Der Schriftgestalter und Werbezeichner – heute würde man sagen: Grafik-Designer – Andreas Nießen lernte sein Handwerk in der Weimarer Republik und wollte auch im nationalsozialistischen Deutschland und dann in der DDR nichts anderes sein als ein Gebrauchskünstler. Ein Typ Mensch, der sich selbst stets über seine berufliche Leistung definierte, aber immer wieder zu politischer Gefolgschaft genötigt wurde. Eine Diktatur-Biografie, die den einzelnen Menschen zwangsläufig verformt und ins Unglück treibt?
Der Publizist Andreas Möller, Nießens Enkel, geht dieser Frage nach und hat dazu das Sachbuch: "Am Rande Berlins lebt die Intelligenz: Kleinmachnow, mein Großvater und die Reklame fürs Volk" geschrieben. Jörg Schieke befragt Andreas Moeller im Diskurs bei MDR Kultur.
Verfügbar bis 10.01.2027