Kontext

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kontext episodes

  • Vom Publikum gewünscht 3/10 – Talk mit Hirnforscher Gerald Hüther
    Überraschend und vielfältig: Das Publikum regt die Themen der zehnteiligen Sommerserie an. Es geht um Familiengeheimnisse, Scheidungskinder und die Generation im mittleren Alter. «Kontext» spricht mit Schweizern im Ausland und Aborigines in Australien und berichtet über Liedermacher und Strickkunst. Gerald Hüther gilt als einer der bedeutendsten Hirnforscher Deutschlands. Die Erkenntnisse der Neurobiologie vermittelt er einem breiten Publikum in Vorträgen und populärwissenschaftlichen Büchern.
    In seiner Forschungsarbeit hat sich Gerald Hüther insbesondere mit dem Einfluss von Erfahrungen in der Kindheit und den Auswirkungen von Emotionen wie Angst oder Stress auf die Hirnentwicklung beschäftigt. In einem seiner letzten Bücher beschreibt er Würde als eine Art innerer Kompass, der den Menschen Orientierung und Sicherheit gebe. Der Neurobiologe forschte unter anderem an der Psychiatrischen Klinik der Universität Göttingen, inzwischen ist er im Ruhestand.
    Sein Buch «Biologie der Angst» bedeutete 1997 eine Wende in seiner Karriere als Hirnforscher. Gerald Hüther hörte auf, das Gehirn und den Kopf in den Mittelpunkt seiner Forschungsarbeit zu stellen. Er kam zur Einsicht: Der Mensch ist ein körperliches und soziales Wesen. Diese Einsicht bestimmt seither seine Forschungsinteressen. Mit seinen Ansichten entfremdete er sich von der «klassischen» Hirnforschung, die zu Beginn der 2000er Jahre Karriere als «neue Leitwissenschaft» machte.
    Wie schaut Gerald Hüther heute auf seinen Weg zurück? Welches sind wichtige Erkenntnisse, die er aus der Hirnforschung gewonnen hat? Was ist aus dem Hirnforscher Gerald Hüther geworden? Wie sieht er seine Zunft? Wie beurteilt er heute die von Hirnforschern vom Zaun gebrochene Debatte über den freien Willen des Menschen?
    46 min
  • Geschwister – Geliebte Rivalen
    Sie sind die längste Beziehung, die wir uns denken können: Unsere Geschwister waren immer schon da – und für viele Leute sind sie auch die letzten nahen Beziehungen. Wie uns Geschwister prägen, und warum es sich lohnt, diese Beziehung zu pflegen.  Wer Geschwister hat, wird sie nicht mehr los: sie begleiten uns, ob wir wollen oder nicht. Und sie prägen uns! Wer Geschwister hat, hat auch viele Anekdoten aus der Kindheit auf Lager. Und vielleicht auch eine Vorstellung, warum wir wurden, wer wir sind: die Älteste, die immer vernünftig war; das Nesthäkchen; oder das Sandwichkind, das fast vergessen ging. Was ist dran an solchen Zuschreibungen?
    Und was lernen wir mit und von unseren Geschwistern? Wir fragen nach beim Professor für Entwicklungspsychologie an der Universität Zürich, Moritz M. Daum.
    43 min
  • Musik im Gespräch – Shut-Down in der Klassikszene
    Seit Juni gibt es wieder klassische Konzerte, ja sogar einzelne Opernaufführungen. Vieles ist coronabedingt anders. Für das Publikum, die Musikerinnen und im Spielplan. Die Musikredaktion hat hingehört und diskutiert im Studio. Konzerte mit dem Tonhalle-Orchester, eine Brucknersinfonie im Basler Münster, eine Oper in Bern oder ein Kammermusikfestival im Wallis. Was lange Zeit nicht möglich war, scheint jetzt wieder möglich. Doch ist das Klassikleben anders geworden. Nicht nur, weil das Streaming sich einen Teil darin erobert hat. Auch sonst fühlt sich ein Livekonzert mit Hygienemaske anders an.
    Hat Corona zudem sogar Auswirkungen auf die Qualität der dargebotenen Musik? Auch Musikerinnen und Musiker jedenfalls stehen vor veränderten Tatsachen.
    54 min
  • Vertrauen
    Wie steht es um das Vertrauen? Noch vor Ausbruch der Corona-Pandemie war oft die Rede von der Vertrauenskrise in Politik und Gesellschaft. Während der Corona-Krise war jedoch das Vertrauen in die Regierungen in vielen Demokratien gross. Wie lässt sich das erklären? Vertrauen - ohne Vertrauen geht gar nichts im Leben. Das zumindest sagt der deutsche Soziologe Niklas Luhmann in seinem vielzitierten Werk zum Vertrauen: «Ohne jegliches Vertrauen könnte der Mensch morgens sein Bett nicht verlassen.»
    Doch wie steht es um das Vertrauen in der Gesellschaft heute?
