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Boris Pistorius (SPD) wird Nachfolger von Christine Lambrecht. Eine Überraschung. Auch für ihn. Pistorius, 62, war Bürgermeister von Osnabrück und aktuell noch Innenminister von Niedersachsen. Er habe "Demut und Respekt vor so einer gewaltigen Aufgabe", sagt er in einer ersten Stellungnahme. Er werde sich "mit 150 Prozent in die neue Aufgabe stürzen".
Kanzler Olaf Scholz nennt ihn einen "Freund und guten Politiker", der über sehr viel Erfahrung in der Sicherheitspolitik verfüge. Ausgestattet mit der "Kraft und Ruhe", die man "angesichts der Zeitenwende" braucht. "Ich bin überzeugt, dass er mit der Truppe kann und die Soldaten und Soldatinnen ihn mögen werden." Anders sieht es Johann Wadephul, Vize der Unionsfraktion. Er nennt Pistorius eine "Besetzung aus der B-Mannschaft".
"Am Ende hat Scholz nicht viel Auswahl gehabt", sagt SZ-Bundeswehr-Experte Mike Szymanski. Und deshalb habe er dafür "im Moment" die paritätische Besetzung des Kabinetts geopfert. Außerdem bestehe durchaus ein Konfliktpotenzial: "Er wird kein reiner Befehlsempfänger aus dem Kanzleramt sein." Es liege "ein gewisses Risiko" für Scholz darin, "dass Pistorius sehr viel eigenen Willen entwickelt".
Allerdings brauche es auch "Autorität in diesem Amt, ein Verständnis für die Bundeswehr und ein Verständnis, wie die Bundeswehr in Zukunft aufgestellt sein muss". Szymanski: "Das kann funktionieren." Die Vergangenheit habe auch gezeigt, dass es "schon ein Erfolg" sein kann, das Verteidigungsministerium zu verlassen, "ohne die Karriere ruiniert zu haben".
Weitere Nachrichten: Mindestens 44 Tote nach russischem Beschuss in Dnipro, Geständnis beim Juwelenraub im Grünen Gewölbe.
Unseren Podcast über den Kunstraub im Grünen Gewölbe finden Sie hier.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Tami Holderried, Léonado Kahn
Produktion: Imanuel Pedersen
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By Süddeutsche Zeitung4.7
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Boris Pistorius (SPD) wird Nachfolger von Christine Lambrecht. Eine Überraschung. Auch für ihn. Pistorius, 62, war Bürgermeister von Osnabrück und aktuell noch Innenminister von Niedersachsen. Er habe "Demut und Respekt vor so einer gewaltigen Aufgabe", sagt er in einer ersten Stellungnahme. Er werde sich "mit 150 Prozent in die neue Aufgabe stürzen".
Kanzler Olaf Scholz nennt ihn einen "Freund und guten Politiker", der über sehr viel Erfahrung in der Sicherheitspolitik verfüge. Ausgestattet mit der "Kraft und Ruhe", die man "angesichts der Zeitenwende" braucht. "Ich bin überzeugt, dass er mit der Truppe kann und die Soldaten und Soldatinnen ihn mögen werden." Anders sieht es Johann Wadephul, Vize der Unionsfraktion. Er nennt Pistorius eine "Besetzung aus der B-Mannschaft".
"Am Ende hat Scholz nicht viel Auswahl gehabt", sagt SZ-Bundeswehr-Experte Mike Szymanski. Und deshalb habe er dafür "im Moment" die paritätische Besetzung des Kabinetts geopfert. Außerdem bestehe durchaus ein Konfliktpotenzial: "Er wird kein reiner Befehlsempfänger aus dem Kanzleramt sein." Es liege "ein gewisses Risiko" für Scholz darin, "dass Pistorius sehr viel eigenen Willen entwickelt".
Allerdings brauche es auch "Autorität in diesem Amt, ein Verständnis für die Bundeswehr und ein Verständnis, wie die Bundeswehr in Zukunft aufgestellt sein muss". Szymanski: "Das kann funktionieren." Die Vergangenheit habe auch gezeigt, dass es "schon ein Erfolg" sein kann, das Verteidigungsministerium zu verlassen, "ohne die Karriere ruiniert zu haben".
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