Morgenimpuls
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Morgenimpuls episodes

  • Gaudete – Freue Dich
    Gaudete – Freue Dich
    Ein ganz freier Adventssonntag. Keine Verpflichtungen. Keine netten Einladungen anzunehmen.Kein noch so schönes Konzert. Kein Weihnachtsmarkt. Kein Basar. Keine Adventsfeier.Nur drei Kerzen anzünden. Und Dasein. Gaudete – Freue DichUnd wisse: Gott ist da.
    1 min
  • Wo soll es denn hingehen?
    Wo soll es denn hingehen?
    Zurzeit laufen Werbespots mit Günther Jauch unter anderem für eine Versicherung. Die sind manchmal ganz witzig und haben immer die Frage: Wo soll es denn hingehen? Ein kleines Mädchen, dass mit dem Fahrrad hingefallen ist, zeigt nach der Frage, wo es denn hingehen soll mit dem Finger in eine Richtung und jubelt: Da. Und Günther Jauch antwortet: Na schön, wenn die Richtung schonmal klar ist. Wo soll es bei Ihnen hingehen an diesem Samstag vor dem dritten Advent? Ist Ihnen Ihre Richtung auf Weihnachten hin auch so klar?
    1 min
  • Mache dich auf und werde Licht
    Mache dich auf und werde Licht
    Die Heilige die wir heute feiern, ist für das Licht zuständig. Sie, die Luzia, gilt als Sinnbild für die vielen Märtyrerinnen der frühen Kirche, die in den Jahrzehnten der Christenverfolgung mit ihrem Dasein ein Licht für Andere waren und Hoffnung und Zuversicht verbreiten konnten. Daher ist auch gut zu verstehen, dass ihr Fest besonders in den nordeuropäischen Ländern von so hoher Bedeutung ist, wo es so lange so tief dunkel ist, dass jedes so kleine Licht begrüßt und von Herzen aufgenommen wird.Viele Adventsgesänge handeln von diesem Licht, aber was am ehesten aussagt, worum es wirklich geht, ist dieses "Mache Dich auf und werde Licht, denn Dein Licht kommt". Es hilft nichts, über die eigenen dunklen Seiten zu klagen und auf die Erleuchtung zu warten. Es ist dringend, die eigenen Fähigkeiten und Helligkeiten nicht auch noch unters Bett zu stellen, sondern es ist dran, mich selbst auf die Socken zu machen und dem Licht, dem Kommenden, dem, den ich erwarte, entgegenzugehen.Und wir hier in Olpe feiern heute noch etwas ganz anderes, großes: Die Familie, die dreieinhalb Jahre mit uns im Haus gewohnt hat, bekommt heute während einer Feierstunde im Kreishaus ihre deutschen Pässe und die Urkunde über die deutsche Staatsbürgerschaft. Vor 12 Jahren sind sie mit dem damals fünfjährigen Sohn während der Herrschaft der Muslimbrüder in Ägypten nach vielen Querelen und Drangsalen, denen sie als koptische Christen ausgesetzt waren, geflohen. Zunächst der Vater innerhalb Ägyptens, dann über Georgien nach Deutschland. Zunächst sogar in verschiedenen Städten in Flüchtlingsunterkünften gestrandet, sind sie nach Olpe gekommen und im Herbst 2015 haben wir sie bei uns aufgenommen; da schon zu viert mit dem einjährigen zweiten Sohn.Es war bei uns eine wundervolle, stressige, anstrengende, interessante und liebevolle Zeit, in der wir an den deutschen Vorschriften und Gesetzen fast verzweifelt wären und unsere Familie in allen Höhen und Tiefen begleitet haben. Jetzt arbeitet der Vater seit Jahren als Busfahrer, die Mutter als Erzieherin in einer Kita, der Ältere geht aufs Berufskolleg und der Kleine in die fünfte Klasse. Sie haben sich ein kleines Haus gekauft und sind dabei, sich mit Nachbarn und Kollegen, Freundinnen und Freunden ganz neu aufzustellen. Es ist eine Advents- und Ankommensgeschichte der besonders schönen Art.