    Fake-News, hohe Politiker, die offensichtlich und unbehelligt lügen, gehören heute zum Alltag. Herrscht deswegen eine Vertrauenskrise?
    Oder doch nicht? Während der Corona-Krise, vor allem als die Zahlen der Neuansteckungen täglich rasant gestiegen sind, hatte der grösste Teil der Bevölkerung in der Schweiz und in anderen demokratischen Ländern grosses Vertrauen in Wissenschaft und Politik.
    Also doch keine Vertrauenskrise? Darüber diskutieren der Fachpsychologe und Psychoanalytiker Udo Rauchfleisch und der Philosoph Christian Budnik.
    49 min
  • Vom Publikum gewünscht 2/10 – Die mittlere Generation
    Überraschend und vielfältig: Das Publikum regt die Themen der zehnteiligen Sommerserie an. Es geht um Familiengeheimnisse, Scheidungskinder und die Generation im mittleren Alter. «Kontext» spricht mit Schweizern im Ausland und Aborigines in Australien und berichtet über Liedermacher und Strickkunst. Heute berichtet «Kontext» über die Generation der 38- bis 52-Jährigen, die mittlere Generation. Viel wird gresprochen über Kinder und Jugendliche, über die Alten und Ältesten.
    Die mittlere Generation, die voll im Berufsleben steht, Kinder hat (oder nicht), vielfältige Lebensformen verwirklicht und sich viele Gedanken über ihre Zukunft macht, fällt in der Berichterstattung meist zwischen Stuhl und Bank.
    Regula Sager, frisch pensionierte Lehrerin aus Hochdorf (LU) regte Raphael Zehnder zu dieser Sendung über die «Rushhour des Lebens» an. Weitere Themen: Die Ideengeberin - Mittlere Generation (I) - Mittlere Generation (II) - Mittlere Generation (III) - Die «Rushhour» des Lebens?
    54 min
  • Ist die Musikbranche fit für die CO2-neutrale Zukunft?
    Die Klimajugend demonstriert, die Politik debattiert – Klimaschutz bewegt die Welt. Und die Musikbranche? Das Verhalten der grossen Schweizer Musikakteure ist im klassischen Genre weniger klimabewusst als im populären. Während grosse Schweizer Open Airs sich bereits seit fast 20 Jahren mehr oder weniger intensiv und zielstrebig um die Optimierung ihrer Klimabilanz bemühen, macht man bei grossen Opern-, Theater- und Konzerthäusern diesbezüglich vergleichsweise kleine Schritte. Erstaunlich: Kaum eines dieser Häuser hat bislang überhaupt eine Klimabilanz seines Betriebs erstellen lassen, obwohl sich bekanntermassen im «Blindflug» kaum eine effiziente Klimastrategie aufbauen lässt.
    Kontext fragt, warum die populäre Musikszene beim Klimaschutz schon weiter ist, und welche Möglichkeiten zur Reduzierung des CO2-Ausstosses Musikbetriebe überhaupt haben, insbesondere wenn sie ihrem Publikum weiterhin ein Programm mit internationalen Stars und Bands bieten wollen.
    In Zeiten von Corona mag die Fragestellung zynisch wirken, da viele Kulturbetriebe momentan mit ganz anderen Problemen zu kämpfen haben. Vielleicht verhindert die Corona-Pandemie gar Klimabemühungen, vielleicht aber bietet sie auch die Chance, im Sinne der Ökologie betrieblich neu zu denken? Weitere Themen: Klimabilanzen im Überblick - Klimaschutz in vier Schritten - Grosse Schweizer Musikakteure geben Auskunft
    50 min
  • Corona sei Dank: Der Theaternachwuchs erfindet das Theater neu
    Die Theaterhochschulen mussten in den letzten Monaten auf Online-Unterricht umschalten. Wie funktioniert Schauspiel-Unterricht via Bildschirm? In den letzten Wochen waren nicht nur die Theater geschlossen, sondern auch die Theaterschulen samt Probebühnen. Und doch wurde weiter unterrichtet und studiert. Das Sprechtraining fand nicht im Probenraum sondern im WG-Zimmer statt. Seminare wurden auf digitale Plattformen verlegt, Abschlussprojekte mit viel Phantasie weiterentwickelt und an die neuen virtuellen Realitäten angepasst.
    Nach dem Schock, dass es plötzlich nicht mehr möglich war, sich zu treffen, zusammen zu spielen und zu probieren, wurden neue Erfahrungen gemacht. Dabei konnten die angehende Theaterpädagogin Lena Rohrer und der Schauspielstudent Julius Schröder dieser Zeit des Experimentierens auch einiges abgewinnen. Sie haben digitale Werkzeuge kennengelernt und neue Zugänge zum Theater gefunden.
    Studiogast ist Marijke Hoogenboom (Direktorin Departement Darstellende Künste und Film der ZHDK), sie erzählt wie die Erfahrungen der letzten Wochen die Theaterausbildung verändern werden. Und damit auch das Theater selbst. Weitere Themen: Vom Technoclub zur Telefonlesung - «Der Beruf des Schauspielers wird nicht aussterben!»
