Kontext

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kontext episodes

  • Gewalt an Frauen
    Migrantinnen gehören oft zu den schwächsten unserer Gesellschaft und sind der Gewalttätigkeit von Männern am stärksten ausgeliefert. Doch nicht alle akzeptieren das, sie wehren sich. Fast jede zweite Woche wird in der Schweiz im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt eine Frau ermordet. Besonders stark vertreten unter den Opfern sind Migrantinnen. Diese leben oft in isolierten, tendenziell prekären Verhältnissen, haben kaum Geld, kaum Zugang zu Informationen, wenig Hilfe, wenn sie denn nötig wäre.
    Warum werden ausgerechnet die Schwächsten unserer Gesellschaft geschlagen – ermordet – gequält? Und was passiert, wenn Migrantinnen anfangen, sich zu wehren.
    Es diskutieren Lina Rasheed von der Fachstelle Frauenhandel und Frauenmigration in Zürich und Jael Bueno, langjährige Teamleiterin beim Frauenhaus Aargau-Solothurn. Weitere Themen: Mit Lösegeld gegen die Todesstrafe - Hilfe zur Selbsthilfe?
    55 min
  • Deep Diversity in Institutionen: Ein steiniger Weg (2/2)
    Die Gesellschaft ist divers, bunt und vielfältig. In Kulturinstitutionen und Medienunternehmen ergibt sich oft ein anderes Bild. Wer bestimmt, was debattiert und worüber berichtet wird? Wer entscheidet, wer dazu gehört und wer nicht? In der Bildung wie in den Medien: Meistens haben privilegierte, gut ausgebildete weisse Männer das Sagen. Als kulturpolitische Schlagworte sind Diversität und Inklusion zwar in aller Munde. In der Praxis aber gibts noch Luft nach oben. Umso wichtiger, genau hinzuschauen, wo Diskriminierung passiert, wo es strukturelle Hindernisse gibt und welche Strategien auf dem Weg zu einer gerechten, vielfältigen Gesellschaft erfolgreich sind.
    In zwei Kontext-Sendungen zeigen wir, warum es sich lohnt, diese Fragen ernst zu nehmen: In Bern tritt der Kunstwettbewerb zu einem rassistisches Wandbild in einer Schule eine Debatte los. Eine wissenschaftliche Studie zeigt, wie in Kunsthochschulen der Ausschluss schon vor dem Studium beginnt. Und die «Neuen Deutschen Medienmacher*innen» zeigen, was Diversität in Redaktionen mit Qualitätsjournalismus zu tun hat. Weitere Themen: Exklusiv: Studieren an Schweizer Kunsthochschulen - Sensibilisierung im öffentlichen Raum - Adieu mediale Monokultur
    50 min
  • Künste im Gespräch – Wolgakinder und ein schwuler Opernführer
    Dem Schicksal der Wolgadeutschen hat die russische Autorin Gusel Jachina ihren Roman «Wolgakinder» gewidmet. Der schwule Opernführer «Casta Diva» schaut durch die schwule Brille auf die Operngeschichte. Ein Lehrer, der mit allen Mitteln versucht, seine Familie möglichst unbeschadet durchzubringen - und das im Schrecken der Jahre nach der Revolution: Diese Geschichte erzählt die russische Schriftstellerin und Filmemacherin Gusel Jachina in ihrem neuen Roman «Wolgakinder». Die Autorin, die tatarischer Abstammung ist, hat ihr erzählerisches Talent bereits im Erstling «Suleika öffnet die Augen» bewiesen. Darin hatte sie die Jahre ihrer tatarischen Grossmutter in der Verbannung beschrieben.
    Dass Schwule oftmals eine besondere Faszination der Oper gegenüber haben, ist bekannt. Nun haben die beiden Autoren und Herausgeber Rainer Falk und Sven Limbeck mit «Casta Diva» einen schwulen Opernführer geschrieben, der die Geschichten sozusagen mit der schwulen Brille liest. Und unter der Oberfläche haben sie erstaunlich viel Homoerotisches gefunden. Weitere Themen: Gusel Jachina und ihr Roman «Wolgakinder» - In Pink und Samt - der erste schwule Opernführer
    57 min
  • «Der leidvolle Weg einer Ausnahmesängerin – Tina Turner wird 80»
    Der Weg der Soul-Sängerin Anna Mae Bullock zum Weltstar Tina Turner war steinig. Zuerst die Jahre, in denen sie neben ihrem dominanten, gewalttätigen Mann Ike Turner die Soul-Szene aufmischte, dann die Solo-Karriere, die lange brauchte, um wirklich anzurollen. Tina Turner aber setzte sich durch. Tina Turner ist ein Weltstar. Sie hat im Bereich der populären Musik alles erreicht: Millionen Schallplatten verkauft, Millionen verdient. Doch der Weg dahin war schwierig.
