Kontext

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kontext episodes

  • Künste im Gespräch: «Ich kieke», «Tiere» und «Haller über Haller»
    Die Gedichtsammlung «Ick kieke, staune, wundre mir» spiegelt die Eigenheiten der Berliner. Der skurrile Genrefilm «Tiere» funktioniert wie eine Möbiusschlaufe. Und der Schweizer Schriftsteller Christian Haller erzählt die Geschichte des junge Mannes, der er einmal war, aber heute nicht mehr ist.Das gabs noch nie: Eine Sammlung von über 200 Gedichten und Kurztexten im Stadtdialekt von Berlin – «Ick kieke, staune, wundre mir», heisst sie. Darin finden sich Texte, die das Leben der BerlinerInnen und die Eigenheiten ihrer Sprache über beinahe 200 Jahre spiegeln - und zwar in den Worten der sprichwörtlichen Berliner Schnauze: Direkt und ungeschminkt.Ein Paar überfährt in den Bergen ein Schaf und in Wien fällt eine Frau auf den Kopf. Und bald darauf geschehen seltsame, unverständliche Dinge, hier wie dort. «Tiere» ist ein schwarzhumoriger, skurriler Genrefilm aus Österreich von Greg Zglinski.In seiner autobiographischen Romantrilogie erzählt der Schweizer Schriftsteller Christian Haller von der schwierigen, aber erfolgreichen Suche eines jungen Mannes nach seinem Lebensweg. Soeben ist der zweite Band erschienen.
    Weitere Themen:
    - «Ick kieke, staune, wundre mir...»
    - Greg Zglinskis Film «Tiere»
    - Haller über Haller
    57 min
  • Bauboom im Klassik-Sektor: Konzertsäle im Wandel
    Zahlreiche Schweizer Konzertsäle werden derzeit aufwendig renoviert: die Tonhalle Zürich, der Musiksaal Basel, das Kulturcasino Bern. Und in Deutschland, Frankreich und Polen werden ganze Musikhäuser neu gebaut. Sind Konzertsäle die neuen Fussballstadien, die Prestige-Bauten der Städte?Was hat es mit dem Bauboom im Klassik-Sektor auf sich? Was bringen die Kultur-Investitionen den Städten, was bringen sie den Menschen?Drei Mal nehmen wir Augenschein, um diese Fragen zu beantworten: In Zürich bei der neu eröffneten, provisorischen Tonhalle Maag, im vollständig entkernten und innen ganz neu ausgebauten Kulturpalast Dresden, und in der Elbphilharmonie Hamburg, dem derzeit berühmtesten Konzertgebäude Europas.Der Akustik-Ingenieur Karlheinz Müller und der Musikkritiker Christian Wildhagen erläutern im Gespräch mit Jenny Berg, wie demokratisches Hören funktioniert, warum neue Architektur auch neues Publikum generieren kann, und warum in digitalen Zeiten das gemeinsame Konzerterlebnis an Bedeutung gewinnt.
    Weitere Themen:
    - Klassik im Industriegebiet: die Tonhalle Maag in Zürich
    - «Jetzt unterhalten sich die Leute in der U-Bahn über Klassik!»
    - Demokratisches Hören in Teamarbeit: Kulturpalast Dresden
    - Was ist eine gute Akustik?
    57 min
  • Deflation, Inflation, Niedrigzinsen und die Bevölkerung
    Seit 2013 liegt die Inflationsrate in Europa beunruhigend niedrig. Die Europ. Zentralbank und die Notenbanken halten die Zinsen tief und investieren Billionen, um die Inflation auf 2% anzuheben. Bisher mit wenig Erfolg. Was bedeuten die tiefe Inflation und die Niedrigzinspolitik für die Bevölkerung?Die Signale in der EU ständen eher auf Deflation, sagten manche Ökonomen noch vor kurzem. Sparen lohnt sich nicht mehr. Die historisch tiefen Hypothekarzinsen könnten zu Immobilienblasen führen. Wegen mangelnder Renditen schwinden die Rentenaussichten.Ein gewisses Mass an Inflation sei nützlich, um das Wachstum zu fördern, das seit Jahren arg lahmt. Wie wirkt sich die Geldpolitik auf die Mehrheit aus?
