Klinisch Relevant Podcast

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By Dr. med. Kai Gruhn, Dr. med. Dietrich Sturm, Prof. Markus WübbelerMedicineHealth & Fitness
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Klinisch Relevant Podcast episodes

  • Der perfekte Moment kommt nicht! - mit Martin Werner
    Eine Minute Mut: Impulse für Veränderungen im Gesundheitswesen - Die Audiokolumne mit Martin Werner

    Eine Minute Mut Folge #3: Der perfekte Zeitpunkt kommt nicht!

    Viele Ärztinnen und Ärzte warten auf den richtigen Moment.

    Nach der Facharztprüfung.
    Wenn die Kinder größer sind.
    Wenn das Haus abbezahlt ist.
    Wenn mehr Sicherheit da ist.
    Doch was, wenn der perfekte Zeitpunkt gar nicht kommt?

    In dieser Folge von „Eine Minute Mut“ geht es darum, warum wir oft auf Sicherheit warten – und dadurch die Dinge aufschieben, die uns eigentlich wichtig sind.

    👉 In Folge 1 ging es darum, Veränderung im Kleinen zu beginnen.

    👉 In Folge 2 ging es um den Preis des Nicht-Handelns.
    👉 Diese Folge baut darauf auf und stellt eine entscheidende Frage: Worauf wartest du eigentlich noch?

    Das erwartet dich in dieser Folge

    ● Warum viele Menschen auf den perfekten Zeitpunkt warten
    ● Weshalb Sicherheit oft eine Illusion ist
    ● Eine persönliche Geschichte über meinen Podcast-Start
    ● Warum Ärztinnen und Ärzte besonders anfällig für Perfektionismus sind
    ● Eine Übung, die dir hilft, ins Handeln zu kommen

    Die Übung aus der Folge

    👉 Nimm dir 5 Minuten Zeit und beantworte diese Fragen:

    1. Welche Entscheidung schiebe ich seit Monaten vor mir her?
    2. Kann ich heute einen ersten Schritt machen?
    3. Was könnte realistisch schiefgehen?
    4. Nicht die ganze Entscheidung.
      Nur den ersten Schritt.

      Wer spricht hier?

      Ich bin Martin Werner.
      Ich begleite Ärztinnen und Ärzte bei beruflichen Veränderungen – insbesondere bei der Entscheidung und dem Weg in die Schweiz.
      Dabei erlebe ich täglich, wie schwer Veränderung sein kann – und welche Faktoren wirklich den Unterschied machen.
      Diese Prozesse begleite ich auch unabhängig vom Ort:
      hin zu klaren Entscheidungen und konkreten nächsten Schritten.
      Wenn du diese Übung ausprobierst und:
      ● merkst, dass du festhängst
      ● Unterstützung brauchst
      ● oder deine Gedanken teilen möchtest
      👉 Schreib mir gerne.
      Kontakt & weitere Inhalte
      📩 E-Mail: [email protected]
      🌐 Website: www.docsgoswiss.ch

      Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer Homepage abonnieren und unser Projekt bei Apple Podcasts bewerten würdest. Wenn Du Lust hast, dann findest Du Klinisch Relevant auch bei Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. Falls Du auch einmal einen Beitrag auf Klinisch Relevant zu einem spannenden medizinischen Thema veröffentlichen möchtest, dann melde Dich doch ganz einfach unter [email protected]

      6 min
    5. Die Rolle der Logopädie in der Palliativmedizin - mit Cordula Winterholler

      Logopädie in der Palliativmedizin – mehr als Schlucken und Sprechen

      Mit: Cordula Winterholler

      Worum geht’s in dieser Folge?

      Welche Rolle spielt die Logopädie in der Palliativversorgung? Für viele Kolleg:innen scheint die Antwort zunächst nicht offensichtlich zu sein. Dabei gehören Themen wie Essen, Trinken, Schlucken, Kommunikation und Teilhabe zu den zentralen Bedürfnissen von Menschen mit lebenslimitierenden Erkrankungen.

      In dieser Folge spricht Kai Gruhn mit der Logopädin Cordula Winterholler über die oft unterschätzte Bedeutung der Logopädie in der Palliativmedizin. Anhand konkreter Beispiele – insbesondere aus der Betreuung von Menschen mit ALS – wird deutlich, wie logopädische Expertise Lebensqualität, Autonomie und Kommunikation bis zum Lebensende unterstützen kann.

      Zu Gast

      Cordula Winterholler ist Logopädin, Autorin und Referentin mit besonderem Schwerpunkt auf palliativer Logopädie. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Maria Bartel beschäftigt sie sich seit vielen Jahren mit der Frage, wie logopädische Versorgung in palliativen Settings gestaltet werden kann.

      Zentrale Themen der Folge

      Haben Logopäd:innen überhaupt eine Rolle in der Palliativmedizin?

      Eine provokante Einstiegsfrage der Folge.

      Obwohl Schluckstörungen, Kommunikationsprobleme und Ernährungsfragen im palliativen Alltag häufig auftreten, sind Logopäd:innen bislang vielerorts nicht selbstverständlich in palliative Versorgungsteams integriert.

      Diskutiert werden mögliche Gründe:

      • Palliativmedizin wird häufig ausschließlich mit der Terminalphase assoziiert
      • mangelnde Bekanntheit logopädischer Kompetenzen
      • historisch starke Orientierung der Palliativversorgung an onkologischen Erkrankungen
      • Palliativmedizin beginnt nicht erst am Lebensende

        Ein zentrales Anliegen von Cordula Winterholler:

        Palliative Versorgung beginnt gemäß WHO-Definition bereits mit der Diagnose einer lebenslimitierenden Erkrankung – nicht erst in der Finalphase.

        Dadurch entstehen zahlreiche Ansatzpunkte für logopädische Interventionen:

        • Beratung
        • Symptommanagement
        • Kommunikationsförderung
        • Unterstützung von Alltagsaktivitäten
        • Angehörigenarbeit
        • Schlucken, Essen und Trinken – zentrale Themen bis zuletzt

          Essen und Trinken bedeuten weit mehr als reine Nahrungsaufnahme.

          Besprochen werden:

          • Dysphagie bei neurologischen und onkologischen Erkrankungen
          • Ernährungsmanagement
          • Konsistenzanpassungen
          • Aspirationsrisiken
          • Lebensqualität trotz funktioneller Einschränkungen
          • Dabei steht nicht die Funktionsverbesserung um jeden Preis im Vordergrund, sondern die Frage:

            👉 Was ist für die Patientin oder den Patienten in der aktuellen Lebensphase wichtig?

            ALS als Beispiel für palliative Logopädie

            Frühe Diagnostik und Begleitung

            Am Beispiel der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS) beschreibt Cordula Winterholler die verschiedenen Aufgaben der Logopädie.

