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Herzlich Willkommen zur vierten und letzten Folge der Staffel „Jüdische Literaturen“, die als Teil der Podcastreihe „Jüdische Geschichte kompakt“ im Büchermonat Oktober zu hören ist. Ulrike Schneider und Anna-Dorothea Ludewig fungieren als Gastgeberinnen dieser besonderen Staffel, die aus einem Projektseminar an der Universität Potsdam hervorgegangen ist und gemeinsam mit Studierenden bespielt wird.
Bevor wir zur letzten Folge übergehen, möchten wir einen kurzen Rückblick auf die Staffel unternehmen.
In der ersten Folge war der Literaturwissenschaftler und Schriftsteller Alfred Bodenheimer zu Gast, mit dem Anna-Dorothea Ludewig und Ulrike Schneider die komplexe Frage „was sind jüdische Literaturen“ erörterten. Zudem gab Alfred Bodenheimer interessante Einblicke in seine Arbeit als Krimiautor.
Die Studierenden Sophie von Mariassy und Tino Schmidt haben für die letzte Folge Sasha Marianna Salzmann eingeladen. Ausgehend von dem Essay „Sichtbar“, der 2019 in dem Sammelband „Eure Heimat ist unser Albtraum“ erschienen ist, befragen sie dendie Autorin, Kuratorin und Dramaturgin und Essayist*in zu Schreib- und Theaterprojekten. Gemeinsam mit Sasha Marianna Salzmann diskutieren sie über Genderidentitäten, Queerness, jüdische Körper und Mehrsprachigkeit. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage von Sichtbarkeit(ein) und Unsichtbarkeit(en), nicht nur in der Literatur.
Mehr Informationen zu Sasha Marinna Salzmann und der im Podcast besprochenen Literatur können Sie in den Shownotes nachlesen.
Shownotes Podcast Sasha Marianna Salzmann:
Sasha Marianna Salzmann: Im Menschen muss alles herrlich sein. Berlin: Suhrkamp Verlag 2021.
Weitere Informationen finden Sie auf der Website von Sasha Marianna Salzmann: http://sashamariannasalzmann.com/
Interview mit Sasha Marianna Salzmann, geführt von Ethel Matala de Mazza
Zusätzliche Literaturempfehlungen:
Herzlich Willkommen zur neuen Folge der Staffel „Jüdische Literaturen“, die als Teil der Podcastreihe „Jüdische Geschichte kompakt“ im Büchermonat Oktober zu hören ist. Ulrike Schneider und Anna-Dorothea Ludewig fungieren als Gastgerinnen dieser besonderen Staffel, die aus einem Projektseminar an der Universität Potsdam hervorgegangen ist und gemeinsam mit Studierenden bespielt wird.
In dieser dritten und damit vorletzten Folge sprechen Anna-Dorothea Ludewig und Ulrike Schneider mit der Kinder- und Jugendbuchautorin Eva Lezzi. In ihrer spannenden Kinderbuchreihe um den Jungen Beni, die von der Künstlerin Anna Adam illustriert wird, erzählt Eva Lezzi vom gegenwärtigen jüdischen Leben in Deutschland. Auch in ihren Jugendbüchern wie in dem Roman „Die Jagd nach dem Kidduschbecher“ verhandelt sie transkulturelle Erfahrungen und interreligiöse Themen. Wie Eva Lezzi zum Schreiben kam, welche Bedeutung das Segment „jüdische Kinder- und Jugendliteratur“ hat und wie die Reaktion des jungen und jugendlichen Lesepublikums ausfällt, sind Fragen, denen im Podcast nachgegangen wird. Und unser Gast verrät uns auch, worum es in dem aktuellen Projekt, an dem sie gemeinsam mit der Drehbuchautorin Anna Maria Praßler arbeitet, geht.
Falls Sie mehr zu Eva Lezzi und ihren Kinder- und Jugendbüchern wissen möchten, empfehlen wir Ihnen die Shownotes auf der Homepage von „Jüdische Geschichte kompakt“. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Hören!