    4 min
  • Bitte lieber Gott!
    Bitte lieber Gott!
    Ein jahrzehntelanges Unrechtsregime in Syrien ist gestürzt. Innerhalb weniger Tage. Der Diktator in Russland nimmt den ehemaligen Diktator Syriens aus humanitären Gründen natürlich gern in sein Land auf. Und die Gefängnisse werden geöffnet und Tausende befreit, die kaum noch Hoffnung auf Leben und Überleben hatten. Bei den Schilderungen der Menschen wird mir übel und Entsetzen greift um sich. Mit Folter und Mord bedroht, hat ein ganzes Land jahrzehntelang in Angst und Schrecken gelebt.Eine unserer alten Schwestern, die Krieg und Nachkriegszeit in Deutschland erlebt hat, ist entsetzt und fragt, warum wir Menschen einfach nichts aus der Geschichte lernen und immer und immer wieder Diktatoren wählen und unterstützen und Kriege möglich machen. Und wir sind ratlos und wissen es auch nicht.Bei einem Wortgottesdienst kam dieser Tage ein Song an mein Ohr, den ich nicht kannte. Die Band PUR singt darin von Gott und der Erschaffung des Menschen und der von ihm gegebenen Freiheit. Da heißt es: "Er gab ihnen das Feuer und die Freiheit zu denken, zu glauben und zu verstehen." Um dann zu merken, dass das freie Denken des Menschen auch Chaos und Katastrophen erschaffen haben und Gott es nicht allein schafft, daraus zu erretten. Und dann weiter im Text: "den Weg aus dem Schlamassel, aus dem Chaos zu finden, das kann Er für die Welt nicht allein. Jeder muss ihn für sich suchen, keiner sieht für die Blinden, keiner kann ohne Hoffnung sein."Ja genau, keiner kann ohne Hoffnung sein, auch nicht die Menschen in den jetzigen Kriegs- und Krisengebieten der Erde und besonders in Syrien. Und der Refrain dieses Liedes ist aktueller denn je: "Bitte lieber Gott, hörst Du sie beten. Bitte lieber Gott, Du kriegst das doch hin. Bitte lieber Gott um Frieden auf Erden, lass sie nicht hängen und schenk diesem Ganzen den göttlichen Sinn."
    3 min
  • Highway to God!
    Highway to God!
    An den zwei verlängerten ersten Advents-Wochenenden von Donnerstag bis Sonntag war auch hier in Olpe auf dem Marktplatz ein kleiner, aber feiner Weihnachtsmarkt. Mit schön gestalteten Hütten und weißen Pagodenzelten, mit Angeboten von Kirchen und sozialen Einrichtungen, von schönem Bühnenprogramm und gemütlichem Ambiente mit Strohballen zum Sitzen, Holzhäcksel gegen die Kälte von unten, Feuerkörbe zum Wärmen, Karussell für die Kinder und abendlich schöner Beleuchtung. Und natürlich einer Taverne für den Glühweingenuss und verschiedene Möglichkeiten zu speisen und zu genießen. Über den Tag und am frühen Abend gab es Advents -und Weihnachtsmusik von verschiedenen Chören und Musikgruppen und abends dann eher Popmusik für die, die den Weihnachtsmarkt als Popevent nutzen. Und am Samstagabend dann, ich dachte, ich höre nicht richtig, der letzte Song: "Highway to Hell" – Weg zur Hölle. Die Fenster meines Zimmers gehen hin zum Marktplatz und selbst wenn sie geschlossen sind, kann ich alles hören. Dieser Rockklassiker von AC/DC von 1979 wird oft als Hymne für ein rebellisches ungezügeltes Leben interpretiert. Der Text beschreibt eine Lebensart die frei von Regeln, Einschränkungen und Konventionen ist, aber auch mit Risiken und Konsequenzen verbunden sein kann. Die Texte des Advents betonen immer wieder die Aufforderung, die Straßen und Wege zu ebnen, die Hügel abzutragen und die Täler aufzufüllen. Das bedeutet, dass wir, die wir auf das Erscheinen unseres Gottes am Ende der Zeit warten, in unserem Inneren schauen sollen: wo sind Hindernisse, die wir selbst gegen Gott und die Menschen aufgebaut haben und wegräumen sollten, wo sind tiefe Schluchten, die wir mit unserem Denken und Tun gegraben haben, und jetzt möglichst auffüllen sollten, wo sind Schlaglöcher, die die Beziehungen und Wege zueinander und zu Gott kompliziert und schwierig machen, und die wir doch beseitigen könnten. Damit unser Weg im Advent kein Highway to Hell – kein Weg zur Hölle, sondern eine Straße mit und zu Gott und seinen Menschen wird.