            Bereits bei ersten Sprachveränderungen erfolgt:

            • umfassende Diagnostik
            • Schluckdiagnostik
            • Ernährungsassessment
            • Beobachtung von Atemfunktion und Belastbarkeit
            • Oft zeigen sich bereits früh:

              • Gewichtsverlust
              • Mangelernährung
              • kompensierte Schluckstörungen
              • Alltag statt Defizite

                Ein wichtiger Gedanke der Folge:

                Palliative Logopädie orientiert sich nicht primär an Funktionsverlusten, sondern am gelebten Alltag.

                Fragen sind beispielsweise:

                • Wie kann Berufstätigkeit erhalten bleiben?
                • Welche Hilfsmittel entlasten die Kommunikation?
                • Wie lassen sich soziale Aktivitäten weiterhin ermöglichen?
                • Unterstützte Kommunikation und digitale Hilfsmittel

                  Ein besonders spannendes Themenfeld:

                  Die moderne Logopädie nutzt heute eine Vielzahl technischer Möglichkeiten:

                  • Kommunikationshilfen
                  • Sprachcomputer
                  • Augensteuerung
                  • KI-gestützte Systeme
                  • Besprochen wird außerdem das sogenannte Speech Banking:

                    Dabei wird die eigene Stimme aufgezeichnet, solange sie noch ausreichend erhalten ist, um sie später in unterstützten Kommunikationssystemen weiter nutzen zu können.

                    PEG, Ernährung und ethische Entscheidungen

                    Ein wiederkehrendes Thema in der palliativen Versorgung:

                    • Wann sollte eine PEG-Anlage diskutiert werden?
                    • Welche Werte und Wünsche stehen hinter einer Ablehnung?
                    • Wie können Patient:innen bei komplexen Entscheidungen begleitet werden?
                    • Die Folge macht deutlich:

                      Logopäd:innen sind nicht nur therapeutisch tätig, sondern begleiten auch Entscheidungsprozesse und ethische Fragestellungen.

                      Ethik als Kernkompetenz

                      Ein zentrales Kapitel des geplanten Fachbuchs widmet sich ethischen Fragestellungen:

                      • künstliche Ernährung
                      • Autonomie
                      • Lebensqualität
                      • Therapiezieländerungen
                      • Umgang mit existenziellen Fragen
                      • Denn Patient:innen stellen häufig Fragen, die weit über die reine Funktion hinausgehen:

                        „Was soll das alles eigentlich noch?“

                        Auch für solche Gespräche braucht es professionelle Kompetenz und Haltung.

                        Warum Logopädie Teil des Palliativteams sein sollte

                        Cordula Winterholler plädiert dafür, Logopäd:innen nicht nur konsiliarisch hinzuzuziehen, sondern fest in Palliativteams zu integrieren.

                        Gründe hierfür:

                        • kontinuierliche Begleitung
                        • gemeinsame ethische Entscheidungsfindung
                        • Entwicklung einer gemeinsamen Teamhaltung
                        • bessere individuelle Lösungen für Patient:innen und Angehörige
                        • Das neue Fachbuch zur palliativen Logopädie

                          Gemeinsam mit Maria Bartel arbeitet Cordula Winterholler derzeit an einem umfassenden Fachbuch zur palliativen Logopädie.

                          Themen werden unter anderem sein:

                          • Grundlagen der palliativen Logopädie
                          • internationale Perspektiven
                          • Ethik
                          • Kommunikation
                          • Angehörigenarbeit
                          • unterschiedliche palliative Settings
                          • neurologische und onkologische Erkrankungen
                          • Take-Home Messages

                            • Palliative Logopädie beginnt nicht erst in der Sterbephase.
                            • Kommunikation, Schlucken und Essen sind zentrale Aspekte von Lebensqualität.
                            • Logopäd:innen begleiten nicht nur Funktionen, sondern Menschen in komplexen Lebenssituationen.
                            • Unterstützte Kommunikation gewinnt durch Digitalisierung und KI zunehmend an Bedeutung.
                            • Ethische Fragestellungen gehören zum logopädischen Alltag in palliativen Settings.
                            • Eine feste Integration der Logopädie in Palliativteams kann die Versorgung deutlich verbessern.
                            • Hörenswert für

                              • Palliativmediziner:innen
                              • Logopäd:innen
                              • Neurolog:innen
                              • SAPV-Teams
                              • Pflegefachpersonen
                              • Therapeutische Berufe
                              • Alle, die Menschen mit lebenslimitierenden Erkrankungen begleiten
                              • Weitere Informationen

                                • https://forum-logopaedie.de/artikel/angehoerigenarbeit-in-der-palliativen-logopaedie/
                                  • https://www.skvshop.de/logopaedie/palliative-care-978-3-8248-1301-8.html
                                  • Eine Folge über Lebensqualität, Kommunikation und die Frage, wie therapeutische Begleitung auch dann noch sinnvoll sein kann, wenn Heilung nicht mehr das Ziel ist.

                                    Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer Homepage abonnieren und unser Projekt bei Apple Podcasts bewerten würdest. Wenn Du Lust hast, dann findest Du Klinisch Relevant auch bei Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. Falls Du auch einmal einen Beitrag auf Klinisch Relevant zu einem spannenden medizinischen Thema veröffentlichen möchtest, dann melde Dich doch ganz einfach unter [email protected]

                                    30 min
                                  • Gehirntumore - mit Dr. med. Anne Biesalski
                                    Nervensache, Podcast der Deutschen Hirnstiftung meets Klinisch Relevant

                                    In dieser Folge vermitteln wir grundlegendes Wissen rund um das Thema Hirntumore. Dr. Anne Biesalksi, Neurologin und Mitglied des Vorstands der Deutschen Hirnstiftung. erklärt verständlich die wichtigsten medizinischen Zusammenhänge – unterstützt von ihrem Mann Jasper, der ausgewählte Zitate aus Wolfgang Herrndorfs „Arbeit und Struktur“ (mit freundlicher Genehmigung des Rowohlt-Verlags) einliest.

                                    Das erwartet euch:

                                    Hirntumor ist nicht gleich Hirntumor: Tumore unterscheiden sich stark – nicht nur in ihrer Art, sondern auch in ihrer Lage. Das umliegende Gewebe spielt eine entscheidende Rolle dafür, welche Symptome auftreten und welche Behandlung möglich ist.

                                    Primäre vs. sekundäre Tumore: Primäre Hirntumore entstehen direkt im Gehirn. Sekundäre Tumore sind Metastasen – der Krebs hat seinen Ursprung in einem anderen Organ und streut ins Gehirn.

                                    Diagnostik: Die Magnetresonanztomographie (MRT) ist zentral für die Bildgebung. Eine endgültige Diagnose und Sicherheit liefert jedoch meist erst die Gewebeentnahme, häufig mittels stereotaktischer Biopsie.

                                    Therapieansätze: Je nach Tumorart und Lage kommen unterschiedliche Behandlungen infrage, darunter Operation, Bestrahlung und Chemotherapie. Auch mögliche Strahlenschäden werden thematisiert.

                                    Interdisziplinäre Zusammenarbeit: Die Behandlung erfolgt selten isoliert – verschiedene Fachrichtungen arbeiten eng zusammen, um die bestmögliche Therapie zu gewährleisten.

