora Györffy arbeitet mit einem weichen Faktor. Die wirtschaftliche Entwicklung Ungarns sei nur zu verstehen, wenn man das Mass des Vertrauens in der Gesellschaft berücksichtige. Die Sendung «International» spricht mit ungarischen Unternehmern über ihr Vertrauen in Geschäftspartner und Institutionen. Sie sucht nach den Ursachen für das im Lande weit verbreitete Misstrauen, nach Wegen zu dessen Überwindung, – und nach den Gründen, warum diese Wege nicht beschritten werden.
    29 min
  • Dürre, Extremismus, Hunger - Fluchtpunkt Tschad
    In den letzten 14 Jahren sind hunderttausende Menschen aus der westsudanesischen Krisenregion Darfur in den Tschad geflohen. Sie leben in Flüchtlingslagern, die grösstenteils von der EU finanziert werden. Diese will verhindern, dass die Menschen nach Europa auswandern. Doch der Plan geht nicht auf. Dürre, Extremismus, Hunger und Lepra – Gründe, um aus der Sahel-Zone zu fliehen, gibt es viele. Besonders schlimm ist die Situation in Tschad, dem zweitärmsten Land der Welt. Viele Menschen, die dort seit 2004 als Flüchtlinge gestrandet sind, haben nur ein Ziel: Sie wollen weiter nach Norden, nach Europa.
    Die Europäische Union steht unter Druck: Wählerinnen und Wähler erwarten eine nachhaltige Reduktion der Migration aus dem Süden. Um dieses Ziel zu erreichen, versucht die EU die Fluchtursachen zu bekämpfen und vor Ort Perspektiven zu schaffen. So finanziert sie etwa Programme, um junge Flüchtlinge zu Schreinern auszubilden. Doch solche Projekte bewirken oft genau das Gegenteil. Denn die Menschen setzen das so verdiente Geld ein, um Schlepper zu bezahlen. Dass der Weg nach Europa über Libyen und das Meer führt und äusserst gefährlich ist, schreckt sie nicht ab. Wer einmal in einer Goldmine im Tschad gearbeitet habe, dem mache das keine Angst mehr, sagt ein Mann, der auswandern will. Hilfswerke warnen: Die grossen Flüchtlingsströme der Zukunft könnten nicht mehr aus dem Nahen Osten kommen, sondern aus der Sahelzone.
    29 min
  • Aung San Suu Kyi: Eine Ikone wird vom Sockel gehoben
    Aung San Suu Kyi war der Darling des Westens und die Hoffnungsträgerin in Burma. Doch zwei Jahre nachdem sie und ihre Partei die Macht im Land übernommen haben, ist der Lack abgeblättert. Die Wirtschaft wächst nur langsam, die vielen ethnischen Konflikte wurden nicht befriedet. Suu Kyi hat keine Versöhnung gebracht; versöhnt hat sie sich nur mit der Armee.
    Ende 2015 erklangen neue Töne in ganz Burma, oder Myanmar, wie es heute auch heisst: Es war der Song der Nationalen Liga für Demokratie, Aung San Suu Kyis Partei, der Hoffnung auf Veränderung in die hintersten Winkel des Landes trug. Das Volk hatte genug gelitten im Schraubstock der Militärjunta und setzte auf die Wahlversprechen ihrer Demokratie-Ikone. Deren zwei grössten Verheissungen waren Wirtschaftswachstum und Befriedung der vielen ethnischen Konflikte. Zwei Jahre hat Suu Kyis nun Zeit gehabt, Burma in eine demokratische, friedliche und prosperierende Richtung zu lenken. Doch wieviel davon spüren die Menschen in ihrem Alltag? Erfüllt «die Lady» die hohen Erwartungen, die sie zu Hause und im Westen geschürt hat?