    4 min
  • Auch so geht adventlich leben
    Auch so geht adventlich leben
    Am Samstag war Tag der offenen Tür in unserem Kinderhospiz Balthasar hier in Olpe. Das ist immer eine gute Gelegenheit, dass viele Leute aus der Umgebung mal einen Blick hineinwerfen können in dieses Haus. In den ersten Jahren gab es viel Scheu, weil viele dachten: Oh je, Kinderhospiz, da geht es um sterbende Kinder, wie traurig. Aber alle, die einmal dort waren, verstehen die eigentliche Überschrift des Hauses: Leben und Lachen, Sterben und Trauern. Weil eben alles zusammengehört: das Leben und Lachen, die Krankheit und der Schrecken, die Arbeit und Mühe, die Eltern, Geschwister und Oma und Opa, das Sterben und das Abschiednehmen, das Trauern und Weinen. Und ich verstehe jedes Jahr mehr, warum dieser Tag der Offenen Tür im Advent ist – weil zu der Zeit die Herzen und Hände offener sind, sich zu informieren und zu helfen, in welcher Art auch immer.Nachdem ich mir also am Samstag alle liebevollen Stände und Angebote angeschaut, ein paar Kleinigkeiten für Geschenke erworben hatte, habe ich mich mit Kaffee und Kuchen an einen der schön gedeckten Tische zu einem Ehepaar gesetzt. Und wir haben wunderbar geplaudert über Gott und die Welt und über ihr unglaubliches ehrenamtliches Engagement. Seit Jahren häkelt die Mama wunderschöne Kleinigkeiten und darf sie in der Bäckerei, in der sie arbeitet, gegen Spende abgeben. Und wenn die Leute mitbekommen, dass es für das Kinderhospiz ist, geben sie gern auch mehr. Und so kam auch in diesem Jahr mehr als eintausend Euro zusammen, die sie dem Kinderhospiz überweisen konnte. Zum Abschied hat mir der Mann ins Ohr geflüstert, dass sie vor 10 Jahren ihren schwerkranken Sohn verloren haben und sich seitdem engagieren.Ich war sehr berührt und habe gedacht, ja genau so kann es gehen. Wie diese beiden Eltern in der eigenen Betroffenheit nicht stehenbleiben, sondern sich engagieren und Gutes tun, damit auch anderen Eltern und Kindern geholfen werden kann. Auch so geht adventlich leben.
