Morgenimpuls
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Morgenimpuls episodes

  • Gott achtet deine Entscheidung
    Gott achtet deine Entscheidung
    Eigentlich am 25. März, wegen der Kar- und Osterwoche aber auf heute verlegt, feiert die Kirche dieses unglaubliche Geschehen, dass Gott, um seinen Sohn nicht mit Glanz und Gloria auf die Erde zu schicken, sondern als neugeborenes Menschenkind eine Frau beruft, quasi als Mitwirkende an seinem Erlösungswerk.In der heutigen Lesung heißt es ziemlich kurz aber ebenso ungewöhnlich: "Christus Jesus war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, wie Gott zu sein, sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich. Sein Leben war das eines Menschen."Um ein Mensch werden zu können, braucht er eine Mutter, die sich auf die Frage des Boten und den Auftrag Gottes einlässt. Gisela Baltes hat sich über diesen Dialog Gedanken gemacht und ich möchte Ihnen diesen Text gern mit zum Bedenken in diesen Tag geben. Sie schreibt:Ist er ein Traum oder Wirklichkeit dieser himmlische Bote, der sie erschreckt? Sein: "Fürchte dich nicht!" kann das nicht ändern.Ein Kind soll sie bekommen? Wie soll das geschehen? Kaum versteht sie, was der Bote weiter noch sagt. Gott braucht sie?  Er hat sie erwählt? Warum gerade sie?Der Bote wartet auf Antwort. Hier und jetzt soll sie über ihr weiteres Leben entscheiden. Angst schnürt ihr die Luft ab. Doch im Vertrauen auf Gott spricht sie ihr Ja.Gott ruft auch heute noch in seinen Dienst. Unerwartet, unbegreiflich vielleicht.  Erlaube dir, unsicher zu sein. Zweifle! Frage! Dann sprich dein Ja oder dein Nein.  Sei gewiss, Gott achtet deine Entscheidung.
    3 min
  • Wundmale der ganzen Welt
    Wundmale der ganzen Welt
    Wir haben heute den Freitag in der Osterwoche. Vor einer Woche war Karfreitag, das Gedenken der Liebe Gottes, die so stark ist, dass sie selbst vor Leid, Kreuz und Tod nicht zurückgeschreckt ist. In einem Lied, dass ich sehr gern mag, werden die fünf Wunden Jesu besungen. Da heißt es: "die heiligen fünf Wunden die werden nicht verbunden sie glühen und blühen in unsrer Zeit, die heiligen fünf Wunden die werden nicht verbunden sie sprengen sie sprengen die dunkle Zeit"Als Jesus, der Auferstandene den Jüngern begegnet, sind seine Wunden sichtbar geblieben. Am deutlichsten wird es für Thomas, der das sogar einfordert: Wenn ich nicht meine Finge in seine Wunden legen kann ...Die Wunden Jesu sind nicht weg, sie sind nicht im Grab geblieben, weggezaubert in dem Wunder der Auferstehung, sie sind da und sind im Moment deutlich vor unseren Augen:die Wunden der vielen Kranken weltweit, und derer die sie pflegen und sich darin aufreibendie Wunden derer, die in den vielen Kriegen verletzt und  verwundet werden, die Wunden der missbrauchten Kinder und Erwachsenen,die Wunden der Hungernden und unter Naturkatastrophen Leidenden,die Wunden der Einsamen, Obdachlosen und Alleingelassenen.Es ist sinnlos, die millionenfachen Wunden der Menschen zu ignorieren oder mit Hallelujagesängen zu übertünchen. Die Wundmale, die Jesus geschlagen wurden, sind die der ganzen Welt. Weil wir aber glauben dürfen, dass diese Wunden eben nicht das Letzte und ewig Bleibende sind, weil wir von den Zeugen der Auferstehung wissen, dass Jesus mit den verklärten, den angenommenen Wunden, auferstanden ist, können wir glauben, dass auch heute alle Verwundungen der Welt, durch Gott geheilt werden können. Und wir haben den Auftrag Jesu, uns in seinem Namen der verwundeten Mitmenschen anzunehmen und zu helfen, zu tragen und Leiden zu lindern.