    Auf der Suche nach Antworten reist die Sendung «International» quer durchs Land und trifft auf harte Schicksale und Weggefährten der Politikerin. Sie zeigt, weshalb die wertvolle Jade nach wie vor dem Militär Reichtum, der Bevölkerung aber unendlich viel Leid bringt; weshalb der ethnische Hass auf Minderheiten nicht kleiner geworden, sondern nochmals massiv gewachsen ist. Unter den Augen der einst so hochgelobten Friedensnobelpreisträgerin verharrt Burma in den alten Machtstrukturen. Hatte sich die ganze Welt in Aung San Suu Kyi getäuscht, oder waren die Erwartungen schlicht zu hoch? Burmas Entwicklung sorgt für Enttäuschung.
    27 min
  • Tajo – trauriger Fluss im trockenen Land
    Der längste Fluss der iberischen Halbinsel, der Tajo, vermag die Stauseen am Oberlauf nicht mehr zu füllen und fliesst mit minimalem Pegel Richtung Portugal. Die Seen sind fast leer, weil sie seit Jahrzehnten Wasser an die Landwirtschaft im Süden abgeben und die Niederschläge nicht mehr reichen, um den sinkenden Wasserstand zu kompensieren. Der Tajo wird zum Symbol für die Trockenheit in Spanien.
    Von fünf Dürrejahren reden die einen in Spanien, vom Klimawandel die andern. Sicher ist, dass viele Flüsse in Spanien viel weniger Wasser führen als noch vor zehn oder fünfzehn Jahren. Sicher ist auch, dass viele Stauseen im Land auf sehr niedrigem, sogar auf Minimalpegel sind. Die spanische Landwirtschaft, im Süden oder in der Grossregion Castilla-La Mancha, braucht in so trockenen Zeiten noch mehr Wasser und belastet den Fluss so zusätzlich. Die Zuflüsse gleichen das teilweise wieder aus. Aber auch hier gibt es Probleme: Der Jarama, der bei Aranjuez in den Tajo mündet, ist stark verschmutzt. Er bringt Abwässer aus Madrid, die nicht ausreichend gereinigt wurden. Spanien braucht dringend eine neue Wasserpolitik, die auf diese veränderten Verhältnisse reagiert. Dieses Thema war zu lange zweitrangig.
    27 min
  • «Kambodscha – Pol Pots Erben rüsten zum letzten Gefecht»
    Nach 32 Jahren an der Macht müssen Kambodschas Kommunisten bei den kommenden Wahlen im Juli erstmals um ihre Mehrheit im Parlament fürchten. Vor allem junge Menschen lassen sich die dauernde Bevormundung nicht mehr gefallen. Doch die Regierung reagiert mit blanker Repression. Die wichtigste Oppositionspartei wurde verboten, ihr Führer verhaftet und kritische Medien werden kurzerhand geschlossen.
    25 min
  • Im Land der Pyramiden – exotisches Deutschland
    Am Rande des Südharz zwischen Leipzig und Göttingen gibt es Pyramiden, höher als in Ägypten. Es ist ein Landstrich, geprägt vom Bergbau und den Abraumhalden der Bergwerke. Das Mansfelder Land: Es ist ein schwarzes Loch, ein Energiezentrum deutscher Geschichte. Es ist ein Landstrich, den die rechtspopulistische AfD ideologisch zu vereinnahmen versucht, aus dem Bach und Luther stammen und in dem der sagenumworbene Kaiser Barbarossa der Sage nach schläft. Das Mansfelder Land ist Provinz mit grossartigen Menschen und universal gültigen Geschichten.
    29 min
  • Iran – die Früchte des Zorns
    Ende Dezember brachen in der iranischen Stadt Mashhad Proteste aus, die viele Städte im Land erfassten. Das Regime schien überrascht vom Aufstand der Armen. Unterdessen sind die Proteste erstickt, viele Demonstranten im Gefängnis. Für Journalisten sind keine Spuren mehr sichtbar - an der Oberfläche. Doch in den Köpfen der Menschen ist das Thema allgegenwärtig. Und Wut und Verzweiflung sind es auch. Drei Millionen Menschen hungern und ein Drittel der Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze, sagt der Teheraner Oekonom Saeed Leylaz. Und die Sehnsucht nach mehr Freiheit ist ständig da. Immer mehr junge Leute sehen keinen anderen Ausweg mehr als das Exil, die Emigration.
