Kontext

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kontext episodes

  • Die Oscars, die Zivilgesellschaft und der Widerstand in den USA
    Von der Oscar-Verleihung in der Nacht auf den Montag ist mehr zu erwarten als die übliche Gratulations-Feier, die Stars und die Kreativen sind in der gleichen Zwickmühle wie die Zivilgesellschaft und die US-Wissenschaft: Ruhe bewahren oder protestieren? Kommt es zu den ersten Protest-Oscars?Die 89. Academy Awards sind die ersten in einem politisch unzweideutig gespaltenen Land, die ersten auch, bei denen es sich wohl kein Protagonist mehr leisten kann, keine Meinung zu haben. Am Morgen nach der Oscar-Nacht ist klar, ob und wie politisch sich diese traditionell möglichst stromlinienförmig angelegte Veranstaltung über die Bühne ging.Welche Preisträgerin hat Farbe bekannt? Wer hat sich bedeckt gehalten? Und wie relevant sind Hollywood-Proteste überhaupt? Ein Live-Gespräch mit Filmredaktor Michael Sennhauser, zwei Stunden nach der live-Übertragung der grössten Award-Show der Welt.Seit der Amtseinsetzung von US-Präsident Donald Trump gibt es zivilen Widerstand und Proteste in den USA. Frauenmärsche, Immigranten-Streiks, spontane Proteste an Flughäfen, aber auch organisierten Widerstand, koordinierte Vorstösse von Wählerinnen und Wählern bei ihren Repräsentanten. Wo stehen die Proteste? Wie ausdauernd sind sie? Und wie wirkungsvoll? Kulturkorrespondentin Sacha Verna in New York hat sich umgehört.Klimaforscher retten Daten von staatlichen Servern ins Ausland, ganzen Behörden wie jener für Umweltschutz droht die Abschaffung, Universitäten fürchten um Finanzierung und Forschungsfreiheit, und selbst private Forschungsinstitute bangen um ihr internationales Personal und den Ausstausch über die Grenzen hinweg. Wo steht der US-Wissenschaftsbetrieb und wie wehren sich die Institutionen? Ein Gespräch mit Wissenschaftsredaktor Thomas Häusler.
    Weitere Themen:
    - Die Oscarnacht 2017 – Champagner, Protest und Freudentränen?
    - Ziviler Widerstand und friedlicher Protest in den USA
    - US-Wissenschaft in der Defensive
    57 min
  • Stille Menschen in der lauten Welt
    Facebook, Linkedin, Twitter und Co. Selbstvermarktung und Smalltalk in einer beschleunigten Welt. Sind introvertierte Menschen endgültig auf verlorenem Posten?Noch nie war es so wichitg, so schnell wie möglich sich so gut wie möglich darzustellen. Die Konkurrenz schläft schliesslich nicht. Und die Extrovertierten haben es in der Kultur der Veräusserung entschieden leichter.Was aber geht der Welt verloren, wenn die Langsameren, Gründlicheren und Stilleren sich nicht mehr einbringen können und sich in ihrer inneren Emigration in Sicherheit bringen?Kontext mit einer Ehrenrettung der Stillen und gleichzeitig dem Aufruf an sie, sich und ihre verborgenen Schätze auch zu zeigen.
    Weitere Themen:
    - Stress pur!
    - Still!
    - Die Erforschung der Innerlichkeit im abgelegenen Bündner Dorf
    - Weit über das Land! Aus heiterem Himmel?
    57 min
  • Das Sachbuchquartett
    Vier Themen, vier Bücher, vier Besprechungen. Das Sachbuchquartett wartet wie immer mit Lesestoff auf, der zu denken und zu reden gibt. Eine Sendung zum besseren Verständnis einer komplexen Welt.Narzissten gibt es überall – und ihnen kann geholfen werden. Der Psychiater Raphael M. Bonelli zeigt Wege in die Freiheit auf.Ob auch Wagner ein Narzisst war, lässt Ulrich Drüner offen, an Wagners Leben jedoch leitet er viel Gesellschaftsgeschichte ab.Ohne Meer keine Globalisierung – höchste Zeit, diesem geografischen Raum Referenz zu erweisen. Michael North tut mit seiner Geschichte der Meere genau dies.Und: Wie denken und fühlen Tiere? Das erfährt laut dem Tierarzt Charles Foster nur, wer sich als Mensch nicht zu schade ist, selbst zum Tier zu werden.