                                    Diese Folge bietet eine verständliche Grundlage für alle, die sich erstmals mit dem Thema Hirntumore beschäftigen oder ihr Wissen auffrischen möchten. In Kürze geht es weiter – dann wieder im gewohnten Format.

                                    Viel Spaß beim Zuhören.

                                    Wir danken Klinisch Relevant für diese schöne Kooperation.

                                    Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer Homepage abonnieren und unser Projekt bei Apple Podcasts bewerten würdest. Wenn Du Lust hast, dann findest Du Klinisch Relevant auch bei Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. Falls Du auch einmal einen Beitrag auf Klinisch Relevant zu einem spannenden medizinischen Thema veröffentlichen möchtest, dann melde Dich doch ganz einfach unter [email protected]

                                    33 min
                                  • Psychiatrische Vorstellungsgründe in deutschen Notfallambulanzen - mit Dr. Heribert Kirchner

                                    Nichtdringliche psychiatrische Vorstellungsgründe in deutschen Notaufnahmen

                                    Dr. Heribert Kirchner

                                    Worum geht’s in dieser Folge?

                                    Psychiatrische Patient:innen gehören längst zum Alltag deutscher Notaufnahmen. Doch wie häufig stellen sich Menschen mit psychischen Beschwerden vor, ohne dass ein akut behandlungsbedürftiger Notfall vorliegt? Welche Diagnosen stehen dahinter? Und was bedeutet das für ein Gesundheitssystem, dessen Notaufnahmen zunehmend an ihre Belastungsgrenzen geraten?

                                    In dieser Folge spricht Dr. Heribert Kirchner über die erste bundesweite Studie zu nichtdringlichen psychiatrischen Vorstellungen in deutschen Notaufnahmen und ordnet die Ergebnisse aus versorgungswissenschaftlicher Perspektive ein.

                                    Zu Gast

                                    Dr. Heribert Kirchner ist Psychiater und Versorgungsforscher. Gemeinsam mit Kolleg:innen um Prof. Broska und Prof. Pajonk untersuchte er erstmals bundesweit die Entwicklung psychiatrischer Notfallvorstellungen anhand von Abrechnungsdaten der Kassenärztlichen Bundesvereinigung.

                                    Die Studie im Überblick

                                    "Trends in Non-Urgent Mental Health Presentations to Emergency Departments – Insights from the First Nationwide Study in Germany"

                                    Veröffentlicht in der Fachzeitschrift Psychiatry Research.

                                    Was wurde untersucht?

                                    Bisher gab es in Deutschland kaum belastbare Daten zur Frage, wie häufig sich Menschen mit nichtdringlichen psychiatrischen Beschwerden in Notaufnahmen vorstellen.

                                    Für die Studie wurden bundesweite Abrechnungsdaten analysiert:

                                    • Zeitraum: 2012–2022
                                    • bundesweite Datenerhebung
                                    • interdisziplinäre Notaufnahmen
                                    • psychiatrische Diagnosen mit Notfallkennzeichnung
                                    • Damit liefert die Arbeit erstmals einen Überblick über die Entwicklung psychiatrischer Notfallvorstellungen über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren.

                                      Zentrale Ergebnisse

                                      Psychiatrische Notfälle sind kein Randphänomen

                                      Psychiatrische Vorstellungsgründe gehören mittlerweile zu den häufigsten Gründen für eine Notaufnahmevorstellung.

                                      Im Vergleich der Fachbereiche liegen sie hinter:

                                      1. internistischen Notfällen
                                      2. traumatologisch-unfallchirurgischen Notfällen
                                      3. neurologischen Notfällen
                                      4. und zählen damit zu den versorgungsrelevanten Patientengruppen in deutschen Notaufnahmen.

                                        Wie häufig sind nichtdringliche psychiatrische Vorstellungen?

                                        Die Analyse zeigt:

                                        • geschätzt 250.000 bis 300.000 nichtdringliche psychiatrische Vorstellungen pro Jahr
                                        • etwa 2–3 % aller Notaufnahmekontakte
                                        • deutlicher Anstieg über den Beobachtungszeitraum
                                        • Obwohl der prozentuale Anteil zunächst klein erscheint, entstehen aufgrund der hohen Gesamtzahl von Notaufnahmebesuchen erhebliche absolute Fallzahlen.

                                          Welche Diagnosen stehen im Vordergrund?

                                          Angst- und Panikstörungen

                                          Eine der überraschendsten Beobachtungen der Studie:

                                          • Angst- und Panikstörungen machten einen besonders großen Anteil der nichtdringlichen Vorstellungen aus.
                                          • Die Forschenden hatten ursprünglich erwartet, dass depressive Erkrankungen häufiger vertreten sein würden.

                                            Affektive Störungen

                                            Ebenfalls häufig:

                                            • depressive Episoden
                                            • andere affektive Erkrankungen
                                            • Substanzassoziierte Vorstellungen

                                              Besonders relevant:

                                              • alkoholassoziierte Vorstellungsgründe
                                              • Darüber hinaus wurden cannabisassoziierte Vorstellungen gesondert analysiert.

                                                Warum landen Betroffene in der Notaufnahme?

                                                Die Folge diskutiert verschiedene Ursachen:

                                                Hohe Verfügbarkeit der Notaufnahme

                                                Für viele Menschen ist die Notaufnahme:

                                                • rund um die Uhr erreichbar
                                                • niedrigschwellig zugänglich
                                                • als kompetente Anlaufstelle bekannt
                                                • Mangelnde Versorgungsangebote

                                                  Häufige Gründe:

                                                  • lange Wartezeiten auf ambulante Termine
                                                  • regionale Unterversorgung
                                                  • fehlende Krisenangebote
                                                  • Viele Betroffene erleben ihre Situation subjektiv als Notfall und suchen deshalb Hilfe in der Zentralen Notaufnahme.

                                                    Sinkende Gesundheitskompetenz?

                                                    Diskutiert wird außerdem die Frage, ob Patient:innen heute schwieriger einschätzen können, welche Beschwerden tatsächlich notfallmedizinisch behandelt werden müssen und welche besser in anderen Versorgungsstrukturen aufgehoben wären.

                                                    ⚠️ Besondere Herausforderungen für Notaufnahmen

                                                    Psychiatrische Notfälle sind schwer zu triagieren

                                                    Im Gegensatz zu:

                                                    • Schlaganfall
                                                    • Herzinfarkt
                                                    • Trauma
                                                    • existieren für viele psychiatrische Beschwerden keine klaren diagnostischen Algorithmen.

                                                      Das stellt Notaufnahmen vor besondere Herausforderungen:

                                                      • schwierige Priorisierung
                                                      • hoher Gesprächsbedarf
                                                      • begrenzte psychiatrische Expertise vor Ort
                                                      • Überfüllung hat Konsequenzen

                                                        Die zunehmende Belastung deutscher Notaufnahmen ist mehr als ein organisatorisches Problem.

