Krebsbetroffene gehören in die Corona-Risikogruppe. Sie müssen besonders aufmerksam sein. Und das sind sie: Noch nie haben so viele Menschen beim Krebstelefon der Krebsliga Schweiz um Rat gefragt wie in letzter Zeit. Rat zu geben ist aber schwierig. «So etwas habe ich in all den Jahren bei der Krebsliga noch nie erlebt», sagt Anna Zahno, Leiterin des Krebstelefons der Krebsliga Schweiz. «Obschon wir es in den Beratungen oft mit Menschen in einer Ausnahmesituation zu tun haben, verunsichert die Coronakrise die krebsbetroffenen Menschen noch mehr.»
Die Frage nach dem Risiko
Das BAG sagte zuerst, alle Krebsbetroffenen seien Risikopatienten. Davon ist das Bundesamt wieder etwas weggekommen. Tatsache ist: Man weiss nicht alles. Krebsbetroffene, deren Abwehrsystem durch die Therapie geschwächt ist, und Krebsbetroffene mit beschädigtem Herzen oder mit Begleiterkrankungen müssen sehr vorsichtig sein. Vorsichtshalber alle anderen auch.
Am besten einschätzen kann die Situation die behandelnde Ärztin, der behandelnde Arzt. Auch, ob die Therapie abgebrochen oder ausgesetzt werden sollen. Rufen Sie also ungeniert in der Praxis oder dem Spital an.