    3 min
  • Brot des Lebens
    Brot des Lebens
    Einer meiner schönsten Ostergottesdienste war schon am Gründonnerstag, also genau vor einer Woche. In unserer Mutterhauskirche waren mehr als 100 Kinder und Jugendliche und Erzieher*innen aus unseren Kinderheimgruppen des Josefshauses versammelt. Sie wohnen und leben in kleinen Gruppen in den umliegenden Dörfern meist auf Bauernhöfen und kommen immer zu Festen und Feierlichkeiten nach Olpe. Und nun also am Gründonnerstag zur Brotsegnung.Auf einem Servierwagen auf schönen Tüchern lagen die großen runden, köstlich duftenden Brote aufgereiht und man hatte Lust, einfach hineinzubeißen. In einem Gottesdienst in kindgerechter Sprache und mit fröhlichen Liedern haben wir versucht, ihnen das Geschehen mit Jesus und seinen Jüngern nahezubringen. Und am Ende habe ich die Brote gesegnet und sie wurden an die Gruppen ausgeteilt. Am Abend dann würden Sie beim Abendessen diese Brote teilen und sie zusammen essen und dann sich erinnern an diesen besonderen Abend vor 2.000 Jahren mit Jesus und seinen Jüngern.Und dann habe ich mich erinnert was mich im letzten Jahr so beeindruckt hatte: Nach dem Ende der Feier haben wir noch mit Kindern geplaudert und ein Kind wollte wissen, ob sie denn jetzt das Brot "ohne was dazu" essen müssten. Ein bisschen hat es verstanden, dass es ein besonderes Brot war. Und meine Mitschwester hat ihn neugierig gemacht: Probiere es doch mal, beiß ein Stück ab und kaue es ganz lange und langsam, und dann wirst Du merken, dass es im Mund immer süßer wird. Oh ja, das probiere ich, war die erstaunte und begeisterte Antwort.Wir Schulgebildeten wissen um die chemischen Prozesse mit Kohlehydraten und Speichel im Mund. Aber für dieses Kind wird es wunderbar sein zu entdecken, dass aus diesem Brot, das in der Mutterhauskirche gesegnet worden ist, etwas wunderbar Süßes im Mund wird und wird sein Erstaunen darüber garantiert überall weitererzählen. So wie es Jüngern in der Nachfolge Jesu gegangen ist: Aus dem Erleben des letzten Abendmahles mit Jesus in der Gewissheit des Kreuzestodes wird immer neu das Brot des Leidens zum Brot des Lebens werden, das alle Köstlichkeit in sich enthält und Leben spenden wird bis zum Ende unserer Tage.
    4 min
  • Die beste Botschaft der Welt
    Die beste Botschaft der Welt
    In der Nachbarkirche waren wir zum Ostergottesdienst und was mir sofort aufgefallen ist, stand genau in der Mitte des Altarraumes vor dem Altar. Ein wunderbarer prächtiger Osterleuchter und so anders als alle, die ich bisher gesehen habe. Ganz unten sieht man die drei Frauen, die sich auf den Weg gemacht haben, mit einem Gefäß wohlriechender Salben und an Jesus den letzten Dienst der Salbung zu tun. Weil der Tod Jesu kurz vor einem hohen Feiertag war, konnten sie das vorher nicht schaffen. Und dann darüber, am Leuchter dargestellt, das leere Grab und man sieht das Entsetzen der Frauen. Zunächst waren sie besorgt, wer ihnen wohl den Stein vorm Grab wegwälzen würde. Jetzt war er weggerollt aber das Grab war leer.Es ist so unausdenkbar, dass selbst wir uns zweitausend Jahre später dieses Entsetzen vorstellen können. Und dann am Osterleuchter noch weiter darüber ein Engel, der mit erstaunt strenger Mine nach oben zeigt und darauf hinweist, was auch auf seinem Gewand geschrieben steht: Surrexit – er ist auferstanden. Und ebenso erstaunt fragt: "Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier. Er ist auferstanden." Und am Osterleuchter darüber ist der grüne Kranz der Hoffnung aus hier sehr heimischem Buchsbaumzweigen und dann die große weiße Osterkerze mit der nächsten Botschaft. Das Kreuz zeigt an, dass Christus durch Leiden und Tod am Kreuz uns eine Zukunft möglich gemacht hat. Die fünf Wachsnägel deuten die Wunden an, die Jesus erlitten hat, das Alpha und Omega sagen ganz deutlich, was er selbst gesagt hat: Ich bin das Alpha und das Omega, ich bin der Anfang und das Ende der Zeit.  Und die Jahreszahl 2024 will noch unmissverständlicher sagen, dass diese Botschaft, dass der Tod nicht mehr das Ende ist, sondern Durchgang zum Leben bei Gott, auch in diesem Jahr 2024 für alle gilt, die dieser Botschaft glauben und ihr Vertrauen.Verzweifelte Frauen, ein leeres Grab, ein Engel mit der besten Botschaft der Welt und eine brennende Osterkerze bringen uns bei: Vertraut und glaubt mir, ich habe Tod und Grab überwunden, für euch und für die ganze Welt.