    52 min
  • Künste im Gespräch – Filmspielschule, Alice, Inniger Schiffbruch
    Wer braucht eine Filmschauspielschule ­– in Zürich? Der Bürgermeister von Lyon braucht eine Querdenkerin – im Film «Alice et le maire». Und Autor Frank Witzel beendet seine BRD-Trilogie mit «Inniger Schiffbruch». Für viele junge Menschen ist die Schauspielerei ein Traumberuf. Doch nur die wenigsten schaffen es hinauf in den Olymp – werden weltberühmt. Viele Bühnenkünstler halten sich mit einem Brotjob über Wasser – oder leben am Existenzminimum. Corona-Krise hin oder her. Doch ausgerechnet jetzt startet in Zürich die neue Film-Schauspielschule filmZ.
    So etwas gibt es wirklich nur in Frankreich: Filmemacher Nicolas Pariser dreht mit den Stars Fabrice Luchini und Anaïs Demoustier einen Spielfilm über einen Bürgermeister, seine kurzfristig angeheuerte Ein-Frau-Quer-Denkfabrik und den französischen Politikbetrieb überhaupt. Weder als Farce noch als Dokumentation, sondern als nachdenkliche, unterhaltsame Einsicht.
    Nach «Die Erfindung der roten Armee Fraktion» und «Direkt danach und kurz davor» erhält Frank Witzels persönlich gefärbte Mentalgeschichte der alten BRD einen dritten Teil. «Inniger Schiffbruch» beschreibt die Jahre kurz nach dem Krieg, als seine Eltern jung waren und in ein neues Leben aufbrachen. Jetzt – nach dem Tod der Eltern – macht sich Frank Witzel auf die Suche nach der Geschichte seiner Familie und damit auch auf die Suche nach einem echten Gefühl. Weitere Themen: Neue Filmschauspielschule in Zürich - braucht es das? - «Alice et le maire» – Politphilosophie als Kinounterhaltung - «Inniger Schiffbruch» – Frank Witzels beendet seine BRD-Trilogie
    54 min
  • Vom Publikum gewünscht 1/10 – Die Schweizer Liedermacherszene
    Überraschend und vielfältig: Das Publikum regt die Themen der zehnteiligen Sommerserie an. Es geht um Familiengeheimnisse, Scheidungskinder und die Generation im mittleren Alter. «Kontext» spricht mit Schweizern im Ausland und Aborigines in Australien und berichtet über Liedermacher und Strickkunst. Liedermacher in der Schweiz – das ist sehr viel mehr als Mani Matter. Was aber machen die Schweizer Liedermacher und wenigen Liedermacherinnen von einst? Wer waren ihre Vorbilder, was ihre Ziele? Und wie steht es um den Nachwuchs im Liedermacher-Genre?
    Ist der Begriff des Liedermachers inzwischen verstaubt? Zumindest ist er nicht mehr hip, sagt Reto Zeller, der sich selbst trotzdem hartnäckig als solcher bezeichnet, aber auch als «Geschichtensammler» und «Kabarettist». Mit diesen drei Begriffen allerdings deckt Zeller nicht nur das Wesen der Liedermacherei ab, sondern verweist implizit auch auf deren Ursprünge. Das bestätigt auch der Liedermacher Martin Hauzenberger, der im fortgeschrittenen Alter zum Chronisten der Szene geworden ist.
    Eine Kontext-Sendung, die auf den expliziten Wunsch einer Hörerin entstanden ist, die selbst einst Teil der Liedermacher-Szene war.
    54 min
  • «Denkmal nach! Abreissen, stehen lassen oder neu denken?»
    Woran erhitzt sich die Debatte um Denkmäler, Symbole und Bezeichnungen, die auf kolonialistische, rassistische Vergangenheit hinweisen? Im Zuge von #blacklivesmatter ist auch die Diskussion um Denkmäler und andere Zeugen kolonialistischer und rassistischer Geschichte neu aufgeflammt. Weltweit werden Denkmäler problematischer Figuren gestürzt, auch die Sprache gerät – in der Schweiz zum Beispiel in der Diskussion um die «Mohrenköpfe» - wieder in den Fokus.
    Warum müssen solche Diskussionen immer und immer wieder geführt werden? Wir hören rein in Beiträge aus dem SRF-Archiv über das umstrittene Agassiz-Horn und Bilder mit rassistischem Hintergrund in den Strassen von Paris, und fragen: Was hat sich seither getan?
    Und wir diskutieren darüber, wie die aktuelle #blacklivesmatter-Bewegung die Debatte um problematische Bergnamen, Strassenbenennungen und Denkmäler neu anfachen und beschleunigen kann? Dazu im Studio die Historikerin Rachel Huber und der Historiker Harald Fischer-Tiné..
    54 min

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