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Es war ein vergleichsweise kurzes Zeitalter in der Musikgeschichte: Das atonale, in dem alles uncool war, was sich dem bewährten Dur-Moll-System unterwarf. Soll heißen: Die Komponisten taten, was sie wollten. Und schufen musikalisches Kritzikratzi. Oder?
Über schräge Klänge und ihren Sinn sprechen Katrin Nussmayr und Wilhelm Sinkovicz in ihrer neuesten Folge von „Klassik für Taktlose“. Dabei ergründen sie auch, wie die Komponisten der Avantgarde überhaupt auf die Idee kamen, Melodien zu schreiben, die nirgends hinführen, und Harmonien, die keine sind. Wie Arnold Schönberg dem Chaos ein System gab – und Alban Berg dem Ganzen einen Zweck. Dabei geht es auch um diese wichtigen Fragen: Ab wann klingt etwas „Falsches“ wieder schön? Kann man einen Zwölfton-Akkord spielen, indem man sich aufs Klavier setzt? Und was wäre die Dusch-Szene in „Psycho“ ohne atonale Musik?
Zu hören sind Ausschnitte aus folgenden Aufnahmen:
Franz Schreker: „Der ferne Klang
Richard Strauss: „Elektra“
Arnold Schönberg: Klavierstücke op. 19
Alban Berg: Violinkonzert 2. Satz
Alban Berg: „Lulu“
Alban Berg: „Wozzeck“
Arnold Schönberg: Variationen für Orchester op. 31
György Ligeti: Atmosphères
„Klassik für Taktlose“ ist Teil des Podcasts „Musiksalon“ und erscheint jeden zweiten Samstag.
Die Aufnahmen, die zu hören sind, stellen eine Verbeugung vor einem der bedeutendsten Dirigenten des 20. Jahrhunderts dar, dem 1938 ins Exil getriebenen Wiener Erich Leinsdorf.
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Mit ihren Opernpremieren hatten die Festspiele heuer wenig Glück. Einzige Ausnahme: Das Flüchtlingsdrama „Griechische Passion“ von Bohuslav Martinů empfand das Publikum als beeindruckend und bewegend. Die Frage „Wer war Bohuslav Martinu?“ versucht der aktuelle Musiksalon zu beantworten.
Zu hören sind Ausschnitte aus folgenden Werken Martinůs:
„Griechische Tragödie“
„Der Schatten“ - Ballettmusik
Streichquartett Nr. 2
Quartett für Klarinette, Horn, Violoncello und Trommel H 139
Doppelkonzert für Klavier, zwei Streichorchester und Pauken
Die Fresken des Piero della Francesca
„Julietta“
Symphonie Nr. 1
Eine Erkenntnis dieser Podcastfolge über die Musik des Barock: So weit weg von einem klassischen Schlagzeug-Bass-Gitarre-Rocksong ist das, was Bach, Händel, Vivaldi und Monteverdi komponiert haben, auf gewisse Weise gar nicht. Warum der Rock im Barock schon vorweggenommen wurde, ist nur eine Frage, der sich Katrin Nussmayr und Wilhelm Sinkovicz diesmal stellen. Daneben geht es auch darum, wie im Barock die musikalischen Regeln geschaffen wurden, die bis heute gelten, wie eine Musik zugleich als überladen gelten und dabei ganz reduziert sein kann – und wie die älteste Oper klingt, die heute noch gespielt wird. Außerdem hören wir uns genau an, woran man Barock-Musik erkennen kann: Das typische Cembalo-Gezirpe ist ein, aber nicht der einzige Hinweis.
Zu hören sind Ausschnitte aus folgenden Aufnahmen:
J. S. Bach (nach A. Vivaldi): Concerto für vier Cembali (Karl Richter Münchner Bachorchester, DG)
„Klassik für Taktlose“ ist Teil des Podcasts „Musiksalon“ und erscheint jeden zweiten Samstag.
Zu hören sind Ausschnitte aus folgenden Aufnahmen:
Joseph Haydn: Die Jahreszeiten
Hans Pfitzner: Die Rose vom Liebesgarten
Arnold Schönberg: Gurrelieder
Joseph Marx: Eine Herbstsymphonie
Hans Werner Henze: Elegie für junge Liebende
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Zu hören sind Ausschnitte aus folgenden Aufnahmen:
Le nozze di Figaro: Arie der Gräfin 3. Akt
Missa brevis G-Dur KV 49
"Waisenhaus-Messe": Crucifixus
Missa in C-Dur KV 337: Aus dem Credo
„Krönungsmesse“ KV 317: Agnus Dei
Mess in c-Moll: Christe
Requiem KV 626: Confutatis
Münchner Kyrie KV 341
Ohne Mozart ist Salzburg kaum vorstellbar – nicht nur die Stadt, sondern auch die dortigen Festspiele, die gerade in vollem Gange sind. Und sonst? Traditionen gibt es viele, doch auch gebrochen werden sie gern. Katrin Nussmayr und Wilhelm Sinkovicz sprechen über das größte Hochkultur-Sommerevent Österreichs: Warum werden die Festspiele auf Raten eröffnet? Was unterscheidet eine Festspiel-Produktion vom regulären Kulturbetrieb? Und was macht eigentlich Anna Netrebko diesen Sommer?
Zu hören sind Ausschnitte aus folgenden Aufnahmen:
B. Martinu: Griechische Passion
Mozart: Figaros Hochzeit
G. Verdi: Macbeth
G. Verdi: La traviata
Mozart: Die Zauberflöte
Zu hören sind Ausschnitte aus folgenden Aufnahmen:
L’enfant et les sortiglèges
Ma mere l’oye
Ondine aus „Gaspard de la nuit“
Mussorgsky/Ravel: Spielende Kinder in den Tuilerien aus „Bilder einer Ausstellung“
„Noel de jouets“
Une barque sur l’ocean aus „Miroirs“
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Zu hören sind Ausschnitte aus folgenden Aufnahmen
Aus »Così fan tutte«:
Terzett aus dem 1. Akt
Arie der Fiordiligi aus dem 2. Akt
Aus »Le nozze di Figaro«
Arie des Figaro aus dem 1. Akt
Arie der Susanna aus dem 4. Akt
Aus »Don Giovanni«
Arie des Don Giovanni aus dem 1. Akt
Aus dem Finale
Aus der »Zauberflöte«
Duett der Priester aus dem 2. Akt
Aus der »Jupiter-Symphonie« KV 551: Trio
Aus dem »Requiem« KV 626: Dies irae
Konzertarie »Vorrei spiegarvi, o Dio« KV 418
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Why so serious? Also fragt Katrin Nussmayr den Klassik-Kritiker in der neuen Folge von "Klassik für Taktlose". Ist die sogenannte klassische Musik ein Eliteprodukt? Wollen sich die Eingeweihten vielleicht gar nicht stören lassen von ahnungslosen Eindringlingen, die die Codes nicht beherrschen? Oder braucht es gar nicht so viel Vorbereitung, um auch Oper und Symphonie genießen zu können?
Mozart: Don Giovanni
Mozart: „Eine kleine Nachtmusik“ KV 525
Mozart: Pariser Symphonie KV 279
Schubert: Der Lindenbaum aus „Die Winterreise“
André Rieu: Waves Of The Danube
H. Bertè: Das Dreimäderlhaus - Finale II
A. Bruckner: Symphonien Nr. 4 und Nr. 8
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