    4 min
  • Eigentlich ist immer Ostern
    Eigentlich ist immer Ostern
    Geht es Ihnen eigentlich ähnlich? Die Feiertage sind vorbei, manche leckeren Speisen gab es zu Ostern, dazu sicherlich der eine oder andere Familienbesuch. Und auch wenn die Schulferien noch diese Woche andauern, so hat uns ab heute der Alltag wieder. Ist Ostern damit vorbei? Ganz bestimmt nicht. Dafür ist die Botschaft vom Sieg des Lebens über den Tod doch viel zu wichtig, als dass man sie in ein paar Feiertage packt und danach ist alles wieder wie sonst. Die Kirche – und das sind wir Getauften alle – feiert den Kern des Osterfestes eine ganze Woche lang, acht Tage, also von Sonntag bis Sonntag – eine ganze Oktav! Diese Tradition ist sehr alt und stammt aus dem Judentum, wo auch die wichtigsten Feste ganze acht Tage lang gefeiert werden.Jeden Tag hören wir in dieser Woche eine kurze Episode aus den Erzählungen der Evangelisten von der Auferstehung Jesu. Gestern waren es die beiden Jünger auf dem Weg nach Emmaus, denen Jesus begegnete und sich beim Brechen des Brotes zu erkennen gab. Heute sind es wieder die Frauen ab Grab, die voll Freude zu den anderen Jüngern laufen wollen, um ihnen das schier Unglaubliche zu berichten. Dabei begegnen sie plötzlich dem Auferstandenen selbst.Mir selbst wird beim Betrachten dieser ganzen Episoden in der Osteroktav immer wieder neu bewusst, wie facettenreich doch Ostern eigentlich ist. Grund genug also, um noch einige Tage zu feiern. Und um mal ehrlich zu sein: Die Botschaft von der Auferstehung ist so schön und so befreiend, dass eigentlich immer Ostern ist. Und es gibt immer neue und schöne Ideen, um dieses Fest vor Augen zu führen.In einem Dorf in der Nähe gibt es im dritten Jahr einen Osterbrunnen. Der Dorfbrunnen wird für die Osterzeit wunderbar mit Girlanden geschmückt und mit vielen hundert, von Kindern und Jugendlichen, handbemalten Ostereiern verziert. Es sieht so bunt und fröhlich und jubelnd aus, dass sogar ein regennasser Tag uns nicht abgehalten hat hin zu fahren und ihn zu bestaunen. Ostern und die Auferstehung Jesu bringt Farbe und Leben ins Leben. Für immer und ewig.