Website von Eva Lezzi:
Kinder- und Jugendbücher im Verlag Hentrich & Hentrich:
Publikation „L'chaim, Merle! Jüdisches Leben in Berlin“:
Interview mit Eva Lezzi:
Zu Jüdischer Kinder- und Jugendliteratur:
Annegret Völpel u.a. (Hg.): Deutsch-jüdische Kinder- und Jugendliteratur. Ein literaturgeschichtlicher Grundriß. Berlin, Boston: de Gruyter 2002.
Mirjam Pressler: Nathan und seine Kinder. Beltz & Gelberg: Weinheim 2009.
Weitere genannte Literatur:
Herzlich Willkommen zur zweiten Folge der Staffel „Jüdische Literaturen“, die als Teil der Podcastreihe „Jüdische Geschichte kompakt“ im Büchermonat Oktober zu hören ist. Ulrike Schneider und Anna-Dorothea Ludewig fungieren als Gastgerinnen dieser besonderen Staffel, die aus einem Projektseminar an der Universität Potsdam hervorgegangen ist und gemeinsam mit Studierenden bespielt wird.
Die beiden Studentinnen Candice Mermet und Marlise Clément geben in dieser Folge Einblicke in die Rezeption des Romans „Serge“ von Yasmina Reza nach, der 2021 auf Französisch im Verlag Flammarion und 2022 in deutscher Übersetzung im Hanser Verlag erschienen ist. Sie zeigen die unterschiedlichen Rezeptionsansätze in beiden Ländern auf. Während in der französischsprachigen Literaturkritik die tragischkomische Familiengeschichte im Mittelpunkt stand, fokussierten deutschsprachige Literaturkritiker*innen auf Fragen zur Erinnerungskultur und zum Umgang mit Gedenkstätten und Erinnerungsorten. Auch die Verhandlung formaler Gestaltungsfragen, vor allem der Einsatz von Ironie, fällt in den Besprechungen in beiden Ländern sehr unterschiedlich aus. Dass das ‚Label‘ Jüdische Literatur allein beim deutschsprachigen Literaturmarkt zu finden ist, erörtern Candice Mermet und Marlise Clément vor dem Hintergrund literaturhistorischer Entwicklungen in Frankreich und Deutschland.
Falls Sie mehr über Yasmina Reza und ihre Romane erfahren oder sich in die Thematik einlesen wollen, dann empfehlen wir Ihnen folgende, z.T. im Podcast angesprochene Literatur:
Yasmina Reza: Serge. Übersetzt von Frank Heibert und Hinrich Schmidt-Henkel. München: Hanser Verlag 2022.
deutsch- und französischsprachige Rezensionen zum Roman:
Herzlich Willkommen zur 10. Staffel des Podcast-Kanals Jüdische Geschichte Kompakt,
das Gemeinschaftsprojekt des MMZ in Potsdam (Miriam Rürup) und des IGdJ in Hamburg (Björn Siegel) rückt immer wieder neue Themen in den Vordergrund und eröffnet damit neue Blick auf jüdische Geschichte, Kultur, Sprache und vieles mehr.
Die neue Staffel der Podcast-Reihe setzt sich nun mit "Jüdischer Literatur" auseinander. Im Büchermonat Oktober widmet sich die Staffel in insgesamt vier Folgen den „Jüdischen Literaturen“ und geht dabei der ebenso grundlegenden wie komplexen Frage nach: Was heißt und zu welchem Ende studiert man Jüdische Literatur?