                                                        Überfüllte Notaufnahmen sind assoziiert mit:

                                                        • längeren Wartezeiten
                                                        • geringerer Versorgungsqualität
                                                        • längeren Aufenthaltsdauern
                                                        • erhöhter Mortalität
                                                        • Lösungsansätze

                                                          Diskutiert werden verschiedene Strategien:

                                                          • bessere Patientensteuerung
                                                          • Ausbau von Bereitschaftsdienststrukturen
                                                          • integrierte Leitstellenmodelle
                                                          • stärkere Aufklärung der Bevölkerung
                                                          • Verbesserung ambulanter psychiatrischer Versorgungsangebote
                                                          • telemedizinische Konzepte
                                                          • Dabei wird deutlich:

                                                            Eine nachhaltige Lösung kann nur durch Veränderungen sowohl auf Patienten- als auch auf Systemebene gelingen.

                                                            Take-Home Messages

                                                            • Psychiatrische Vorstellungsgründe gehören zu den häufigsten Gründen für einen Besuch in der Notaufnahme.
                                                            • Nichtdringliche psychiatrische Vorstellungen nehmen seit Jahren zu.
                                                            • Angst- und Panikstörungen spielen eine größere Rolle als bislang angenommen.
                                                            • Überfüllte Notaufnahmen beeinträchtigen die Versorgungsqualität nachweislich.
                                                            • Psychiatrische Patient:innen benötigen oft andere Versorgungsstrukturen als klassische Notfallpatient:innen.
                                                            • Die Ergebnisse der Studie haben hohe gesundheitspolitische und versorgungswissenschaftliche Relevanz.
                                                            • 📖 Weiterführende Literatur

                                                              Kirchner H. et al.

                                                              Trends in Non-Urgent Mental Health Presentations to Emergency Departments – Insights from the First Nationwide Study in Germany

                                                              🎧 Hörenswert für

                                                              • Ärzt:innen in Notaufnahme, Psychiatrie und Allgemeinmedizin
                                                              • Pflegefachpersonen
                                                              • Rettungsdienstpersonal
                                                              • Versorgungsforscher:innen
                                                              • Gesundheitsmanager:innen
                                                              • Gesundheitspolitisch Interessierte
                                                              • 🔗 Weitere Informationen

                                                                • Klinisch Relevant
                                                                • Eine spannende Folge über die Schnittstelle zwischen Psychiatrie, Notfallmedizin und Gesundheitssystem – und darüber, warum steigende Patientenzahlen allein noch nicht die ganze Geschichte erzählen.

                                                                  Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer Homepage abonnieren und unser Projekt bei Apple Podcasts bewerten würdest. Wenn Du Lust hast, dann findest Du Klinisch Relevant auch bei Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. Falls Du auch einmal einen Beitrag auf Klinisch Relevant zu einem spannenden medizinischen Thema veröffentlichen möchtest, dann melde Dich doch ganz einfach unter [email protected]

                                                                  18 min
                                                                • Radiologische Zeichen der Spondylolyse und Spondylolisthesis - mit PD Dr. Ahi Sema Issever
                                                                  "I saw the sign" - die Podcast-Serie zu klinischen Zeichen
                                                                  Klinische Zeichen der Wirbelsäule: Spondylolyse, Scotty Dog, Darth Vader & Inverted Napoleon Hat Sign

                                                                  In dieser Episode erklären wir drei wichtige röntgenologische Zeichen, die auf eine Spondylolyse und Spondylolisthesis hinweisen können. Expertenwissen und anschauliche Beschreibungen helfen, diese Befunde in der klinischen Praxis zu erkennen und besser zu verstehen.

                                                                  Key Topics
                                                                  • Grundlagen der Spondylolyse: Definition, Lokalisation & Ursachen
                                                                  • Zusammenhang zwischen Spondylolyse und Spondylolisthesis
                                                                  • Das Scotty Dog-Sign im Röntgen: Erkennung und Bedeutung
                                                                  • Das Darth Vader-Zeichen im CT: Entwicklung und Anwendung
                                                                  • Das Inverted Napoleon Hat Sign bei fortgeschrittener Spondylolisthesis
                                                                  • Einsatz der bildgebenden Verfahren (Röntgen, CT) bei Wirbelsäulenbefunden
                                                                  • Bedeutung der frühzeitigen Erkennung zur Vermeidung von Komplikationen
                                                                  • Hinweise auf klinische Anwendungen und praktische Tipps für Radiologen & Orthopäden
                                                                  • Einladung zur Entwicklung eigener radiologischer Zeichen
                                                                  • Timestamps

                                                                    00:00 - Begrüßung und Einleitung: Klinische Zeichen der Wirbelsäule

                                                                    00:31 - Was ist eine Spondylolyse? Definition und Lokalisation im Lendenwirbel
                                                                    01:07 - Anatomie der Wirbelsäule: Pass interarticularis und deren Bedeutung
                                                                    02:02 - Zusammenhang zwischen Spondylolyse, Spondylolisthesis und degenerativen Prozessen
                                                                    02:58 - Ursachen und Häufigkeit bei jüngeren Athleten
                                                                    03:27 - Der Unterschied: angeborene Spondylolisthesis vs. erworbene Spondylolyse
                                                                    05:17 - Zusammenfassung: Wiederholung der Begrifflichkeiten
                                                                    05:40 - Vorbereitung auf die röntgenologischen Zeichen: Melodie & Überleitung
                                                                    06:18 - Das Scotty Dog-Sign im Röntgen: Erkennung auf schrägen Aufnahmen
                                                                    07:13 - Anatomische Details: Pedikel, Gelenkfortsätze und die Pars interarticularis
                                                                    08:12 - Das Halsband bei Scotty Dog: Hinweise auf Spondylolyse
                                                                    08:42 - Grenzen der Röntgendiagnostik: Vorteile des CT bei Spondylolyse
                                                                    09:04 - Das Scotty-Dog-Sign: praktische Anwendung & Sensitivität
                                                                    09:27 - Das Darth Vader- Zeichen im CT: Entwicklung und Validierung
                                                                    10:11 - Bedeutung des Darth Vader-Hakens: Erkennung im Routinet-CT
                                                                    11:06 - Frühzeitige Erkennung der Spondylolyse und Signale im Abdomen-CT
                                                                    12:32 - Darth Vader-Helm: Diskontinuität der Pars interarticularis
                                                                    13:02 - Evaluierung und klinische Relevanz des Darth Vader-Zeichens
                                                                    13:41 - Literatur & Referenzen: Weiterführende Informationen
                                                                    14:03 - Der Inverted Napoleon Head Sign: Bei fortgeschrittener Spondylolisthesis
                                                                    15:23 - Mechanismus: Was zeigt der umgedrehte Napoleon-Hut?
                                                                    15:52 - Praxis: Wann sollte man diese Zeichen im Röntgen erkennen?
                                                                    16:38 - Diskussion: Weiterführender Einsatz von Röntgen vs. CT
                                                                    17:23 - Zusammenfassung der klinischen Zeichen: Scotty Dog, Darth Vader & Napoleon Sign
                                                                    18:12 - Blick in die Zukunft: Neue Entwicklungen & Zeichen in der Radiologie
                                                                    20:10 - Ausblick auf die nächste Folge: Kinder-Radiologie & eine neue Zeichnung

                                                                    Resources & Links
                                                                    • Spondylolyse und Spondylolisthesis - Fachartikel
                                                                    • Connect with the Guests:
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                                                                      • Viel Erfolg beim Erkennen der Zeichen in der Praxis! Bei Fragen oder eigenen Zeichen-Ideen freuen wir uns über Dein Feedback!