    3 min
  • Die Botschaft von der Auferstehung mit allen Sinnen genießen
    Die Botschaft von der Auferstehung mit allen Sinnen genießen
    Gibt es einen wunderbareren Jubel? Geht es schöner als heute? "Christ ist erstanden, von der Marter alle, halleluja" – gesegnete, frohe und hallelujavolle Ostern wünsche ich Ihnen von ganzem Herzen!Der Osterspaziergang von Johann Wolfgang Goethe ist wohl der schönste weltliche Hymnus an das Osterfest. Viele von uns haben das als Schüler auswendiggelernt, um Beispiel diese erste Strophe: "Vom Eise befreit sind Strom und Bäche, Durch des Frühlings holden, belebenden Blick, Im Tale grünet Hoffnungs-Glück; der alte Winter, in seiner Schwäche, zog sich in raue Berge zurück." oder "Aus dem hohlen finstern Tor dringt ein buntes Gewimmel hervor. Jeder sonnt sich heute so gern. Sie feiern die Auferstehung des Herrn, Denn sie sind selber auferstanden."Oder machen Sie heute einen Emmausgang? Viele von uns kennen diesen Begriff noch: Am Ostermontag geht man spazieren, will mit allen Sinnen die auferstandene, aufgeblühte Schöpfung genießen. Der ursprüngliche Emmausgang, der Weg der beiden Jünger nach Emmaus, war alles andere als ein fröhlich leichter Gang: Alle Hoffnungen auf Zukunft mit Jesus hatten sich zerschlagen, die drei gemeinsamen Jahre mit ihm sind weg und verblasst, und nach dem schmählichen Kreuzestod geht gar nichts mehr. Sie fliehen aus Jerusalem, sie gehen nach Hause. Und dann kommt ein Dritter dazu, den sie nicht erkennen, und der fragt ganz arglos, was denn los war in Jerusalem und sie erzählen ihm alles: vom Tod Jesu, von seinem Leben und Wirken vorher und ihrer großen Enttäuschung: Wir aber hatten gehofft…Und sie erzählen auch von der Aufregung am Morgen: dass die Frauen am Grab gewesen seien aber den Leichnam Jesu nicht gefunden haben, aber Engel berichtet haben er lebe. Und dann am Abend, als sie miteinander das Brot brechen, da erst erkennen sie ihn, den auferstandenen Jesus Christus und sie rennen zurück und erzählen aus übervollem Herzen: Der Herr ist wirklich auferstanden, wir haben ihn erkannt, als er das Brot mit uns gebrochen hat.Einander zuhören – die Auferstehung feiern – die Botschaft weitersagen und – sie mit Leib und Seele und allen Sinnen genießen.
    3 min
  • Gott ist auch in allem Leiden da
    Gott ist auch in allem Leiden da
    Eigentlich ist es doch absurd, dass DAS Zeichen für uns Christen seit über 2.000 Jahren ein antikes Folterinstrument ist. Eine Kreuzigung, das war mit die schlimmste Todesstrafe, die die Römer parat hatten. Wurde man ans Kreuz geschlagen, so trat der Tod meist erst nach mehreren Tagen ein. Eine beliebte Hinrichtungsmethode für Sklaven und Aufständische, die jeden abschrecken sollte, der einen Gekreuzigten sah.Dass das Kreuz das Symbol der Christen geworden ist, das ist auch damals schon auf Unverständnis gestoßen. Paulus schreibt, dass das Kreuz für Juden ein Ärgernis sei, für Heiden eine Torheit. Und dieses Folterinstrument tragen wir um den Hals, hängen es in unsere Kirchen, und heute am Karfreitag verehren wir es sogar. Den heutigen Text aus dem Buch Jesaja, den hat der biblische Autor lange vor Jesu Zeit geschrieben. Aber der Text beschreibt ziemlich gut, wie Jesus wohl ausgesehen haben muss, als er am Kreuz hing. Da heißt es: Viele haben sich über ihn entsetzt, / so entstellt sah er aus, nicht mehr wie ein Mensch, / seine Gestalt war nicht mehr die eines Menschen. Aber dieser gebrochene Mensch am Kreuz der ist es, von dem wir sagen: Das ist unser Erlöser.Denn in diesem scheußlichen Anblick der Kreuzigung wird deutlich: Am Karfreitag geht Gott dorthin, wo man ihn am wenigsten erwarten würde. In die tiefsten, furchtbarsten Abgründe der Menschheit. Man könnte sagen: Gott geht ins Gegenteil seiner selbst. Das Leben geht in den Tod.Dadurch wird der Tod nicht umgangen. Aber er bekommt durch den Karfreitag eine neue Dimension. Der Tod ist nicht mehr das schreckensvolle Ungewisse, sondern im Tod erwartet uns Gott.Die Karfreitagsliturgie lässt einen oft unzufrieden zurück. Denn sie betont das Grauen und die Angst, die Jesus durchlitten hat. Und das ist wichtig, denn ohne diesen Karfreitag wäre Ostern nicht denkbar. Aber wir wissen auch am Ende des Karfreitags: Ostern wird kommen. Der Tod hat nicht das letzte Wort, egal was passiert. Und diese Gewissheit wünsche ich Ihnen: Dass Gott auch in allem Leiden, in allem Schrecken da ist, der auch hier und heute passiert. Dass er dort ist, wo man ihn am wenigsten erwartet.
