Sibylle Klug investiere viel ehrenamtliche Zeit in die Erarbeitung neuer Ideen für den Verband und sei mit ihrem Engagement eine herausragende Botschafterin mit einem großen Herz für den ländlichen Raum, ständig das „Wir“ im Blick behaltend, so die Geleitworte zur Auszeichnung durch Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier vom Landfrauenverband Sachsen-Anhalt.
Bereits 1991 war Sibylle Klug Gründungsmitglied der Landfrauengruppe im Kreis Stendal, aus der später der Kreisverein Stendal entstand. Vom 2001 bis 2019 war sie dessen Vorsitzende. In ihrem Heimatdorf gründetet Sibylle Klug 1997 eine Ortsgruppe, der sie seither vorsteht. Von 2019 bis 2023 war sie Beisitzerin im Bundesvorstand des Deutschen Landfrauenverbandes. Rund 850 Landfrauen sind im Landfrauenverband Sachsen-Anhalt e.V. organisiert. Gemeinsam pflegen sie den Erntekronenwettbewerb zur Bewahrung alter Bräuche und Traditionen, engagieren sich in Nachhaltigkeitsprojekten zur Sensibilisierung im Umgang mit Plastik und Lebensmitteln, setzen sich für gesundes Frühstück in der Kita ein und unterhalten ein Bauernpaten-Projekt. Kurz vor dem 1. Mai kommen Frauen aus allen Generationen zum traditionellen Maikranzbinden zusammen. Die Lebensmaxime von Sibylle Klug ist: Machen! Das gilt einmal mehr 2026 in dem von der UN ausgerufenen „Internationalen Jahr der Frauen in der Land- und Forstwirtschaft“. Allein in Deutschland folgten 22 Verbände und Organisationen aus Landwirtschaft und Ländlichem Raum dem Aufruf des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimar, um Frauen sichtbarer zu machen, ihre Bedeutung für Landwirtschaft und ländliche Räume stärker ins Bewußtsein zu rücken und Dialog, Offenheit und Veränderungsbereitschaft zu fördern.
In Stendal wurde Sibylle Klug 1965 geboren, in einem altmärkischen Dorf wuchs sie als Zweite von drei Töchtern auf. Ihre Eltern waren Genossenschaftsbauern.
1982 absolvierte Sibylle Klug eine Berufsausbildung zum Zootechniker/ Mechanisator mit Abitur und studierte bis 1988 an der Fachschule für Tierzucht Wernigerode. Anschließend arbeitete sie als Brigadier in der örtlichen LPG. Zusammen mit ihrem Mann baute sie nach der politischen Wende ab 1990 einen eigenen landwirtschaftlichen Familienbetrieb mit heute über 200 Milchkühen auf. Dieser wird in diesem Sommer an einen der beiden Söhne übergeben.
Moderation Carsten Tesch
Redaktion: Angelika Zapf