    Weitere Themen:
    - Deflation - die übersehene Bedrohung
    - Inflation - das berühmte Gespenst
    - Die Niedrigzinspolitik und die Bevölkerung
    57 min
  • «Donjon» - Ein Comic für die Ohren
    Die französischen Zeichner Joann Sfar und Lewis Trondheim erfanden 1998 die legendäre Comicserie «Donjon», die nach fast 40 aberwitzigen Bänden ein Ende fand. 5 Folgen des Epos bilden nun die Vorlage für die neue SRF-Hörspielserie. Aber wie wird aus einem gezeichneten Comic ein Hörspiel?An die 300 Bände würden es schon werden, so schätzten Joann Sfar und Lewis Trondheim, die beiden Erfinder der Comicserie «Donjon». Eine ganze Generation französischer Comiczeichner arbeitete mit, bis die Serie 2015 einen Abschluss fand. Erzählt wird mit Bildern und Sprechblasen vom Aufstieg, Höhepunkt und Niedergang des Donjons, dieser Festung mit ganz eigenem Geschäftsmodell, vom Schicksal seiner Bewohner, von Helden, Hausmeistern und vegetarischen Drachen.«Donjon» ist Fantasy. Auch im Sinne des Genres - es gibt Drachen, Magie und Zwergvampire -, vor allem aber im Sinne von Fantasie. Die neue SRF-Hörspielserie übersetzt den Comic für die Ohren. Wie das geht, darüber sprechen in Kontext die beiden SRF-Hörspielregisseure Wolfram Höll und Johannes Mayr. Und wie man eine Figur nur mit der Stimme zum Leben erweckt, das erzählt Synchron-Sprecher Hans-Georg Panczak, der im «Donjon» den Helden namens Herbert spricht: eine Ente.
    Weitere Themen:
    - Hereinspaziert! Willkommen im «Donjon»
    - Wie spricht eine Ente?
    - Eine legendäre Comicserie
    - Wie aus Comics Hörspiele werden
    56 min
  • Literatur im Gespräch
    Drei Helden – drei Geschichten: Ein Plattenverkäufer landet auf der Strasse. Ein geprellter Arbeiter rächt sich an einem Spekulanten. Und ein Sohn kehrt in das Land seiner Kindheit zurück und stellt sich seiner afrikanischen Familie.Die Frankfurter Buchmesse steht dieses Jahr ganz im Zeichen der französischsprachigen Literatur. Kontext greift drei Romane heraus, die jetzt auf Deutsch erscheinen: «Vernon Subutex» von Virginie Despentes. Die für ihre provokativen Bücher bekannte Autorin wirft darin einen gnadenlosen Blick auf die französische Kultur- und Intellektuellenszene.«Selbstjustiz» von Tanguy Viel ist eine Art Kriminalroman über die Rache an einem Immobilienspekulanten. Und im autobiografisch gefärbten Roman «Die Lichter von Pointe-Noire» erzählt Alain Mabanckou von seiner Kindheit in der Republik Kongo.
    Weitere Themen:
    - Vernon Subutex von Virginie Despentes
    - Selbstjustiz von Tanguy Viel
    - Die Lichter von Pionte-Noire von Alain Mabanckou
    57 min
  • Profile und Daten
    Behörden und Unternehmen haben eines gemeinsam: Sie sammeln Informationen, Daten. In Gesprächen mit Straftätern tut dies der Profiler, der IT-Forensiker wertet die sichergestellten elektronischen Geräte aus, und die Unternehmen sind z.B. daran interessiert, welche Webseiten wir beim Surfen besuchen.Der österreichische Profiler Thomas Müller vergleicht Kriminalfälle, um Handlungsmuster zu erkennen und ein Täterprofil zu erstellen.In der elektronischen Welt hinterlassen wir alle selbst Spuren, die sich zu Persönlichkeitsprofilen verknüpfen lassen: Informationen über unsere Interessen und Vorlieben, unsere politische Gesinnung, unsere Kontakte. Das ist von Interesse - für Ermittlungsbehörden, die Kriminalfälle lösen, und für Unternehmen, die unsere Daten zu Geld machen wollen. Grosse Herausforderungen für den Datenschutz.
    Weitere Themen:
    - Der Profiler
    - IT-Forensik und Persönlichkeitsprofile
    - Was Behörden dürfen
    - Der riesengrosse Datenmarkt
    - Datensammlungen von Privatunternehmen
    57 min
  • Gegen Drohnen, für den Frieden
    Die Friedensbewegung ist nicht mehr so präsent wie zu ihrer Entstehung vor vierzig Jahren - aber sie ist noch da, mit den alten Anliegen.In Niscemi, einer Kleinstadt auf Sizilien, wehren sich die Menschen gegen das MUOS, eine Kommandozentrale der amerikanischen Streitkräfte. Die einen, weil sie die Strahlung und weitere gesundheitliche Schäden befürchten, andere, weil sie prinzipiell dagegen sind, dass von hier aus Drohnen gesteuert werden.Auch von Ramstein aus, in Deutschland, werden Drohnen gesteuert, auch hier regt sich Widerstand. Es sind nicht mehr Millionen, wie auch schon, aber sie sind noch da, die Friedensbewegten.
    Weitere Themen:
    - Krieg, Krebs, Kahlschlag
    - Eine andere Bewegung
    54 min
  • Strafen! Strafen! Strafen?