                                                                        👉 Diese Podcast-Folge wird von der Hire a Doctor Group gesponsert.

                                                                        👉 Doppelstelle in der diagnostischen Radiologie
                                                                        Bewerben Sie sich jetzt auf die Facharzt-/Oberarztstelle für diagnostische Radiologie in einem akademischen Lehrkrankenhaus der Schwerpunktversorgung mit angeschlossenem MVZ im landschaftlich reizvollen Brandenburg. Auf Sie warten eine abwechslungsreiche Tätigkeit im ambulanten und stationären Setting sowie flexible Arbeitszeitmodelle inklusive Homeoffice-Möglichkeiten für Dienste.

                                                                        Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer Homepage abonnieren und unser Projekt bei Apple Podcasts bewerten würdest. Wenn Du Lust hast, dann findest Du Klinisch Relevant auch bei Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. Falls Du auch einmal einen Beitrag auf Klinisch Relevant zu einem spannenden medizinischen Thema veröffentlichen möchtest, dann melde Dich doch ganz einfach unter [email protected]

                                                                        22 min
                                                                      • E-Scooter: kleine Räder, großes Risiko - mit Prof. Lars Wojtecki
                                                                        "Lars ma' hören!" - Prof. Wojteckis Brain Radio

                                                                        Klinisch Relevant – Sonderfolge: Lars ma’hören

                                                                        E-Scooter: Kleine Räder, großes Risiko?

                                                                        Mit: Prof. Lars Wojtecki

                                                                        Worum geht’s in dieser Folge?

                                                                        E-Scooter gehören inzwischen selbstverständlich zum Stadtbild. Sie gelten als praktisch, flexibel und umweltfreundlich. Doch wie sicher sind sie eigentlich?

                                                                        In dieser Ausgabe von „Lars ma’hören“ wirft Prof. Lars Wojtecki einen Blick auf aktuelle Unfallanalysen und diskutiert, warum viele schwere E-Scooter-Unfälle nicht durch andere Verkehrsteilnehmer verursacht werden – sondern durch scheinbar harmlose Hindernisse und menschliche Faktoren.

                                                                        Die Datenlage

                                                                        Grundlage der Folge ist eine große Unfallanalyse der Björn Steiger Stiftung, die schwere und tödliche E-Scooter-Unfälle untersucht hat.

                                                                        Ein zentrales Ergebnis:

                                                                        • Rund 45 % der schweren und tödlichen E-Scooter-Unfälle sind Alleinunfälle.
                                                                        • In diesen Fällen sind keine anderen Verkehrsteilnehmer beteiligt – lediglich Fahrer:in, Roller und Sturz.
                                                                        • Zentrale Erkenntnisse

                                                                          1. Die Gefahr steckt oft im Detail

                                                                          Mehr als 90 % der Alleinunfälle werden durch kleine Hindernisse ausgelöst:

                                                                          • Bordsteinkanten
                                                                          • Bodenwellen
                                                                          • Unebenheiten
                                                                          • Steine oder Schlaglöcher
                                                                          • spontane Ausweichmanöver
                                                                          • Was für Fahrradfahrer:innen oft harmlos erscheint, kann auf dem E-Scooter schnell zum Kontrollverlust führen.

                                                                            2. Alkohol spielt eine wichtige Rolle

                                                                            Ein weiterer Befund:

                                                                            Bei Alleinunfällen findet sich überdurchschnittlich häufig Alkoholkonsum.

                                                                            Bereits geringe Mengen Alkohol können beeinträchtigen:

                                                                            • Gleichgewicht
                                                                            • Koordination
                                                                            • Reaktionsfähigkeit
                                                                            • Stabilitätskontrolle
                                                                            • Gerade beim E-Scooter reichen minimale Verzögerungen in der Ausgleichsbewegung aus, um einen Sturz auszulösen.

                                                                              3. Warum sind E-Scooter so instabil?

                                                                              Die Konstruktion bringt einige physikalische Nachteile mit sich:

                                                                              • kleine Räder
                                                                              • hohe Schwerpunktlage
                                                                              • stehende Fahrposition
                                                                              • geringe Fahrstabilität
                                                                              • Kommt es zu einem abrupten Stopp des Vorderrads, bewegt sich der Körper weiter nach vorne – oft mit direkter Sturzfolge.

                                                                                4. Kollisionen mit anderen Verkehrsteilnehmern

                                                                                Nur ein kleinerer Anteil der schweren Unfälle entsteht durch Zusammenstöße.

                                                                                Typische Szenarien:

                                                                                • Abbiegeunfälle
                                                                                • Übersehen von E-Scooter-Fahrenden
                                                                                • Kollisionen mit Pkw
                                                                                • Besonders häufig sind Situationen, in denen andere Verkehrsteilnehmer die Geschwindigkeit oder Position des Scooters falsch einschätzen.

                                                                                  5. Der Kopf ist besonders gefährdet

                                                                                  Die gute Nachricht:

                                                                                  Die meisten E-Scooter-Unfälle verlaufen glimpflich.

                                                                                  Kommt es jedoch zu schweren Verletzungen, betrifft dies besonders häufig:

                                                                                  den Kopf.

                                                                                  Etwa die Hälfte der schweren Verletzungen betrifft den Kopfbereich – ein Befund mit hoher Relevanz für Notfallmedizin, Neurologie und Neurochirurgie.

                                                                                  Welche Konsequenzen ergeben sich daraus?

                                                                                  Die Unfallforscher diskutieren verschiedene Präventionsmaßnahmen:

                                                                                  • konsequenter Verzicht auf Alkohol
                                                                                  • stärkere Nutzung von Fahrradhelmen
                                                                                  • Geschwindigkeitsbegrenzungen
                                                                                  • technische Anpassungen der Fahrzeuge
                                                                                  • Ein besonders interessanter Ansatz:

                                                                                    ➡️ größere Räder.

                                                                                    Schon kleine technische Veränderungen könnten die Stabilität deutlich verbessern und das Unfallrisiko reduzieren.

                                                                                    Take-Home Messages

                                                                                    • Viele schwere E-Scooter-Unfälle sind Alleinunfälle.
                                                                                    • Kleine Hindernisse reichen häufig aus, um einen Sturz auszulösen.
                                                                                    • Alkohol verstärkt das Risiko erheblich.
                                                                                    • Kopfverletzungen gehören zu den häufigsten schweren Unfallfolgen.
                                                                                    • Prävention umfasst sowohl Fahrverhalten als auch technische Verbesserungen.
                                                                                    • Manchmal können kleine technische Veränderungen eine große Wirkung entfalten.
                                                                                    • Über „Lars ma’hören“

                                                                                      Einmal im Monat ordnet Prof. Lars Wojtecki spannende wissenschaftliche Arbeiten und aktuelle Daten aus den Neurowissenschaften, der Medizin und angrenzenden Forschungsfeldern ein – kompakt, kritisch und praxisnah.