Als Hosts konnten Miriam Rürup und Björn Siegel gleich zwei Gastgeberinnen gewinnen und diese stellen ihnen die Idee hinter dieser besonderen Staffel kurz vor: wir, die Gastgeberinnen, sind Ulrike Schneider und Anna-Dorothea Ludewig, beide Literaturwissenschaftlerinnen und an der Universität Potsdam bzw. am Moses Mendelssohn Zentrum tätig. In einem gemeinsamen Seminar im Wintersemester 2022/2023 haben wir mit unseren Studierenden das Schreiben über Jüdische Literaturen im deutschsprachigen Feuilleton untersucht und uns dabei auf die Erwartungshaltungen und Zuschreibungen konzentriert, die sich in den Kritiken und Rezensionen zu Werken der Gegenwartsliteratur spiegeln. Ausgangspunkt dafür war ein Artikel in der Wochenzeitung Die Zeit aus dem Jahr 2020, in dem sich Laura Cazés und Jakob Baier unter der provokanten Überschrift „Deutsche, die auf Juden starren“ mit der Rezeption der erfolgreichen Miniserie „Unorthodox“ (basierend auf der gleichnamigen, 2012 erschienenen Autobiographie von Deborah Feldman) auseinandergesetzt haben, die von den Feuilletons (nicht nur) der deutschsprachigen Zeitungen und Zeitschriften als faszinierender Einblick in eine sonst verborgene jüdische Welt gefeiert wurde. Die Verfasser:innen des Artikels kommen hingegen zu einem anderen Schluss. Sie sehen in den hymnischen Kritiken doch vornehmlich eine „Faszination für das exotische Jüdische, das eben auch die Funktion des Fremden behalten soll“.
Auch für jüdische Literaturen lässt sich im Feuilleton nach wie vor eine Faszination für das Exotische ebenso beobachten wie die Exponierung des ‚Fremden‘, des ‚Anderen‘: Das Beharren auf einer jüdischen Alterität, verbunden mit der Zuschreibung bestimmter Eigenschaften und Narrative, ist damit eben kein historisches, sondern ein nach wie vor aktuelles Phänomen. Dies kristallisierte sich bei der Analyse unterschiedlicher Formen der Literaturkritik im Verlauf des Seminars immer mehr heraus.
Herzlich Willkommen zur ersten Folge der Staffel „Jüdische Literaturen“, die als Teil der Podcast-Reihe „Jüdische Geschichte Kompakt“ im Büchermonat Oktober zu hören ist. Diese besondere Staffel ist aus einem Projektseminar an der Universität Potsdam hervorgegangen und wird gemeinsam mit Studierenden bespielt.
In der ersten Folge sprechen Anna-Dorothea Ludewig und Ulrike Schneider mit dem Literaturwissenschaftler und Schriftsteller Alfred Bodenheimer vom Institut für Jüdische Studien an der Universität Basel über Bestimmungsmöglichkeiten „Jüdischer Literaturen“. Literaturhistorische und aktuelle Verortungen stehen dabei ebenso im Vordergrund wie Beobachtungen gegenwärtiger Zuschreibungen an Autor*innen „jüdischer Literaturen“ durch die Literaturkritik im deutschsprachigen Literaturbetrieb. In seiner Doppelrolle als Literaturwissenschaftler und Autor von Kriminalromanen diskutieren wir mit Alfred Bodenheimer über das Schreiben von Kriminalliteratur, die Konzeption jüdischer und israelischer Ermittlerfiguren, die Darstellung jüdischer Lebensformen und die Bedeutung des Adressatenbezuges für die Entwicklung und Rezeption der Romane.
Falls Sie mehr über „Jüdische Literaturen“ und Alfred Bodenheimers Kriminalromane wissen möchten, empfehlen wir Ihnen folgende, z.T. im Podcast genannte Literatur:
„Jüdische Literaturen“
Bodenheimer, Alfred: Die Fähigkeit zu lachen. Jüdischer Humor ohne Juden in der deutschen Nachkriegsgesellschaft. In: Hahn, Hans-Joachim; Lamprecht, Gerald; Terpitz, Olaf (Hg.): Studien zur deutschsprachig-jüdischen Literatur und Kultur. Standortbestimmungen eines transdisziplinären Forschungsfeldes, Wien 2020 (Schriften des Centrums für Jüdische Studien), S. 109–119.