    Mit der letzten grossen Revision des Strafgesetzbuches im 2007 sollten die Freiheitsstrafen seltener werden. Passiert ist aber das Gegenteil: vor allem in den Kantonen Genf und Waadt hat die Zahl der unbedingten Gefängnisstrafen massiv zugenommen. Wie kommt das?Auf Französisch heisst Freiheitsstrafe «Peine privative de liberté». Das sollte man wissen, weil in der Schweiz die Mehrheit der Freiheitsstrafen in der Romandie verhängt wird. Das führt zu einer gefährlichen Überbelegung von Haftanstalten, etwa des Gefängnisses Champ-Dollon.Ist der Wille, mehr und härter zu strafen, eine politische Vorgabe? Wie ist es im Gefängnis? Was denken ein Staatsanwalt, eine Richterin, ein verurteilter Straftäter über den Strafvollzug? «Kontext» hat in der Westschweiz und in der Deutschschweiz recherchiert.
    Weitere Themen:
    - Genf und die Waadt strafen am häufigsten
    - «Völlig verschiedene Sanktionsstile»
    - Im Gefängnis
    - Vom Sinn und Unsinn des Strafens
    57 min
  • Wie Narzissten unsere Welt regieren
    Das Schicksal unserer Welt scheint mehr denn je in den Händen von narzisstischen Egomanen zu liegen. Was ein solcher Machthaber anrichten kann, zeigt jetzt Sam Bourne in seinem Thriller «Der Präsident». Und zielt damit natürlich voll auf Donald Trump. Wie gefährlich sind solche Narzissten?Er nimmt jede Bemerkung als Majestätsbeleidigung, wechselt Angestellte wie andere ihre Socken, macht täglich seine Vorgänger und Konkurrenten schlecht und hält sich weder an Versprechen noch an Anstandsregeln. Der Held im Thriller «Der Präsident» von Sam Bourne ähnelt verblüffend Donald Trump. Und der Autor staunt selber, wie rasch ihn die Realität sogar noch überholt hat. Die Psychotherapeutin Bärbel Wardetzki erkennt in diesem Romanhelden viele Eigenschaften eines narzisstisch gestörten Spitzenpolitikers. Dem Thema hat sie auch ihr neustes Sachbuch gewidmet «Narzissmus,Verführung und Macht». Im Gespräch mit Luzia Stettler erklärt sie, warum narzisstische Führung Hochkonjunktur hat und wie wir Blender und ihre leeren Versprechungen besser durchschauen können.
    Weitere Themen:
    - Ein Thriller persifliert Donald Trump
    - Die Analyse der Narzissmus-Expertin
    - «Wir leben in einer narzisstischen Zeit»
    56 min
  • Künste im Gespräch: «Ava» Léa Mysius, Cod.Act Piton, Sven Regener
    Im Kinofilm «Ava» von Léa Mysius kämpft eine 13jährige mit der Pubertät und ihrer drohenden Erblindung. An der Basler Oslo Night präsentieren die Décosterd-Brüder ihre Klangschlange Piton. Und Sven Regener redet über seinen jüngsten Herrn Lehmann an der «Wiener Strasse».Die 28jährige Filmemacherin Léa Mysius wurde mit «Ava», ihrem ersten Langspielfilm, an die renommierte Kritikerwoche in Cannes eingeladen. Und die Geschichte der 13jährigen Ava, die nicht nur mit den Ängsten und Sehnsüchten der Pubertät zu kämpfen hat, sondern auch mit dem rapiden Verlust ihres Augenlichtes, hat das Zeug zum Teenager-Kultfilm. Brigitte Häring hat die Filmemacherin getroffen.Die Brüder Michel und André Décosterd aus La Chaux-de-Fonds entwickeln seit Jahren Installationen, die sich mit Klang und Bewegung auseinandersetzen. In der ganzen Welt stellen sie ihre seltsamen Konstruktionen aus. Und nun präsentieren sie eine neue, besonders aufwändige Arbeit: Eine sogenannte Piton, ein übergrosses Instrument, ein kreatürliches Gebilde, das sich aus Luftkammern von LKW-Reifen zusammensetzt. Diese riesige Schlange bewegt sich, erzeugt Sound und fordert auf zur Interaktion. Die Premiere der ?ton findet am Wochenende in Basel an der Oslo Night im Campus der Künste in Basel statt. Annelis Berger besuchte im Vorfeld die Erfinder der Konstruktion in ihrem Atelier in La Chaux-de-Fonds.Sven Regener, Texter und Sänger von «Element of Crime», Erfolgsautor und Erfinder des einmaligen Herrn Lehmann, hat seiner Berliner-Szene-Saga einen weiteren Band hinzugefügt. «Wiener Strasse» führt zurück ins kunstbeseelte Kreuzberg der 80er Jahre, in «ein deutsches Kakanien in Feindesland». Michael Luisier hat Sven Regener in Berlin besucht.
    Weitere Themen:
    - Léa Mysius und ihre «Ava»
    - Die Piton an der Oslo Night
    - «Wiener Strasse» - Sven Regeners fünfter Roman
    56 min

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