Löwenzahnblätter müsse man im Frühling ernten, wenn sie jung und zart sind, heisst es. Doch die Saison lässt sich problemlos verlängern. «Genau so zart wie die ersten Frühlingsblätter sind nämlich diejenigen, die nach dem Rasenmähen wieder spriessen», sagt die Gärtnerin Silvia Meister.Wird der Löwenzahn zwei bis drei Zentimeter über dem Boden abgeschnitten oder gemäht, so treibt er bald wieder aus und kann frisch geerntet werden. Als Faustregel gilt: Je grösser und grüner die Blätter, desto zäher und bitterer sind sie.Löwenzahn ansäenLöwenzahn kann man ansäen wie einen Schnittsalat. Die Samen speziell gezüchteter Sorten gibt es im Fachhandel zu kaufen. Vorteile dieser Sorten sind zum Beispiel, dass sie weniger bitter sind oder besonders fleischige Blätter haben.Löwenzahn weniger bitter machenWenn man die spriessenden Blätter mit einem dunklen Vlies oder einem umgedrehten Blumentopf abdeckt, sodass kein Sonnenlicht mehr an sie herankommt, dann bleichen die Blätter aus und sind weniger bitter.Silvia Meisters Deko–Trick mit LöwenzahnMit den Samenkugeln der «Pusteblume» lässt sich eine filigrane, zauberhafte Dekoration herstellen.Den Löwenzahn pflücken, wenn er gerade frisch verblüht ist. Der Blütenkelch muss geschlossen sein, oben sieht man die verwelkten gelben Blütenblätter.Die verwelkten gelben Blütenblätter abzupfen, je nach Geschmack auch die grünen Kelchblätter unterhalb des Blütenkelchs entfernen.Den Löwenzahn verkehrt herum, also kopfüber, aufhängen und trocknen lassen.Sobald sich die Pusteblumen-Kugeln geöffnet haben, kann man sie zu Mobiles oder Girlanden auffädeln und ans Fenster hängen. Oder man kann sie randvoll in eine Glasschale füllen, einen Strauss damit machen oder eine Wette gewinnen («Wetten, du schaffst es nicht, diese Samen wegzupusten?»).