    Erste Aufmerksamkeit erhielt sie als erst 20jährige Sängerin im Duo «Ike and Tina Turner» mit ihrem Mann, dem Musiker Ike Turner. Auf der Bühne war das Duo eine der grössten Attraktionen der Soul Music; das lag vor allem an Tina Turner, ihrer Stimme, ihrem Auftritt, der einem Vulkan gleichkam und der Grössen wie Mick Jagger stark beeinflusste. Hinter der Bühne wurde das Paar von Ike Turner dominiert, der seine Frau misshandelte.
    Nach der Trennung begann sie eine Solo-Karriere, die nach ein paar Jahren riesigen Erfolg zeitigte. Als 45jährige mit unverändertem Sex Appeal wurde sie zum Vorbild für viele Frauen.
    In Kontext schauen Vanda Dürring und Eric Facon auf ihre Karriere und Biographie, aber auch auf die Wirkung und ihr Image. Weitere Themen: Der schwierige Weg aus der Hölle in die Freiheit - Eine musikalische Karriere in fünf Schritten
    51 min
  • Deep Diversity in Institutionen: Ein steiniger Weg (1/2)
    Die Gesellschaft ist divers, bunt und vielfältig. Aber im Theaterfoyer, im Museum oder in Bildungsinstitutionen herrscht oft ein anderes Bild. Das Programm spricht eine bestimmte Schicht an, das Publikum ist meistens weiss und homogen. Was läuft da falsch? Lange galt es als «normal», dass Kultur- und Bildungsinstitutionen vorwiegend weiss sind. Vielleicht wurde auf der Bühne über Rassismus, Flucht und koloniale Verstrickungen gesprochen, aber hinter den Kulissen hatte nur das Reinigungspersonal einen Migrationshintergrund.
    In den letzten Jahren ist die Sensibilität gestiegen, dass Kulturinstitutionen Menschen mit diversen kulturellen Hintergründen, verschiedenen Hautfarben und Fähigkeiten nicht mehr länger ausschliessen können, sondern für die ganze Gesellschaft da sind. Dass sie sich inhaltlich und strukturell öffnen müssen. Und es gibt gelungen Beispiele für Projekte und Institutionen, in denen kulturelle Teilhabe und Diversität keine trendigen Schlagworte, sondern gelebte Realität sind.
    In zwei Kontext-Sendungen zeigen wir, warum es sich lohnt, diese Fragen ernst zu nehmen: In Zürich wird die Theaterszene gerade sichtbar diverser. In Basel geht das Institut Neue Schweiz INES mit der Kaserne Basel und dem Literaturhaus neue Kooperationen ein. Und ein Buch schlägt vor: Bildet Allianzen! Weitere Themen: Theater: Ist die Zeit der Alleinintendanten vorbei? - Blinde Flecken: «Beeing here, doing this!» - Bildet Allianzen!
    54 min
  • Steigende Kosten und mehr Pflege durch Angehörige 2/2
    Die Pflegekosten für alte Menschen steigen seit Jahren, sowohl im Heim als auch zu Hause.Zusätzliche Investitionen werden nötig, innovative Vorschläge sind gefragt. Die Kosten für die Pflege im Alter steigen seit Jahren. In den nächsten zwanzig Jahren ist mit einer Verdoppelung der Kosten von heute 15 auf 30 Milliarden Franken zu rechnen. Deswegen, weil die geburtenstarken Jahrgänge, die nach 1945 geboren wurden, nun alt werden. «Kontext» wirft drei Schlaglichter aufs Thema Pflegekosten:
    Mit der Generation der Baby-Bommer wird die gesellschaftliche Gruppe von pflegebedürftigen Menschen grösser. Ob der Pflegebedarf gedeckt werden kann, ist nicht sicher, da seit langem ein Mangel an Pflegefachkräften vorherrscht.
    Auch zeigt sich, dass pflegebedürftige Personen im Alter vermehrt zu Hause gepflegt werden wollen. Dies führt nicht nur zu einem Ausbau der Spitex, sondern auch zu einem verstärkten Einbezug der Angehörigen. Oft bezahlen sie dafür einen hohen Preis, indem sie ihre Erwerbsarbeit reduzieren und Lohn- und Renteneinbussen hinnehmen müssen.
    Nach wie vor kommt ein grosser Teil des Personals aus dem Ausland und ist auf Kosten des Herkunftslandes ausgebildet worden. Die Schweiz müsste bedeutend mehr investieren, wenn sie die qualifizierten Fachkräfte im Inland ausbildet. Weitere Themen: Verdoppelung der Kosten innerhalb einer Generation - Verdeckte Kosten der Care-Arbeit
    50 min
  • Krankheitsbilder, Körperpflege und Katheter: Wie geht Pflege? 1/2
    Sie übernehmen Verantwortung, haben medizinisches und technisches Wissen und sind nah an den Patientinnen und Patienten dran: Diplomierte Pflegefachkräfte haben einen anspruchsvollen Beruf. Wie sieht ihre Arbeit heute aus? Und warum hängt fast die Hälfte des Pflegepersonals den Beruf an den Nagel? Ein paar Tage im Spital wegen eines Blinddarms oder dauerhaft in einem Heim wegen Demenz. Die demographische Entwicklung zeigt, dass wir mit einer höheren Lebenserwartung auch zunehmend Pflege beanspruchen.
