Kontext

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kontext episodes

  • Nachruf auf Schriftsteller Kurt Marti
    Eine Würdigung des Schweizer Schriftstellers und Pfarrers Kurt Marti, der am Samstag 96-jährig in Bern verstorben ist.Kurt Marti, Theologe und Dichter, hat mit seiner Arbeit sowohl als Pfarrer als auch als Dichter eine enorme Breitenwirkung entfaltet. Nah bei den Menschen, mit wenigen Worten, scharfem Blick und Verstand hat er sich einer breiten Palette von Themen angenommen, diese in meist kurzen Texten oder Lyrik verarbeitet.Nach 96 Lebensjahren ist er nun gestorben. Kontext wirft einen Blick auf sein grosses Werk und lässt den Dichterpfarrer nochmals zu Wort kommen.
    Weitere Themen:
    - Alles hat ein Ende
    - Kann man als guter Pfarrer auch ein guter Dichter sein?
    57 min
  • Kriegsenkel oder die Last des historischen Erbes
    Sie sind nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland geboren, und dennoch ist ihr Leben noch immer vom Schrecken von damals geprägt: die Kriegsenkel. Heute machen sie ihre leidvollen Erfahrungen als Kinder der traumatisierten Kriegskinder zunehmend zum öffentlichen Thema – auch literarisch.So haben sich in der jüngeren Vergangenheit Romane gehäuft, in denen sich Enkel literarisch auf Spurensuche nach der Geschichte der eigenen Familie begeben. Auffällig viele Autorinnen und Autoren schildern derzeit in feinfühligen Romanen, wie sie lange tabuisierten Verstrickungen ihrer Vorfahren mit dem NS-Terror nachgehen. Das Ziel der Suche ist immer dasselbe: Klarheit gewinnen, was damals tatsächlich geschehen ist und dadurch auch mit sich selbst ein Stück weit Frieden schliessen: Oft war nämlich die Kindheit der Kriegsenkel beeinträchtigt von den Traumata ihrer Eltern, die ihrerseits zur Zeit des Nationalsozialismus geboren wurden, das Erlebte nie verarbeiten konnten und es auf die Enkelgeneration übertrugen.
    Weitere Themen:
    - Das Trauma der Enkelgeneration
    - Sacha Batthyany: Und was hat das mit mir zu tun?
    - Die Spurensuche der Literaten
    - Das Potenzial der Kriegsenkel
    57 min
  • Künste im Gespräch: Die Briefe der Manns, Mother T.Rex, Metronome
    Ein Band mit zum Teil noch nie veröffentlichten Briefen der Schriftsteller-Familie Mann gibt Einblick in das private Innere eines angeschlagenen Clans. Die vier Schauspielerinnen von «Mother T.-Rex» umspielen die eigenen Veränderungen. Und im Basler Museum für Musik ticken die Metronome.Die Kinder von Thomas Mann hatten es nicht einfach, aus dem Schatten ihres dominanten Schriftsteller-Vaters zu treten. Dabei bildete die Familie Mann einen eigentlichen Künstler-Clan. Persönliche Briefe aus sechs Jahrzehnten zeigen die Spannungen und die Kreativität. Luzia Stettler hat Mitherausgeber Tilmann Lahme getroffen.Die Schweizer Schauspielerinnen Catriona Guggenbühl, Grazia Pergoletti, Vera von Gunten und Anne Haug sind zwischen 32 und 62 Jahre alt und haben soeben die Gruppe «Mother T.-Rex» gegründet. In ihrer ersten Produktion widmen sie sich dem Vergehen der Zeit, den weiblichen Metamorphosen in verschiedenen Lebensaltern, deren Schrecken und deren Glück. Ein Probenbesuch von Kaa Linder.Das Basler Musikmuseum tickt richtig. Und vielfältig, zumindest in der Ausstellung «Auf Takt!» sie ist der 200jährigen Geschichte des Metronoms gewidmet und zeigt eine umfassende Sammlung dieser tickenden Taktgeber. Benjamin Herzog hat sie mit dem Kurator Martin Kirnbauer besucht.