                                                                                      🔗 Weitere Informationen

                                                                                      • Klinisch Relevant
                                                                                      • „Kleine Räder, große Gefahr“ – eine ebenso einfache wie eindrückliche Botschaft dieser Folge. 🛴🧠

                                                                                        Studie zum Thema E-Scooter

                                                                                        Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer Homepage abonnieren und unser Projekt bei Apple Podcasts bewerten würdest. Wenn Du Lust hast, dann findest Du Klinisch Relevant auch bei Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. Falls Du auch einmal einen Beitrag auf Klinisch Relevant zu einem spannenden medizinischen Thema veröffentlichen möchtest, dann melde Dich doch ganz einfach unter [email protected]

                                                                                        4 min
                                                                                      • Raucherentwöhnung - mit Dr. Hans Jörg Baumann

                                                                                        Kennst Du schon die Fortbildungen von Klinisch Relevant? Schau Dich hier gerne mal um!

                                                                                        In diesem Podcast thematisieren wir, wie Rauchen verschiedene Krankheiten beeinflusst und sprechen über praktische Kommunikationstipps für Gesundheitsfachkräfte, die Patienten zum Aufhören motivieren möchten. Dr. Hans Jörg Baumann teilt evidenzbasierte Strategien und klärt Missverständnisse rund um den Rauchstopp auf.

                                                                                        Hauptthemen:

                                                                                        • Die Korrelation zwischen Rauchen und Krankheiten wie COPD, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs
                                                                                        • Die Bedeutung der frühen Prävention statt der Behandlung von Schäden
                                                                                        • Sozioökonomische Faktoren, die die Raucherprävalenz beeinflussen
                                                                                        • Die Auswirkungen und Missverständnisse über E-Zigaretten und Vaping
                                                                                        • Praktische Methoden für Ärzte, um Patienten zum Rauchstopp zu motivieren
                                                                                        • Die Rolle der Suchtbehandlung und Verhaltensmaßnahmen beim Aufhören
                                                                                        • Umgang mit Ängsten vor Gewichtszunahme während des Aufhörens
                                                                                        • Kosten-Nutzen und gesellschaftliche Auswirkungen von Rauchverboten und Ausstiegsprogrammen
                                                                                        • Zeitstempel:

                                                                                          00:00 - Einführung in die Bedeutung der Prävention rauchbedingter Krankheiten
                                                                                          02:24 - Aktuelle Raucherquoten in Deutschland und sozioökonomische Faktoren
                                                                                          04:02 - Häufigste rauchbedingte Krankheiten in verschiedenen Fachgebieten
                                                                                          05:43 - Überblick über Abhängigkeit und Behandlungsoptionen für Tabaksucht
                                                                                          09:01 - Die Wirksamkeit des Aufhörens zur Reduzierung von Krankheitsrisiken und Sterblichkeit
                                                                                          10:50 - Wie man schwere Tabaksucht für gezielte Behandlung identifiziert
                                                                                          12:12 - Auswirkungen des Rauchstopps auf COPD-Exazerbationen und Gesundheitskosten
                                                                                          14:56 - Die nicht-lineare Risikobeziehung zwischen gerauchten Zigaretten und kardiovaskulären Ereignissen
                                                                                          16:20 - Warum kontrollierte Rauchreduktion weniger effektiv ist als vollständiger Stopp
                                                                                          17:42 - Herausforderungen bei der Motivation von Patienten und die Bedeutung sinnvoller Gespräche
                                                                                          22:35 - Strategien zur Unterstützung von Patienten beim Rauchstopp, einschließlich Verhaltens- und pharmakologischer Methoden
                                                                                          25:54 - Die Bedeutung strukturierter Ausstiegsprogramme und verfügbarer Ressourcen
                                                                                          30:50 - Umgang mit Gewichtszunahmebedenken und wissenschaftliche Beweise zur Entkräftung von Mythen
                                                                                          32:16 - Langzeitdaten zu den Auswirkungen des Rauchstopps und die Rolle von E-Zigaretten
                                                                                          37:23 - Politische und industrielle Einflüsse auf Tabak- und E-Zigarettenmärkte
                                                                                          39:22 - Umwelt- und ökologische Probleme im Zusammenhang mit E-Zigaretten und Batteriemüll
                                                                                          43:03 - Praktische Kommunikationstipps und verfügbare Schulungsressourcen für Ärzte

                                                                                          Ressourcen & Links:

                                                                                          Studie Debra zum Rauchverhalten

                                                                                          Rauchfrei vom Bundesinstitut für Gesundheit

                                                                                          Fortbildung der DGP zur Raucherentwöhnung

                                                                                          Vielen Dank fürs Zuhören, und denk daran: Das effektivste Werkzeug zur Förderung des Aufhörens ist das Gespräch des Gesundheitsfachmanns — ein Handwerk, das erlernt und perfektioniert werden kann.

                                                                                          Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer Homepage abonnieren und unser Projekt bei Apple Podcasts bewerten würdest. Wenn Du Lust hast, dann findest Du Klinisch Relevant auch bei Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. Falls Du auch einmal einen Beitrag auf Klinisch Relevant zu einem spannenden medizinischen Thema veröffentlichen möchtest, dann melde Dich doch ganz einfach unter [email protected]

                                                                                          46 min
                                                                                        • Delir bei älteren Patienten: 10 wichtige Fakten für die Klinik- mit PD Christine Thomas und Prof. Christine von Arnim
                                                                                          Kooperationsfolge mit der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie

                                                                                          Dieser Podcast ist der Kooperations-Serie mit der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie

                                                                                          Hör Dir daher unbedingt auch die anderen Podcasts aus dieser Serie an:

                                                                                          1. Gerontorheumatologie - mit PD Dr. Björn Bühring

                                                                                          2. Impfen beim älteren Menschen - mit Dr. Anja Kwetkat

                                                                                          3. Schluckstörungen im Alter - mit Prof. Rainer Dziewas

                                                                                          4. Osteoporose bei geriatrischen Patienten - mit Prof. Lorenz Hofbauer

                                                                                          5. Alterstraumatologie - mit Prof. Markus Gosch

                                                                                          6. Geriatrische Reha - mit Frau Prof. Petra Benzinger

                                                                                          7. Schmerz beim älteren Menschen - mit PD Dr. Albert Lukas

                                                                                          8. Der geriatrische Patient in der Notfallambulanz- mit Prof. Katrin Singler

                                                                                          9. Kann man das Altern therapieren?! - mit Prof. Andreas Simm

                                                                                          10. Summary

                                                                                            In dieser Folge des Podcasts 'Klinisch Relevant' diskutieren wir mit Experten die wichtigsten Aspekte der Delir-Prävention und -Behandlung bei älteren Patienten. Es werden klinische Strategien, Risikofaktoren und innovative Ansätze vorgestellt, um ein Delir frühzeitig zu erkennen und effektiv zu behandeln.

