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Wien sah zuletzt mehrmals seine beeindruckende Oper „Die Gespräche der Karmeliterinnen“, in der die Nonnen von Compiegne lieber in den Tod gehen, als sich den atheistischen Revolutionsgarden zu ergeben. Eine Hommage an einen rätselhaften Meister, dessen Musik so gewinnend klingen kann, unterhaltend, aber auch bewegend. Ein Beispiel für Avantgarde mit menschlichem Antlitz.
Ausschnitte aus folgenden Aufnahmen sind zu hören (wo nicht anders angegeben: Erato)
Konzert für zwei Klavier und Orchester
Hotel aus „Banalitäten“
Sinfonietta
Agnus Dei aus der Messe
Laudamus te aus „Gloria“
Orgelkonzert
„Die Gespräche der Karmeliterinnen“
La voix humaine
Les chemins de l’amour
Wer bei der Aufführung des Orgelkonzerts „ORGAN²/ASLSP“ im deutschen Halberstadt dabei sein will, hat lange Zeit: bis zum Jahr 2640, wenn alles nach Plan läuft. „As slow as possible“ lautet die Spielanweisung, die Komponist John Cage dazu gegeben hat. Wie langsam ist’s denn möglich? Eine Frage, die sich alle stellen, die Musik hören und die Musik machen. Wie auch Katrin Nussmayr und Wilhelm Sinkovicz in dieser Podcast-Folge über die langsamsten Melodien, Bläser mit richtig langem Atem und Dirigenten, die sich alle Zeit der Welt nehmen.
Zu hören sind Ausschnitte aus folgenden Aufnahmen:
Gustav Mahler: Symphonie Nr. 5
Tschaikowsky: Symphonie Nr. 6
W. A. Mozart: Menuett aus der Symphonie in g-Moll KV 550
Als musikalischer Romantiker wandelte Smetana auf den Spuren der „Neudeutschen Schule“, verehrte Liszt und Wagner, brachte aber auch die Lieder und Tänze seiner Heimat in die internationalen Konzertsäle und Opernhäuser.
Zu hören sind Ausschnitte aus folgenden Aufnahmen von Werken Smetanas:
Die Moldau
Triumphsymphonie op. 6
Klaviertrio
Richard III
Streichquartett e-Moll
Streichquartett d-Moll
Prager Karneval
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Fast jeder kennt die Lieder und Arien: die hohen Töne der Königin der Nacht, die wie Dolchstöße ins Gehör fahren können, und das heitere Hopsasa-Gedudel des Vogelfängers Papageno. Was die Musik angeht, ist Mozarts „Zauberflöte“ wunderbar leicht zu erfassen. Die Handlung gibt aber Rätsel auf. „Das ist doch alles völlig unlogisch und unnachvollziehbar“, meint Katrin Nussmayr. „Je öfter man diese Oper sieht, desto verwirrender wird sie“, sagt Wilhelm Sinkovicz: „Weil sich bei jedem Zuschauen neue Türen öffnen: In jedem Reifezustand des Lebens hat man einen anderen Blick auf das, was da erzählt wird. Es ist vollkommen verrückt!“
Also ergründen die beiden in dieser Folge von „Klassik für Taktlose“, was hinter diesem reichhaltigen Mix aus Heldenreise, Kasperltheater und Liebesdrama steckt, und wie Märchenszenen, Freimaurer-Symbolik (Tempel! Geheimnistuerei! Prüfungsrituale!), Esoterik und ein ambivalentes Geschlechterbild zusammenpassen. Und was eigentlich die Botschaft der „Zauberflöte“ sein könnte. Ein (nicht Spoiler-freier) Guide für alle, die diese Oper verstehen wollen.
Hörtipps: Welche "Zauberflöte"-Aufnahme ist die beste?
Die Themen der Symphonie klingen tatsächlich wie Kinderlieder, was damit geschieht, verweist allerdings in tief-, ja abgründige Regionen. Sogar die Erzählungen vom „Himmlischen Leben“, mit denen die Symphonie schließt, lassen erschreckend grausame Untertöne hören.
Ausschnitte aus dem Werk aus der 1961 entstandenen Aufnahme durch das Philharmonia Orchestra unter Otto Klemperer. Das Sopransolo singt Elisabeth Schwarzkopf. Und eine kurze Passage aus seinem Werk spielt sogar Gustav Mahler selbst am Klavier!
Dann lässt sich Oper wie ein Fernsehkrimi „konsumieren“. Nur mit schöneren Melodien. Wer’s nicht glaubt, sollte hören, was Wilhelm Sinkovicz im aktuellen„Musiksalon“ an Aufnahmen präsentiert: Puccini und Verdi, Mussorgsky und Smetana auf Deutsch – dafür im Gegenzug einmal sogar Wagner auf Italienisch!
Zu hören sind Ausschnitte aus folgenden Aufnahmen
Puccini: „La Bohème“ - Lucia Popp, Franciso Araiza – Stefan Soltesz (EMI)
Im Fußball ist es einfacher. Da gibt es Tabellen, man kann Tore und Siege zählen. In der Musik ist die Exzellenz einer Mannschaft – also eines Orchesters – nicht so leicht messbar. Wir versuchen es trotzdem: Gleich zwei erfahrene Klassikkritiker der „Presse“, Walter Weidringer und Wilhelm Sinkovicz, suchen gemeinsam mit Feuilleton-Redakteurin Katrin Nussmayr nach den Kriterien, die ein wirklich großartiges Orchester ausmachen.
Sie erzählen von „Feindbeobachtungen“ unter konkurrierenden Orchestermusikern und davon, wie ihnen „die Ohren aufgegangen“ sind, als sie ein Orchester erstmals im richtigen Saal hörten. Daneben geht es um Grundsätzliches: Ist jedes Orchester nur so gut wie der Dirigent, der vorne steht? Und welcher der beiden Musikkritiker kann in unserem Ratespiel die Wiener Philharmoniker am Klang erkennen?
Zu hören sind Ausschnitte aus folgenden Werken:
Alexander von Zemlinsky: Der Triumph der Zeit
Richard Strauss:
Elektra
Der Rosenkavalier
Ariadne auf Naxos
Josephs Legende
Die Frau ohne Schatten
Die ägyptische Helena
Arabella
Die Liebe der Danae
Zu hören sind Ausschnitte aus folgenden Lalo-Aufnahmen
Symphonie espagnole.
Violinkonzert Nr. 1
Cellokonzert
Ballett-Suite aus „Namouna“
Symphonie in g-Moll
Klaviertrios Nr. 2 und 3
Streichquartett op. 45
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