    Weitere Themen:
    - Die Briefe der Manns: das Psychogramm einer Familie
    - Mother T.-Rex: «Und dann wurde ich eine andere»
    - Im Takt der Ticker
    56 min
  • Leontyne Price zum 90. Geburtstag
    Die erste «schwarze Operndiva» Amerikas feiert am 10. Februar ihren 90. Geburtstag. Sind die Rassenschranken, die sie als eine der ersten Afroamerikanerinnen überwand, für jüngere Musiker noch wirksam? Wir befragen einen Nachwuchs-Bariton aus den USA und die Autorin Candace Allen.Die Stimme von Leontyne Price, ihre Bühnenpräsenz und künstlerische Perfektion machten sie zum Publikumsliebling an den Opernhäusern Europas und der USA. Dirigenten wie Herbert von Karajan und Leonard Bernstein förderten ihre Karriere, Komponisten wie Samuel Barber schrieben Lieder und Opernrollen für sie. 1958 sang sie ihre erste «Aida» an der Wiener Staatsoper, 1961 triumphierte sie an der New Yorker «Met», wo sie bis 1985 auftrat. Leontine Price spricht von sich als «Amerikanerin», nicht als «Schwarze» oder «Afroamerikanerin». Doch ihre Karriere war gezeichnet vom Kampf um Anerkennung als Künstlerin mit dunkler Hautfarbe. Inwiefern Vorurteile und soziale Schranken auch heute noch junge Afroamerikaner auf dem Weg zur Opernbühne bremsen oder fernhalten, wollen wir von einem Nachwuchs-Sänger in Erfahrung bringen. Candace Allen bezeichnet sich als Veteranin von Rassenunruhen und Kulturkampf. In ihrem Buch «Soul Music» beschreibt die Filmerin und Autorin ihren Weg zur klassischen Musik. Ein Weg, der ihr als Kind aus aufstrebender afroamerikanischer Mittelstandsfamilie in den USA und als Harvard-Studentin nicht vorgezeichnet war. Heute engagiert sie sich in England und international für Diversität in der Klassischen Musik. Wo sieht sie die Haupt-Hindernisse, wenn ein junger Musiker oder eine Musikerin nichtweisser Hautfarbe eine Solo-Karriere anstrebt?
    Weitere Themen:
    - Leontyne Price: Trotz Rassentrennung zum Opernstar
    - Ryan Speedo Green: Aus dem Wohnwagen in Virginia an die Met
    - Candace Allen: Wege und Umwege zur europäisch geprägten Klassik
    56 min
  • Inspiration oder Geschichte? - Perspektiven auf Bertolt Brecht
    Brecht, der politische Autor. Brecht, der Frauenheld. Brecht, der Staatsdichter der ehemaligen DDR. Die Bilder von Bertolt Brecht sind gemacht und wirken nicht selten historisch veraltet oder gar museal. Doch es gibt auch Spuren und Lektüren seines Werkes, die direkt zum heutigen Theater führen.Das Institut für angewandte Theaterwissenschaften in Giessen wäre ohne Bertolt Brecht nicht denkbar. Am Anfang dieser Kaderschule für performative Theaterformen stehen nämlich die beiden Brechtexperten Andrzej Wirth und Hans-Thies Lehmann («Postdramatisches Theater»).Gerade die Auseinandersetzung mit Brechts «Fatzer»-Fragment hat Regisseure wie René Pollesch zu Theaterarbeiten angeregt, die wegweisend fürs zeitgenössische Theater sind. Im französischen Theater besinnt sich eine jüngere Generation von Theaterschaffenden gerade wieder auf Brechts Frühwerk.Bertolt Brecht, ein alter Hut? Von wegen! Wer die richtigen Geschichten erzählt und sich auf die unvoreingenommene Lektüre seines Werkes einlässt, findet in Bertolt Brecht einen Vordenker des heutigen Theaters. Und lernt gleichzeitig einen anderen Brecht kennen als den ideologisch vereinnahmten Staatsdichter oder den zahnlos gewordenen Kritiker aus den Schulbüchern.Buchhinweis:Hans-Thies Lehmann: Brecht Lesen. Theater der Zeit Verlag Berlin 2016
    Weitere Themen:
    - «In mir habt ihr einen, auf den könnt ihr nicht bauen»
    - Für eine Öffnung des Theaters hin zur Performancekunst
    - Aufbruch im französischen Theater: Brecht erneuert das Theater
    57 min
  • FGM, eine mörderische Praxis
    6. Februar ist der Internationale Tag gegen die weibliche Genitalverstümmelung. Rund 230 Millionen Frauen sind weltweit von dieser mörderischen Praxis betroffen. Kontext gibt Einblick in Projekte in der Schweiz und am Horn von Afrika, die angehen gegen diese folgenreiche Menschenrechtsverletzung.FGM steht für Female Genital Mutilation. Noch immer geschieht es in Äthiopien, Eritrea, Somaliland, Ägypten, dem Sudan und anderen afrikanischen Ländern. Weltweit gesehen leben rund 230 Millionen Frauen mit verstümmelten Genitalien. Viele von ihnen mit schwerwiegenden Folgen.Noch immer hält sich in den Dörfern die Vorstellung hartnäckig, FGM sei Teil der islamischen Kultur und Religion. Aber es gibt in den betroffenen Ländern auch Aktivisten und Akivistinnen, die erfolgreich Aufklärungsarbeit leisten.Auch in der Schweiz leben rund 14`700 betroffene Frauen und Mädchen. Wer in der Schweiz FGM praktiziert, macht sich strafbar. Was an Prävention not tut und wie verstümmelten Frauen bei uns geholfen werden kann, auch das ist Thema in Kontext zum Gedenktag.