                                                                                            Key topics

                                                                                            • Formen des Delirs: hyperaktiv und hypoaktiv
                                                                                            • Ursachen des Delirs: Neurotransmitter, Infektionen, metabolische Veränderungen
                                                                                            • Risikofaktoren: Alter, kognitive Beeinträchtigung, Medikamente
                                                                                            • Prävention: Screening, Aktivierung, sensorische Unterstützung
                                                                                            • Diagnostik: EEG, Labor, Bildgebung
                                                                                            • Behandlung: Ursachenmanagement, medikamentöse und nicht-pharmakologische Maßnahmen
                                                                                            • Folgen des Delirs: Langzeitprognose, Demenzrisiko, Mortalität
                                                                                            • Chapters

                                                                                              00:00 Einführung in das Thema Delir

                                                                                              03:42 Formen und Ursachen des Delirs
                                                                                              08:54 Prävention des Delirs
                                                                                              13:57 Folgen eines Delirs
                                                                                              17:40 Risikobewertung vor Operationen
                                                                                              19:07 Präventions- und Behandlungsstrategien
                                                                                              25:47 Delirrisiko und Patientenmanagement
                                                                                              28:25 Kausal- und syndromale Behandlung von Delir
                                                                                              34:03 Symptomatische Behandlung und Medikation
                                                                                              38:35 Delir-Prävention und Finanzierung
                                                                                              46:18 Kernaspekte der Delirbehandlung und -prävention

                                                                                              Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer Homepage abonnieren und unser Projekt bei Apple Podcasts bewerten würdest. Wenn Du Lust hast, dann findest Du Klinisch Relevant auch bei Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. Falls Du auch einmal einen Beitrag auf Klinisch Relevant zu einem spannenden medizinischen Thema veröffentlichen möchtest, dann melde Dich doch ganz einfach unter [email protected]

                                                                                              52 min
                                                                                            • Ambulante Spezialisierte Versorgung Multiple Sklerose - mit Dr. Klaus Gehring
                                                                                              Klinisch Relevant meets Reine Nervensache

                                                                                              Kennst Du schon die Fortbildungen von Klinisch Relevant? Schau Dich hier gerne einmal um!

                                                                                              *Klinisch relevant meets Reine Nervensache: ASV Multiple Sklerose

                                                                                              In dieser Episode erkunden wir wichtige Entwicklungen in der Neurologie, mit einem Fokus auf die ambulante spezialfachärztliche Versorgung (ASV) und deren Einfluss auf die Versorgung der Multiplen Sklerose (MS), interdisziplinäre Zusammenarbeit und zukünftige Richtungen. Mit dem Experten Dr. Klaus Gehring, Vorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Neurologen, beleuchtet die Diskussion aktuelle Herausforderungen, rechtliche Rahmenbedingungen und die sich entwickelnde Landschaft der spezialisierten ambulanten Versorgung.

                                                                                              Wichtige Themen:

                                                                                              • Einführung in die ASV: Definition, Zweck und regulatorischer Hintergrund
                                                                                              • Organisation der ASV über verschiedene medizinische Fachrichtungen, insbesondere bei MS
                                                                                              • Die Rolle interdisziplinärer Teams, einschließlich Neurologie, Gynäkologie und Radiologie
                                                                                              • Praktische Erfahrungen mit der Implementierung der ASV in verschiedenen Regionen
                                                                                              • Herausforderungen bei der Anwendung, einschließlich bürokratischer Hürden und administrativer Belastung
                                                                                              • Die Zukunft der ASV bei seltenen Krankheiten und der Erweiterung der Indikationen wie Alzheimer und Neurofibromatose
                                                                                              • Die Bedeutung des Föderalismus und regionaler Unterschiede bei der ASV-Einführung
                                                                                              • Einblicke in wirtschaftliche Überlegungen, Vergütung und die Rolle der Berufspolitik
                                                                                              • Innovationen in der neurologischen Praxis—Technologie, Überwachung und strukturelle Evolution
                                                                                              • Persönliche Erfahrungen von Ärzten, die klinische Arbeit mit politischem Engagement und Teammanagement in Einklang bringen
                                                                                              • Zeitstempel:

                                                                                                (00:00) - Begrüßung und Episodenüberblick: Kombination klinischer Einblicke mit Politik und Praxis
                                                                                                (00:24) - Vorstellung des Gastes Klaus Gehring, MS-Spezialist und Verfechter der ASV
                                                                                                (01:16) - Bedeutung der interdisziplinären Zusammenarbeit in der Neurologie
                                                                                                (02:02) - Struktur der ASV: Teamzusammensetzung, rechtliche Rahmenbedingungen und regionale Variation
                                                                                                (04:35) - Was ist ASV? Zweck, berechtigte Bedingungen und Umfang
                                                                                                (06:37) - Integration verschiedener Fachrichtungen in die ASV für komplexe Krankheiten
                                                                                                (08:07) - Erfahrungen mit der ASV bei MS und anderen neurologischen Erkrankungen
                                                                                                (09:44) - Die Rolle der Regulierungsbehörden und Verhandlungen bei der Gestaltung der ASV
                                                                                                (11:39) - Aufbau einer neuen ASV: Verträge, Zusammenarbeit mit Krankenhäusern und regionale Netzwerke
                                                                                                (13:25) - Motivation von Kollegen zur Teilnahme an der ASV; finanzielle und bürokratische Anreize
                                                                                                (14:42) - Vorteile der ASV: verbesserte interdisziplinäre Patientenversorgung und Spezialistenkoordination
                                                                                                (16:05) - Herausforderungen bei Antragsverfahren und regionalen Start-up-Erfahrungen
                                                                                                (17:16) - Festlegung von Patientenvolumenschwellen und Management seltener Krankheitsindikationen
                                                                                                (18:33) - Bewertung, ob Krankenhäuser wirklich spezialisiert sind oder nur die ASV als Trend übernehmen
                                                                                                (21:03) - Typische Patientenprofile und Servicebereitstellung in der ASV
                                                                                                (22:17) - Erweiterung der ASV um Blasen- und andere Symptommanagement
                                                                                                (23:40) - Zukünftige Entwicklungen: ASV für Alzheimer, Neurofibromatose und Kardiomyopathien
                                                                                                (26:27) - Die sich entwickelnde Rolle der Neurologie in der ASV und Potenzial für Strukturreformen
                                                                                                (39:30) - Einfluss des Föderalismus und regionaler Unterschiede auf die ASV-Einführung
                                                                                                (42:30) - Praktische Ratschläge für Ärzte: Dokumentation, Teambildung und Politiknavigation
                                                                                                (42:56) - Schlussbemerkungen und Zukunftsausblick

                                                                                                Ressourcen & Links:

                                                                                                ASV - Ambulante spezialfachärztliche Versorgung
                                                                                                Klaus Gehring
                                                                                                MS Kompetenznetzwerk

                                                                                                Diese Episode bietet umfassende Einblicke für Neurologen, Spezialisten und politische Entscheidungsträger, die daran interessiert sind, die spezialisierte ambulante Versorgung zu verbessern und die komplexen Rahmenbedingungen der ASV zu navigieren. Bleiben Sie dran für zukünftige Episoden zu innovativen Gesundheitsmodellen.