Kriminalromane von Alfred Bodenheimer
Herzlich Willkommen zur vierten Folge unserer aktuellen Staffel „Jüdische Geschichte[n] in der DDR“. Im heutigen, abschließenden Gespräch richten wir den Blick auf die letzten Jahre der DDR und die Zeiten von Wende und Wiedervereinigung. Dafür haben wir Dr. Irene Runge aus Berlin zu Gast, die als Mitglied der jüdischen Gemeinde in Ostberlin diese Zeit nicht nur intensiv miterlebt hat, sondern als Gründerin unterschiedlicher jüdischer Gruppierungen zugleich prägend in der Zeit selbst war. Wir für uns – so lautete die Gruppe die Irene Runge 1986 ins Leben gerufen hatte und in der sich vor allem die Generation der Kinder jüdisch-kommunistischer Remigrant:innen zusammengefunden hatte. Vier Jahre später war aus dieser Gruppe Anfang 1990 wiederum der Jüdische Kulturverein hervorgegangen. Auch zu dessen Gründerinnen gehörte Irene Runge, die 1942 im New Yorker Exil geboren wurde und mit den Eltern 1949 in die DDR zurückgekehrt war. Über ihr Leben und ihre Erfahrungen in der DDR sowie zu Wendezeiten hat sie uns ebenso erzählt, wie von ihrer Beteiligung im Ringen um die Aufnahme emigrierender sowjetischer Jüdinnen und Juden in die DDR.
Falls Sie mehr über einzelne Aspekte erfahren oder sich in die Thematik einlesen wollen, dann empfehlen wir Ihnen folgende, z.T. im Podcast angesprochene Literatur:
Einführendes zur Geschichte von Wir für uns und dem Jüdischen Kulturverein:
• Ralf Bachmann und Irene Runge (Hrsg.): WIR – Der Jüdische Kulturverein e. V. 1989–2009, Wellhöfer, Mannheim 2009.
• Annette Leo, Annette Leo, Die Gruppe „Wir für uns“, in: Sandra Anusiewicz-Baer/Lara Dämmig (Hg.), Jung und jüdisch in der DDR, Leipzig 2021, S. 202–210.
• Vincent von Wroblewsky, Zwischen Thora und Trabant. Juden aus der DDR, Berlin 1993.
Bücher von Irene Runge:
• Wie ich im jüdischen Manhattan zu meinem Berlin fand – Reisen Ankommen Leben, Kulturmaschinen Berlin 2012.
• „Ich bin kein Russe.“ Jüdische Zuwanderung zwischen 1989 und 1994. Berlin 1995.
https://juedischegeschichtekompakt.podigee.io/44-intro-zur-neunten-staffel-ddr
Herzlich Willkommen zur dritten Folge unserer aktuellen Staffel „Jüdische Geschichte[n] in der DDR“.
In unserer heutigen Diskussion wenden wir uns den Erfahrunger und Perspektiven jüdischer Remigrant:innen in der DDR zu und diskutieren dabei auch das Spannungsverhältnis von Loyalität und Dissidenz. Zum Thema werden dabei sowohl die Motive der Rückkehr wie die Herausforderungen, Enttäuschungen und Sorgen angesichts der politischen Dynamiken der frühen 1950er Jahre. Aber auch der Protest gegen die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann und die vielfältige Rolle des jüdischen Dissidenten Stefan Heym sind Gegenstand des Gesprächs.
Als Gäste haben wir dafür einerseits Sonia Combe eingeladen, die als Wissenschaftlerin am Berliner Centre Marc Bloch assoziert ist und im vergangenen Jahr das Buch Loyal um jeden Preis. „Linientreue Dissidenten“ im Sozialismus veröffentlicht hat. Andererseits haben wir mit Cathy Gelbin aus Manchester gesprochen, wo sie als Professorin für Filmwissenschaft und Germanistik lehrt und zugleich zum Jahrhundertleben des herausragenden jüdischen Dissidenten der DDR, dem Schriftsteller Stefan Heym forscht und publiziert.
Falls Sie mehr über einzelne Aspekte erfahren oder sich in die Thematik einlesen wollen, dann empfehlen wir Ihnen folgende, z.T. im Podcast angesprochene Literatur:
Sonia Combe, Loyal um jeden Preis. "Linientreue Dissidenten" im Sozialismus, Berlin: Ch. Links Verlag 2022.