    Weitere Themen:
    - Männlicher Narzissmus
    - Richard Wagner - Die Inszenierung eines Lebens
    - Zwischen Hafen und Horizont – Weltgeschichte der Meere
    - Der Geschmack von Laub und Erde – Ein Versuch, als Tier zu leben
    56 min
  • Fluten spülen Arme weg
    Der steigende Meeresspiegel, die Klimaerwärmung - sie bedrohen vor allem die Armen dieser Welt, die keine Mittel haben, um sich zu retten.Noch nie war die Konzentration an Klimagasen so hoch wie heute, noch nie in der Menschheitsgeschichte. Und das hat jetzt schon Folgen - der Meeresspiegel steigt unaufhörlich, Fluten und Stürme nehmen zu, es kommt immer öfter zu Springfluten.Davon sind vor allem die Armen betroffen, Menschen, die zum Beispiel auf den Philippinen in Flussmündungen, am Meeresufer leben, unter prekären Verhältnissen. Aber, sagt der Klimaforscher Reto Knutti, wenn wir nichts tun, leiden wir bald alle unter den neuen Bedingungen.
    Weitere Themen:
    - Auf wackeligen Stelzen
    - Langsame Hilfe
    - Fünf vor zwölf, aber niemand tut was
    56 min
  • Frankreich, blockiertes Land
    Frankreich vor den Wahlen - ein Land, das in den Jahren von François Hollandes Präsidentschaft nicht eines seiner Probleme gelöst hat.Ob Bildung, Arbeitsbeziehungen, Landwirtschaft oder industrielle Innovation - es gibt kaum einen Bereich, bei dem es in Frankreich vorangegangen wäre. Der traditionell starke Staat wird nicht mehr als ein Motor für den Fortschritt gesehen, die Wirtschaft stagniert, die Arbeitslosigkeit bleibt hoch - da ist das Feld offen für Populisten aller Art.
    Weitere Themen:
    - Reise durch ein Land in der Blockade
    - Opportunisten und Hoffnungsträger
    56 min
  • Tandem mit Uta Köbernick und Constantin Seibt
    Kritisches Denken als Beruf: die Kabarettistin Uta Köbernick und der Journalist Constantin Seibt im Tandemgespräch.Die politisch und musikalisch versierte Kabarettistin Uta Köbernick wurde letztes Jahr mit dem Salzburger Stier ausgezeichnet. Im Tandemgespräch trifft die 41-Jährige Wahlzürcherin auf den freien Journalisten Constantin Seibt, der nach langjähriger Tätigkeit beim Zürcher Tages Anzeiger mit einem eigenen Medien-Start-up für Aufsehen sorgt.So unterschiedlich ihre Berufe sind, so verbunden sind sich die Gesprächsgäste im kritischen Befragen einer unübersichtlichen Welt.Ein Arbeitsgespräch über entschlossene Unentschlossenheit, über Glamour, Klarheit und das Ringen um Haltung auf der Bühne wie am Schreibtisch.
    56 min
  • Eine Kritikerrunde von der 67. Berlinale
    Stars gibt es durchaus an der Berlinale, einen roten Teppich und winterlichen Glamour, soweit das möglich ist in dieser Stadt. Vor allem aber gibt es Filme aus aller Welt, Experimente und viel, viel Publikum. Die Berliner Filmfestspiele leben von ihrem Ruf und dem Enthusiasmus vieler Berliner.Ab ihrer Gründung im Jahr 1951 waren die Internationalen Filmfestspiele Berlin (damals in Westberlin) ein cineastisches Fenster zwischen Ost und West. Schon nur durch die Lage als Enklave des Westens im Ostblock war das Festival immer auch ein politischer Anlass, ein Fenster hinter den Eisernen Vorhang.1989 fiel die Mauer, aber die Berlinale spielt noch immer gerne die Politik-Karte aus. So auch dieses Jahr: Festivaldirektor Dieter Kosslick übertitelt sein Grusswort zur Ausgabe 2017 mit dem Marx-Zitat «Ein Gespenst geht um» – und plädiert in unsicherer politischer Zeit für Utopien.Wie politisch, wie utopisch war das Programm dieser 67. Festspiele nun tatsächlich? Eine Kritikerrunde, bestehend aus Katja Nicodemus, Filmkritikerin bei der ZEIT, Peter Claus, freier Filmjournalist aus Berlin, geleitet von SRF-Filmredaktorin Brigitte Häring, schaut zurück auf die 67. Berlinale 2017.