    29 min
  • Der Nil – umkämpfte und bedrohte Lebensader
    Der Nil – der weltweit längste Fluss ist seit Jahrtausenden die Lebensader vieler Länder im östlichen Afrika. Um sein Wasser wird überall gekämpft, und wirtschaftlich spielt er nach wie vor eine grosse Rolle – ob in Äthiopien, Burundi oder Ägypten. Das gilt erst recht in Zeiten des Klimawandels. Die Trinkwasserreserven in Ostafrika, das gerade von extremer Dürre geplagt wird, sind bedroht. Der Sudan zum Beispiel wäre ohne den Nil weitgehend Wüste. Und in Ägypten, wo der Nil mehr als 90 Prozent der Wasserversorgung sicherstellt, werden Wasserreserven knapper. Fast alle Ägypterinnen Und Ägypter leben im Nil-Tal, Landwirtschaft wäre ohne diese Lebensader inmitten des Wüstenlandes undenkbar.
    Deshalb ist die Sorge vor dem Tag gross, an dem Äthiopien seinen neuen Riesenstaudamm in Betrieb nehmen will. Ägypten befürchtet, dass damit nicht mehr genügend Nilwasser ankommt und die fruchtbaren Ebenen entlang des Flusses vertrocknen.
    Eines ist klar: ohne den Nil könnte Äthiopien seine hochfliegenden Entwicklungspläne nicht umsetzen; Kenia, Uganda und die andern Anrainer-Staaten des Victoria-Sees, durch den der Nil fliesst, wären ärmer an Fischen und auch an Touristinnen und Touristen. Und so wird um das Wasser des Nils heftig gekämpft.
    26 min
  • Nichts wie weg aus Bosnien!
    Zehntausende wandern jedes Jahr aus Bosnien-Herzegowina aus. Sie haben die Hoffnung verloren, dass es ihnen eines Tages besser gehen wird. Arbeitsplätze sind rar und miserabel bezahlt. Die Politik wird beherrscht von einer korrupten Elite, die immer wieder Angst vor einem neuen Krieg schürt. Es gibt nicht viele junge Menschen in Bosnien, die es sich nicht schon überlegt haben auszuwandern. Vor den ausländischen Botschaften in Sarajevo stehen die Leute Schlange, um sich für eine Arbeits- und Aufenthaltsbewilligung zu bewerben. In den Medien ist das Problem der Abwanderung konstant präsent. Letztes Jahr sind schätzungsweise 40'000 ausgewandert, in den letzten vier Jahren waren es zusammen 150'000.
    In Bosnien-Herzegovina sind seit der Jahrtausendwende zehntausende Arbeitsplätze vernichtet worden. Der Grossteil der Industrie-Betriebe wurde durch korrupte Machenschaften bei der Privatisierung ruiniert. Anständig bezahlte Jobs gibt es fast nur beim Staat und in Betrieben, die von der Politik abhängen. Diese Stellen werden aber von den politischen Parteien gezielt an Günstlinge vergeben.
    Die Günstlingswirtschaft, Korruption und Arbeitslosigkeit sind drei der Gründe, wieso vor allem junge und gut ausgebildete Leute das Land verlassen. Genauso wichtig ist aber die politische Instabilität. Noch immer beherrschen jene Kreise die Politik, die im Bosnien-Krieg reich und mächtig wurden. Die Anführer der drei damaligen Kriegsgegner betreiben mit der Angst vor einem Rückfall in die Gewalt der 90er Jahre ein zynisches politisches Spiel.
    29 min

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Die Welt ist unübersichtlich geworden – «International» hilft, sie zu verstehen. Mit den SRF-Auslandkorrespondentinnen und -korrespondenten reisen wir dorthin, wo Geschichten entstehen: Krisengebiete, Wirtschaftsmächte, vergessene Regionen.

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