Cathy S. Gelbin, Lehrjahre auf dem Weg zum Dissidenten: Stefan Heyms Freundschaft mit Robert Havemann und Wolf Biermann, in: Jahrbuch des Dubnow-Instituts 17 (2018), S. 237–270.
Erwähnte Texte von Stefan Heym:
5 Tage im Juni, München: C. Bertelsmann 1974 [Erstveröffentlichung in der DDR: Berlin (Buchverlag Der Morgen) 1989].
Collin, München: C. Bertelsmann 1979.
Ahasver. Roman, München: C. Bertelsmann 1981 [Erstveröffentlichung in der DDR: Berlin (Buchverlag Der Morgen) 1988].
Nachruf [Autobiografie], München: C. Bertelsmann 1988.
Link zum Intro:
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Herzlich Willkommen zur zweiten Folge unserer aktuellen Staffel „Jüdische Geschichte[n] in der DDR“. In unserem Gespräch haben wir die Rezeption des Jerusalemer Eichmann-Prozess in der DDR zum Gegenstand gemacht. Anna-Dorothea Ludewig und Lutz Fiedler vom MMZ haben darüber mit den beiden Historikerinnen Dr. Katharina Rauschenberger vom Fritz Bauer Institut aus Frankfurt am Main und Dr. Annette Leo aus Berlin gesprochen. Themen waren dabei einerseits die Bemühungen des ostdeutschen Rechtsanwalts jüdischer Herkunft Friedrich Karl Kaul, in Jerusalem die Nebenklage gegen Eichmann zu vertreten. Erweitert haben wir diese Perspektive andererseits durch den Blick auf die beiden Journalisten Max Kahane und Gerhard Leo, die für die DDR nach Jerusalem gereist waren. Inwiefern die beiden kommunistisch-jüdischen Remigranten über ihren journalistischen Auftrag hinaus auch persönlich von den Ereignissen in Jerusalem affiziert wurden, bildet ebenfalls einen Teil des Gesprächs.
Einführendes:
Peter Krause, Der Eichmann-Prozess in der deutschen Presse. Frankfurt am Main: Campus. Verlag 2002.
Zum Wirken Friedrich Karl Kauls:
Katharina Rauschenberger, »Antifaschismus, Judenmord und Zionismus – Auf der Suche nach dem richtigen Klassenstandpunkt in Friedrich Karl Kauls Der Fall Eichmann«, in: Patrick Eser und Christian Ernst (Hrsg.): Der Eichmann-Prozess in transmedialer Perspektive: Figuren der Erinnerung, des Rechts und der Gerechtigkeit in Literatur und Film, Berlin (voraussichtlich Ende 2023).
Katharina Rauschenberger, »Friedrich Karl Kaul in Jerusalem and After: Trials in the Anti-fascist Campaigns«, in: Katharina Rauschenberger, Joachim von Puttkamer, Sybille Steinbacher (eds.), Investigating, Punishing, Agitating. Nazi Perpetrator Trials in the Eastern Bloc, Studien zur Geschichte und Wirkung des Holocaust, Bd. 8, Göttingen (voraussichtlich September 2023).
Zum Wirken von Max Kahane und Gerhard Leo:
Annette Leo, Eichmann, Globke und die DDR, in: Anetta Kahane et al. (Hg.), „Das hat's bei uns nicht gegeben!“. Antisemitismus in der DDR – Das Buch zur Ausstellung, Amadeu Antonio Stiftung, Berlin 2010, S. 20–30.