    4 min
  • Lassen Sie sich von ihm lieben
    Lassen Sie sich von ihm lieben
    Mit dem Gründonnerstag beginnen die drei heiligen Tage, die eigentlich ein einziger Tag sind. Und dieser Gründonnerstag hat es wirklich in sich: ein Mahl, also ein festliches Essen Jesu mit seinen Getreuen, Jüngern und Jüngerinnen, ein Sklavendienst mit der Fußwaschung, der zunächst dazu da ist, die dreckigen Füße zu säubern, und der Verrat durch Judas, einen seiner Freunde.Die Jünger merken ziemlich schnell, dass dieses Abendessen anders ist, als die vielen vorher. Wir sagen heute, er setzt die Eucharistie ein. Aber das ahnen seine Mitfeiernden noch nicht, weil dieser Einsatz erst wirksam wird durch den Tod Jesu. Und mittendrin, im emotional aufgeladenen Geschehen, steht Jesus auf und geht rum und wäscht seinen Jüngern die Füße – nicht den Kopf, wozu er oft genug allen Grund gehabt hat. Und er gibt genau zu diesem Akt eine sehr konkrete Anweisung: "Wenn nun ich der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, dann müsst auch ihr einander die Füße waschen. Ich habe Euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr genauso handelt!" Denn über diesem Abend und den ganzen Tagen danach steht ein Wort: "Da er die Seinen liebte, die in der Welt waren, liebte er sie bis zur Vollendung" – bis zur Vollendung seines Erlösungswerkes, bis zur Vollendung meines Daseins, bis zur Vollendung meiner, unserer Kirche, bis zur Vollendung der Welt."Da er die Seinen liebte, die in der Welt waren, liebte er sie bis zur Vollendung" – trotz der Leugnung der Vielen, die nicht an ihn glauben können, trotz des vielfachen Missbrauchs in seiner, von ihm gegründeten Kirche, trotz der Zerstörung der Zivilisation durch Ausbeutung aller Ressourcen, trotz aller Kriege und Menschheitsverbrechen, trotz aller Diktaturen jeglicher Färbung und aller Christenverfolgung."Da er die Seinen liebte, die in der Welt waren, liebte er sie bis zur Vollendung" – Lassen Sie sich von ihm lieben, bis zur Vollendung der Welt.