    Weitere Themen:
    - Ein Gedenktag
    - Erkundungsreise am Horn von Afrika
    - Präventions- und Interventionsmöglichkeiten in der Schweiz
    56 min
  • Die Samen - das indigene Volk Europas auf Identitätssuche
    Identitätssuche - wie das einzige indigene Volk Europas für seine politischen Rechte, seine Sprache und Kultur kämpft.Die politische Vergangenheit und Zukunft der SamenAm 6. Februar 1917 fand in Trondheim das erste politische, länderübergreifende Treffen der Samen statt. Initiantin war eine aussergewöhnliche Frau: die Rentierzüchterin Elsa Laula Renberg, die nicht nur eine Ausbildung als Hebamme im Sack hatte, sondern es auch verstand, sich beim schwedischen König Audienzen zu verschaffen.Hundert Jahre nach diesem Treffen wirft «Kontext» einen Blick auf das einzige indigene Volk Europas, das im Norden Skandinaviens und auf der russischen Halbinsel Kola lebt und noch heute für seine politischen Rechte, seine Sprache und Kultur kämpft.
    Weitere Themen:
    - Politische Pionierarbeit für die Samen: Elsa Laula Renberg
    - Eine Liebeserklärung an das samische Volk
    - Die Politik der Samen – in Nordskandinavien und in Russland
    57 min
  • Ein Ozean an Land
    Wie unser Körper selbst unter garstigsten Bedingungen sein Wasser verteidigt.Wasser ist das Element des Lebens. Im Wasser ist das Leben entstanden und fast drei Milliarden Jahre ausschliesslich dort geblieben. Als vor 300 Millionen Jahren die ersten Tiere den Landgang wagten und dort sesshaft wurden, trugen sie alle ihren eigenen Ozean mit sich.Noch immer sind wir mehr als zur Hälfte mit Wasser angefüllt und unser Körper verwendet viel Aufwand darauf, den inneren Wasserspiegel konstant zu halten. Der Mensch muss seinem Körper daher ständig Wasser zuführen. Wassermangel und der fehlende Zugang zu sauberem Wasser haben entsprechend gravierende Folgen. Sie machen krank, führen zum Tod und sind der häufigste Grund zur Flucht.
    Weitere Themen:
    - Das Meer in uns
    - Leben ohne Wasser
    - Flucht vor der tödlichen Dürre
    57 min
  • Der grosse Sound für alle
    Am 31. Januar feiert der Minimal-Music-Komponist Philip Glass seinen 80. Geburtstag. Er ist einer der Grossen der US-Amerikanischen Kunstmusik. Was kennzeichnet die Kunstmusik aus den USA sonst? Woraus hat sie sich entwickelt und wo steht sie heute mit ihrem Anspruch eine Musik für Alle zu sein?Am 11. September 2011 wurde in New York das «National September 11 Memorial and Museum» eröffnet. Dazu erklang Aaron Coplands eingängliche «Fanfare For the Common Man». Eine Musik, die repräsentativ ist für die US-Amerikanische Kunstmusik. Das sagt der Musikwissenschaftler Felix Wörner.Woher kommt dieser Anspruch, löst ihn die Kunstmusik wirklich ein und wie hat sich die Musik in den USA von ihren europäischen Vorbildern lösen können? Spiegeln sich dabei auch Tendenzen nach Europa zurück?Im Gespräch mit vielen Musikbeispielen stellt Kontext eine Entwicklung der Musik in den USA dar von ihrem tschechischen Doyen Antonin Dvorak über prominente Figuren wie Charles Ives und John Cage bis in die Gegenwart.
    Weitere Themen:
    - Der produktivste Komponist der USA
    - Die Jazzmusiker und der Klassik Komplex
    - Wie hält es amerikanische Musik mit dem Bombastischen?
    57 min
  • Gute Eliten, schlechte Eliten: ein neuer Klassenkampf?
    Vom «Versagen der Eliten» ist die Rede, weil sie mit der Wahl Donald Trumps, dem Brexit und dem Erfolg populistischer Bewegungen nicht zurechtkämen. Fernab von den Sorgen und Aengsten der Bevölkerung bewege sich die Elite unter ihresgleichen und habe die Bodenhaftung verloren.Ueber die sportliche Elite ärgert sich niemand, über die wissenschaftliche nur, wenn ihre Erkenntnisse der eigenen politischen Haltung widersprechen. Die wirtschaftliche Elite ist bisweilen ein linkes Feindbild, die Meinungsmacher, die Intellektuellen ein rechtes.Wem nützt es, wenn der Gegensatz zwischen Elite und Volk aufgebauscht wird? Oder wird er gar nicht aufgebauscht?Unter Leitung von Raphael Zehnder diskutieren Susan Boos, Redaktionsleiterin der «WochenZeitung», der Soziologe Felix Bühlmann (Universität Lausanne) und SVP-Nationalrat Claudio Zanetti.
    57 min

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