Raphael Brüne, 60 Jahre Eichmann-Prozess – Zwischen Identifikation und Instrumentalisierung. Gerhard Leos andere Perspektiven auf den Jerusalemer Jahrhundertprozess, in: Deutschland Archiv, 9.4.2021
Link zum Intro:
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Herzlich Willkommen zur ersten Folge unserer aktuellen Staffel „Jüdische Geschichte[n] in der DDR“. In unserem Gespräch haben wir uns diesem Thema aus der Perspektive des jüdisch-kommunistischen Exils, der Remigration sowie der Frage nach den Möglichkeiten und Grenzen der Teilhabe von Jüdinnen und Juden in der sowjetischen Besatzungszone und der frühen DDR zugewandt. Doch auch der Schock und die Erschütterungen angesichts des antisemitisch gefärbten Slánský-Prozesses in Prag und paralleler Dynamiken in der DDR sind Teil der Diskussion. All diese unterschiedlichen Erfahrungen verbinden sich in geradezu paradigmatischer Form in der Person des 1908 geborenen jüdischen Juristen und Kommunisten Leo Zuckermann. Mit PD Dr. Philipp Graf, der am Leipziger Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow eine Biographie zu Zuckermann verfasst hat, haben wir zu dessen frühen Bemühungen um ein Restitutionsgesetz und die Anerkennung eines kollektiven jüdischen Rechtsanspruchs, aber auch über Zuckermanns Flucht aus der DDR im Dezember 1952 gesprochen.
Falls Sie mehr über Leo Zuckermann und dessen Lebensweg erfahren wollen oder sich in die Thematik einlesen wollen, dann empfehlen wir Ihnen folgende, z.T. im Podcast angesprochene Literatur:
Einführendes:
Philipp Graf, Einsatz für das jüdische Kollektiv. Jüdische Kommunisten im sowjetischen Berlin der „Zwischenzeit“, 1945–1950, in: Kata Bohus u.a. (Hgg.), Unser Mut – Juden in Europa 1945–48, Berlin 2020, 162–179.
Philipp Graf, »Dem Gesetzentwurf gibt das Zentralsekretariat seine Zustimmung« – Eine neue Sicht auf die Restitutionsfrage in der Sowjetischen Besatzungszone, in: Jahrbuch des Dubnow-Instituts/Dubnow Institute Yearbook 17 (2018) [2020], 271–298.
Zum jüdisch-kommunistischen Exil in Mexiko:
Wolfgang Kießling, Alemania Libre in Mexiko, Berlin 1974.
Fritz Pohle, Das mexikanische Exil. Ein Beitrag zur Geschichte der politisch-kulturellen Emigration aus Deutschland 1937–1946, Stuttgart 1986.
Zur Rückkehr in die DDR:
Karin Hartewig, Zurückgekehrt. Die Geschichte der jüdischen Kommunisten in der DDR, Köln u. a. 2000.
Zu den Restitutionsdebatten in der DDR:
Jeffrey Herf, Zweierlei Erinnerung. Die NS-Vergangenheit im geteilten Deutschland, übers. von Klaus-Dieter Schmidt, Berlin 1998.
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Herzlich Willkommen zum Intro der 9. Staffel,
Unsere neue Staffel, deren Folgen von Juni bis September wie immer an jedem ersten Freitag im Monat online gehen werden, steht diesmal unter dem Thema „Jüdische Geschichte[n] in der DDR“. Unter dieser Überschrift wollen wir die Erwartungen und Enttäuschungen ebenso wie das Engagement und die Erfahrungen von Jüdinnen und Juden in der DDR thematisieren und auf dieser Grundlage zugleich die Geschichte des sozialistischen Staats neu vermessen.
Bleiben Sie gesund und interessiert.
Falls Sie mehr über Jüdische Geschichte[n] in der DDR erfahren oder sich in die Thematik einlesen wollen, dann empfehlen wir Ihnen folgende, z.T. im Podcast angesprochene Literatur:
Sonia Combe, Loyal um jeden Preis: „Linientreue Dissidenten“ im Sozialismus, Berlin 2022.
Karin Hartewig, Zurückgekehrt. Die Geschichte der jüdischen Kommunisten in der DDR, Köln 2000
Ulrike Offenberg, Seid gegen die Machthaber. Die jüdischen Gemeinden in der SBZ und der DDR 1945–1990, Berlin 1998
Interviewsammlungen:
Robin Ostow, Jüdisches Leben in der DDR, Frankfurt am Main 1988.
John Borneman/Jeffrey M. Peck, Sojourners. The Return of German Jews and the Question of Identity, Lincoln/London 1995.
Vincent von Wroblewsky, Zwischen Thora und Trabant. Juden aus der DDR, Berlin 1993.
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