    3 min
  • Lasst euch mit Gott versöhnen
    Lasst euch mit Gott versöhnen
    "Lasst euch mit Gott versöhnen" ist eine der Aufgaben der Österlichen Bußzeit. Umkehren aus dem gefühlten "weg von Gott" zum erhofften "hin zu Gott". Und versöhnen oder auch vertöchtern heißt dann ja eigentlich nur, wieder zum Vater zurückkehren und wieder als Tochter und Sohn in seiner Liebe leben wollen. Seit vielen Jahren gibt es hier bei uns die "Nacht der Versöhnung" in der Karwoche. Für viele Menschen ist es der eigentliche Gottesdienst der Fastenzeit und die Möglichkeit, gemeinsam nach Schuld und Fehlern und nach Perspektiven und Zukunft mit Gott auszuschauen. "Leben ins Leben" war der Titel des Abends und ein Song von Konstantin Wecker und Hannes Wader gaben dem Abend den Rahmen. Darin heißt es so treffend:"Ich sing für alle, die mit mir noch auf der Suche sind, nach einer Welt, die es vielleicht nie geben kann, die kein Gemälde sein wolln, sondern immer Skizze sind und unvollendet enden, irgendwann. Ich sing für alle, die wie ich nicht frei von Fehlern sind, für jeden, der zu seinem Scheitern gerne steht, der sich nicht zügeln lassen will von diesem kalten Wind, der uns zurzeit so rücksichtslos entgegenweht.  Nichts Großes erreicht, keine Orden, keine Yacht, dazwischen noch Tränen und Schmerzen. Vom Reichtum beschämt, von der Macht nur verlacht, doch immerhin reicher im Herzen."Wenn ich also bei allem Alltagsgewusel, bei aller Sorge und Mühe am Arbeitsplatz und in der Familie, bei allem nicht geschafft und sich doch so angestrengt haben sagen kann, immer doch reicher im Herzen geworden zu sein und gespürt zu haben, dass bei aller Unzulänglichkeit Leben ins Leben gekommen ist, dann habe ich etwas von der Fülle des Göttlichen gespürt. Und dann spüren Sie und ich vielleicht noch einmal anders die Ansage aus dem Brief an die Gemeinde in Korinth: Lasst euch mit Gott versöhnen.
    3 min
  • Halten wir an Jesu Auftrag fest!
    Halten wir an Jesu Auftrag fest!
    In den letzten Tagen Jesu mit seinen Jüngern in Jerusalem, die Texte und Berichte dazu können wir im Neuen Testament nachlesen, wird es immer spannender und enger und kritischer und nervöser. Jesus weiß was er tun muss und will und er bezieht seiner Jünger in diesen Weg mit ein. Er erklärt und erläutert, er lässt teilnehmen und empfinden. Und er weiß trotzdem, dass da seine engen Zwölf, außer Johannes, auch nicht bei ihm bleiben werden. Im Evangelium heute geht es ganz konkret um den Verrat des Judas für später 30 Silberlinge und um die Verleugnung des Petrus, der großspurig Nachfolge ankündigt und dann noch vor dem 3. Hahnenschrei seinen Meister verleugnet, weil er Angst um sein Leben hat. Wenn alles glatt zu gehen scheint, ist Nachfolge nicht so schwer. Aber wenn plötzlich die eigenen Pläne ins Wanken geraten, wie bei Judas, der Jesus zwingen wollte, die Römer zu verjagen. Oder bei Petrus, der plötzlich merkt, dass es ihn sein Leben kosten könnte, wenn er zu seinem Meister steht, dann wird es schwierig. Oder wenn einem ein Controller oder Manager vor die Nase gesetzt wird, wenn im Handstreich der eigene Arbeitsplatz umgewidmet wird, wenn man spürt, dass da etwas aus dem Ruder läuft, was eigentlich bis dahin hervorragend lief, was dann? Wenn Prinzessin Kate ihre Erkrankung öffentlich macht und darum bittet, ihr und ihrer Familie Zeit und Ruhe zu gönnen und dann sogar die größten Hater der englischen Boulevardpresse kleinlaut werden.  Wenn 80 Millionen Bundestrainer sowieso keinen Pfifferling auf die Fußballnationalmannschaft der Männer geben und nach einem sensationell tollen Spiel schon wieder alle vom EM-Titel träumen. Wenn es zwischen Hosianna und Kreuzige ihn immer schneller rotiert? Was dann?Es bleibt nur das, was Jesus getan hat: beim eigenen Auftrag bleiben, die eigene Gewissheit festigen, das tun, was dran ist und sich nicht beirren lassen. Und dafür kämpfen und beten, dass der Vater im Himmel Kraft und Geist zu allem gibt. Und vor allem: bleiben.
    4 min

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Mit einem guten Gefühl in den Tag starten: Montag bis Freitag erzählt die Olper Franziskanerin Schwester Katharina von ihren Gedanken über Gott und die Welt. Am Samstag und Sonntag sprechen im Wechsel…

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