                                                                                                Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer Homepage abonnieren und unser Projekt bei Apple Podcasts bewerten würdest. Wenn Du Lust hast, dann findest Du Klinisch Relevant auch bei Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. Falls Du auch einmal einen Beitrag auf Klinisch Relevant zu einem spannenden medizinischen Thema veröffentlichen möchtest, dann melde Dich doch ganz einfach unter [email protected]

                                                                                                45 min
                                                                                              • DMEA 2026 - mit Dr. Johanna Ludwig und Dr. Timothy Goering

                                                                                                👉Kennst Du schon die Fortbildungen von Klinisch Relevant? Schau gerne mal nach unseren aktuellen Kursen!

                                                                                                🎙️ Shownotes – Live von der DMEA in Berlin

                                                                                                Für diese besondere Podcastfolge waren wir – Kai und Dietrich – live auf der DMEA in Berlin unterwegs. Die DMEA gilt als eines der wichtigsten Events für digitale Gesundheitsversorgung in Europa und bringt jedes Jahr Expert:innen aus Medizin, IT, Politik und Gesundheitswirtschaft zusammen.

                                                                                                Mitten auf der Messe – in einer gläsernen Podcast-Box – haben wir über Digitalisierung im Gesundheitswesen gesprochen:

                                                                                                Was läuft bereits gut? Wo hakt es im klinischen Alltag? Und wie schaffen wir es, digitale Lösungen wirklich sinnvoll in die Versorgung zu integrieren?

                                                                                                Außerdem hatten wir die Gelegenheit, mit zwei spannenden Gästen zu sprechen:

                                                                                                • Dr. Johanna Ludwig

                                                                                                  Sie gab uns spannende Einblicke in die Weiterentwicklung der Telematikinfrastruktur und die aktuellen Herausforderungen der digitalen Gesundheitsversorgung in Deutschland. Dr. Ludwig verantwortet bei der gematik versorgungsorientierte Digitalisierungsprozesse und bringt gleichzeitig langjährige klinische Erfahrung mit.

                                                                                                • Dr. Timothy Goering

                                                                                                  Als Leiter für IT, Medizintechnik und Digitalisierung im Krankenhaus berichtete er aus der Praxis: Wie gelingt Digitalisierung im Klinikalltag? Welche Hürden gibt es bei Infrastruktur, Prozessen und Change Management? Und was braucht es wirklich, damit digitale Transformation im Gesundheitswesen funktioniert?

                                                                                                  Eine Folge über digitale Realität statt Buzzwords – direkt von einer der wichtigsten Digital-Health-Bühnen Europas.

                                                                                                  ⸻

                                                                                                  🔗 Weiterführende Links

                                                                                                  * DMEA – Connecting Digital Health

                                                                                                  • Dr. Johanna Ludwig bei der gematik
                                                                                                  • Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer Homepage abonnieren und unser Projekt bei Apple Podcasts bewerten würdest. Wenn Du Lust hast, dann findest Du Klinisch Relevant auch bei Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. Falls Du auch einmal einen Beitrag auf Klinisch Relevant zu einem spannenden medizinischen Thema veröffentlichen möchtest, dann melde Dich doch ganz einfach unter [email protected]

                                                                                                    47 min

                                                                                                  About Klinisch Relevant Podcast

                                                                                                  From the publisher's feed

                                                                                                  Klinisch Relevant ist Dein Wissenspartner für das Gesundheitswesen. In unserem Podcast liefern wir Dir 3x/Woche, nämlich dienstags, donnerstags und samstags, Fachwissen in Deinen klinischen Alltag. Damit wollen wir die interdisziplinäre und interprofessionelle Zusammenarbeit in der Medizin und damit die Qualität der Patient*innenversorgung verbessern.

                                                                                                  More shows like Klinisch Relevant Podcast

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                                                                                                  Psychologie to go!

                                                                                                  45 Listeners

                                                                                                  Rätsel des Unbewußten. Psychoanalyse & Psychotherapie. by Dr. Cécile Loetz & Dr. Jakob Müller

                                                                                                  Rätsel des Unbewußten. Psychoanalyse & Psychotherapie.

                                                                                                  21 Listeners

                                                                                                  Die Diagnose by Stern / RTL+

                                                                                                  Die Diagnose

                                                                                                  5 Listeners

                                                                                                  AMBOSS Podcast – Ärztliches Wissen für Klinik und Praxis by AMBOSS-Redaktion

                                                                                                  AMBOSS Podcast – Ärztliches Wissen für Klinik und Praxis

                                                                                                  17 Listeners

                                                                                                  Ist das noch gesund? – Der Gesundheitspodcast der Techniker by Techniker Krankenkasse (TK)

                                                                                                  Ist das noch gesund? – Der Gesundheitspodcast der Techniker

                                                                                                  6 Listeners

                                                                                                  WDR 2 Frag dich fit – mit Doc Esser und Johanna by WDR 2

                                                                                                  WDR 2 Frag dich fit – mit Doc Esser und Johanna

                                                                                                  12 Listeners

                                                                                                  Quarks Daily by Quarks

                                                                                                  Quarks Daily

                                                                                                  35 Listeners

                                                                                                  Synapsen – ein Wissenschaftspodcast by NDR Info

                                                                                                  Synapsen – ein Wissenschaftspodcast

                                                                                                  14 Listeners

                                                                                                  Der Springer Medizin Podcast by Redaktion SpringerMedizin.de

                                                                                                  Der Springer Medizin Podcast

                                                                                                  4 Listeners

                                                                                                  Abenteuer Diagnose - der Medizin-Krimi-Podcast by NDR Fernsehen

                                                                                                  Abenteuer Diagnose - der Medizin-Krimi-Podcast

                                                                                                  12 Listeners

                                                                                                  Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen by WELT

                                                                                                  Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen

                                                                                                  28 Listeners

                                                                                                  Die Ernährungs-Docs - Essen als Medizin by NDR

                                                                                                  Die Ernährungs-Docs - Essen als Medizin

                                                                                                  22 Listeners

                                                                                                  Dr. Matthias Riedl – So geht gesunde Ernährung by FUNKE Mediengruppe

                                                                                                  Dr. Matthias Riedl – So geht gesunde Ernährung

                                                                                                  7 Listeners

                                                                                                  Tatort Krankenhaus - Wenn Ärzte Fehler machen... by Tanina Rottmann & Peter Gellner

                                                                                                  Tatort Krankenhaus - Wenn Ärzte Fehler machen...

                                                                                                  9 Listeners

                                                                                                  Denkfabrik Medizin by Dr. Ingo Krenz & Dr. Andreas Klinge

                                                                                                  Denkfabrik Medizin

                                                                                                  1 Listeners