    3 min
  • Gott ist reinste Beziehung
    Gott ist reinste Beziehung
    Über Sünde redet man kaum noch. Und schon gar nicht über die ererbte Sünde, die in ihrem Kern der Versuch des Menschen ist, sein zu wollen wie Gott. Dadurch wird das ganze Beziehungsnetz des Menschen gestört, es kommt zu einer Störung in der Beziehung zu Gott, zum Mitmenschen, zu sich selbst und zur Schöpfung.Erlösung, die mit Maria beginnt meint dann: Ent-störung, Heilung des gesamten Beziehungsgeflechts des Menschen, d.h. der Mensch wird durch Jesus Christus wieder in die von der Schöpfung ursprünglich angedachte heile Beziehung zu Gott gebracht, in die Möglichkeit versetzt, in enger Beziehung mit ihm zu leben, nicht in einer frechen und aufmüpfigen Auflehnung gegen Gott, sondern in einer super Beziehung.Das heutige Fest Maria Empfängnis besagt demnach – auf den Punkt gebracht und ein bisschen salopp: Maria lebt vom ersten Augenblick ihres Daseins in einer super Beziehung mit Gott. Das ist pures Privileg, ist deshalb störungsfrei, weil sie von Gott eine Sendung trägt: Sie soll den tragen und bringen, der die Beziehung des Menschen mit Gott wieder normalisieren soll, der mit seinem Leben, Sterben und Auferstehen dazu beitragen wird, dass jeder Mensch in eine super Beziehung mit Gott finden kann, mit Gott in Gemeinschaft lebt, in Communio. Gott ist reinste Beziehung. Und Maria ist die Erste, die von Anfang an in ungetrübter Weise mit Gott in Beziehung steht – das meint der heutige Festtag.  Alles an Maria hat in irgendeiner Form auch Bedeutung für uns und unser Leben. Ihr Privileg, ohne Auflehnung vor Gott zu leben, verweist uns darauf, was auch als Hoffnung für uns gedacht ist: dass wir mit Gott in einer super Beziehung leben können, dass wir in guter Beziehung zu uns selbst leben können, mit all unseren Macken und Fehlern, dass wir Gemeinschaft miteinander leben können in Familie, Gemeinde und Staat und dass wir in guter Beziehung leben können zur Schöpfung, die Gottes gute Gabe für uns ist.
    3 min
  • Herz- und Seelenchirurgie
    Herz- und Seelenchirurgie
    „Johannes ruft: Stimme eines Rufers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn! Macht gerade seine Straßen!Jede Schlucht soll aufgefüllt und jeder Berg und Hügel abgetragen werden.Was krumm ist, soll gerade, was uneben ist, soll zum ebenen Weg werden.Und alle Menschen werden das Heil Gottes schauen.“Das ist kein Aufruf zum Straßenbau, sondern zur Herz und Seelenchirurgie: im eigenen Herzen muss das alles gearbeitet werden, wenn wir Gottes Ankunft wirklich erwarten.
    1 min
  • "Geben wir Gott eine Chance."
    "Geben wir Gott eine Chance."
    Heute habe ich eine kurze Geschichte für Sie, die ich dieser Tage gehört habe.Ein armer arbeitsloser Jude, dessen Frau krank und dessen Kinder hungrig sind, geht jeden Sabbat in die Synagoge und betet inständig zu Gott, dass er ihm doch helfen möge und er das große Los im Lotto gewinnen möge.Wochenlang geschieht nichts. Dann aber, beim nächsten Gebet, wird es um ihn herum dunkel und stürmisch und er hört eine Stimme vom Himmel die ruft:„Gib mir eine Chance. Kauf Dir endlich ein Los“Geben wir doch Gott eine Chance.
    1 min
  • "Geben wir Gott eine Chance."
    "Geben wir Gott eine Chance."
    Heute habe ich eine kurze Geschichte für Sie, die ich dieser Tage gehört habe.Ein armer arbeitsloser Jude, dessen Frau krank und dessen Kinder hungrig sind, geht jeden Sabbat in die Synagoge und betet inständig zu Gott, dass er ihm doch helfen möge und er das große Los im Lotto gewinnen möge.Wochenlang geschieht nichts. Dann aber, beim nächsten Gebet, wird es um ihn herum dunkel und stürmisch und er hört eine Stimme vom Himmel die ruft:„Gib mir eine Chance. Kauf Dir endlich ein Los“Geben wir doch Gott eine Chance.
    1 min

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Mit einem guten Gefühl in den Tag starten: Montag bis Freitag erzählt die Olper Franziskanerin Schwester Katharina von ihren Gedanken über Gott und die Welt. Am Samstag und Sonntag sprechen im Wechsel…

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