    57 min
  • Künste im Gespräch: Fotogeschichte, Elchkritik, Hörkultur heute
    - Wer sieht was auf alten Fotos? Dorf- und Wanderfotografie in der Schweiz ab 1900: Fotograf Johann Schär im Kunsthaus Langenthal. - Ein Besuch beim Dichter FW Bernstein, dem Meister der Elchkritik. - MP3 vorbei? Steigende Erwartungen an Musikkonserven verändern die Musikproduktion.Ich sehe was, was du nicht siehst! Auf historischen Bildern finden sich Details, die nicht jeder sofort deuten kann. Anders als die historische Studiofotografie kamen Dorf- und Wanderfotografen den Menschen ihrer Zeit viel näher. Sie hielten eine Art Alltag fest und sind darum heute umso interessanter. Letztes Jahr zeigte die Fotostiftung Winterthur Roberto Donetta, jetzt sind die Fotografien von Johann Schär im Kunsthaus Langenthal zu sehen. Dorf und Wanderfotografen – Ein Kapitel Schweizer Fotogeschichte mit Ellinor Landmann.FW Bernstein ist eine der grossen Figuren aus der sogenannten «Neuen Frankfurter Schule», also aus jenem Komikerkollektiv, das rund um den Dichter und Maler Robert Gernhardt und aus den Redaktionen der Satirezeitschriften «Pardon» und «Titanic» entstanden ist. Im Unterschied zu allen anderen «Frankfurtern» ist Bernstein als Dozent und Kunsterzieher sein Leben lang einem bürgerlichen Beruf nachgegangen. Dennoch stammt von ihm der berühmteste Zweizeiler, den die Neue Frankfurter Schule je hervorgebracht hat: «Die schärfsten Kritiker der Elche / waren früher selber welche». Jetzt erscheint Bernsteins neuer Gedichtband. «Frische Gedichte», eine Sammlung der besten Bernstein-Gedichte der letzten zwölf Jahre. Literaturredaktor Michael Luisier hat FW Bernstein in Berlin besucht und sich mit dem Meister der Elchkritik über neue Gedichte und alte Geschichten unterhalten.Auf Arbeit, im Fitnessstudio, im Zug, auf dem Velo, über all sieht man sie: Menschen, die unter ihren Kopfhörern verschwinden. Dass Musik mobil wurde - diese Revolution ist schon 1979 passiert. Mit dem Walkman. 1984 kam der Discman hinzu. 1998 der MP3 Player. Aber was der damals konnte, kann ein Smartphone heute längst. Und noch viel mehr: wir rufen nicht nur unsere eigene Musikbibliothek ab, sondern Streamingplattformen bieten uns eine unendliche Jukebox - auch für unterwegs. Doch dieses mobile Hören hat einen Nachteil: die Klangqualität.Theresa Beyer hat hingehört und Produzenten gefragt, wie sie auf die neuen Hörgewohnheiten Rücksicht nehmen.
    Weitere Themen:
    - Faszination historische Fotografie
    - FW Bernstein – Frische Gedichte
    - MP3 vorbei? Stereoanlage adé, Smartphone olé?
    57 min
  • Keine Angst vor Neuer Musik!
    Die sogenannte «Neue Musik» ist das, was im 20. Jahrhundert aus der klassischen Musik geworden ist. Sie klingt für viele Leute schräg, schrill und unzugänglich. Dass sie aber auch spannend und aufregend sein kann, geht dabei schnell vergessen. Die Sendung versucht, mit alten Vorurteilen aufzuräumen.Was ist «Neue Musik»? Ein Popsong, der heute neu komponiert wird, neue Volksmusik oder ein neuer Schlager – das alles ist mit dem Begriff nicht gemeint. Sondern die Musik, die früher einmal klassische Musik war und im 20. Jahrhundert dann zu dieser neuen, zeitgenössischen Musik mutiert ist. Einer Musik, vor der manche Leute Angst haben, weil sie schrill, schräg, hermetisch und unzugänglich klingen kann.Erstens aber hat das einen Grund, also eine Geschichte, und zweitens hat diese Geschichte sehr viele Facetten, die spannend und aufregend sein können.Die Sendung geht diesen Facetten nach: Wie und warum ist die Neue Musik entstanden, warum schreibt man sie überhaupt mit einem grossen N? Wer komponiert eine solche Musik und wer hört sich das an? Und verändert sich die Szene dieser Neuen Musik langsam?
    Weitere Themen:
    - Eine Welt aus Tönen, Geräuschen, Klängen
    - Kann ich das programmieren?
    - Tut sich da was?
    57 min
  • Bildung in der Türkei - Abkehr von Europa
    Der türkische Staatspräsident Erdogan trimmt die Bildung in Richtung Islam und Nationalismus - und macht damit das Bildungssystem der Türkei zunichte.Die türkischen Schulen, die türkischen Gymnasien, die türkischen Universitäten werden zunehmend islamisiert. Kritische, unabhängige Lehrer und Dozentinnen wurden entlassen, Lehrpläne angepasst, die Regierung hat die Imam-Hatip Schulen, die für die Ausbildung von Imamen gedacht waren, für den allgemeinen Unterricht wieder zugelassen.Damit wendet sich die Türkei vom Projekt einer kulturellen und geistigen Annäherung an Europa ab - eine Annäherung, die lange Tradition gehabt hat.
    Weitere Themen:
    - Eine Revolutionsschrift in der Todeszelle
    - Die Klassiker für alle
    - Eine Eliteschule für alle
    - Das Ende des europäischen Traums
    57 min

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