    Zugleich steigt der Kostendruck im Gesundheitswesen. Spitäler und Heime haben Mühe, qualifiziertes Pflegepersonal zu finden. Auch soll Pflege immer effizienter werden. Interessensverbände sprechen von einem «drohenden Pflegenotstand».
    In «Kontext» schildern Pflegefachkräfte ihren Arbeitsalltag. Was sind die schönen Seiten dieses Berufs? Welchen Schwierigkeiten begegnen sie?
    Studiogast: Iren Bischofberger, Pflege- und Gesundheitswissenschaftlerin und Programmleiterin Careum Hochschule Gesundheit, Teil der Kalaidos Fachhochschule Schweiz Weitere Themen: «Ein wunderschöner Beruf. Und anstrengend.» - Wie sieht professionelle Pflege aus? - Überlastet und unterfordert: Eine Pflegefachfrau steigt aus - Pflege – in der Krise oder auf gutem Weg?
    56 min
  • Künste im Gespräch – Hammer, «TRIBUTE» und Trommeln
    Der Roman «Der Hammer» des österreichischen Kabarettisten Dirk Stermann. Die Inszenierungen zu Musikgrössen des Theaterschaffenden Daniel Rohr. Die Sprache westafrikanischer Trommeln in Zürich. Der österreichische Orientalist Josef von Hammer Purgstall war eine umstrittene Figur. Nun hat der Kabarettist Dirk Stermann ihm mit «Der Hammer» einen bemerkenswerten Roman gewidmet.
    Der Leiter des Zürcher Theaters Rigiblick, Daniel Rohr, hat mit «TRIBUTE» ein erfolgreiches theatrales Format für Musikgrössen geschaffen.
    Wer begreift, dass Trommeln sprechen können, versteht ein faszinierendes kulturelles Musiksystem Westafrikas. Weitere Themen: Die Suche nach Unsterblichkeit in Dirk Stermanns «Der Hammer» - «TRIBUTE»: Daniel Rohrs theatrale Denkmäler für Musikgrössen - Westafrikas Trommelmusik im globalen Austausch
    52 min
  • Vom Digitalisieren und von Handschriften
    Die Philipps-Universität in Marburg erfasst alle deutschsprachigen Handschriften des Mittelalters. Die Zentralbibliothek Zürich digitalisiert alle Ausgaben der NZZ, um sie durchsuchbar und gratis ins Netz zu stellen. Das alte Manuskript auf Pergament oder Papier hat jedoch auch seine Qualitäten. Zerstreutes wird zusammengeführt, Unbekanntes ans Licht gehoben, Verborgenes einem grossen Kreis von Nutzerinnen und Nutzern zur Verfügung gestellt. Bibliotheken und Archive digitalisieren ihre Bestände, und diese sind auf einmal weltweit abzurufen.
    Die Digitalisierung bietet der Forschung und Wissensdurstigen enorme Möglichkeiten. Doch auch historische Handschriften haben ihre besonderen Qualitäten, wie ein Besuch in der Stiftsbibliothek St. Gallen zeigt. Weitere Themen: Kulturelles Erbe aus dem Mülleimer - Wenn der Scanner summt - Das Original: Die gute alte Handschrift
    52 min
  • Hummerschwanz und Hüftpolster: Mode in Zeiten des Aufbruchs
    Surrealismus, Bauhaus, Minimalismus – Diese Kunstrichtungen zeigen sich nicht nur in der Kunst, sondern auch in der Kleidung. Ist es die Kunst und der Zeitgeist, welche die Mode und das Design beeinflussen – oder eher umgekehrt? Das knallrote Lippensofa von Salvador Dalí, die ultrakurzen Miniröcke der Londoner Designerin Mary Quant: Ob Surrealismus oder Popkultur – Mode und Kunst geben Auskunft über die Themen, welche die Gesellschaft jeweils beschäftigen. Doch ist nun Mode und Kunst das Produkt dieses Zeitgeists? Oder ist es das Kunstprodukt, welche den Zeitgeist beeinflusst?
    Die deutsche Modehistorikerin Bettina Köhler geht diesen Fragen durch die Jahrhunderte nach. Die Literaturwissenschaftlerin Barbara Vinken zeigt die Wechselwirkung von Surrealismus und Mode auf. Die Thuner Modedesignerin Sabine Portenier erzählt beim Atelierbesuch, wie Kunst für sie Inspiration ist und der britische Modefotograf Tim Walker nutzt Mode und Zeitgeist für seine Inszenierungen. Weitere Themen: Die Inspirationen der Modedesignerin Sabine Portenier - Körper und Kleid: Dalís Schubladenfrauen, Margielas Scherbenweste - Inszenierte Begehrlichkeiten
    55 min

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